»Inneres Chaos« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.06.2020 gesendet.
Wenn ich Besuch bekomme, räume ich meistens vorher auf. Ich merke dann immer, wie zugemüllt und staubig alles bei mir ist. Schnell schiebe ich alles weg, was man sieht. Es ist mir peinlich, wenn andere das sehen.
In mir drin ist es oft genauso chaotisch, wie in meinem Zimmer. Auch das soll am besten niemand sehen. Ich versuche manche Gedanken und Gefühle einfach wegzuräumen, bevor sie jemand entdeckt, z. B. wenn ich schlecht über eine Person denke oder mich selbst fertig mache.
Meine beste Freundin ist da ganz anders. Sie geht voll gelassen mit ihrer Unordnung um. Wenn Besuch kommt, versucht sie gar nicht erst ihr Chaos zu verstecken, sondern steht einfach dazu. Das bewundere ich an ihr.
Denn ich finde, meine Freundin mit ihrem sichtbaren Chaos viel ehrlicher als mich. Sie zeigt sich so wie sie ist. Ich hingegen verstelle mich. Äußerlich und innerlich.
Aber eigentlich verpasse ich dadurch die Chance, dass mir jemand mit meinen innerlichen Chaos helfen kann. Denn nur wenn ich meinen Freunden mein Chaos zeige und mit ihnen darüber spreche, kann ich anfangen es zu ordnen.
Eigentlich ist es mir ja voll wichtig ehrlich zu meinen Freunden zu sein. Daher möchte ich ihnen mein Chaos mehr zeigen.
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»Zerstreuung« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.06.2020 gesendet.
In letzter Zeit war ich richtig häufig voll verpeilt, irgendwie abgelenkt. Das hat mich selbst voll an mir genervt. Eigentlich hab ich grade mit einer Freundin geredet und wollte ganz für sie da sein. Gleichzeitig hab ich aber schon an meine To-Do-Liste gedacht und was ich alles noch schaffen musste. Oder ich bin bei Freunden gewesen und hab mit denen gechillt. Ich konnte mich aber gar nicht entspannen, weil ich die ganze Zeit gedacht hab, ich müsste eigentlich was anderes tun. Irgendwie konnte ich die Momente nicht mehr richtig genießen.
Eine Balance zwischen mal Entspannen und etwas Tun ist aber mega wichtig. Ich muss einfach auch Dinge machen, die mir so richtig guttun. Mal nur Musik hören oder entspannt einen Kaffee mit Freunden trinken oder so. Sonst kann ich auch nicht voller Kraft meine To-Dos für die Ausbildung oder so erledigen. Ich laufe dann nämlich nur auf Sparflamme. Andersherum aber auch. Wenn ich gar nicht mein To-Dos erledige, kann ich mich auch nicht entspannen.
Deshalb will ich mehr im Moment leben und mich bewusst entscheiden: Entweder entspanne ich mich und tanke auf oder ich bin aktiv. Beides gleichzeitig geht eben nicht.
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»Mit sechs Minuten zum Glück« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.06.2020 gesendet.
Mit diesem Buch wirst du glücklicher! Das verspricht das 6-Minuten-Tagebuch. Seit ein paar Wochen probiere ich mal aus, ob das stimmt. Jeden Morgen und jeden Abend fülle ich 3 Minuten lang das Tagebuch aus.
Gleich nach dem Aufstehen soll man aufschreiben, für welche drei Dinge man gerade dankbar ist. Ich finde das manchmal ganz schön kniffelig, vor allem, wenn ich schlecht geschlafen habe. Aber nach wissenschaftlichen Studien macht Dankbarkeit langfristig glücklicher. Daher versuche ich das konsequent durchzuhalten und beantworte die Frage.
Und es wirkt. Es fällt mir jetzt schon leichter drei Dinge zu finden als zu Beginn. Ich bin z. B. dankbar, wenn mir mein Freund die Tür aufhält, meine Mutter mir Frühstück macht oder einfach eine Ampel im richtigen Moment grün wird. Wenn ich mir das morgens aufschreibe, starte ich positiv in den Tag. Und an Tagen, an denen alles richtig blöd gelaufen ist, erinnert mich das Tagebuch spätestens am nächsten Morgen daran, wie gut es mir eigentlich geht und für was ich alles dankbar sein kann. Das macht mich wirklich ein bisschen glücklicher.
Manchmal verbinde ich das Tagebuch auch mit meinem Glauben. Ich glaube nämlich, dass das Leben ein Geschenk von Gott ist. Er hat all die Dinge gemacht, für die ich dankbar bin. Mein Freund, meine Eltern, das gute Wetter. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Daher versuche ich jetzt meine morgendlichen Antworten als Gebet zu formulieren.
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»Danke« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.05.2020 gesendet.
Ein Blick in den Kalender und mir wird klar: Mist, schon wieder den Muttertag vergessen. Der ist – heute. Jetzt ist es zu wohl spät noch ein richtig gutes Geschenk zu besorgen.
Ganz schön undankbar von mir, finde ich. Mir ist nämlich neulich klargeworden, wie stressig es eigentlich ist, Mutter zu sein. Ich habe kürzlich mehrere Stunden auf meinen kleinen Neffen aufgepasst und für die ganze Familie gekocht. Das war ganz schön anstrengend. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Mutter das jeden Tag für uns gemacht hat, dann ist ein Blumenstrauß pro Jahr viel zu wenig. Eigentlich verdient sie meinen Dank viel öfter.
Aber nicht nur meiner Mutter sage ich viel zu selten danke. Mir fällt auf, dass ich selten so richtig Danke sage. Damit meine ich nicht das schnell daher gesagtes „Danke“, wenn mir jemand was gibt, sondern so ein wirklich wertschätzendes und überlegtes Dankeschön.
Ich nehme mir jetzt vor, das öfter zu machen. Und meiner Mutter möchte ich noch diesen Monat so ein richtig kreatives Geschenk machen.
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»Zusammenwachsen« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.05.2020 gesendet.
In den letzten Wochen habe ich wegen der Corona-Krise viel Zeit mit meiner Familie verbracht. Wir waren. Zu siebt auf einem Haufen, inklusive meinem 2-Jährigen Neffen. Das war ganz schön turbulent und manchmal auch anstrengend. Es gab auch einige Konflikte. Ich habe plötzlich Ecken und Kanten an den anderen bemerkt, die ich vorher gar nicht kannte. Mich hat es richtig genervt, dass wir uns oft nicht aus dem Weg gehen konnten.
Andererseits denke ich, man kann es auch positiv sehen. Durch die Konflikte habe ich meine Familie viel besser kennengelernt. Wir haben z. B. einen Koch- und Putzplan erstellt und alles Mögliche vorher abgesprochen. So haben wir gemerkt, was wir voneinander brauchen und wie wir besser klarkommen. Mir ist dabei klargeworden, dass ich oft gar nicht wahrnehme, was die anderen gerade brauchen. Ich bin oft mit mir selbst und meinen eigenen Bedürfnissen beschäftigt deshalb bin ich manchmal verletzend ohne es zu wollen. In Zukunft will ich daher mehr auf die Bedürfnisse der anderen achten.
Ich finde: Als Familie kommen wir jetzt noch besser miteinander klar. In der Corona-Krise ist das für mich was sehr Positives.
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»Machtlos« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.05.2020 gesendet.
Momentan läuft vieles nicht so, wie ich es gedacht habe. Meine Ausbildung hat nicht so angefangen wie geplant. Ich kann nicht verreisen, meine Familie besuchen oder was mit meinen Freunden unternehmen. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben gerade gar nicht selbst bestimmen kann. Dadurch wird mir bewusst, wie machtlos ich bin. Wie naiv eigentlich von mir, zu denken, dass alles immer so weiter geht. Im Momentfühle ich mich ziemlich klein.
In dieser Situation hilft mir mein Glaube. Ich bin nämlich überzeugt davon, dass Gott alles in der Hand hat. Ich glaube, dass er heute noch in der Welt handelt und für mich nur das Beste will. Deshalb Ich verstehe auch nicht wirklich, warum er dieses Virus mit allen Folgen überhaupt zulässt
Mir hilft es da aber, wenn ich mit Gott über meine Gefühle, meine Frustration und meine Angst sprechen kann und weiß, dass er mir zuhört. Er hat die Macht, mir zu helfen und wenn er bei mir ist, dann kann ich diese schlimme Zeit durchstehen. Bis es wieder anders wird.
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»Hopesongs« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.05.2020 gesendet.
Ich fühle mich in letzter Zeit oft so richtig hoffnungslos. Volle Krankenhäuser, steigende Arbeitslosigkeit und so viele Tote. Alle reden nur noch von Corona. Ich kann dem gar nicht ausweichen.
In Deutschland geht es uns ja noch vergleichsweise gut. Aber wenn ich von der weltweiten Situation höre, dann frage ich mich schon, wie das alles wieder gut werden soll. Und vor allem wann?
Bei Facebook bin ich auf eine coole Aktion gestoßen. Sie heißt HOPESONGS. Angefangen hat das damit, dass eine bekannte christliche Künstlerin, Judy Bailey heißt sie, jeden Abend ein kleines Konzert live gestreamt hat.
Als vor ein paar Wochen alle ihre nächsten Konzerte abgesagt wurden, hat sie beschlossen, dass sie trotzdem weiter Musik für ihr Publikum machen will und die Aktion gestartet. Sie möchte mit ihren Liedern Hoffnung machen. Weil ihr schon am ersten Abend richtig Viele zugehört haben, machen jetzt noch mehr Künstler mit. Durch ihr Singen und Sprechen wollen sie Hoffnung verbreiten. Hoffnung darauf, dass Gott mit uns durch diese Krise geht.
Mich berührt das voll, dass sie auch in dieser Zeit so zuversichtlich sind. Ihre Hoffnung macht mir Mut, dass ich mit Gott über meine Sorgen und Ängste reden kann und irgendwann vielleicht alles wieder besser werden kann.
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»99 zu 1« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.03.2020 gesendet.
„Dann soll er sich doch ein neues Schaf kaufen!“ Das hat ein 11-Jähriger mit voller Überzeugung zu mir gesagt. Ich habe gerade ein Praktikum gemacht und den Kindern die Geschichte von einem Hirten erzählt, der 100 Schafe hatte. Eines Tages ist ihm eins verloren gegangen und er konnte es nirgends finden.
Ich habe die Kinder dann gefragt, was der Hirte jetzt machen soll. Manche meinten: Ein Schaf ist ja nicht so wichtig. Andere meinten, der Hirte soll das Schaf auf jeden Fall suchen. Auch, wenn die 99 anderen dann mit dem Hütehund allein bleiben. Und einer meinte eben: „Dann soll er sich doch ein neues Schaf kaufen!“
Jesus hat diese Geschichte erzählt. Und da lässt der Hirte tatsächlich alle 99 Schafe zurück und sucht das verlorene Schaf. Und er findet es auch wieder. Eine verrückte Vorstellung eigentlich. 99 stehen lassen für ein einzelnes. Jesus wollte damit genau dieses Erstaunen zu provozieren. Er hat damit gemeint: Wie dieser Hirte ist Gott. Der sucht jeden einzelnen Menschen.
Ich mag die Geschichte voll. Weil sie zeigt: Ich bin für Gott sehr wichtig. Völlig egal, ob ich Mist baue oder verloren gehe. Er liebt mich, so wie ich bin.
Er gibt mich nicht auf, sondern sucht mich und gibt mir immer wieder eine neue Chance. Einfach ein neues Schaf kaufen, kommt für ihn nicht in Frage. Gott sei Dank.
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»Trust the Process« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.03.2020 gesendet.
Einige meiner Freunde fangen jetzt an zu arbeiten. Ich ertappe mich in letzter Zeit öfters, dass ich ein bisschen neidisch auf sie bin. Sie starten in einen neuen Lebensabschnitt und haben die Ausbildung schon hinter sich. Und ich muss mich noch mit Prüfungen rumquälen. Abgabetermine einhalten und stundelang Zuhören. Ich wäre oft gerne schon näher an meinem Ziel. Ich würde am liebsten eine Abkürzung nehmen.
Neulich habe ich einen Spruch bei Instagram gelesen: Alles, was du durchmachst, bereitet dich auf das vor, wonach du immer gefragt hast.
Nachdem ich das gelesen hatte, war mir wieder klar: Abkürzungen zu nehmen bringt
Nichts.
Denn: Ich denke, alles, was in meiner Ausbildung noch vor mir liegt ist wichtig. Ich muss da durch. Damit bereite ich mich auf das vor, was kommt und was ich mir so wünsche.
Ja, manchmal bin ich ein bisschen neidisch auf meine Freunde. Aber ich versuche jetzt bewusst alles mitzunehmen, was ich in meiner Ausbildung noch lernen kann. Und sei es nur eine ätzende Prüfung.
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»Positive Influencer« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.03.2020 gesendet.
Manchmal komme ich morgens richtig motiviert zur Arbeit und blicke in frustrierte, gelangweilte Gesichter. Diese negative Stimmung zieht mich immer direkt runter, obwohl ich eigentlich selbst gar nicht so schlecht drauf bin. Dagegen ankämpfen ist echt schwer.
In den Pausen gibt es oft keine anderen Themen. Alles ist so nervig und stressig, sagen meine Kollegen. Und überhaupt, wann ist denn endlich wieder Wochenende? Im Zentrum steht oft das Negative. Da ist wenig Raum für positive Gedanken.
Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch. Ich mag es total, zu lachen, ich freue mich über Kleinigkeiten und liebe es, das Leben zu genießen. Für mich ist das Leben mit allen leichten und schweren Momenten ein Geschenk.
Wenn ich merke, dass nur negative Stimmung im Raum ist, möchte ich mich davon nicht runterziehen lassen. Deshalb nehme ich mir jetzt vor, das mal auszuprobieren: Wenn für die anderen mal wieder alles nur mies ist, dann kann ich versuchen ein bisschen von meiner Lebensfreude überschwappen zu lassen. Anstatt mitzulästern, mich zu beschweren und frustriert zu sein, kann ich doch auch einfach erzählen, was ich gerade schön an meiner Arbeit finde. Was gut läuft und wofür ich an diesem Tag besonders dankbar bin. So passe ich mich nicht an die negative Stimmung an, sondern werde zum positiven-Influencer.
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