»Unglaublich« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.09.2020 gesendet.
Es gibt unglaubliche Geschichten in der Bibel. Mose zum Beispiel soll das Meer geteilt haben. Also einfach mal so zack in der Mitte durch. Und dann ist er da mit seinem ganzen Volk durchgelaufen? Oder Jesus. Der hat 5.000 hungrige Menschen satt gemacht, obwohl er nur zwei Fische und fünf Brote hatte. Als das große Essen dann vorbei war, hat er sogar noch ganze Körbe voll mit Essen wieder eingesammelt. Wie hat er das gemacht? Ich hab keine Ahnung. Eins ist aber auf jeden Fall sicher: Diese Geschichten sind unglaublich.
In diesem kleinen Wort ‚unglaublich‘ stecken für mich zwei Bedeutungen drin: Auf der einen Seite denke ich, diese Geschichten sind unglaublich - im Sinne von ‚ich kann das nicht glauben‘. Das ist doch unlogisch. Das ist unrealistisch. Total verrückt. Andererseits denke ich manchmal auch diese Geschichten sind doch ‚unglaublich‘ im Sinne von ‚unglaublich schön‘ oder ‚unglaublich faszinierend‘. Es ist für mich unglaublich, zu was Gott alles fähig ist und was er alles vollbringen kann.
Für mich ist beides wichtig. Zum einen immer wieder danach zu fragen: Kann das wirklich so gewesen sein? Oder: Was ist eigentlich die Bedeutung der Geschichte? Schließlich möchte ich nicht einfach naiv alles glauben. Und auf der anderen Seite will ich mich von diesen Geschichten auch einfach begeistern lassen und darin diesen unglaublichen Gott entdecken, der alles schaffen kann.
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»Umarmung« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.09.2020 gesendet.
Ich habe den Eindruck: Viele Menschen wollen im Moment zurück zur Normalität. Und mit Normalität wird häufig gemeint, dass alles wieder wie ‚vor Corona‘ sein soll. Ich finde, das ist kein sinnvoller Wunsch.
Denn ich finde, wir könnten aus der aktuellen Situation eine Menge lernen und in Zukunft manches anders machen. Ich hab zum Beispiel neulich gemerkt, wie wichtig persönlicher Kontakt ist. Jemand anderen berühren. Ich hab mal wieder einen Kumpel umarmt. Das hab ich während der Corona-Hochphase lange nicht gemacht. Und das war alles andere als normal. Das war besonders. Berührungen sind für unser Überleben notwendig. Ein Baby, das völlig körperlich isoliert ist, stirbt. Selbst wenn es ausreichend mit Nahrung versorgt wird. Es benötigt auch körperliche Nähe, dass es berührt wird. Und das gilt nicht nur für Babys, auch Erwachsene brauchen Berührungen. Klar, es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie viel Körperkontakt man als angenehm empfindet. Trotzdem glaube ich, dass in Berührungen etwas Heilsames steckt. Ich kann so mit anderen Freude teilen oder sie trösten.
Ich wünsche mir also, dass nicht alles wieder so wird, wie früher, sondern wir unser Verhalten manchmal ändern. Ich möchte den Menschen in Zukunft zum Beispiel herzlicher und körperlicher begegnen. Denn ich glaube, das tut der ganzen Gesellschaft gut.
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»Colin Kaepernick« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.09.2020 gesendet.
Ich habe vor Kurzem eine Doku über Colin Kaepernick geschaut. Die hat mich richtig berührt. Kaepernick hat sehr erfolgreich American Football gespielt. Er war Quarterback der San Francisco 49ers und hat es bis in den Super Bowl geschafft. Das ist das größte Spiel im American Football; eines der wichtigsten Sportereignisse weltweit. Mehr kann man als Footballer nicht erreichen.
Aber es sind nicht nur die sportlichen Leistungen, die mich an Kaepernick faszinieren. Er ist auch eine Symbolfigur des Widerstands in den USA. Er hat damit begonnen, sich während der Nationalhymne hinzuknien, um gegen Rassismus zu protestieren. Das hat ihm letztlich seine ganze Karriere gekostet. Niemand wollte ihm noch einen Vertrag geben.
Ich finde das richtig unfair. Ich glaube aber auch, dass Kaepernick wusste, dass das passiert. Er hat es trotzdem gemacht. Das beeindruckt mich: Er hat auf seinen persönlichen Erfolg verzichtet, um für eine größere Sache zu kämpfen. Sich gegen Unterdrückung und Rassismus einzusetzen ist ihm wichtiger als es nochmal in den Super Bowl zu schaffen. Was für eine krasse Botschaft.
Ich glaube, im Prinzip hat schon Jesus das Gleiche gesagt und getan. Er hat mit seinem ganzen Leben gezeigt: Es geht nicht darum, alles zu gewinnen. Nicht persönlicher Erfolg ist das Wichtigste. Sondern ich soll immer auch nach anderen schauen und den Menschen helfen, die unterdrückt werden oder benachteiligt sind. Ich selber schaffe das ganz oft nicht. Aber genau deswegen finde ich es wichtig, dass es Menschen wie Colin Kaepernick gibt. Er erinnert mich daran: Es geht nicht immer nur um mich!
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»Barkeeper« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.07.2020 gesendet.
Wenn ich in eine Bar gehe, dann will ich was trinken. Dann mag ich es nicht, wenn ich da ein Bier bekomme, das nicht ganz voll ist. Da denke ich dann: Der Barkeeper hat es irgendwie nicht so drauf.
Aber ich glaube, das ist halt auch ein echt krasser Job. Jeder will ja schnell bedient werden. Und da kann man ja vielleicht auch nicht auf alles achten. Außerdem hab ich schon mal gehört, dass Barkeeper eigentlich die besten Sozialarbeiter sind. Weil sie so gut zuhören können. Und dann halt viel mitkriegen, was die Leute so bewegt. Über eine Stelle in der Bibel bin ich jetzt draufgekommen, dass Gott vielleicht auch wie ein Barkeeper ist. Denn da heißt es: Er bereitet vor uns einen Tisch und schenkt uns voll ein. Also wie ein Barkeeper.
Und Gott macht das Glas nicht irgendwie halb voll. Er macht es ganz voll. Das heißt für mich: Gott meint es sehr gut mit mir. Und er nimmt sich Zeit für meine Probleme und hört mir zu. Eben wie ein guter Barkeeper. Und ich darf das so annehmen und einfach nur genießen. Wie ein volles und kaltes Bier.
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»Urlaub« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.07.2020 gesendet.
Wenn ich so durch Instagram scrolle, kommt mir eine Frage: Macht eigentlich jeder nur noch Urlaub? Ich frag mich das, weil ich nur schöne Bilder sehe. Bilder von schönen Stränden. Menschen in Hängematten. Wunderschöne Bikinis. Menschen, die Skifahren. Und Menschen, die Lachen.
Was ich aber nicht sehe, sind Menschen, die arbeiten. Leute, die im Büro sitzen oder auf der Baustelle arbeiten. Menschen die trauern. Menschen in Krankenhäusern. Menschen, die alleine sind.
Ich glaube, man postet das nicht, weil wir denken, dass das nicht so wertvoll ist. Nicht so besonders. Nichts, was man festhalten oder gar teilen müsste. Aber ich glaube, das ist Quatsch. Denn jeder Moment ist wertvoll. Es gibt keinen Zeitpunkt auf dieser Welt und keinen Ort, der nicht von Gott erfüllt ist. Gott ist überall und in allem. Das macht für mich jeden Moment wertvoll. Das heißt nicht, dass jeder Moment auch cool ist. Auch nicht, dass jeder Moment in die Öffentlichkeit gehört. Aber trotzdem ist jeder Moment wertvoll. Egal, ob ich eine volle Seite mit tollen Urlaubsfotos habe oder nicht. Egal ob ich lachend in meine Selfie-Kamera schaue oder eigentlich nur weinen möchte.
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»Glauben« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.07.2020 gesendet.
Glauben tut man in der Kirche. Den Satz habe ich schon manchmal gehört, aber ich finde, er stimmt nicht. Denn Glauben kann man überall.
Zum Beispiel wenn ich in ein Flugzeug einsteige, dann glaube ich daran, dass mich dieses Flugzeug sicher von A nach B bringen wird. Glauben bedeutet dabei aber nicht ‚vermuten‘ im Sinne von: Ich vermute oder hoffe, dass der Pilot nicht betrunken ist. Denn das gibt kein gutes Gefühl. Das gibt auch keine Sicherheit. Glaube, der wirklich hilft heißt Vertrauen. Ich vertraue darauf, dass der Ingenieur das Flugzeug gut gebaut hat. Es wird mich sicher ans Ziel bringen. Daran wird mir klar, dass der Glaube, also vertrauen, etwas Gutes ist. Zu glauben macht mein Leben einfacher. Ich will damit nicht sagen, dass man einfach naiv alles glauben soll.
Es ist auch wichtig, manche Dinge zu hinterfragen. Vertrauen ist aber mindestens genauso wichtig. Ich denke, dass es sinnvoll ist, an etwas zu glauben. Denn ich merke: Das stärkt mich. Deswegen habe ich für mich persönlich mal alles aufgeschrieben, was ich so glaube.
Gerade in Zeiten, in denen ich nicht weiß, was ich noch glauben kann, hilft mir das. Da kann ich das Papier wieder rausholen und bekomme wieder sicheren Boden unter die Füße. Selbst wenn ich in einem Flugzeug weit über der Erde bin.
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»Schlummern« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.06.2020 gesendet.
Ich bin manchmal ganz schön müde. Zum Beispiel wenn ich an einem Sonntagmorgen noch ein bisschen schlummern möchte. Ich finde das auch völlig in Ordnung mal so richtig zu entspannen. Manchmal wird meine Müdigkeit aber auch zum Problem. Zum Beispiel als ich vor kurzem Auto gefahren bin und sehr müde war. Da sollte man ja eigentlich fit sein. Zum Glück war meine Freundin dabei, die mich wachgehalten hat. Wir haben eine kurze Pause an der frischen Luft gemacht und danach war ich wieder konzentriert. Auch in der Arbeit mit Menschen macht es einen Unterschied, ob ich wach bin oder müde. Wenn ich richtig wach und voll da bin, kann ich Menschen besser wahrnehmen und auf sie eingehen.
In der Bibel hab ich gelesen, dass Gott nie schläft oder schlummert. Auch, wenn ich müde werde und noch im Auto unterwegs bin, ist er bei mir und begleitet mich. Das heißt für mich natürlich nicht, dass ich auch im Halbschlaf fahren kann. So nach dem Motto: Gott ist ja wach, das muss reichen. Aber trotzdem finde ich das beruhigend. Dass da jemand bei mir ist, der nie schläft.
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»Southside« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.06.2020 gesendet.
Jetzt beginnt ja eigentlich gerade die Festivalzeit. Dieses Wochenende wäre ich zum vierten Mal beim Southside am Start. Es tut weh, dass das dieses Jahr nicht geht. Denn ich gehe sehr gern auf Festivals. Und das als Christ. Manche sagen, das passt doch nicht zusammen. Ein Christ der auf Festivals geht. Christen gelten ja oft als verklemmt. Sie trinken keinen Alkohol und auf keinen Fall dürfen sie zu viel Haut zeigen oder sehen.
Für mich aber passt Christsein und auf Festivals gehen sehr gut zusammen. Denn auch Jesus hat es geliebt zu feiern. Auf einer Hochzeitfeier hat er sogar Wasser in Wein verwandelt, damit die Party weitergehen konnte. Kein Wunder also, dass er von seinen Feinden sogar als Fresser und Weinsäufer bezeichnet wurde. Er hat anders gehandelt, als sie es für richtig hielten.
Ich erkenne am Handeln Jesu, dass er das Leben geliebt hat. Oft war er auch ernst und nachdenklich, aber eben nicht nur. Er genoss sein Leben und war weder verklemmt noch spaßbefreit. Feiern, Musik hören, auf Festivals gehen und Christ sein. Für mich passt das deshalb sehr gut zusammen.
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»Fussball-EM« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.06.2020 gesendet.
Am Freitag hätte eigentlich die Fußball-EM angefangen. Ich hätte richtig Lust auf das morgige Spiel Deutschland gegen Frankreich. Leider muss ich darauf jetzt noch ein Jahr warten. Und vor zwei Jahren war Deutschland ja ziemlich schlecht.
Mit Blick auf den Misserfolg von letztem Mal könnte jetzt ein Wort aus der Bibel weiterhelfen. Da heißt es: Die Letzten werden die Ersten sein. Man kann also hoffen, dass Deutschland nächstes Jahr besser abschneidet. Dabei geht es in dem Bibelvers gar nicht um Fußball. Der Vers spricht nicht von den Erfolgen und Misserfolgen dieser Welt. Er meint das danach. Den Himmel. Die Ewigkeit. Oder wie auch immer man das nennen will. Die letzten werden die Ersten sein. Deshalb können alle, die Niederlagen und Leid in dieser Welt erleben, hoffen. Deshalb glaube ich, dass das alles einmal überwunden sein wird. Erfolg und Misserfolg. Sieg und Niederlage. Das hilft mir, wenn bei mir mal was nicht so gut klappt.
Klar im Fußball macht es einen Unterschied, ob ich Erster oder Letzter bin. Bei Gott nicht. Er dreht das Ganze um. Bei Ihm sind die Letzten die Ersten. Natürlich hab ich Bock dass Deutschland nächstes Jahr bei der EM wieder besser spielt. Aber Erster zu sein ist nicht alles. Daran lasse ich mich gerne immer wieder erinnern.
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»Schnaken« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.05.2020 gesendet.
Bei manchen Tieren frage ich mich manchmal warum gibt's die eigentlich? Schnaken zum Beispiel. Die nerven doch nur. Die sind hässlich und wenn sie stechen juckt es mich ganz übel.
Im Gespräch mit Freunden haben wir darüber geredet was schön ist. Bei Kunst ist das ja oft so: Ich stehe vor einem Bild und kapiere nicht, was daran schön sein soll. Der Schöpfer des Kunstwerkes hat darin aber vielleicht etwas verarbeitet das ich gar nicht sehe. Er kann sein Kunstwerk sehr schön finden.
Ich glaube daran, dass Gott der Schöpfer dieser Welt ist. Und in der Bibel steht, dass Gott alles, was er geschaffen hat gut findet. Ein kleines Insekt wie die Schnake ist gut, weil Gott sagt, dass sie gut ist. Für sie gilt das Gleiche wie für uns Menschen. Wir alle sind gut gemacht. Egal was andere über uns sagen. Die Bewertung des Schöpfers ist bereits abgegeben. Sie lautet: sehr gut.
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