»Beten für den VfB« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.09.2019 gesendet.
Ich bin VfB-Fan. Und das schon seit ich zum ersten Mal alleine mit meinem Vater im Stadion war. Das war 2008 und ich war 12 Jahre alt. Damals war ich mega aufgeregt. Ich wollte unbedingt einen Sieg sehen. Ich hab deshalb schon in der Woche vor dem Spiel gebetet: „Hey Gott lass den VfB doch bitte gewinnen“. Und tatsächlich der VfB hat gewonnen. Ein klares 3:0 gegen Nürnberg. Und ich war mir sicher das hatte was mit meinem Gebet zu tun.
Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Denn bestimmt gab es bei den Nürnbergern auch einen kleinen Jungen, der für sein Team gebetet hat. Und warum soll Gott dann mein Gebet erfüllt haben und seins nicht? Ganz schön schwere Frage. Ich kann sie nicht beantworten.
Aber ich glaube trotzdem daran, dass beten etwas bringt. Und dass Gebet etwas in meinem Leben verändern kann. Deshalb bete ich auch heute noch. Auch wenn sich mein Beten verändert hat. Ich bete nicht mehr so viel für Sachen, die Gott erfüllen soll. Sondern danke Gott für das was geglückt ist. Und vielleicht kann ich in einem Jahr ja Gott danke sagen. Danke dass der VfB wieder in die erste Liga aufgestiegen ist.
Auf Facebook teilen
»Bubble Soccer« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.08.2019 gesendet.
Ich bin ziemlich ehrgeizig. Vor allem, wenn es um Sport geht will ich zeigen was ich drauf hab. Beim Bubble-Soccerspielen ist das auch so. Das hab ich erst vor kurzem wieder gemerkt. Bubble-Soccer, das ist wie Fußball, nur dass jeder Spieler in einer großen, aufblasbaren Kugel steckt. Das Witzige daran ist, dass man mega schnell umfällt. Vor allem wenn man sich gegenseitig boxt. Ich hab das mit Kumpels gespielt und einer hat mich dann umgeboxt. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich bin also losgerannt und wollte ihn unbedingt auch umboxen.
„Wie du mir, so ich dir“. Danach hab ich gehandelt. Im Nachhinein fand ich dasaber blöd. Ich dachte mir: „Alter Tobi, warum kannst du sowas nicht einfach bleiben lassen?“. Es ist doch ok mal nicht der Stärkste zu sein. Statt „wie du mir, so ich dir“ hätte ich lieber nach der Regel „Wie Gott mir, so ich dir“ gehandelt. Ich glaube nämlich, dass Gott es gut mit mir meint und, dass ich es deshalb auch gut mit meinem Kumpel meinen darf. Dass ich ihn nicht umboxen muss, nur weil er mich umgeboxt hat. Vor allem bei so einem Spiel wie Bubble-Soccer. Da geht ja ums Spiel und nicht nur ums Gewinnen.
Auf Facebook teilen
»Handyfrei« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.08.2019 gesendet.
Ich will weniger am Handy sein. Damit ich das schaffe hab ich mir eine App runtergeladen. Darin hab ich Regeln gespeichert. Zum Beispiel dass ich eine App nur 30 Minuten am Tag benutzen darf.
Ich hab das gemacht, weil ich das Gefühl hab, dass ich zu viel am Handy bin. Ich finde, dass ich dadurch viel um mich herum verpasse. Wenn ich immer auf mein Handy schaue bekomme ich nicht mit was um mich herum passiert. Ich bemerke zum Beispiel nicht wie sich mein Kumpel fühlt, weil ich so abgelenkt bin. Oder ich bemerke nicht, dass die Natur echt schön ist, wo ich gerade bin. Nur weil ich am Handy bin. Oft macht das auch gar keinen Sinn, dass ich auf mein Handy schaue. Ich mach das nur weil ich es gewohnt bin. Manchmal schaue ich drauf obwohl gar keine Nachricht gekommen ist. Oder ich lese unnötige Nachrichten in Gruppen, die mich sowieso nicht betreffen.
Einmal im Jahr lass ich das Internet auf meinem Handy sogar zwei Wochen ganz aus. Und ich freu mich da jetzt schon mega drauf. Ich freu mich, weil ich dann Zeit habe. Zeit für Wichtigeres als das Handy.
Auf Facebook teilen
»Rückenwind« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.08.2019 gesendet.
Ich hab mit Freunden auf unserem Gartengrundstück gegrillt. Wie das so ist, musste ich am nächsten Morgen dann noch aufräumen. Ich bin mit dem Fahrrad hingefahren und war ganz schön schnell dort. Ich hatte starken Rückenwind. So richtig bemerkt habe ich diesen Wind aber gar nicht. Erst bei der Rückfahrt, denn da hatte ich nun Gegenwind.
Das passt irgendwie auch zum Alltag. Mal läuft alles prima und mal gibt’s Gegenwind. In meinem Glauben zu Gott geht es mir auch oft so. Ich erlebe viele Tage, die ganz wunderbar sind. Da fühl ich mich von Gott unterstützt. Eben wie starker Rückenwind. Manchmal läuft es aber auch gut. Und ich bemerke gar nicht, dass Gott da war. Wenn dann aber Zeiten mit mehr Gegenwind kommen, dann frage ich ganz schnell: Gott wo bist du? Was soll denn das gerade? Ich glaube, dass das Fragen sind, die ich Gott auch gerne stellen darf. Dass ich zu Gott kommen darf, wenn ich Gegenwind habe. Mich beschweren und Frust ablassen. Gott ist da für mich. Bei Rückenwind und Gegenwind.
Auf Facebook teilen
»Gewitter« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.08.2019 gesendet.
Gerade jetzt im Sommer kommt es ja öfter zu Gewittern. Es blitzt, die Bäume biegen sich im Wind und dann kommt der Donner. Ein richtig lauter Donner.
Mich begeistern diese Gewitter irgendwie. Vor allem die Kraft die da drin steckt. Die find ich richtig krass. Ich spüre, dass da eine Kraft ist, die größer, stärker und mächtiger ist, als ich. Für mich steckt da auch Gott dahinter. Er ist die größte Kraft, die es gibt. Die Power, die Gott hat, ist sogar größer als alles, was ich mir vorstellen kann. Das merke ich auch im Gewitter. Das kann mir deshalb aber auch manchmal ganz schöne Angst machen. Gerade dann, wenn ich mal nicht in meiner WG sitze. Sondern draußen unterwegs bin. In der Natur spüre ich diese große Kraft besonders. Ich spüre wie heftig der Wind bläst. Wie sich so ein peitschender Regen anfühlt.

Was mir so ein Gewitter immer wieder klar macht ist, dass wir Menschen eben nicht die größte Kraft auf dieser Welt sind. Ich glaube ich würde manchmal gerne alles auf dieser Welt kontrollieren können. Aber das kann ich nicht, das zeigt mir so ein Sommergewitter. Alles Kontrollieren - das kann nur Gott und das ist glaube ich auch gut so.
Auf Facebook teilen
»Sorgenmüllabfuhr« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.08.2019 gesendet.
Ich habe manchmal so Momente, da will ich was einfach nur loswerden. Es am besten gar nicht mehr sehen. Früher ist es mir zum Beispiel mit schlechten Klassenarbeiten so gegangen. Die habe ich dann ganz schnell in den Müll geworfen und darauf gewartet, dass die Müllabfuhr kommt.
Aber auch heute gibt es Dinge die mich belasten. Ich hab gelernt, dass es mir aber nicht hilft, wenn ich ewig daran festhalte. Es hilft mir, wenn ich Gedanken, die mir ein schlechtes Gefühl machen einfach mal wegwerfe. Passend dazu ist mein Konfirmationsspruch. Ich hab ihn mir selbst ausgesucht. Der Spruch heißt „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“
Mir gefällt da das Bild von Gott als einem fürsorglichen Vater. Dass Gott jemand ist, bei dem ich was abladen darf. Und dass es bei ihm in guten Händen ist. Sorgen können mir manchmal den ganzen Tag versauen. Sie können mich einengen. Geben mir ein beklemmendes Gefühl. Da finde ich es schön, dass ich dieses Gefühl loslassen darf. Einfach weg damit, so wie mit einer schlechten Klassenarbeit.
Auf Facebook teilen
»Überraschung« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.07.2019 gesendet.
Ich habe vor kurzem eine Drachenfrucht gegessen. Eine Drachenfrucht, dass ist diese verrückt aussehende rosa Frucht. Ich fand immer die sehen ganz lecker aus. Als ich die dann aber probiert habe, fand ich die nicht wirklich lecker. Ich war Überrascht wie die schmeckt – und zwar negativ überrascht.
Ich glaube, wenn ich Gott einmal begegnen werde, dann ist das genau andersrum. Ich glaube aber das wird eine positive Überraschung. Ich glaube dann kann ich nur staunen. Es gibt einen Liedermacher, der hat das auch schon mal so ähnlich ausgedrückt. Er singt über Gott „wie gut du von mir denkst war mir nicht klar“. Und ich glaube genau das ist es. Ich glaube wir Menschen können uns kein Bild von Gott machen, dass auch nur ansatzweise beschreibt, wie gut Gott ist. Gott ist so viel besser als ich es mir vorstellen kann. Und ich glaube wenn ich ihm begegne, dann wird das eine riesen Überraschung. Eine Überraschung wo ich wirklich nicht weiß wie das wird. Aber ich bin gespannt drauf. Gespannt, weil ich glaube, dass das ne positive Überraschung wird.
Auf Facebook teilen
»Duschunfall« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.07.2019 gesendet.
Mir ist was richtig Doofes passiert. Und bisschen peinlich ist es vielleicht auch. Ich bin in der Dusche ausgerutscht und auf den Beckenrand der Badewanne gefallen. Durch den Sturz hatte ich eine klaffende Wunde. Zum Glück haben mich zwei Freunde gleich ins Krankenhaus gefahren.
Auf der Fahrt zum Krankenhaus ist mir aufgefallen, dass ich echt schon echt oft in der Notfaufnahme war. Oft weil ich mich beim Sport verletzt habe. Richtig schlimm wars aber noch nie. So ein Glück habe ich mir gedacht. Gleichzeitig find ich dieses „da hast du aber Glück gehabt“ irgendwie doof. Glück gehabt ist für mich nicht so greifbar.
Schöner finde ich es zu sagen „Gott sei Dank“. Das ist zwar auch oft nur so dahingesagt. Ich finds aber viel schöner. „Gott sei Dank“ sagt für mich mehr aus. Denn damit sage ich danke. Ich sage danke Gott dass mir nicht mehr passiert ist. Danke, dass du mir Menschen an die Seite stellst, die mich ins Krankenhaus fahren. Danke dass, du in meinem Leben schon so gut auf mich aufgepasst hast.
Auf Facebook teilen
»Weite« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.07.2019 gesendet.
Der Sommer rückt näher. Es wird langsam wärmer. Ich freue mich jetzt schon aufs Meer. Auf den warmen Sand zwischen meinen Füßen. Den salzigen Geruch in der Luft. Die Sonnencreme auf meiner Haut.
Das Meer ist für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Warum das so ist weiß ich nicht genau. Ich verbinde es einfach mit besonderen Gefühlen. Ich glaube das liegt daran: egal wie weit ich schaue, ich kann das Ende nicht sehen. Zwar verschwimmt das Meer irgendwann mit dem Horizont, aber ich weiß ja, dass das Meer da nicht zu Ende ist. Ich weiß, dass das Meer weiter geht. Diese Weite begeistert mich. Wenn ich vor dem Meer stehe, dann ist das für mich ein göttlicher Moment. Ein Moment, in dem ich merke, wie weit die Welt ist. Wie klein und engstirnig ich eigentlich bin. Dass es so viel mehr gibt als nur meine Sicht der Dinge. Dass ich so wie ein kleiner Pixel bin, der ein riesengroßes Bild vervollständigt. Im Gegensatz zu mir glaube ich, dass Gott die Weitsicht hat das große Ganze auf einmal zu sehen. Das ganze Meer. Und alle Menschen.
Ich glaube deshalb ist das Meer für mich göttlich, weil ich für einen Moment auch diese Weite erblicken kann.
Auf Facebook teilen
»Festival« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.07.2019 gesendet.
Gerade ist wieder Festivalzeit. Ich war zwar dieses Jahr nicht auf dem Southside, bin aber auch schon drei Mal dort gewesen. Eigentlich bin ich jedes Jahr auf einem Festival. Dieses Jahr gehe ich eben erst im August.
Ich mag Festivals, weil ich mich dort so frei fühle. Und liebe es einfach mal raus aus dem Alltag zu kommen. Raus aus meinem Zimmer und ab ins Zelt. Ab an die frische Luft. Keinerlei Verpflichtungen. Ich stehe auf, wenn es im Zelt zu warm wird. Ich esse dann, wenn ich Hunger habe. Gehe zu einem Musikact wenn ich Lust habe. Das ist für mich Freiheit. Freiheit für 5 Tage im Jahr. 5 Tage, die ich genieße und nicht vermissen will. Ich glaube aber, dass Freiheit noch mehr ist als das. Ich glaube, dass ich immer ein Recht auf Freiheit habe. In der Bibel gibt’s da nen Satz, der das für mich ausdrückt: „Zur Freiheit hat euch Christus befreit“. Für mich bedeutet das, dass wann immer ich mich nicht Frei fühle, muss ich nicht in diesem Gefühl stecken bleiben. Jesus hat mich befreit. Zum Beispiel davon mich immer schuldig und schlecht fühlen zu müssen. Er vergibt mir nämlich, wenn ich Mist baue. So fühlt sich für mich Freiheit an. Und diese Freiheit darf ich erleben. 5 Tage lang auf dem Festival. Aber auch die restlichen 360 Tage im Jahr.
Ich darf Frei-Sein weil Gott mir diese Freiheit geschenkt hat.
Auf Facebook teilen