»Momentaufnahme« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.01.2020 gesendet.
Ich hab mal wieder richtig aufgeräumt. Dabei bin ich auf ganz viele alte Fotos in einer Schublade gestoßen. Die habe ich dann alle mal so durchgeguckt. Plötzlich waren die Momente, die auf den Bildern zu sehen waren, wieder voll da. Die ganzen Gefühle, die ich damals hatte. Positiv oder auch negativ sind für einen Augenblick wieder in mir hochgekommen.
Mir ist beim Anschauen ein Zitat von Nelson Mandela in den Kopf gekommen. Er meinte mal: ich verliere niemals. Ich gewinne entweder oder ich lerne dazu.
Ich finde das stimmt total. Auch die schweren Momente, die Herausforderungen, auch manches Leid, haben oft etwas Gutes gehabt. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt.
Ich denke, all diese Momente meines Lebens haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und jeder Moment ist kostbar. Das klingt so daher gesagt. Aber ich glaube tatsächlich, dass jeder Tag, jeder Moment ein Geschenk Gottes ist und ich ihn deshalb auch dankbar annehmen kann. Egal ob ich gerade super glücklich bin oder es mir nicht so gut geht. Ich kann jeden Moment entscheiden, dass ich ihn als eine Chance wahrnehme. Das hilft mir auch mit schwierigen Momenten umzugehen.
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»Zweifellos« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.01.2020 gesendet.
„Ich glaube nur, was ich sehe!“ So ähnlich höre ich das oft von Freunden und auch Thomas, ein Freund von Jesus hat das mal gesagt. Diese Geschichte steht in der Bibel.
Die anderen Jünger haben ihm gerade erzählt, dass Jesus wieder lebt, nachdem er gekreuzigt wurde. Sie haben ihn persönlich getroffen. Thomas kann das einfach nicht glauben. Wie soll das wahr sein?
Dann kommt Jesus wieder und beweist Thomas, dass er es wirklich ist: Thomas darf seine Finger auf die Wunden von Jesu Kreuzigung legen und dann kann er es auch glauben. Jesus war tot und ist wieder lebendig! Er ist auferstanden.
Ich kann Thomas Reaktion total gut verstehen. Ich frage mich auch manchmal, wie ich an Gott glauben kann, ohne handfeste Beweise. Und für uns Menschen heute ist das sogar noch schwieriger, denn Jesus kann uns ja keine Wunden mehr zeigen.
Ich bin froh, dass die Geschichte über den zweifelnden Thomas in der Bibel steht. Ich glaube nämlich, dass sie mir sagt, dass es sehr menschlich ist, zu zweifeln. Und dass Jesus auf die Zweifler zugeht und für sie da ist. Er versteht Thomas und meine Zweifel sehr gut.
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»Mitfahrgelegenheit« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.01.2020 gesendet.
Ich fahre oft mit Mitfahrgelegenheiten quer durch Deutschland. Da hat man viel Zeit zum Reden und zum Diskutieren. In letzter Zeit ist es oft um politische Themen gegangen. So um den Klimawandel, die Schere zwischen Arm und Reich, die immer größer wird oder um die Flüchtlingspolitik.
Meistens waren wir alle am Ende frustriert. Die Zukunft und die aktuelle Politik sind uns so schlimm und ausweglos vorgekommen. Eine Mitfahrerin hat mal gemeint: „Irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir normalen Bürger gar nichts ausrichten können. Es ist doch egal, wie ich mich verhalte. Letztlich müssen die Wirtschaft und die Politik doch was ändern. Die haben die Macht dazu“
Sie hat damit schon auch Recht. Aber wenn alle so denken, wer tut denn dann überhaupt noch etwas, um was zu verändern? Dazu passt dieses Zitat: „Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest.“
Ich versuche in meinem Alltag einen kleinen Unterschied zu machen: Ich verzichte immer mehr auf Plastik und gehe öfter in Second-Hand-Läden, versuche Projekte zu unterstützen, die sich für ärmere und kranke Menschen einsetzen.
Natürlich löse ich dadurch nicht alle Probleme. Aber wenn ganz viele Menschen so kleine Schritte machen, dann kann sich wirklich was verändern.
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»Ewigkeitssonntag« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.11.2019 gesendet.
Was passiert eigentlich nach dem Tod? Diese Frage stellen wir uns wahrscheinlich alle mal. Es gibt viele Antworten darauf. Manche sagen, dann kommt einfach nichts mehr. Es ist alles vorbei. Irgendwie eine traurige Vorstellung finde ich. Ist das Leben dann nicht irgendwie sinnlos?
Jesus sagt dazu in der Bibel: Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt. Das klingt doch mal viel besser, als von Würmern zerfressen zu werden und dann einfach im Nichts zu sein.
Natürlich bleibt das Sterben eine unveränderbare Tatsache. Das gehört nun mal zum Menschsein dazu. Aber das Ganze verliert für mich mit Jesus das Angsteinflößende. Das was nach dem Tod kommt ist ganz anders: Leben, selbst wenn man stirbt. Es geht weiter nach dem Tod.
Wie das genau aussehen wird, weiß ich natürlich nicht. Aber wie Jesus das sagt, geht es ihm nicht bloß um ein Weiterleben in den Erinnerungen von anderen. Wer an ihn glaubt, bekommt ein neues Leben direkt bei Jesus. Ein glückliches, ganz neues Leben im Himmel. Ohne Angst, Hass und Streit. Das ergibt Sinn für mich: Wer an Jesus glaubt, wird leben, selbst wenn er stirbt. Deshalb feiern Christinnen und Christen heute den Ewigkeitssonntag. Sie denken an Familienmitglieder, Freunde und Verwandte, die gestorben sind. Das ist traurig. Aber es ist auch noch mehr, denn sie wissen ja, dass der Tod noch nicht alles ist.
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»Hallo Schönheit« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.11.2019 gesendet.
Auf meinem aktuellen Duschgel steht: „Hallo Schönheit“. Wenn ich morgens so unter der Dusche stehe muss ich oft denken: du hast ja keine Ahnung. Ich fühle mich gar nicht schön. Da ist der ein oder andere Pickel und die winterlichen Pfunde sind auch schon wieder da. Ich kann das Kompliment gar nicht annehmen. Klar, es steht ja auch nur auf einem Duschgel.
Ein Kompliment kann ich eigentlich nur annehmen und glauben, wenn es ehrlich gemeint ist. Dann berührt es mich. Manchmal überrascht es mich sogar.
Zu mir hat mal jemand gemeint, dass er meine Stimme total mag. Das war für mich ein überraschendes Kompliment. Es hat mein Bild über mich geändert. Da passt es, dass ich hier im Radio spreche. Ehrliche Komplimente von ehrlichen Menschen können wirklich etwas verändern.
Ein Kompliment von Gott kann noch viel mehr mein Selbstbild verändern. In der Bibel steht, dass er die Menschen gemacht hat und dass er jeden einzelnen einzigartig und sehr gut geschaffen hat. Er sagt zu jedem Menschen: „Hallo Schönheit, ich liebe dich, so wie du bist.“ Er, der Macher des Universums gibt mir das Gütesiegel „sehr gut“.
Das finde ich ist ein sehr starkes Kompliment, das mein Denken über mich und mein Äußeres komplett verändert. Jeden Morgen, wenn ich das Duschgel in die Hand nehme, stelle ich mir jetzt vor, dass Gott gerade zu mir sagt: „Hallo, Schönheit!“
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»Buß- und Bettag« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.11.2019 gesendet.
Heute Abend wird an vielen Orten in Deutschland der Buß- und Bettag mit Gottesdiensten gefeiert. Noch so ein Kirchenfest, das im Kalender steht, aber bei dem man nicht so richtig versteht, was da eigentlich gefeiert wird. Was heißt das überhaupt „Buß- und Bettag“?
„Buße“ kommt in der Alltagssprache nur noch bei Strafen vor, wenn man z.B. sagt: „dafür muss er jetzt büßen.“ Im Gefängnis oder mit einem saftigen Bußgeld.
Aber für Christen hat Buße noch eine andere Bedeutung: Ich merke, dass in meinem Leben etwas falsch gelaufen ist. Zum Beispiel, dass ich ungerecht gegenüber einem Freund war oder für meinen Vorteil gelogen habe. Oft tut mir dann leid, was ich gesagt oder getan habe. Ich bereue das und möchte es besser machen. Aber das finde ich ganz schön schwer.
Und jetzt kommt der Buß- und Bettag ins Spiel: Da werde ich daran erinnert, dass ich Gott darum bitten kann, dass er mir vergibt und mir hilft, mich zu ändern.
Dieser Tag macht mir jedes Jahr klar, dass ich nicht allein mit dem fertig werden muss, was bei mir schiefgelaufen ist. Ich finde deshalb gut, dass der Buß- und Bettag heute noch im Kalender steht und gefeiert wird.
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»Alles hat seine Zeit« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.11.2019 gesendet.
Irgendwie hat mein Bus in letzter Zeit oft Verspätung und ich muss ewig an der Haltestelle herumstehen. Ich hasse das, weil ich so ein ungeduldiger Mensch bin. Eine andere Möglichkeit als Warten gibt es aber oft nicht.
Immer wenn ich da so an der Haltestelle stehe wird mir wieder bewusst, dass „Zeit“ eigentlich total verrückt ist. Manchmal zieht sie sich ewig hin, wie wenn ich auf den Bus warte. Manchmal verfliegt sie, wenn ich was mit Freunden mache oder viel zu tun habe.
In der Bibel heißt es, dass alles seine eigene Zeit hat: Lachen und weinen, arbeiten und ausruhen. Das sind leichte Sachen und schwere. Sie gehören zusammen und zum Leben dazu. Diese Vorstellung von Zeit hilft mir: Wenn es mir gerade nicht so gut geht, macht sie mir Mut. Sie gibt mir die Hoffnung, dass auch wieder bessere Zeiten kommen. Sie hilft mir Geduld zu haben, wenn ich auf etwas warte wie auf den Bus. Sie hilft mir aber auch, die Zeit so richtig zu genießen, wenn ich besonders glücklich bin oder wenn ich einfach mal Ruhe brauche und auf dem Sofa chille.
Alles hat seine Zeit. Lachen und weinen, arbeiten und ausruhen. Alles gehört zum Leben dazu. Wenn ich mir das klar mache, dann ist manches leichter zu akzeptieren.
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»Hilfe« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.10.2019 gesendet.
Für eine Prüfung lernen, einkaufen gehen, meinen Putzdienst in meiner WG einhalten und noch was für die Arbeit erledigen… Manchmal habe ich wirklich viel auf einmal zu tun.
Da wird schnell alles ziemlich chaotisch. Ich bekomme nichts mehr richtig hin.
Oft denke ich dann irgendwie: Ich muss das alles alleine schaffen. Und gleichzeitig aber auch, dass ich das alles niemals rechtzeitig fertig bekommen werde.
Aber eigentlich muss ich das ja gar nicht alles alleine machen. Ich habe Freunde und meine Familie, die mir helfen könnten. Es fällt mir nur total schwer, um Hilfe zu bitten.
Anderen helfen? Das mach ich sehr gerne und fällt mir gar nicht schwer.
Aber mir eingestehen, dass ich selbst Hilfe brauche… das ist etwas anderes. Da fühle ich mich dann so in meinem Stolz verletzt.
Ich finde das aber eigentlich nicht richtig. Wenn es mir nichts ausmacht, anderen zu helfen, geht es denen bestimmt genauso. Vielleicht ist es gar kein Problem für meine Mitbewohnerin, wenn ich sie bitte, für mich einkaufen zu gehen oder mich beim Lernen zu unterstützen. Ich müsste mich nur überwinden zu fragen.
Anderen zu helfen ist und bleibt eine gute Sache. Aber dazu gehört eben auch, dass ich um Hilfe bitte und Hilfe annehmen lerne.
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»Kleidertausch« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.10.2019 gesendet.
Wer kennt das nicht – der Kleiderschrank ist bis zum Rand voll, und trotzdem hat man nichts anzuziehen. Vor ein paar Wochen bin ich bei einem coolen Event nur für Mädels gewesen. Das hieß Kleidertauschparty und hat mir richtig Spaß gemacht.
Die Idee ist einfach: Jede Teilnehmerin bringt ihre Kleidung mit, die sie nicht mehr braucht und dann wird getauscht, natürlich kostenlos.
Das Tolle an dem Konzept finde ich, dass man dabei mal ganz praktisch merkt, dass Teilen Freude macht. Es ist so schön, seine eigenen Sachen an jemand anderem zu sehen und zu denken: Das sieht toll an dir aus und wie gut, dass du es noch gebrauchen kannst. Wenn ich die Sachen in meinem Kleiderschrank hängen lasse, bewirken sie nichts Gutes. Aber so freut sich jemand darüber und ich muss die Sachen nicht wegschmeißen.
Und das erstaunlichste war: Am Ende der Party hatten wir noch mehrere Säcke voll Kleidung übrig, die wir an einen Diakonieladen spenden konnten. Da ist mir wieder aufgefallen, was für einen Überfluss wir haben und dass ich ihn mehr teilen möchte.
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»Gedankenchaos« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.10.2019 gesendet.
Voll oft kann ich abends einfach nicht einschlafen. Vor allem vor Prüfungen oder einem unangenehmen Gespräch oder so. Da schwirren dann viele Fragen in meinem Kopf rum: Werde ich alle Prüfungsfragen beantworten können? Finde ich die richtigen Worte?
Ich kann nicht aufhören an den nächsten Tag zu denken. Je länger ich wachliege, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich am nächsten Tag konzentrieren kann. Trotzdem kommen meine Gedanken nicht zur Ruhe.
Bei mir hilft dann oft nur eins: Die Gedanken stoppen und sie mit anderen ersetzen. Ich versuche mich in solchen Situationen daran zu erinnern, dass es nichts bringt, sich Sorgen zu machen. Jesus hat dazu nämlich mal gemeint, dass man sich um nichts sorgen soll. Nicht mal um lebensnotwendige Dinge wie Essen oder Trinken. Er macht damit deutlich, dass wir als Menschen das Leben eigentlich gar nicht selbst in der Hand haben. Die Sorge darüber, ob ich meinen Arbeitsplatz behalte, die Prüfung schaffe oder diesen Monat mit dem Geld über die Runden komme, löst mein Problem nicht. Ich verliere nur Lebenszeit, die ich anders besser und sinnvoller nutzen könnte.
Wenn ich daran denke, ändere ich meine Perspektive auf meine Sorgen. Ich glaube, dass Gott mein Leben in der Hand hat und für mich sorgt, egal was am nächsten Tag passiert. Das beruhigt meine Gedanken und ich kann endlich einschlafen.
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