»Vergeben und vergessen« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.01.2020 gesendet.
In der Bibel stehen krasse Geschichten. Zum Beispiel die Geschichte von David. Er soll vor etwa 3000 Jahren gelebt haben und war zu der Zeit König. Bei seinen Leuten war er total beliebt. Er ist als Hirte aufgewachsen und soll voll gut ausgesehen haben. Er hat schöne Musik gemacht und konnte wohl auch ganz gut dichten. Also alles in allem ein echt cooler Typ.
Aber dann hat er etwas richtig Blödes gemacht. Er hat seine Nachbarin zu sich ins Schloss eingeladen und sie geschwängert. Dummerweise war sie verheiratet, ausgerechnet mit einem Soldaten. Also hat David dafür gesorgt, dass der in einer Schlacht stirbt und hat seine Nachbarin dann geheiratet.
Gott fand das nicht so cool. Irgendwie klar. Und das hat er David dann ziemlich deutlich gemacht. Da hat David erst so richtig kapiert, was er da eigentlich verbockt hat. Er hat nur an sich selber gedacht. Die anderen waren ihm völlig egal. Das hat David dann so richtig leid getan und er hat es total bereut. Und Gott? Der hat ihm verziehen. Sogar einhundertprozentig. Viele Jahre später sagt Got sogar zu Davids Nachfolger: Sei so wie David. Bei Gott gilt also wirklich: Vergeben und vergessen. Die Geschichte macht mir richtig Mut. Denn: das gilt ja dann auch für mich. Wenn ich was verbockt habe und es mir wirklich leid tut, dann verzeiht er mir das auch.
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»Religiös und intelligent« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.01.2020 gesendet.
Entweder man ist religiös oder man ist intelligent. Das habe ich neulich gelesen. Von einem Biologen, der nicht an Gott glaubt. Er findet Religion grundsätzlich schlecht und sagt eben: Entweder man ist religiös oder intelligent. Ich finde das ganz schön hart. Natürlich trifft es mich persönlich. Ich bin religiös und halte mich für einigermaßen intelligent. Aber ich finde er macht es sich da auch ganz schön einfach.
Es gibt viele Menschen, die noch viel intelligenter sind als ich und trotzdem an Gott glauben. Professorinnen, Künstler, Wissenschaftler. Natürlich gibt es auch dumme Leute, die an Gott glauben. Aber es gibt auch dumme Leute, die nicht an Gott glauben. Ob man an Gott glaubt oder nicht, hat für mich nichts mit Intelligenz zu tun. Ich glaube an Gott. Und ich merke, dass mir das gut tut. Für mich passt das. Ich vertraue darauf, dass er es gut mit mir meint. Ich kann alles was mich stresst bei ihm abgeben. Er lässt mich nicht im Stich. Das gibt mir Kraft und ich kann meistens locker bleiben.
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»Gott ist kein Puppenspieler« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.01.2020 gesendet.
Wie kann Gott das zulassen? Eine junge Frau liegt im Krankenhaus und wird wohl nicht überleben. Autounfall. Ein anderes Auto hat an einer unübersichtlichen Stelle überholt und ist frontal auf sie draufgefahren. Leider ist sie nicht die einzige. In den Nachrichten hört man immer wieder von schlimmen Dingen. Krankheiten, Krieg oder Terror. Oft trifft es die, die gar nichts dafürkönnen. Ich habe mich auch schon oft gefragt: Wie kann Gott so etwas zulassen? Das Problem ist nur: Es ist leider gar nicht so leicht, eine Antwort darauf zu finden. Vielleicht gibt es da ja aber auch gar keine Antwort drauf. Vielleicht ist es ja auch einfach okay sauer zu sein. Auf Gott. Ja, ich glaube, dass man auf Gott auch wütend sein kann. Und wenn ich so richtig sauer bin, dann will ich manchmal gar nichts von ihm hören. Und ich glaube: Für Gott ist das okay. Er hält das aus. Mit mir. Ich glaube, dass Gott nicht alles lenkt. Er bestimmt nicht jeden Schritt, den wir machen. Ich glaube, dass Gott manchmal auch sehr traurig ist, wenn etwas Schlimmes auf der Erde passiert. Aber wenn er alles für uns ändern und lenken würde, wären wir ja nur noch seine Marionetten. Gott ist kein Puppenspieler. Für mich ist er wie ein Freund, der mit mir leidet. Er ist für mich da, auch wenn ich nicht immer alles versteh.
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»Glaubst Du, oder glaubst Du?« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.12.2019 gesendet.
Glauben heißt nicht Wissen. Das ist ganz logisch. Wenn ich glaube, es ist noch Kuchen im Kühlschrank, dann bin ich mir halt nicht ganz sicher. Ich weiß es nicht genau. In der deutschen Sprache gibt es aber viele Wörter, die unterschiedliche Bedeutungen haben. Bank zum Beispiel. Ich kann in eine Bank reingehen oder mich auf eine Bank draufsetzen. Das gleiche Wort wird für zwei verschiedene Sachen benutzt. Glauben ist eben auch so ein Wort. Wenn ich also sage: „Ich glaube an Gott“ dann heißt das „Ich vertraue, dass Gott sich für mich interessiert und mich liebt“. Jesus hat sowas mal zu einer Frau gesagt: „Dein Glaube ist groß“. Die Frau hatte ihn gebeten ihre Tochter gesund zu machen. Sie hat Jesus fest zugetraut, dass er sowas kann. Glauben heißt also: Gott auch etwas zuzutrauen. Ihm zu vertrauen. Ich vertraue darauf, dass Gott mich liebt und mir zur Seite steht. Ja. Glauben heißt nicht wissen. Aber trotzdem spüre ich, dass da viel mehr ist.
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»Wie im Himmel« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.11.2019 gesendet.
Menschen haben unterschiedliche Vorstellung davon, wie es im Himmel aussieht.
Manche stellen sich vor, dass man dort vielleicht Menschen wiedertrifft, die schon vor langer Zeit gestorben sind. Andere stellen sich vor, dass man auf Wolken sitzt und überall Engel rumfliegen.
Manche stellen sich vor, dass es immer Sommer ist und alle Menschen gut gelaunt sind. Kurz gesagt: Im Himmel ist einfach alles perfekt. Danach sehnen sich viele Menschen. Vor allem, weil es hier auf der Erde anders aussieht.
Hier ist es manchmal auch ein bisschen düster. Es gibt viel Krieg und Streit, Hungersnot und Leid. Aber trotzdem ist Jesus in unsere Welt gekommen. Er ist nicht einfach im perfekten Himmel geblieben. Er ist auf die Erde gekommen und hat uns eine Möglichkeit gegeben, Gott kennenzulernen. Indem er von ihm erzählt hat.
Das macht mir Mut. Es gibt auch auf der Erde viele Momente, die so sind, wie ich mir den Himmel vorstelle. Wenn mir jemand verzeiht, wenn ich neue Freunde kennenlerne oder wenn ich einfach richtig glücklich bin. Das bedeutet für mich, dass ich nicht erst auf den Himmel warten muss. Ich kann auch hier auf der Erde schon ein bisschen Himmel erleben.
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»Gott vertrauen« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.11.2019 gesendet.
In der Bibel stehen ganz viele Geschichten von Menschen, die an Gott geglaubt haben. Es gibt eine Geschichte, bei der man ziemlich gut sehen kann, was das bedeutet. Diese Menschen sind Sklaven in Ägypten gewesen. Eines Tages sind sie dann geflohen. Sie waren schon ziemlich weit, da sind sie plötzlich vor einem großen See gestanden. Einer von ihnen hieß Mose, er hatte eine besondere Beziehung zu Gott. Gott hat ihm die Fähigkeit gegeben den See zu teilen. Er und seine Freunde konnten dann da durchlaufen und vor den Ägyptern fliehen. Die waren nämlich schon hinter ihnen her. Ich weiß nicht, ob es wirklich so passiert ist oder nicht, ich finde diese Geschichte aber so oder so richtig beeindruckend. Diese Menschen stehen vor dem See. Hinter ihnen ihre Verfolger, vor ihnen geht es nicht weiter. Plötzlich teilt sich das Wasser und es bildet sich eine Gasse zwischen riesigen Wasserwänden. Das Wasser steht meterhoch. Man sieht bestimmt ganz viele Fische, die da rumschwimmen. Die Menschen können sich nicht erklären, was da passiert. Aber sie vertrauen Gott so sehr, dass sie tatsächlich einfach durchlaufen. Sie vertrauen darauf, dass sie durch den See durchlaufen können ohne von den Wasserwänden erschlagen zu werden. Dieses Vertrauen finde ich ganz schön beeindruckend.
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»Der Uhrmacher« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.11.2019 gesendet.
Der menschliche Körper ist unglaublich beeindruckend. Ich hatte vor kurzem eine Ultraschalluntersuchung von meinem Herzen. Der Arzt hat mir genau erklärt, was man da alles erkennen kann. Wie schnell mein Blut fließt und wie groß mein Herz genau ist. Ich konnte die einzelnen Herzklappen sehen, wie sie auf und zu gegangen sind. Ich war ganz schön fasziniert davon.
Klar hab ich das im Bio Unterricht alles mal kennengelernt. Aber dann nochmal live zu sehen, wie das alles bei mir funktioniert war schon was Besonderes.
Ich habe mir danach auch die anderen Organe nochmal genauer angeschaut. Unser Körper ist wie eine riesige Maschine, die perfekt aufeinander abgestimmt ist. Vor über 200 Jahren hat ein englischer Pfarrer den menschlichen Körper mit einer Taschenuhr verglichen. Weil alles wie tausend kleine Zahnräder miteinander verbunden ist. Für ihn ist Gott der Uhrmacher. Ich finde das ein richtig schönes Bild.
Mein Körper funktioniert, weil alle Teile eine Aufgabe haben. Ich glaube, die Teile sind genau dort wo sie sein müssen, damit sie diese Aufgabe erfüllen. Das bedeutet es für mich, wenn ich sage: Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat.
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»richtig beten« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.11.2019 gesendet.
Auf der Straße hat mir neulich jemand ein Heft in die Hand gedrückt. Da drin standen ganz viele Informationen zu seiner Religion. Da war zum Beispiel auch eine Anleitung drin, wie man richtig betet.
Da wird behauptet: Zuerst muss man Gott ansprechen mit den Worten „Unser Vater im Himmel“. Dann soll man die Gefühle seines Herzens ausdrücken. Zum Schluss muss man das Gebet mit den Worten „Im Namen Jesu Christi Amen“ beenden.
Das ist einerseits ganz schön kompliziert und andererseits ganz schön streng. Für mich stimmt das nicht.
Es gibt nämlich unter Christinnen und Christen ganz viele Möglichkeiten zu Beten. Manche sagen am Anfang „Lieber Gott“ und sagen dann, was sie bewegt. Manche Menschen falten die Hände, andere halten die Hände in die Luft. Da kann man schon fragen, was jetzt eigentlich richtig ist und was nicht.
Ich persönlich glaube, es ist völlig egal. Das wichtige beim Beten ist für mich, dass ich mit Gott spreche. Ich kann mich bei ihm für etwas Schönes bedanken oder um etwas bitten. Ich darf mich bei ihm auch über Sachen aufregen oder einfach meine Gedanken in Worte fassen und ihm erzählen. Jeder Mensch darf das so machen, wie es für ihn passt.
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»100 Prozent Mensch« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.11.2019 gesendet.
Wenn ich gefragt werde, wer ich bin, dann sage ich meistens meinen Namen. Das ist ja auch das, was die Leute dann oft wissen wollen. Aber ich finde es auch sehr spannend, da mal ein bisschen mehr drüber nachzudenken.
Wer bin ich eigentlich? Ich bin ein Mann. Ich bin Student. Ich bin Tübinger. Ich bin Fußballfan. Ich bin ein Nachbar. Ich bin Christ. Es gibt so viele Dinge, die ich bin. Alles davon bin ich voll und ganz, aber nichts davon beschreibt mich wirklich komplett. Auf jeden Fall aber bin ich zu einhundert Prozent ein Mensch.
Ich merke, dass ich manchmal andere Menschen auf eine Sache reduziere. Der doofe Autofahrer, der mir die Vorfahrt nimmt oder die unhöfliche Verkäuferin. Ich mache mir dann schnell ein Bild von diesen Leuten und denke ich weiß voll Bescheid.
Dabei ist es bei diesen Menschen ja genau so. Vielleicht ist die Verkäuferin eine Mutter, die schlecht geschlafen hat und der Autofahrer ist vielleicht ein Arzt, der heute schon ein Menschenleben gerettet hat. Im Endeffekt ist es vielleicht völlig egal. Wir sind alle zu einhundert Prozent Menschen.
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»Wert-Voll« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.11.2019 gesendet.
Manche Menschen sind ganz schön „wertvoll“. Der Fußballspieler Neymar ist im Moment zweihundertzweiundzwanzig Millionen Euro wert. So viel hat ein Verein dafür bezahlt, dass Neymar bei ihm spielt. Der Schauspieler Tom Cruise ist aktuell etwa 600 Millionen Euro wert. Auf so viel wird zumindest sein Privatvermögen geschätzt. Der Gründer von Amazon gilt als der reichste Mensch der Welt und hat über einhundert Milliarden Euro. Diese Summen sind schon ganz schön krass.

Bei mir siehts da nicht so gut aus. Ich bin kein Hollywood Schauspieler und Fußballspielen wie Neymar kann ich auch nicht. Was bin ich dann eigentlich wert? Wenn ich dabei meinen Besitz oder mein nicht vorhandenes Vermögen, mit dem von anderen Menschen vergleiche, werde ich nicht wirklich glücklich. Ich finde aber auch nicht, dass Geld den Wert von Menschen bestimmen kann.

Als es mir mal schlecht ging, hat sich ein guter Freund mal extra einen Tag freigenommen und mich besucht. Wir haben den ganzen Tag geredet und Zeit miteinander verbracht. Das hat mir in dem Moment richtig gutgetan. An dem Tag war er für mich der wertvollste Mensch der ganzen Welt.
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