»dadada« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.03.2019 gesendet.
Mein Neffe wird diesen Monat ein Jahr alt. Wir feiern mit ihm ein Jahr voller Entdeckungstouren. Alles in seiner Nähe wird angefasst und in den Mund genommen. Es muss erlebt, ertastet und ausprobiert werden. Dabei geht auch einiges kaputt. Oft nimmt er das aber gar nicht so wahr. Er nimmt eine Scherbe in die Hand und zeigt sie seiner Mama mit den Worten „da, da, da“.
Sein Vertrauen fasziniert mich. Er zeigt seiner Mama einfach die Scherben und scheint zu sagen „Guck mal, was ich gemacht habe, kannst du damit was anfangen?“ Er rechnet nicht mit einer Bestrafung, sondern geht mit seinen Scherben ganz selbstverständlich zu Mama. Dann kann die Entdeckertour weitergehen. Mama wird es schon in Ordnung bringen.
Ich merke oft, dass ich das nicht so einfach kann. Ich möchte meine Fehler meist nicht zugeben und sie verstecken. Am liebsten keine Schwäche zeigen. Manche Konflikte z.B. in Freundschaften oder in der Arbeit bleiben daher ungeklärt.
Jesus hat mal die Menschen dazu aufgefordert, wie die Kinder zu werden und sich vertrauensvoll an Gott zu wenden. Das steht so in der Bibel. Er wartet darauf, dass ich ihm die Scherben, meine Schwächen und Fehler bringe. Er ist sozusagen der Fachmann für alle Brüche in meinem Leben und trötet und hilft mir wie eine Mutter.
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»Mayonnaiseglas« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.03.2019 gesendet.
Prioritäten setzen, das ist wichtig. Vor allem, wenn mal wieder viel zu viel zu tun ist.
Dazu gibt es eine coole Geschichte, die mir hilft. Ein Professor hat mal ein Mayonnaiseglas mit in seine Vorlesung gebracht und mit Golfbällen gefüllt. Die Studierenden haben gedacht, dass das Glas jetzt voll wäre. Dann hat der Professor Kieselsteine mit ins Glas gegeben, die die Zwischenräume gefüllt haben. Wieder haben alle gedacht, dass das Glas nun voll ist. Der Professor hat dann noch Sand dazu geschüttet. Alle Studierenden haben angefangen zu lachen und zu verstehen.
Das Glas steht für das Leben. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge, wie die Familie, die Gesundheit, und Freunde. Die Kieselsteine sind nebensächlichere Dinge wie die Arbeit und Zeug, was man so besitzt, z.B. das Smartphone. Der Sand ist dann alles andere, die kleinen Dinge, über die ich mich so richtig aufregen kann. Wenn die Bahn zu spät kommt oder so.
All das passt aber nur in das Glas, wenn man mit den Golfbällen beginnt und nicht mit dem Sand. So ist das auch im Leben, finde ich. Wenn ich meine gesamte Zeit und Energie an die kleinen Dinge verschwende, habe ich keinen Platz mehr für die wichtigen Dinge.
In Situationen, in denen ich viel zu viel zu tun habe, hilft mir das Bild mit dem Glas. Ich überlege dann, was ich als Nächstes machen soll. Ich setze Prioritäten, damit ich mit den wirklich wichtigen Dingen beginne.
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»Werbeflut« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.03.2019 gesendet.
Ständig und überall ist um mich rum Werbung. In der S-Bahn, in meinem Mailpostfach, im Fernsehen… überall sieht man Slogans, die mir erzählen, was ich so alles brauche, um glücklich zu sein. Manchmal denke ich dann auch, dass ich diese Schnäppchen auf keinen Fall verpassen darf.
Soziologen haben nachgezählt und festgestellt, dass jeden Tag etwa 1800 Werbeimpulse auf uns einströmen. Ich meine aber oft, dass ich nicht von der Werbung beeinflusst bin… Ich kann doch selbst entscheiden, was ich kaufe oder nicht.
Jesus sagt dazu ganz deutlich: „Sorge dich nicht um morgen!“ Er meint damit, wer ohne ein bestimmtes Produkt nicht glücklich ist, der ist es auch nicht, wenn er es hat. Viel wichtiger ist für ihn die Lebenseinstellung. Dass man glaubt, dass Gott den Menschen versorgt und niemand dabei zu kurz kommt.
Ich versuche nach diesem Motto zu leben und muss daher nicht immer informiert sein. Ich klicke bewusst die Werbung weg und filtere die heraus, die mit mir zu tun hat. Ich glaube, dass mir nichts fehlt und fehlen wird, wenn ich Gott in meinem Leben habe und er mich versorgt.
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»Auf ein ehrliches Wort« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.03.2019 gesendet.
Heute vor 10 Jahren ist der Amoklauf in Winnenden passiert. 15 Menschen wurden dabei getötet.
Ich frage mich immer wieder, wie ein Mensch dazu kommt, so etwas zu tun.
Zu viele Ballerspiele, Trennung der Eltern, kein stabiler Freundeskreis? Psychologen kennen viele Antworten. Aber wirklich zufrieden bin ich damit nicht.
Für mich steckt ein Teil einer Antwort in der Bibel. Sie ist ein krass ehrliches Buch, das keine heile Welt vorgaukelt mit perfekten Vorbildern. Sie zeigt die brutale Realität des Lebens: Lüge und Betrug, Ungerechtigkeit, Ehebruch, Hass, Mord und Totschlag. Das wird nicht verschwiegen. Und gleichzeitig steht in der Bibel ganz klar: Das ist nicht Gottes Wille! Er wünscht sich etwas anderes für uns Menschen. Er will, dass wir liebend miteinander umgehen, uns Gutes tun.
Trotzdem hat er uns nicht zu Marionetten gemacht, die stumpf das machen, was er will. Er hat uns einen freien Willen gegeben, den der Mensch auch für das Böse nutzen kann.
Wenn ich an den Amoklauf in Winnenden denke, dann weiß ich ganz klar, dass ich meinen freien Willen dafür nutzen will, dass sowas nicht wieder passiert.
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»Was ist schon real« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.02.2019 gesendet.
In Sience-Fiction-Filmen, wie z.B. „Inception“ geht es immer wieder um Träume. Wie man über das Eindringen in die Träume eines Menschen Ideen stehlen oder erst ins Bewusstsein dieser Person einpflanzen kann. Das geht natürlich nur im Film. Aber ich frag mich auch manchmal in meinem eigenen Leben:
Was ist eigentlich meine Realität? Und stimmt mein Blick auf die Welt?
Dazu ist mir ein Satz von Jesus eingefallen. Der hat darüber gesprochen, dass es noch eine weitere Wirklichkeit gibt, die wir aber nicht sehen können. Er meinte: „Die neue Welt Gottes kann man nicht sehen wie ein irdisches Reich. Niemand wird euch sagen können: ‚Hier ist sie!‘ oder ‚Dort ist sie!‘ Die neue Welt Gottes ist schon jetzt da – mitten unter euch.“
Wenn diese Aussage Jesu stimmt, dann gibt es einen Teil der Realität, den ich einfach nicht wahrnehme.
Von dieser neuen Welt spricht Jesus immer wieder. Er erklärt, dass diese neue Welt dort anfängt, wo Menschen friedlich miteinander umgehen, z.B. ehrlich sind oder sich um Ausgegrenzte oder Leidende kümmern.
Mir ist klar, dass es den perfekten Frieden zwischen Menschen nicht geben kann. Aber die Aussage motiviert mich, zumindest damit anzufangen. Daher versuche ich immer mehr im Alltag danach zu leben, so wird die Welt Gottes durch mich ein bisschen mehr sichtbar und real.
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»Wie geht es dir« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.01.2019 gesendet.
„Wie geht es dir?“
So oft werde ich das gefragt. Meine schnelle Antwort meist: „ganz gut, eigentlich“.
Wenn ich aber mal darüber nachdenke, merke ich, dass ich das selten wirklich ernst meine. Ganz und vollkommen gut geht es mir eigentlich nie. Das auszusprechen traue ich mich aber fast nicht. Schwäche zeigen ist selten cool.
Auf Dauer brauche ich aber mehr. Ich brauche jemanden, der mich ernsthaft fragt, wie es mir geht. Jemanden, der mich ernst nimmt und fragt, wie es in meiner Seele aussieht. Das sind für mich meine sehr guten Freunde und Gott.
In der Bibel wird davon berichtet, wie ein Sohn von seinem Vater sein ganzes Erbe einfordert und es anschließend komplett für unsinniges Zeug ausgibt. Deshalb traut er sich nicht zu seinem Vater zurück zu kommen. In seiner finanziellen Not kommt er aber doch wieder. Als die zwei sich begegnen ist der Vater aber gar nicht zornig auf ihn, sondern nimmt ihn in die Arme und fragt ihn, „wie geht es dir?“. Er zeigt ihm so, dass er auf ihn gewartet hat, dass er ihm alles verzeiht, dass alles wieder gut werden wird.
Genau so ist das zwischen den Menschen und Gott. Für mich heißt das: Gott als Vater ist immer für mich da, egal was ich für Sorgen und Probleme habe. Er fragt mich ernsthaft, wie es mir geht und kann mit meinen Antworten umgehen, egal wie positiv oder negativ sie gerade sind.
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»Verwurzelt« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.01.2019 gesendet.
Der letzte Sturm hat ganz schön viel kaputt gemacht. Umgefallene Bäume haben den Weg blockiert und riesige Baumwurzeln waren zu sehen. Der Wind war so stark, dass das Wurzelwerk und der Untergrund die Bäume nicht mehr halten konnte. Sie sind einfach umgefallen.
Ich finde, das ist bei Menschen ähnlich. Manche lassen sich schnell aus der Fassung bringen und biegen sich in die Richtung, wohin der Wind sie drückt. Andere halten so einiges aus, ruhen in sich selbst. Sie kippen bei Problemen und Ärger nicht gleich um.
Der Untergrund bestimmt, ob ein Mensch mit Krisen, so einem Lebenssturm umgehen kann.
Ich kippe auch manchmal um, wie ein Baum. Zum Beispiel, wenn ich von Menschen verletzt werde, die mir viel bedeuten. Manchmal kippe ich auch, wenn ein wichtiger Plan nicht so klappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Wenn ich nicht die Leistung bringe, die ich wollte.
In diesen Momenten fühle ich mich dann hilflos und schwach. Sie können ziemlich weh tun. Sie sind aber auch eine Chance, darüber nachzudenken, in welchen Boden sich meine Wurzeln gerade krallen. Für mich ist der Untergrund meines Lebens Gott und seine Zusage, dass er das Beste für mich will. In Momenten, in denen ich strauchle, hilft es mir mich daran zu erinnern und positiv mit der Situation umzugehen.
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»Friede, Freude, Spekulatius« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.12.2018 gesendet.
Friede, Freude, Spekulatius … äh natürlich Eierkuchen. Dieser Spruch passt für mich irgendwie zur Adventszeit. Viele haben den Wunsch, doch ein kleines bisschen Frieden in den Alltagstrott zu bringen. Aber ist das nicht der krampfhafte Versuch sich etwas schönzureden, was nicht schönzureden ist? Ich denke, Konflikte zwischen Menschen und Nationen, Katastrophen und Armut entsprechen doch eher der Wirklichkeit, als „Stille Nacht“ und „Oh du fröhliche“.
Aber vielleicht ist genau das die Botschaft von Advent. Friede und Freude. Trotz allem. Das passt für mich zusammen. Christinnen und Christen feiern nämlich an Weihnachten, dass Jesus geboren wurde. Der hat den Leuten erzählt, dass Gott sie lieb hat, ohne, dass sie was dafür machen müssen. Er hat mit den Armen und Außenseitern der Gesellschaft Zeit verbracht und damit gezeigt, wie man liebevoll mit allen Mitmenschen umgehen kann. So steht es in der Bibel. Ein bisschen wie ein Protest mitten in der Ungerechtigkeit. Frieden und Freude trotz Unrecht und Ausbeutung. Das gehört für mich genauso zur Adventszeit und zu Weihnachten wie Spekulatius.
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»Licht an« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.12.2018 gesendet.
Wenn ich am späten Nachmittag nach Hause komme, dann ist es immer schon so richtig dunkel. Ich werde dann immer direkt müde und will am liebsten gleich ins Bett. Richtig nervig diese ständige Dunkelheit im Winter.
Da hilft bei mir nur eins: Licht an! Ich mache dann alle Lichter an, die ich so finden kann, damit ich wach bleibe.
Neulich habe ich gelesen, dass Jesus mal zu den Menschen gesagt hat, dass wir das Licht der Welt sind und uns daher nicht verstecken sollen. Das find ich echt cool. Für mich ein geniales Bild. Ich kann ein Licht sein für die Welt, wenn es dunkel ist!
Aber wie geht denn das? Es braucht dafür einen Lichtschalter. Dieser Lichtschalter ist der Glaube an Gott und an seine Liebe für alle Menschen. So ähnlich steht das in der Bibel. Mir hilft der Gedanke. Ich glaube, dass Gott mich liebt und deshalb fühle ich mich wertvoll. So fällt es mir auch leichter, andere lieb zu haben und ihnen Gutes tun. Für sie ein Licht zu sein im Alltag.
Zum Beispiel einfach mal jemanden zum Essen einladen oder jemandem ein ehrliches Kompliment machen oder so.
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit nehme ich mir das vor, Licht sein für die Welt und anderen Menschen eine Freude zu machen.
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»Krone gesucht« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.12.2018 gesendet.
Eine kleine Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht. Sie geht so:
Herr König kommt zu Zahnarzt. Am Empfang muss er angeben, warum er gekommen ist. Er sagt: „Heinz König mein Name, ich habe meine Krone verloren!“ Die Arzthelferin notiert sich die Antwort und fängt an zu lachen: „Der Herr König hat also seine Krone verloren! Na, dann schauen wir mal, ob wir sie wiederfinden!“
Bei mir ist das oft ähnlich. In der Bibel wird Gott als ein König bezeichnet und die Menschen als seine Kinder. Ich glaube daran, also bin ich doch auch ein Königskind! Wenn ich aber so mein Leben betrachte, merke ich, dass ich selten königlich bin. Ein König sollte doch freundlich, großzügig und gerecht sein. Aber ich bin so häufig ungerecht, genervt und gar nicht großzügig zu anderen. Wenn es nach meinem Verhalten geht, habe ich gar keine Krone verdient.
Bei Gottes Krone für mich ist das anders. Die hängt nicht davon ab, wie ich mich verhalte, sondern nur, ob ich an ihn glaube. Er liebt mich einfach so und ich bin und bleibe seine Tochter. Egal, wie ich mich verhalte. Ich glaube, dass er zu mir sagt: „Du bist und bleibst meine Königstochter!“
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