»Duschunfall« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.07.2019 gesendet.
Mir ist was richtig Doofes passiert. Und bisschen peinlich ist es vielleicht auch. Ich bin in der Dusche ausgerutscht und auf den Beckenrand der Badewanne gefallen. Durch den Sturz hatte ich eine klaffende Wunde. Zum Glück haben mich zwei Freunde gleich ins Krankenhaus gefahren.
Auf der Fahrt zum Krankenhaus ist mir aufgefallen, dass ich echt schon echt oft in der Notfaufnahme war. Oft weil ich mich beim Sport verletzt habe. Richtig schlimm wars aber noch nie. So ein Glück habe ich mir gedacht. Gleichzeitig find ich dieses „da hast du aber Glück gehabt“ irgendwie doof. Glück gehabt ist für mich nicht so greifbar.
Schöner finde ich es zu sagen „Gott sei Dank“. Das ist zwar auch oft nur so dahingesagt. Ich finds aber viel schöner. „Gott sei Dank“ sagt für mich mehr aus. Denn damit sage ich danke. Ich sage danke Gott dass mir nicht mehr passiert ist. Danke, dass du mir Menschen an die Seite stellst, die mich ins Krankenhaus fahren. Danke dass, du in meinem Leben schon so gut auf mich aufgepasst hast.
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»Weite« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.07.2019 gesendet.
Der Sommer rückt näher. Es wird langsam wärmer. Ich freue mich jetzt schon aufs Meer. Auf den warmen Sand zwischen meinen Füßen. Den salzigen Geruch in der Luft. Die Sonnencreme auf meiner Haut.
Das Meer ist für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Warum das so ist weiß ich nicht genau. Ich verbinde es einfach mit besonderen Gefühlen. Ich glaube das liegt daran: egal wie weit ich schaue, ich kann das Ende nicht sehen. Zwar verschwimmt das Meer irgendwann mit dem Horizont, aber ich weiß ja, dass das Meer da nicht zu Ende ist. Ich weiß, dass das Meer weiter geht. Diese Weite begeistert mich. Wenn ich vor dem Meer stehe, dann ist das für mich ein göttlicher Moment. Ein Moment, in dem ich merke, wie weit die Welt ist. Wie klein und engstirnig ich eigentlich bin. Dass es so viel mehr gibt als nur meine Sicht der Dinge. Dass ich so wie ein kleiner Pixel bin, der ein riesengroßes Bild vervollständigt. Im Gegensatz zu mir glaube ich, dass Gott die Weitsicht hat das große Ganze auf einmal zu sehen. Das ganze Meer. Und alle Menschen.
Ich glaube deshalb ist das Meer für mich göttlich, weil ich für einen Moment auch diese Weite erblicken kann.
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»Festival« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.07.2019 gesendet.
Gerade ist wieder Festivalzeit. Ich war zwar dieses Jahr nicht auf dem Southside, bin aber auch schon drei Mal dort gewesen. Eigentlich bin ich jedes Jahr auf einem Festival. Dieses Jahr gehe ich eben erst im August.
Ich mag Festivals, weil ich mich dort so frei fühle. Und liebe es einfach mal raus aus dem Alltag zu kommen. Raus aus meinem Zimmer und ab ins Zelt. Ab an die frische Luft. Keinerlei Verpflichtungen. Ich stehe auf, wenn es im Zelt zu warm wird. Ich esse dann, wenn ich Hunger habe. Gehe zu einem Musikact wenn ich Lust habe. Das ist für mich Freiheit. Freiheit für 5 Tage im Jahr. 5 Tage, die ich genieße und nicht vermissen will. Ich glaube aber, dass Freiheit noch mehr ist als das. Ich glaube, dass ich immer ein Recht auf Freiheit habe. In der Bibel gibt’s da nen Satz, der das für mich ausdrückt: „Zur Freiheit hat euch Christus befreit“. Für mich bedeutet das, dass wann immer ich mich nicht Frei fühle, muss ich nicht in diesem Gefühl stecken bleiben. Jesus hat mich befreit. Zum Beispiel davon mich immer schuldig und schlecht fühlen zu müssen. Er vergibt mir nämlich, wenn ich Mist baue. So fühlt sich für mich Freiheit an. Und diese Freiheit darf ich erleben. 5 Tage lang auf dem Festival. Aber auch die restlichen 360 Tage im Jahr.
Ich darf Frei-Sein weil Gott mir diese Freiheit geschenkt hat.
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»Zusammen« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.05.2019 gesendet.
Heute ist Europawahl. Wenn ich an Europa denke, frage ich mich manchmal: „Bringt das überhaupt was?“. Dass man sich zusammenschließt und gemeinsam arbeitet. Ich meine in meinem Leben hat es schon so viele Dinge gegeben, die ich alleine hinbekommen musste. Und daran habe ich mich auch ziemlich gewöhnt.
Aber dabei vergesse ich manchmal, dass die wichtigsten Momente des Lebens gar nicht alleine funktionieren. Das fängt schon damit an, dass wir als Babys auf die Welt kommen. Wir können am Anfang gar nicht alleine überleben. Und auch später sind wir oft abhängig davon, dass uns jemand unterstützt. Und mit der richtigen Unterstützung läuft manches auch viel besser. Ich kann zum Beispiel alleine einen Ball gegen eine Wand schießen. Das ist eine Zeit lang bestimmt spannend. Wenn dann aber ein Freund anruft um gemeinsam auf einem Fußballfeld zu spielen, macht das doch viel mehr Spaß.
Und jetzt ist heute Europawahl. Und ich finde für Europa gilt das gerade Gesagte auch. Jedes Land braucht die anderen. Zusammen können die einzelnen Länder viel mehr bewegen. Deshalb ist Europa wichtig. Damit alle gemeinsam weiterkommen.
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»Würde« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.05.2019 gesendet.
Diese Woche ist Europawahl. Und das ist ja kaum zu übersehen. Überall habe ich Plakate dazu entdeckt. Aber heute ist noch ein besonderer Tag. Heute vor siebzig Jahren ist das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten. Und das ist auch für Europa ganz schön wichtig. Denn ohne das Grundgesetz könnte Deutschland gar nicht dabei sein in Europa.
Am Anfang des Grundgesetzes stehen sechs kleine Worte. Ich habe sie schon so oft gehört. Find sie aber immer wieder ganz fantastisch. Da steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was für ein Satz. Für mich heißt er, dass jeder Mensch Würde hat. Oder besser, dass jeder Mensch würdig ist. Würde ist ja nichts, was ich besitze und auch wieder verlieren kann. Sie ist nichts, was ich mir erarbeiten müsste. Würdig bin ich von Anfang an. Seit es mich gibt. Ich glaube würdig bin ich, seit Gott mich gemacht hat. Die Tatsache, dass ich ein Mensch bin reicht völlig aus. Mehr braucht es nicht. Darin steckt die ganze Würde. Da ist es dann auch ganz egal, wenn ich nicht bin wie alle anderen. Ob ich krank bin, eine Behinderung habe oder anders fühle und denke. Nichts kann mir diese Würde nehmen.
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»Alltäglich« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.05.2019 gesendet.
An Gott denke ich meist in besonderen Situationen. Zum Beispiel wenn ich in der Kirche bin oder an großen Festen wie Weihnachten oder Ostern. In alltäglichen Situationen denke ich weniger an ihn. Wenn ich darauf warte, dass die Ampel grün wird. Oder zum Beispiel, wenn ich mit meinem Kumpel über einen blöden Witz lache. Und beim Fußballspielen denke ich jetzt auch nicht so an Gott.
Vor kurzem hab ich in der Bibel aber eine Stelle gefunden da steht, dass Gott in allem ist. Und das glaube ich auch. Ich glaube, dass ich Gott klein mache, wenn ich ihn nur in die Kirche stecke. Gott ist überall und er wirkt überall. Ich glaube Gott ist auch alltäglich. Gott ist auch witzig. Und vielleicht spielt Gott ja sogar auch mal gerne Fußball.
Für mich heißt das, dass ich Gott nicht nur in der Kirche begegnen kann. Ich kann ihn überall erkennen. Es kommt also nicht darauf an wo ich bin. Es kommt vielmehr darauf an was ich sehe. Dass ich mit offenen Augen durch die Welt laufe. Dann kann ich Gott sehen. Beim Fußballspielen. In der Kirche. Und beim Warten auf die Grüne Ampel.
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»Zukunft« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.05.2019 gesendet.
Manchmal macht mir die Zukunft ganz schön Angst. Es gibt so viel was ich entscheiden muss. Wo möchte ich einmal arbeiten? Wo möchte ich wohnen? Wo soll es für mich hingehen?
Und es gibt viele Menschen, die mich dabei beraten wollen. Alle scheinen zu wissen, was das Beste für mich ist. Die sagen dann ich soll einen fünf Jahresplan haben. Oder noch besser einen zehn Jahresplan.
Bei solchen Gedanken kann ich ganz schön panisch werden. Dabei muss es doch gar nicht so schwierig sein. Ein guter Rat für mich: „Hör einfach auf dein Herz“. Das klingt jetzt erst einmal ziemlich platt. Ist es aber eigentlich nicht. Sondern es ist super wichtig.
Weil ich glaube, dass ich Gott in meinem Herzen hören kann. Dass er zu mir spricht. Dass er ständig gute Tipps für mich hat, weil er mich immer und überall begleitet. Für mich ist Gott deshalb eigentlich der beste Berater den es gibt. In der Bibel habe ich da einen Satz gelesen, der passt total gut dazu: „Mein Herz freut sich, dass du so gerne hilft“. Mit dem Du ist Gott gemeint. Genau das könnte es also sein was mein Herz mir sagen will. Dass ich meinem Herzen folge und mich freue, weil Gott mir hilft. Ganz egal was die Zukunft bringen wird.
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»Teilen« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.04.2019 gesendet.
Ich habe drei Geschwister. Als Kinder mussten wir viel miteinander teilen. Süßigkeiten zum Beispiel. Ich habe mit meinem Bruder das Zimmer geteilt. Und wir haben sogar Kleidungsstücke geteilt. Zu teilen war für mich immer in Ordnung, weil ich es nicht anders gewohnt war. Aber eigentlich habe ich nur deshalb geteilt, weil ich es musste. Und weil ich wusste, dass ich dann auch etwas zurückbekomme. Das geht mir noch heute so. Wenn ich meine Süßigkeiten teile, dann erwarte ich zumindest, dass der andere Danke sagt.
Bei Gott ist das aber nicht so. Ich glaube, dass Gott sogar mit uns teilt, ohne, dass er dafür etwas zurückwill. Ich mein Gott hat ja auch schon alles. Und da finde ich es besonders cool, dass Gott trotzdem alles, was er hat mit uns teilt. Ich glaube, dass Gott die Welt geschaffen hat. Und auch uns Menschen. So steht es in der Bibel. Das hätte er ja aber gar nicht tun müssen. Er hätte es ja auch allein schön gehabt. Aber das hat Gott nicht gemacht. Er hat die Erde mit uns Menschen geteilt. Er wollte das so.
Deshalb denke ich, dass auch ich manchmal mehr Dinge machen müsste, ohne dafür etwas zurück zu wollen. Dass ich Sachen teile, ohne, dass ich es muss. Einfach weil ich will. Weil ich an einen Gott glaube, der das auch so macht.
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»Schaffa, schaffa, Häusla baua« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.04.2019 gesendet.
„Schaffa, schaffa Häusle baue“ – So heißt ein schwäbisches Sprichwort. Und oft lebe ich auch danach. Ich stehe auf und springe schnell unter die Dusche, damit ich rechtzeitig mit „schaffa“ anfangen kann. Dann arbeite ich hier an einem Projekt und bin mit den Gedanken schon wieder beim nächsten. Mache mir schnell was zu Essen. Und dann muss ich schon wieder los zu meinem Nebenjob. Abends wartet zu Hause schon so manche Email auf mich, die ich auch noch beantworten muss. Und danach kann ich endlich vor den Laptop und eine Serie anschauen.
Wenn ich an so einem Tag zurückdenke fällt mir auf, dass ich vor lauter „schaffa, schaffa“ etwas vergessen habe. Ich habe vergessen den Moment zu genießen. Habe vergessen einfach einmal durchzuatmen. Jesus hat mal gesagt „meinen Frieden gebe ich euch“. Das steht so in der Bibel. Und ich versteh das so, dass es gut ist, wenn ich auch mal zurückschalte. Nicht immer arbeite. Mal entspanne und Frieden habe. Weil Gott ihn mir verspricht.
„Schaffa“ ist eine tolle Sache. Immer wenn ich etwas erledigt habe ist das ein gutes Gefühl. Aber ich finde, dass das ganze „Schaffa“ doch keinen Wert hat, wenn ich keine Zeit zum Genießen hab. Also: „Gnieße und nett nur schaffe“!
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»Sitzen oder stehen« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.04.2019 gesendet.
In meiner alten WG hing über dem Klo ein Plakat. Und da stand drauf: „Ob ich sitze oder stehe du weißt es“. Das kam mir erst einmal ein bisschen komisch vor. Ich mein, wenn ich auf dem Klo bin will ich ja nicht beobachtet werden. Es geht doch niemanden was an, ob ich im Sitzen oder Stehen pinkle.
Dann hab ich herausgefunden, dass dieser Spruch in der Bibel steht. So fand ich das Plakat dann ganz schön witzig. Für mich drückt das auch etwas ganz Schönes aus. In dem Satz davor steht nämlich, dass Gott die Menschen kennt. Das ist für mich beruhigend. Zu wissen, dass Gott mich kennt. Nicht nur so oberflächlich. Wie man jemanden kennt, den man schonmal irgendwo gesehen hat. Er kennt mich sogar besser, als meine engsten Freunde. Und das Krasse dabei: Er kennt mich so gut und liebt mich trotzdem. Er liebt mich genauso wie ich bin, obwohl er wirklich alles über mich weiß.
Und ihm ist es auch völlig egal, ob ich sitze oder stehe.
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