»Hilfe« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.10.2019 gesendet.
Für eine Prüfung lernen, einkaufen gehen, meinen Putzdienst in meiner WG einhalten und noch was für die Arbeit erledigen… Manchmal habe ich wirklich viel auf einmal zu tun.
Da wird schnell alles ziemlich chaotisch. Ich bekomme nichts mehr richtig hin.
Oft denke ich dann irgendwie: Ich muss das alles alleine schaffen. Und gleichzeitig aber auch, dass ich das alles niemals rechtzeitig fertig bekommen werde.
Aber eigentlich muss ich das ja gar nicht alles alleine machen. Ich habe Freunde und meine Familie, die mir helfen könnten. Es fällt mir nur total schwer, um Hilfe zu bitten.
Anderen helfen? Das mach ich sehr gerne und fällt mir gar nicht schwer.
Aber mir eingestehen, dass ich selbst Hilfe brauche… das ist etwas anderes. Da fühle ich mich dann so in meinem Stolz verletzt.
Ich finde das aber eigentlich nicht richtig. Wenn es mir nichts ausmacht, anderen zu helfen, geht es denen bestimmt genauso. Vielleicht ist es gar kein Problem für meine Mitbewohnerin, wenn ich sie bitte, für mich einkaufen zu gehen oder mich beim Lernen zu unterstützen. Ich müsste mich nur überwinden zu fragen.
Anderen zu helfen ist und bleibt eine gute Sache. Aber dazu gehört eben auch, dass ich um Hilfe bitte und Hilfe annehmen lerne.
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»Kleidertausch« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.10.2019 gesendet.
Wer kennt das nicht – der Kleiderschrank ist bis zum Rand voll, und trotzdem hat man nichts anzuziehen. Vor ein paar Wochen bin ich bei einem coolen Event nur für Mädels gewesen. Das hieß Kleidertauschparty und hat mir richtig Spaß gemacht.
Die Idee ist einfach: Jede Teilnehmerin bringt ihre Kleidung mit, die sie nicht mehr braucht und dann wird getauscht, natürlich kostenlos.
Das Tolle an dem Konzept finde ich, dass man dabei mal ganz praktisch merkt, dass Teilen Freude macht. Es ist so schön, seine eigenen Sachen an jemand anderem zu sehen und zu denken: Das sieht toll an dir aus und wie gut, dass du es noch gebrauchen kannst. Wenn ich die Sachen in meinem Kleiderschrank hängen lasse, bewirken sie nichts Gutes. Aber so freut sich jemand darüber und ich muss die Sachen nicht wegschmeißen.
Und das erstaunlichste war: Am Ende der Party hatten wir noch mehrere Säcke voll Kleidung übrig, die wir an einen Diakonieladen spenden konnten. Da ist mir wieder aufgefallen, was für einen Überfluss wir haben und dass ich ihn mehr teilen möchte.
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»Gedankenchaos« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.10.2019 gesendet.
Voll oft kann ich abends einfach nicht einschlafen. Vor allem vor Prüfungen oder einem unangenehmen Gespräch oder so. Da schwirren dann viele Fragen in meinem Kopf rum: Werde ich alle Prüfungsfragen beantworten können? Finde ich die richtigen Worte?
Ich kann nicht aufhören an den nächsten Tag zu denken. Je länger ich wachliege, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich am nächsten Tag konzentrieren kann. Trotzdem kommen meine Gedanken nicht zur Ruhe.
Bei mir hilft dann oft nur eins: Die Gedanken stoppen und sie mit anderen ersetzen. Ich versuche mich in solchen Situationen daran zu erinnern, dass es nichts bringt, sich Sorgen zu machen. Jesus hat dazu nämlich mal gemeint, dass man sich um nichts sorgen soll. Nicht mal um lebensnotwendige Dinge wie Essen oder Trinken. Er macht damit deutlich, dass wir als Menschen das Leben eigentlich gar nicht selbst in der Hand haben. Die Sorge darüber, ob ich meinen Arbeitsplatz behalte, die Prüfung schaffe oder diesen Monat mit dem Geld über die Runden komme, löst mein Problem nicht. Ich verliere nur Lebenszeit, die ich anders besser und sinnvoller nutzen könnte.
Wenn ich daran denke, ändere ich meine Perspektive auf meine Sorgen. Ich glaube, dass Gott mein Leben in der Hand hat und für mich sorgt, egal was am nächsten Tag passiert. Das beruhigt meine Gedanken und ich kann endlich einschlafen.
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»Geschichtenerzählen« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.08.2019 gesendet.
Eine Erzählung hat mich ins Nachdenken gebracht:
Ein Schüler kommt zu seinem Lehrer und beklagt sich: „Sie erzählen uns immer Geschichten, aber nie erklären Sie ihre Bedeutung!“
Der Lehrer antwortet: „Wie würde es euch gefallen, wenn jemand euch vorgekaute Früchte anbieten würde? Niemand kann es euch abnehmen, nach der Bedeutung der Geschichte für EUCH zu suchen. Nicht einmal der Lehrer.“
Ich denke, so eine Szene hätte sich auch zur Zeit Jesu abspielen können. Jesus hat nämlich auch viele Geschichten erzählt, die voller Symbole und Bilder sind. Wenn man die versteht, dann können die Geschichten eine Bedeutung für das eigene Leben haben.
Diese Geschichten, die man auch Gleichnisse nennt, haben die Leute früher besser verstanden als wir. Aber auch sie haben nicht immer gleich gecheckt, was Jesus ihnen sagen wollte.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass das so gewollt ist. Jeder kann sich beim Lesen des Gleichnisses auf die Suche nach dem Sinn darin machen. Und es dann auf das eigene Leben und den Glauben übertragen. Ich finde es faszinierend, dass dadurch die Geschichten auch heute noch aktuell sind.
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»Soundtrack« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.08.2019 gesendet.
Ich bin heute Morgen mit einem Ohrwurm aufgewacht und bin ihn einfach nicht wieder losgeworden. Den ganzen Tag hat es in meinem Kopf geklungen: „highs and lows, lord you are with me either way it goes“. Immer diese Textzeile: „Höhen und Tiefen, Gott du bist bei mir, welcher Weg auch kommen mag.“
Dieses Lied von einer christlichen Band wollte nicht mehr weggehen. Irgendwann hat es mich richtig genervt. Aber dann hab ich mal auf den Text geachtet. Da singt jemand, dass Gott immer da ist, egal ob das Leben gerade cool aussieht oder es sich richtig bescheiden anfühlt. Später heißt es dann, dass Gott verspricht, in allem Scheitern und wieder Aufstehen mit seiner Liebe da zu sein. Der Sänger singt: „Du bist zu gut, um mich gehen zu lassen.“ Das heißt, egal was ich verbockt habe oder in welcher Lebenssituation ich gerade bin, ich glaube, Gottes Liebe für mich bleibt bestehen.
Mein Ohrwurm hat mir richtig Mut gemacht, weil ich gerade eine kleine Krise hatte und gedacht hab, dass ich gar nichts auf die Reihe bekomme. Das Lied hat genau in meinen Tag gepasst. Für mich war es wie von Gott geschickt.
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»Motivationskick« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.08.2019 gesendet.
Ich bin ein richtiger Morgenmuffel. Morgens komme immer nur schwer aus dem Bett und ich habe oft schlechte Laune. Ich brauche einfach ne Stunde, um richtig wach zu werden. Und vor allem auch Motivation für den Tag zu haben.
Um besser in den Tag zu starten, habe ich ein Ritual eingeführt. Jeden Morgen setze ich mich ein paar Minuten in meinen gemütlichen Sessel. Ich bereite dann meinen Tag vor: Überlege, was ich an dem Tag so tun möchte und welche Herausforderungen vor mir liegen. Dann lese ich ein paar Sätze aus der Bibel und denke über sie nach. Dort finden sich mega viele Versprechen von Gott an die Menschen: z.B. dass er versorgt oder dass er jeden Tag als Begleiter da ist. Diese Sätze und Geschichten geben mir Kraft für den Tag. Ich glaube, dass ich mit Gott meine persönlichen Herausforderungen schaffen kann. Darüber spreche ich dann noch mit ihm in einem Gebet. Ich sage ihm alles, was mir Sorgen macht und wo ich mir seine Hilfe wünsche. Ich danke ihm aber auch für das, was er mir schon Cooles geschenkt hat. Dann kann mein Tag starten.
Das Ritual hilft mir sehr, positiver und motivierter zu sein. Und manchmal erinnere ich mich auch in stressigen Momenten an die Sachen, die ich morgens so gelesen habe. Das gibt mir dann wieder Kraft für den restlichen Tag.
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»Salzstreuer« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.08.2019 gesendet.
Eine falsche Handbewegung und schwupp hab` ich den Salzstreuer umgefegt. So ein Mist… Ich war doch nur kurz abgelenkt. Auf dem Boden kann ich das Salz wirklich nicht gebrauchen.
Das Auffegen dauert lang. Dabei fällt mir aber ein, wie genial Salz eigentlich ist. Oft reicht nur eine Prise, damit das Essen nach etwas schmeckt. Salz reinigt und macht Nahrungsmittel haltbar. Und das Krasseste ist: Salz ist lebensnotwendig. Ohne Salz sterben Menschen und Tiere.
Jesus hat mal gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde“. Er hat das zu seinen Anhängern gesagt.
Aber ich denke es gilt für alle: Ihr seid das Salz in der Suppe, ihr macht den Unterschied in dieser Welt!
Aber wie soll das gehen? Ich denke, dass ich jeden Tag die Wahl habe, gute Entscheidungen zu treffen und meinen Mitmenschen Gutes zu tun. Ich versuche z.B. älteren Menschen meinen Sitzplatz im Bus anzubieten oder helfe meinen Nachbarn beim Einkäufe schleppen. Das macht schon einen kleinen Unterschied.
Natürlich bin ich nur ein winziges Salzkorn unter 7 Mrd. anderen. Aber das ist ja das Coole an Salz. Nur wenige Menschen, eine Prise voll, die sich für andere einsetzen, können schon etwas verändern.
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»Funke des Neuen« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.07.2019 gesendet.
Im letzten Urlaub haben meine Freunde und ich ein Lagerfeuer gemacht. Dabei habe ich von einem Freund gelernt, wie man das Feuer anbekommt, ohne ein Streichholz zu verwenden. Er hat dazu gesagt: „Feuermachen ist wie das Leben.“
Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich finde das stimmt.
Beim Feuermachen muss man zuerst die alte Asche zur Seite räumen. Sie lässt nämlich keine Luft an das neue Feuer. Dann kann man neue Scheite darüber schichten, die die Grundlage für das neue Feuer sind.
Im Leben muss man auch zuerst das Alte zur Seite räumen, damit man etwas Neues beginnen kann. So habe ich das schon erlebt. So innerlich aufräumen, damit das Alte nicht die Luftzufuhr fürs Neue stoppt.
Zum Beispiel bei einer neuen Beziehung. Bevor man die beginnt, muss die Alte zu Ende sein. Das heißt man muss erst die Alte vollkommen innerlich abgeschlossen und überwunden haben. Erst dann kann man sich auf den neuen Menschen im Leben einlassen. Sonst werden alte Gefühle die neue Beziehung immer wieder beeinflussen.
Oder wenn man umzieht oder eine neue Arbeit anfängt. Dann fällt es leichter sich auf das Neue einzulassen, wenn man sich richtig bewusst von dem Alten verabschiedet hat. Erst dann kann der Funke des Neuen zu einem richtigen Feuer werden.
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»Unerwartetes Geschenk« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.07.2019 gesendet.
Vor kurzem war ich auf dem Markt Gemüse kaufen. Als ich meine Einkäufe zuhause weggeräumt habe, hab ich mich voll gewundert. Ich hatte viel mehr Tomaten, als ich bezahlt hatte. Der Gemüseverkäufer hat mir einfach mehr eingepackt. Ich habe mich mega darüber gefreut, weil er mir so ein unerwartetes Geschenk gemacht hat.
Ich habe nichts getan, womit ich das „verdient“ hätte. Er hat mir einfach eine Freude gemacht. Und ich musste nicht mal danke sagen.
So ähnlich stelle ich mir auch die Liebe Gottes vor. Sie ist ein Geschenk, das ich mir nicht verdienen kann. Ich muss mich nicht anstrengen, um Gott zu gefallen. Er schenkt mir seine Liebe auch so - ganz unerwartet. Ich bin oft kein guter Mensch und finde mich meistens nicht besonders liebenswert. Aber Gott schenkt mir trotzdem seine Liebe einfach so. In der Bibel steht sogar, dass Gott die vollkommene Liebe ist.
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»Stoßgebet« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.07.2019 gesendet.
„Ab Windstärke 8 gibt es keine Atheisten mehr, da betet jeder.“, hat mal ein Pfarrer gesagt. Ich finde das stimmt irgendwie. Also im übertragenen Sinn: Wenn ich in Stress gerate, Angst habe oder etwas Schreckliches passiert, dann schicke ich oft Stoßgebete Richtung Himmel.
Aber Beten ist für mich als Christin mehr als das. Ich mache das nicht nur, wenn es mal eng wird oder „weil man das halt so machen muss“. Ich glaube nicht an einen Gott, der den Menschen mit möglichst vielen Regeln einschränken will. Sondern ich glaube: Gott kennt und liebt mich und interessiert sich daher für das, was mich beschäftigt. Beten ist deswegen für mich ein Teil meiner Freundschaft mit ihm. Aber es ist noch mehr: ich glaube, dass Gott in dieser Welt handelt. In der Bibel stehen viele Geschichten von Menschen, die erlebt haben, dass Gott eingreift. Heute gibts das auch noch. Wenn zum Beispiel gegen alle Erwartungen genau das erbetene Wetter kommt oder Heilungen passieren. Deswegen bete ich nicht nur, um einfach mit Gott zu reden, sondern bitte ihn auch einzugreifen oder etwas zu verändern. Auch wenn ich nicht weiß, ob er das dann auch tun wird.
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