»Was ist schon real« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.02.2019 gesendet.
In Sience-Fiction-Filmen, wie z.B. „Inception“ geht es immer wieder um Träume. Wie man über das Eindringen in die Träume eines Menschen Ideen stehlen oder erst ins Bewusstsein dieser Person einpflanzen kann. Das geht natürlich nur im Film. Aber ich frag mich auch manchmal in meinem eigenen Leben:
Was ist eigentlich meine Realität? Und stimmt mein Blick auf die Welt?
Dazu ist mir ein Satz von Jesus eingefallen. Der hat darüber gesprochen, dass es noch eine weitere Wirklichkeit gibt, die wir aber nicht sehen können. Er meinte: „Die neue Welt Gottes kann man nicht sehen wie ein irdisches Reich. Niemand wird euch sagen können: ‚Hier ist sie!‘ oder ‚Dort ist sie!‘ Die neue Welt Gottes ist schon jetzt da – mitten unter euch.“
Wenn diese Aussage Jesu stimmt, dann gibt es einen Teil der Realität, den ich einfach nicht wahrnehme.
Von dieser neuen Welt spricht Jesus immer wieder. Er erklärt, dass diese neue Welt dort anfängt, wo Menschen friedlich miteinander umgehen, z.B. ehrlich sind oder sich um Ausgegrenzte oder Leidende kümmern.
Mir ist klar, dass es den perfekten Frieden zwischen Menschen nicht geben kann. Aber die Aussage motiviert mich, zumindest damit anzufangen. Daher versuche ich immer mehr im Alltag danach zu leben, so wird die Welt Gottes durch mich ein bisschen mehr sichtbar und real.
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»Wie geht es dir« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.01.2019 gesendet.
„Wie geht es dir?“
So oft werde ich das gefragt. Meine schnelle Antwort meist: „ganz gut, eigentlich“.
Wenn ich aber mal darüber nachdenke, merke ich, dass ich das selten wirklich ernst meine. Ganz und vollkommen gut geht es mir eigentlich nie. Das auszusprechen traue ich mich aber fast nicht. Schwäche zeigen ist selten cool.
Auf Dauer brauche ich aber mehr. Ich brauche jemanden, der mich ernsthaft fragt, wie es mir geht. Jemanden, der mich ernst nimmt und fragt, wie es in meiner Seele aussieht. Das sind für mich meine sehr guten Freunde und Gott.
In der Bibel wird davon berichtet, wie ein Sohn von seinem Vater sein ganzes Erbe einfordert und es anschließend komplett für unsinniges Zeug ausgibt. Deshalb traut er sich nicht zu seinem Vater zurück zu kommen. In seiner finanziellen Not kommt er aber doch wieder. Als die zwei sich begegnen ist der Vater aber gar nicht zornig auf ihn, sondern nimmt ihn in die Arme und fragt ihn, „wie geht es dir?“. Er zeigt ihm so, dass er auf ihn gewartet hat, dass er ihm alles verzeiht, dass alles wieder gut werden wird.
Genau so ist das zwischen den Menschen und Gott. Für mich heißt das: Gott als Vater ist immer für mich da, egal was ich für Sorgen und Probleme habe. Er fragt mich ernsthaft, wie es mir geht und kann mit meinen Antworten umgehen, egal wie positiv oder negativ sie gerade sind.
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»Verwurzelt« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.01.2019 gesendet.
Der letzte Sturm hat ganz schön viel kaputt gemacht. Umgefallene Bäume haben den Weg blockiert und riesige Baumwurzeln waren zu sehen. Der Wind war so stark, dass das Wurzelwerk und der Untergrund die Bäume nicht mehr halten konnte. Sie sind einfach umgefallen.
Ich finde, das ist bei Menschen ähnlich. Manche lassen sich schnell aus der Fassung bringen und biegen sich in die Richtung, wohin der Wind sie drückt. Andere halten so einiges aus, ruhen in sich selbst. Sie kippen bei Problemen und Ärger nicht gleich um.
Der Untergrund bestimmt, ob ein Mensch mit Krisen, so einem Lebenssturm umgehen kann.
Ich kippe auch manchmal um, wie ein Baum. Zum Beispiel, wenn ich von Menschen verletzt werde, die mir viel bedeuten. Manchmal kippe ich auch, wenn ein wichtiger Plan nicht so klappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Wenn ich nicht die Leistung bringe, die ich wollte.
In diesen Momenten fühle ich mich dann hilflos und schwach. Sie können ziemlich weh tun. Sie sind aber auch eine Chance, darüber nachzudenken, in welchen Boden sich meine Wurzeln gerade krallen. Für mich ist der Untergrund meines Lebens Gott und seine Zusage, dass er das Beste für mich will. In Momenten, in denen ich strauchle, hilft es mir mich daran zu erinnern und positiv mit der Situation umzugehen.
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»Friede, Freude, Spekulatius« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.12.2018 gesendet.
Friede, Freude, Spekulatius … äh natürlich Eierkuchen. Dieser Spruch passt für mich irgendwie zur Adventszeit. Viele haben den Wunsch, doch ein kleines bisschen Frieden in den Alltagstrott zu bringen. Aber ist das nicht der krampfhafte Versuch sich etwas schönzureden, was nicht schönzureden ist? Ich denke, Konflikte zwischen Menschen und Nationen, Katastrophen und Armut entsprechen doch eher der Wirklichkeit, als „Stille Nacht“ und „Oh du fröhliche“.
Aber vielleicht ist genau das die Botschaft von Advent. Friede und Freude. Trotz allem. Das passt für mich zusammen. Christinnen und Christen feiern nämlich an Weihnachten, dass Jesus geboren wurde. Der hat den Leuten erzählt, dass Gott sie lieb hat, ohne, dass sie was dafür machen müssen. Er hat mit den Armen und Außenseitern der Gesellschaft Zeit verbracht und damit gezeigt, wie man liebevoll mit allen Mitmenschen umgehen kann. So steht es in der Bibel. Ein bisschen wie ein Protest mitten in der Ungerechtigkeit. Frieden und Freude trotz Unrecht und Ausbeutung. Das gehört für mich genauso zur Adventszeit und zu Weihnachten wie Spekulatius.
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»Licht an« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.12.2018 gesendet.
Wenn ich am späten Nachmittag nach Hause komme, dann ist es immer schon so richtig dunkel. Ich werde dann immer direkt müde und will am liebsten gleich ins Bett. Richtig nervig diese ständige Dunkelheit im Winter.
Da hilft bei mir nur eins: Licht an! Ich mache dann alle Lichter an, die ich so finden kann, damit ich wach bleibe.
Neulich habe ich gelesen, dass Jesus mal zu den Menschen gesagt hat, dass wir das Licht der Welt sind und uns daher nicht verstecken sollen. Das find ich echt cool. Für mich ein geniales Bild. Ich kann ein Licht sein für die Welt, wenn es dunkel ist!
Aber wie geht denn das? Es braucht dafür einen Lichtschalter. Dieser Lichtschalter ist der Glaube an Gott und an seine Liebe für alle Menschen. So ähnlich steht das in der Bibel. Mir hilft der Gedanke. Ich glaube, dass Gott mich liebt und deshalb fühle ich mich wertvoll. So fällt es mir auch leichter, andere lieb zu haben und ihnen Gutes tun. Für sie ein Licht zu sein im Alltag.
Zum Beispiel einfach mal jemanden zum Essen einladen oder jemandem ein ehrliches Kompliment machen oder so.
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit nehme ich mir das vor, Licht sein für die Welt und anderen Menschen eine Freude zu machen.
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»Krone gesucht« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.12.2018 gesendet.
Eine kleine Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht. Sie geht so:
Herr König kommt zu Zahnarzt. Am Empfang muss er angeben, warum er gekommen ist. Er sagt: „Heinz König mein Name, ich habe meine Krone verloren!“ Die Arzthelferin notiert sich die Antwort und fängt an zu lachen: „Der Herr König hat also seine Krone verloren! Na, dann schauen wir mal, ob wir sie wiederfinden!“
Bei mir ist das oft ähnlich. In der Bibel wird Gott als ein König bezeichnet und die Menschen als seine Kinder. Ich glaube daran, also bin ich doch auch ein Königskind! Wenn ich aber so mein Leben betrachte, merke ich, dass ich selten königlich bin. Ein König sollte doch freundlich, großzügig und gerecht sein. Aber ich bin so häufig ungerecht, genervt und gar nicht großzügig zu anderen. Wenn es nach meinem Verhalten geht, habe ich gar keine Krone verdient.
Bei Gottes Krone für mich ist das anders. Die hängt nicht davon ab, wie ich mich verhalte, sondern nur, ob ich an ihn glaube. Er liebt mich einfach so und ich bin und bleibe seine Tochter. Egal, wie ich mich verhalte. Ich glaube, dass er zu mir sagt: „Du bist und bleibst meine Königstochter!“
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»Auf die Füllung kommt es an« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.12.2018 gesendet.
Es gibt ein interessantes Experiment mit zwei Luftballons. Beide werden über eine Kerze gehalten. Der eine ist mit Luft gefüllt. Der andere mit Wasser. Welcher Luftballon wird überleben?
Der mit Luft gefüllte Ballon zerplatzt mit einem lauten Knall. Er konnte dem Druck nicht mehr Stand halten… Der andere baumelt seelenruhig weiter über der Kerze und verändert sich kein bisschen. Wie so oft kommt es wohl auf die Füllung an.
Ich frage mich, womit ich eigentlich mein Leben so fülle? Da sind meine Ausbildung, meine Freunde, meine Hobbies und auch eine gehörige Menge an Netflix und Social Media.
In Krisen merke ich erst, welche dieser Lebensfüllungen in Wahrheit nur heiße Luft waren. Wenn ich z.B. von Freunden enttäuscht werde, ich versage oder mit Krankheiten oder Tod zu tun habe. Ich merke dann aber auch, was und wer mir wirklich weiterhilft. Mich in schwierigen Situationen unterstützt. Was sozusagen das Wasser in meinem Lebensballon ist.
Für mich ist dieses Wasser mein Glaube an Gott. Er unterstützt mich, wenn es mal brenzlig wird. In der Bibel sagt Jesus sogar selbst von sich, dass er das lebendige Wasser ist und wer davon trinkt, niemals wieder durstig wird. Das passt zu der Sache mit dem Ballon. Mit Jesus im Leben, da platzt der Ballon nicht. Auch, wenn es mal von unten ganz schön raucht und heiß wird.
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»Raus in die Ruhe« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.11.2018 gesendet.
Sorry, ich hab keine Zeit! Wie oft habe diesen Satz die letzten Wochen gesagt. Ich kann ihn selbst schon nicht mehr hören. Irgendwie bin ich im Dauerstress. Ständig erreichbar sein, alles gleichzeitig erledigen und nebenbei natürlich immer up-to-date sein.
Ich komme einfach nicht mehr zur Ruhe vor lauter Terminen. Ich würde ja gerne, aber es steht noch so viel an, dass ich mich gar nicht traue, mal Pause zu machen.
Jesus war da ganz anders. Er hat sich Zeit für Ruhe genommen. Nicht obwohl, sondern gerade weil er im Stress war. Er war super bekannt damals und wahnsinnig viele Menschen wollten ständig etwas von ihm. Aber der Leistungsdruck und die Erwartungen seiner Freunde haben ihn gar nicht beeindruckt. Er ist dann manchmal auf einen Berg gegangen, um aufzutanken in der Stille. Dabei hat er gebetet, mit Gott geredet. Das war bei ihm an erster Stelle.
Ich denke, dass mir die Ruhe auch guttun würde. Einfach mal aus dem Alltag aussteigen. Einen Ort haben, um aufzutanken. Wie Jesus auf den Berg gegangen ist. Nicht trotz des Stresses, sondern gerade deswegen. Ich nehme es mir ganz bewusst vor, öfter Pausen zu machen, gerade in der so vollen Vorweihnachtszeit.
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»Hör mal hin« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.11.2018 gesendet.
Im Bus sitzen oft super viele Menschen mit Kopfhörern im Ohr da. Sie gucken meist gelangweilt in der Gegend rum. Das hat mich nachdenklich gemacht.
Das Ohr kann unendlich viele Klänge gleichzeitig wahrnehmen und es gibt so viele davon! Zurzeit zum Beispiel das Rascheln der Blätter, der leise Nieselregen, das Gluckern der Heizung oder das Zischen der brennenden Kerzen. Jedes Geräusch löst in mir eine Emotion, eine Erinnerung oder ein Bild aus. Was für eine geniale Erfindung, finde ich! Das Hören versetzt mich oft in Erstaunen, wie schön diese Welt ist und wie genial wir Menschen eigentlich geschaffen sind. Z.B. das Geschrei von Kindern. Wie cool, dass es sie gibt! Oder das Zischen der Bustür. Genial, dass jemand Busse erfunden hat und ich im Warmen von A nach B komme.
In solchen Momenten bin ich immer super dankbar dafür, dass ich lebe und so viel Schönes um mich herum hab. Wie reich beschenkt ich doch in Deutschland bin!
Und weil das so ist, lass ich jetzt öfter meine Kopfhörer zuhause. Dann sind meine Ohren offen für die vielen Geräusche in meiner Umgebung. Ich möchte aufmerksamer für all das Gute in meinem Leben sein und dazu all meine Sinne benutzen.
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»Alles neu« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.11.2018 gesendet.
„Wer einen Sprung wagen will, der geht weit zurück“. Diesen Spruch habe ich vor kurzem gelesen und finde, dass er stimmt.
Wenn ich etwas Neues anfangen und wagen möchte muss ich mit dem Alten abschließen. Wenn ich z.B. umziehe muss ich erstmal das Alte ordnen und verstauen. Ansonsten funktioniert das Neue nicht. Es hat einfach keinen Platz in meinem Leben.
Das ist auch mit Gefühlen oder Erinnerungen so. Schlechte Erlebnisse und Erfahrungen hindern mich heute daran mutig zu sein und neue Dinge zu wagen. In der Schule war ich manchmal gar nicht beliebt und wurde sogar eine Zeit lang gemobbt. Wenn ich heute in eine neue Gruppe komme, dann muss ich mich erstmal daran erinnern, dass die Vergangenheit wirklich vorbei ist. Dass ich jetzt etwas Neues beginne. Das ist oft ganz schön anstrengend.
Zum Glück ist das bei Gott anders. Ein weiser Mann aus der Bibel, namens Paulus, hat dazu mal geschrieben: „Wenn jemand an Jesus glaubt, dann ist er ein neuer Mensch. Das Alte ist vergangen, etwas Neues hat begonnen!“ Damit meinte er, dass Jesus die Menschen liebt, egal was in der Vergangenheit passiert ist.
Für ihn muss ich also nicht erst weit zurückgehen, um mit ihm neu anzufangen zu können.
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