»Mist und Dünger« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.10.2019 gesendet.
Misthaufen stinken ganz schön. Das hab ich neulich erst wieder auf nem Bauernhof gerochen. In meinem Leben erlebe ich auch immer wieder Mist. Mist der mir dann ganz schön stinkt. Zum Beispiel habe ich vor kurzem viel Zeit in ein Projekt gesteckt, dass am Ende dann nicht geklappt hat. Ja, das hat mir gestunken. Es kam mir so vor, als ob alle Zeit und Energie umsonst war. Ein ganz schöner Mist.
Ein Satz, den ich gehört habe, der passt prima dazu. Ein Mann hat mal gesagt: „Gott kann auch aus deinem Mist noch Dünger machen“. Ein richtig guter Satz. Mist bleibt Mist. Wenn was Doofes passiert, dann ist das erstmal doof und muss nicht immer gleich schöngeredet werden. Verwendet man den Mist aber zum Düngen, dann kann Neues entstehen. Dann können zum Beispiel neue Pflanzen wachsen.
Ich glaube, so ähnlich hat Gott auch aus meinem vergeigten Projekt noch Dünger gemacht. Denn ich hab daraus gelernt, wo ich meine Zeit besser investieren kann. Und wo ich in Zukunft mal hinwill. Das hat mir dieser Mist gezeigt und das ist für mich ein echter Dünger.
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»Krieg ist scheiße« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.10.2019 gesendet.
Krieg ist scheiße. Ich glaub dieser Aussage würden die meisten Menschen zustimmen. Trotzdem werden überall auf der Welt Waffen produziert. Waffen, die andere Menschen töten. Das ist auch kein neues Phänomen. Das gabs immer schon. Auch schon zu Zeiten der Bibel.
Aber in der Bibel wird von einem weisen Mann erzählt. Einem Propheten. Der sagt, dass das eines Tages nicht mehr so sein wird. Er berichtet davon, dass dann Schwerter zu Pflugscharen werden und Speere zu Sicheln. Also eine Zeit, in der Waffen dann als landwirtschaftliche Geräte genutzt werden. Mir zeigt das, dass Gott, ein Gott des Lebens ist. Kein Gott des Krieges. Denn ein Schwert kann jemand anderes umbringen. Aber eine Pflugschar kann den Boden lockern für neue Pflanzen. Und die können dann Menschen ernähren und am Leben erhalten.
Mir hilft so eine Bibelstelle. Sie hilft mir zuversichtlicher in die Zukunft zu schauen. Auch weil ich glaube, dass ich nicht machtlos bin. Sondern ich was zum Frieden beitragen kann. Menschen können Kriege schaffen. Aber Gott schafft Frieden.
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»Kamel« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.10.2019 gesendet.
Ich bin ganz schön reich. Obwohl ich mir oft einrede, dass das gar nicht so ist. Ich mein so viel Geld hab ich jeden Monat ja auch gar nicht zur Verfügung. Und ich schau schon auch drauf, was ich ausgebe. Aber wenn ich mich mit dem Rest der Welt vergleiche, dann bin ich echt reich.
In der Bibel steht jetzt aber ein Reicher kann nicht in den Himmel kommen. Eigentlich ist es sogar noch heftiger formuliert. Da steht: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr passt, als das ein Reicher in den Himmel kommt“. So ein Satz trifft mich erstmal hart. Bisher fand ich Reichsein ziemlich gut. Und das soll jetzt blöd sein? Wenn ich so drüber nachdenke steckt in dem Satz aber auch ne Aufgabe drin. Reichtum bringt Verantwortung mit sich. Verantwortung dafür zu sorgen, dass Reichtum besser verteilt wird. Dass Menschen nicht hungern müssen, trinkbares Wasser bekommen und Bildung genießen dürfen.
Für mich heißt der Satz aus der Bibel, dass ich nicht so sehr an meinem Besitz hängen soll. Sondern ihn auch los zu lassen und verantwortungsbewusst mit anderen Menschen zu teilen. Dann glaube ich, dass auch das Unmögliche möglich wird. Ich glaube dann kann sogar ein Kamel durch ein Nadelöhr passen.
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»Beten für den VfB« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.09.2019 gesendet.
Ich bin VfB-Fan. Und das schon seit ich zum ersten Mal alleine mit meinem Vater im Stadion war. Das war 2008 und ich war 12 Jahre alt. Damals war ich mega aufgeregt. Ich wollte unbedingt einen Sieg sehen. Ich hab deshalb schon in der Woche vor dem Spiel gebetet: „Hey Gott lass den VfB doch bitte gewinnen“. Und tatsächlich der VfB hat gewonnen. Ein klares 3:0 gegen Nürnberg. Und ich war mir sicher das hatte was mit meinem Gebet zu tun.
Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Denn bestimmt gab es bei den Nürnbergern auch einen kleinen Jungen, der für sein Team gebetet hat. Und warum soll Gott dann mein Gebet erfüllt haben und seins nicht? Ganz schön schwere Frage. Ich kann sie nicht beantworten.
Aber ich glaube trotzdem daran, dass beten etwas bringt. Und dass Gebet etwas in meinem Leben verändern kann. Deshalb bete ich auch heute noch. Auch wenn sich mein Beten verändert hat. Ich bete nicht mehr so viel für Sachen, die Gott erfüllen soll. Sondern danke Gott für das was geglückt ist. Und vielleicht kann ich in einem Jahr ja Gott danke sagen. Danke dass der VfB wieder in die erste Liga aufgestiegen ist.
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»Bubble Soccer« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.08.2019 gesendet.
Ich bin ziemlich ehrgeizig. Vor allem, wenn es um Sport geht will ich zeigen was ich drauf hab. Beim Bubble-Soccerspielen ist das auch so. Das hab ich erst vor kurzem wieder gemerkt. Bubble-Soccer, das ist wie Fußball, nur dass jeder Spieler in einer großen, aufblasbaren Kugel steckt. Das Witzige daran ist, dass man mega schnell umfällt. Vor allem wenn man sich gegenseitig boxt. Ich hab das mit Kumpels gespielt und einer hat mich dann umgeboxt. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich bin also losgerannt und wollte ihn unbedingt auch umboxen.
„Wie du mir, so ich dir“. Danach hab ich gehandelt. Im Nachhinein fand ich dasaber blöd. Ich dachte mir: „Alter Tobi, warum kannst du sowas nicht einfach bleiben lassen?“. Es ist doch ok mal nicht der Stärkste zu sein. Statt „wie du mir, so ich dir“ hätte ich lieber nach der Regel „Wie Gott mir, so ich dir“ gehandelt. Ich glaube nämlich, dass Gott es gut mit mir meint und, dass ich es deshalb auch gut mit meinem Kumpel meinen darf. Dass ich ihn nicht umboxen muss, nur weil er mich umgeboxt hat. Vor allem bei so einem Spiel wie Bubble-Soccer. Da geht ja ums Spiel und nicht nur ums Gewinnen.
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»Handyfrei« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.08.2019 gesendet.
Ich will weniger am Handy sein. Damit ich das schaffe hab ich mir eine App runtergeladen. Darin hab ich Regeln gespeichert. Zum Beispiel dass ich eine App nur 30 Minuten am Tag benutzen darf.
Ich hab das gemacht, weil ich das Gefühl hab, dass ich zu viel am Handy bin. Ich finde, dass ich dadurch viel um mich herum verpasse. Wenn ich immer auf mein Handy schaue bekomme ich nicht mit was um mich herum passiert. Ich bemerke zum Beispiel nicht wie sich mein Kumpel fühlt, weil ich so abgelenkt bin. Oder ich bemerke nicht, dass die Natur echt schön ist, wo ich gerade bin. Nur weil ich am Handy bin. Oft macht das auch gar keinen Sinn, dass ich auf mein Handy schaue. Ich mach das nur weil ich es gewohnt bin. Manchmal schaue ich drauf obwohl gar keine Nachricht gekommen ist. Oder ich lese unnötige Nachrichten in Gruppen, die mich sowieso nicht betreffen.
Einmal im Jahr lass ich das Internet auf meinem Handy sogar zwei Wochen ganz aus. Und ich freu mich da jetzt schon mega drauf. Ich freu mich, weil ich dann Zeit habe. Zeit für Wichtigeres als das Handy.
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»Rückenwind« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.08.2019 gesendet.
Ich hab mit Freunden auf unserem Gartengrundstück gegrillt. Wie das so ist, musste ich am nächsten Morgen dann noch aufräumen. Ich bin mit dem Fahrrad hingefahren und war ganz schön schnell dort. Ich hatte starken Rückenwind. So richtig bemerkt habe ich diesen Wind aber gar nicht. Erst bei der Rückfahrt, denn da hatte ich nun Gegenwind.
Das passt irgendwie auch zum Alltag. Mal läuft alles prima und mal gibt’s Gegenwind. In meinem Glauben zu Gott geht es mir auch oft so. Ich erlebe viele Tage, die ganz wunderbar sind. Da fühl ich mich von Gott unterstützt. Eben wie starker Rückenwind. Manchmal läuft es aber auch gut. Und ich bemerke gar nicht, dass Gott da war. Wenn dann aber Zeiten mit mehr Gegenwind kommen, dann frage ich ganz schnell: Gott wo bist du? Was soll denn das gerade? Ich glaube, dass das Fragen sind, die ich Gott auch gerne stellen darf. Dass ich zu Gott kommen darf, wenn ich Gegenwind habe. Mich beschweren und Frust ablassen. Gott ist da für mich. Bei Rückenwind und Gegenwind.
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»Gewitter« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.08.2019 gesendet.
Gerade jetzt im Sommer kommt es ja öfter zu Gewittern. Es blitzt, die Bäume biegen sich im Wind und dann kommt der Donner. Ein richtig lauter Donner.
Mich begeistern diese Gewitter irgendwie. Vor allem die Kraft die da drin steckt. Die find ich richtig krass. Ich spüre, dass da eine Kraft ist, die größer, stärker und mächtiger ist, als ich. Für mich steckt da auch Gott dahinter. Er ist die größte Kraft, die es gibt. Die Power, die Gott hat, ist sogar größer als alles, was ich mir vorstellen kann. Das merke ich auch im Gewitter. Das kann mir deshalb aber auch manchmal ganz schöne Angst machen. Gerade dann, wenn ich mal nicht in meiner WG sitze. Sondern draußen unterwegs bin. In der Natur spüre ich diese große Kraft besonders. Ich spüre wie heftig der Wind bläst. Wie sich so ein peitschender Regen anfühlt.

Was mir so ein Gewitter immer wieder klar macht ist, dass wir Menschen eben nicht die größte Kraft auf dieser Welt sind. Ich glaube ich würde manchmal gerne alles auf dieser Welt kontrollieren können. Aber das kann ich nicht, das zeigt mir so ein Sommergewitter. Alles Kontrollieren - das kann nur Gott und das ist glaube ich auch gut so.
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»Sorgenmüllabfuhr« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.08.2019 gesendet.
Ich habe manchmal so Momente, da will ich was einfach nur loswerden. Es am besten gar nicht mehr sehen. Früher ist es mir zum Beispiel mit schlechten Klassenarbeiten so gegangen. Die habe ich dann ganz schnell in den Müll geworfen und darauf gewartet, dass die Müllabfuhr kommt.
Aber auch heute gibt es Dinge die mich belasten. Ich hab gelernt, dass es mir aber nicht hilft, wenn ich ewig daran festhalte. Es hilft mir, wenn ich Gedanken, die mir ein schlechtes Gefühl machen einfach mal wegwerfe. Passend dazu ist mein Konfirmationsspruch. Ich hab ihn mir selbst ausgesucht. Der Spruch heißt „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“
Mir gefällt da das Bild von Gott als einem fürsorglichen Vater. Dass Gott jemand ist, bei dem ich was abladen darf. Und dass es bei ihm in guten Händen ist. Sorgen können mir manchmal den ganzen Tag versauen. Sie können mich einengen. Geben mir ein beklemmendes Gefühl. Da finde ich es schön, dass ich dieses Gefühl loslassen darf. Einfach weg damit, so wie mit einer schlechten Klassenarbeit.
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»Überraschung« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.07.2019 gesendet.
Ich habe vor kurzem eine Drachenfrucht gegessen. Eine Drachenfrucht, dass ist diese verrückt aussehende rosa Frucht. Ich fand immer die sehen ganz lecker aus. Als ich die dann aber probiert habe, fand ich die nicht wirklich lecker. Ich war Überrascht wie die schmeckt – und zwar negativ überrascht.
Ich glaube, wenn ich Gott einmal begegnen werde, dann ist das genau andersrum. Ich glaube aber das wird eine positive Überraschung. Ich glaube dann kann ich nur staunen. Es gibt einen Liedermacher, der hat das auch schon mal so ähnlich ausgedrückt. Er singt über Gott „wie gut du von mir denkst war mir nicht klar“. Und ich glaube genau das ist es. Ich glaube wir Menschen können uns kein Bild von Gott machen, dass auch nur ansatzweise beschreibt, wie gut Gott ist. Gott ist so viel besser als ich es mir vorstellen kann. Und ich glaube wenn ich ihm begegne, dann wird das eine riesen Überraschung. Eine Überraschung wo ich wirklich nicht weiß wie das wird. Aber ich bin gespannt drauf. Gespannt, weil ich glaube, dass das ne positive Überraschung wird.
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