»Jesus im Fernsehen« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.11.2020 gesendet.
Ich gucke richtig gerne Serien an. Meine absolute Lieblingsserie ist South Park. Eine Zeichentrickserie. Der Humor und die Sprache sind manchmal richtig derb. Aber manchmal geht es auch um ernste Themen. Auch Jesus kommt als Figur drin vor. Ich finde das total cool, dass Jesus darin vorkommt. Meistens wird Jesus nämlich in der Serie ganz positiv dargestellt. Er hilft den anderen Figuren, wenn sie nicht mehr weiterwissen, gibt ihnen Ratschläge oder rettet ihnen sogar das Leben. Ich finde es ziemlich klasse, dass Jesus so selbstverständlich zu der Serie dazugehört. Er wohnt auch in der Stadt und hat ein kleines grünes Haus. Und manchmal klopfen die anderen bei ihm an der Haustür. Und Jesus hat immer Zeit für sie. Ich finde, das ist ein bisschen wie im echten Leben. Hier auf der Erde geht es manchmal auch ganz schön übel zu. Es gibt viel Streit und Ärger zwischen uns Menschen. Trotzdem glaube ich, dass Jesus auch bei uns ist. Jesus hat zwar auf der Erde keine Haustüre, aber wir können jederzeit zu ihm beten und er hat immer Zeit für uns.
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»Ein krasses Geschenk« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.11.2020 gesendet.
„Du sollst alles verkaufen, was du hast.“ Das sagt Jesus in einer biblischen Geschichte zu einem reichen Mann. Der kommt nämlich zu Jesus und fragt ihn: Jesus, was muss ich tun, damit Gott mich liebt? Jesus ist knallhart. Er soll alles Geld an arme Leute geben. Der Mann muss ganz schön schlucken. Damit hat er nicht gerechnet. Er wollte vielleicht ein bisschen was spenden. Aber gleich alles hergeben? Das ist heftig. Solche Geschichten gibt es einige in der Bibel. Jesus stellt ganz schön hohe Forderungen an die Menschen.
Ich glaube, er macht das mit Absicht. Ihm ist klar, dass er etwas Unerfüllbares, ja vielleicht sogar Dummes verlangt. Er will die Menschen damit provozieren. Vor allem aber wird an der Geschichte deutlich: Niemand kann sich Gottes Liebe verdienen oder kaufen. Gottes Liebe bekommt man einfach geschenkt.
Mir fällt es schwer, dieses Geschenk einfach anzunehmen. Ich denke, dass ich doch irgendwas dafür tun muss. Deswegen mag ich diese Geschichte sehr gerne. Sie erinnert mich dran: Ich muss mir Gottes Liebe nicht verdienen. Ja, das ist sogar gar nicht möglich.
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»Ein Buch der Liebe« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.11.2020 gesendet.
Die Bibel ist ein ganz schön kompliziertes Buch. In ihr stecken ganz viele Bücher, Gedichte, Briefe und andere Texte. Eigentlich ist es eine ganze kleine Bibliothek in einem Buch. Und trotzdem gehört alles zu einem großen Ganzen zusammen.
Manche Menschen lesen die Bibel von vorne nach hinten durch. Andere nehmen nur einzelne Sätze heraus. Manche bauen ihr ganzes Leben darauf auf, bei anderen verstaubt sie im Regal.
Vor etwa fünfhundert Jahren hat Martin Luther die Bibel ins Deutsche übersetzt. Er wollte, dass jeder Mensch sie lesen kann und versteht, was drinsteht. Für Luther war dabei eine Sache besonders wichtig: Jeder Mensch soll seinen Verstand einschalten, wenn er die Bibel liest.
In der Bibel gibt es Gesetze oder Gewohnheiten, die uns heute komisch vorkommen. Zum Beispiel, dass man seinen Bart nicht rasieren darf oder keine Kleidung aus zwei verschiedenen Stoffen anziehen darf.
Wenn ich meinen Verstand einschalte, wird für mich klar: Solche Einzelvorschriften sind für uns heute einfach nicht mehr wichtig. Aber eines zieht sich durch die ganze Bibel. Alle Bücher, Briefe oder Gedichte erzählen von der Liebe Gottes zu den Menschen. Das ist das Wichtige und hält die Bibel zusammen.
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»Fehler machen ist okay« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.11.2020 gesendet.
Manchmal ist es echt schwierig, sich an alle Regeln zu halten. Nachts an einer roten Ampel stehen zum Beispiel. Nirgendwo kommt ein Auto. Alles ist ruhig. Aber ich muss trotzdem stehen bleiben. Klar, das nervt. Aber ich denke, es ist trotzdem gut, dass es solche Regeln gibt. Wenn sich jeder selbst aussuchen dürfte, wann er sich an welche Regeln hält, hätten wir hier bald Chaos. Und wenn man eine Regel nicht beachtet und erwischt wird, bekommt man eine Strafe. Eine Verwarnung, eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe. Manche denken ja, bei Gott sei das genauso. Er würde auch jeden Regelübertritt bestrafen. So ist es aber nicht.
Bei Gott können wir auch mal richtig Mist bauen.
In der Bibel steht zum Beispiel die Geschichte von König David. Der hat einige Regeln gebrochen. Aber er hat gemerkt, dass das total dumm war. Es hat ihm leidgetan und er hat Gott um Vergebung gebeten. Und Gott hat gesehen, dass er es richtig ernst meint. Dass es ihm wirklich leidtut und er sich ändern will. Und er hat ihm verziehen. Er hat ihn nicht bestraft.
Mir macht diese Geschichte richtig Mut. Auch wenn ich Mist baue, werde ich von Gott nicht gleich verurteilt und bestraft. Es ist okay, Fehler zu machen. Gott verzeiht mir.
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»Ein echtes Wunder« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.09.2020 gesendet.
Zwei Fische und fünf Brote. Damit schafft es Jesus, mehrere Tausend Menschen satt zu machen. So wird es in der Bibel berichtet. Das ist eine meiner Lieblingsgeschichten.
Man kann die Geschichte so verstehen, dass Jesus das Essen irgendwie vermehrt hat. Er ist immerhin Gottes Sohn. Brot herzaubern ist für ihn eine Kleinigkeit.
Ich verstehe die Geschichte aber ein bisschen anders. Nahrung war für die Menschen damals sehr wertvoll. Sie hatten oft gerade mal so viel wie sie gebraucht haben. Oder sogar noch weniger. Die Menschen konnten nicht einfach in den Supermarkt gehen und das kaufen, worauf sie Lust hatten. Die Menschen mussten schwer dafür arbeiten.
Ich glaube die Geschichte von den Fischen und Broten erzählt davon, dass Jesus es mit seiner Liebe geschafft hat, dass die Menschen ihr Essen teilen. Dass sie in diesem Moment nicht nur an sich selber gedacht haben. Da ist es dann gar nicht so wichtig, wie viele Fische, Brote und Menschen es wirklich waren. Sie haben ihr Essen abgegeben, um es mit allen anderen Menschen dort zu teilen. Weil jeder ein bisschen was abgegeben hat, wurden am Ende alle Menschen satt. Und es war sogar noch was übrig. Das ist ein Wunder, das ich mir auch heute noch wünsche: Dass wir Menschen nicht nur nach uns selbst schauen, sondern das was wir haben mit anderen teilen. Ich glaube, wir würden merken, dass wir trotzdem noch genug haben.
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»Keine Sorge« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.09.2020 gesendet.
Der Schriftsteller Mark Twain soll mal gesagt haben: „Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen. Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten.“ Er sagt also: Es lohnt sich nicht, sich zu viele Sorgen zu machen. Meistens geht es ja doch gut.
Ich finde, er hat damit ziemlich recht. Klar, manchmal ist es natürlich gut, wenn man vorsichtig ist. Wenn ich nicht gerade jeden Blödsinn mache. Und manche Menschen haben ja auch ganz schlimme Sorgen. Was esse ich morgen? Verliere ich meine Arbeit?
Ich glaube, Mark Twain meint, dass ich mich von meinen Sorgen nicht zu sehr erdrücken lassen soll.
Das ist keine ganz neue Idee. Schon in der Bibel sagt Jesus: Schaut euch die Vögel an. Die leben einfach in den Tag hinein und machen sich keine Sorgen. Und trotzdem finden sie immer genug zu essen. Und wenn sich Gott um die kleinen Vögel kümmert, dann kümmert er sich garantiert auch um die Menschen. Deswegen braucht ihr euch keine Sorgen machen.
Ich glaube: Jesus möchte mir mit der Geschichte Hoffnung machen. Auch wenn ich manchmal Sorgen habe, sollen sie nicht mein ganzes Leben bestimmen. Ich kann darauf vertrauen, dass Gott mir hilft. Und mir hilft es, auf die positiven und schönen Dinge im Leben zu schauen.
Ob nun Mark Twain oder Jesus: Beide haben die gleiche Message: Ich soll mich von meinen kleinen Sorgen nicht zu sehr einengen lassen und kann auf eine gute Zukunft hoffen.
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»Fußspuren Gottes« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.09.2020 gesendet.
„Wie kannst du eigentlich an Gott glauben? Man kann ihn doch gar nicht sehen!“ Das hat mich vor Kurzem jemand gefragt. Er hatte recht. Ich kann Gott nicht sehen, wie ich eine andere Person sehen und anschauen kann. Aber ich kann Gottes Spuren sehen.
Zum Beispiel wenn ich einen wunderschönen rot-gelben Sonnenuntergang sehe. Oder wenn ich abends in den unendlich großen Sternenhimmel gucke. Oder wenn ich Musik höre, bei der ich Gänsehaut bekomme. Oder wenn ich richtig fest umarmt werde. Oder wenn ich sehe, wie ein kleines Kind so richtig von Herzen lacht. Oder wenn ich einen Regenbogen am Himmel sehe und versuche, jede Farbe einzeln genau anzuschauen.
Er war nicht überzeugt. Er meinte, das kann man alles physikalisch erklären und es hat nichts mit Gott zu tun. Für mich ist das okay. Er muss das nicht glauben. Er muss darin nicht Gottes Spuren sehen. Aber ich möchte nicht immer nur alles mit dem Verstand anschauen und erklären.
Manche Sachen auf der Welt kann ich einfach schön finden und genießen. Das sind für mich die Sachen, bei denen Gott seine Spuren hinterlässt.
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»Würde Jesus Maske tragen?« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.09.2020 gesendet.
Zurzeit trägt so gut wie jeder Mensch eine Maske. Normalerweise kommt das nur an Halloween oder Fasnet vor. Da verkleiden sich die Menschen zum Spaß. Im Moment ist das anders. Masken tragen ist etwas sehr Ernstes. Denn ich trage sie nicht für mich selbst, sondern um andere Menschen zu schützen. Je weniger Aerosole in der Luft sind, desto besser. Ich schütze andere davor, sich anzustecken. Manche Menschen wollen keine Maske tragen. Sie glaube, dass es eh nichts bringt, oder haben andere Gründe.
Ich hab mich gefragt, ob Jesus wohl eine Maske tragen würde. Ich habe dazu einen Vers in der Bibel gefunden. Dort sagt Jesus: „Alles, was ihr für einen anderen Menschen getan habt, das habt ihr für mich getan. Egal wie wenig es ist.“ Damit ist für mich die Lage eindeutig: Wenn es nur eine mini kleine Chance gibt, dass es jemand anderem hilft, dass ich eine Maske trage; dann ist es wichtig, sinnvoll und richtig. Deswegen bin ich mir ganz sicher: Jesus hätte eine Maske getragen.
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»Durchatmen« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.08.2020 gesendet.
Wenn ich in die Kirche gehe, dann tu ich das, um Gott nahe zu sein. Das heißt aber nicht, dass Gott in der Kirche wohnt. Ich glaube: Man kann Gott überall nahe sein. In der Natur, im Zug, beim Bibel lesen oder beim singen. Gott ist immer da. Ich kann ihm überall begegnen. Aber manchmal übersieht man ihn vielleicht auch.
Vor einigen Jahren hat mal ein Straßenmusiker in einer U-Bahn Geige gespielt. Viele Leute sind an ihm vorbeigelaufen. Kaum jemand hat ihm so richtig zugehört, die meisten waren auf dem Weg zur Arbeit und hatten keine Zeit. Das ganze war ein Experiment von einer Zeitung: Denn der Mann, der da gespielt hat, ist ein richtiger Profi-Musiker. Einer der besten Geigenspieler der Welt. Sein Instrument ist mehrere Millionen Dollar wert und er hat ein sauschweres Musikstück von Bach gespielt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ich das auch nicht gemerkt hätte. Wenn ich im Stress bin, habe ich keinen Nerv für so was. Deswegen gehe ich sonntags gerne in die Kirche. Dort kann ich einfach mal durchatmen, Pause machen und Gott Nahe sein. Da weiß ich dann, dass ich ihm begegne.
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»Kirche« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.08.2020 gesendet.
Eine Kirche ist kein Gebäude. Das sagt Jesus in der Bibel. Irgendwie komisch – denn ich kenne Kirchen doch eigentlich als großes Gebäude. Mit einem Kirchturm und wenn man reingeht, stehen da viele Kirchbänke. Jedes Dorf hat eine Kirche. Jeder weiß, wie eine Kirche aussieht. Jeder weiß, was eine Kirche ist.
Aber in der Bibel beschreibt Jesus die Kirche nicht als Gebäude. Sondern er sagt: Eine Kirche ist wie ein menschlicher Körper. Man hat Beine, Arme, Ohren, eine Nase und noch viel mehr. Jedes Teil kann etwas Besonderes. Jedes Teil kann etwas, was ein anderes Teil nicht kann. Und nur wenn alles zusammen funktioniert, ist die Kirche vollständig. Das heißt, die Kirche ist eine Gemeinschaft. Sie besteht aus vielen unterschiedlichen Teilen. Sie besteht aus den Menschen, die ihr angehören. Und die können nicht alle alles gleich gut. Der eine kann zum Beispiel gut zuhören und die andere kann gut helfen. Jeder und jede hat bestimmte Stärken. Und diese Stärken sollen wir für andere einsetzen. Und das gilt ja eigentlich für alle Menschen.
Die Kirche ist nicht einfach nur ein leeres Gebäude. Kirche ist die Gemeinschaft. Sie besteht aus unterschiedlichen Menschen, die alle etwas zur Kirche beitragen.
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