»Wie im Himmel« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.11.2019 gesendet.
Menschen haben unterschiedliche Vorstellung davon, wie es im Himmel aussieht.
Manche stellen sich vor, dass man dort vielleicht Menschen wiedertrifft, die schon vor langer Zeit gestorben sind. Andere stellen sich vor, dass man auf Wolken sitzt und überall Engel rumfliegen.
Manche stellen sich vor, dass es immer Sommer ist und alle Menschen gut gelaunt sind. Kurz gesagt: Im Himmel ist einfach alles perfekt. Danach sehnen sich viele Menschen. Vor allem, weil es hier auf der Erde anders aussieht.
Hier ist es manchmal auch ein bisschen düster. Es gibt viel Krieg und Streit, Hungersnot und Leid. Aber trotzdem ist Jesus in unsere Welt gekommen. Er ist nicht einfach im perfekten Himmel geblieben. Er ist auf die Erde gekommen und hat uns eine Möglichkeit gegeben, Gott kennenzulernen. Indem er von ihm erzählt hat.
Das macht mir Mut. Es gibt auch auf der Erde viele Momente, die so sind, wie ich mir den Himmel vorstelle. Wenn mir jemand verzeiht, wenn ich neue Freunde kennenlerne oder wenn ich einfach richtig glücklich bin. Das bedeutet für mich, dass ich nicht erst auf den Himmel warten muss. Ich kann auch hier auf der Erde schon ein bisschen Himmel erleben.
Auf Facebook teilen
»Gott vertrauen« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.11.2019 gesendet.
In der Bibel stehen ganz viele Geschichten von Menschen, die an Gott geglaubt haben. Es gibt eine Geschichte, bei der man ziemlich gut sehen kann, was das bedeutet. Diese Menschen sind Sklaven in Ägypten gewesen. Eines Tages sind sie dann geflohen. Sie waren schon ziemlich weit, da sind sie plötzlich vor einem großen See gestanden. Einer von ihnen hieß Mose, er hatte eine besondere Beziehung zu Gott. Gott hat ihm die Fähigkeit gegeben den See zu teilen. Er und seine Freunde konnten dann da durchlaufen und vor den Ägyptern fliehen. Die waren nämlich schon hinter ihnen her. Ich weiß nicht, ob es wirklich so passiert ist oder nicht, ich finde diese Geschichte aber so oder so richtig beeindruckend. Diese Menschen stehen vor dem See. Hinter ihnen ihre Verfolger, vor ihnen geht es nicht weiter. Plötzlich teilt sich das Wasser und es bildet sich eine Gasse zwischen riesigen Wasserwänden. Das Wasser steht meterhoch. Man sieht bestimmt ganz viele Fische, die da rumschwimmen. Die Menschen können sich nicht erklären, was da passiert. Aber sie vertrauen Gott so sehr, dass sie tatsächlich einfach durchlaufen. Sie vertrauen darauf, dass sie durch den See durchlaufen können ohne von den Wasserwänden erschlagen zu werden. Dieses Vertrauen finde ich ganz schön beeindruckend.
Auf Facebook teilen
»Der Uhrmacher« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.11.2019 gesendet.
Der menschliche Körper ist unglaublich beeindruckend. Ich hatte vor kurzem eine Ultraschalluntersuchung von meinem Herzen. Der Arzt hat mir genau erklärt, was man da alles erkennen kann. Wie schnell mein Blut fließt und wie groß mein Herz genau ist. Ich konnte die einzelnen Herzklappen sehen, wie sie auf und zu gegangen sind. Ich war ganz schön fasziniert davon.
Klar hab ich das im Bio Unterricht alles mal kennengelernt. Aber dann nochmal live zu sehen, wie das alles bei mir funktioniert war schon was Besonderes.
Ich habe mir danach auch die anderen Organe nochmal genauer angeschaut. Unser Körper ist wie eine riesige Maschine, die perfekt aufeinander abgestimmt ist. Vor über 200 Jahren hat ein englischer Pfarrer den menschlichen Körper mit einer Taschenuhr verglichen. Weil alles wie tausend kleine Zahnräder miteinander verbunden ist. Für ihn ist Gott der Uhrmacher. Ich finde das ein richtig schönes Bild.
Mein Körper funktioniert, weil alle Teile eine Aufgabe haben. Ich glaube, die Teile sind genau dort wo sie sein müssen, damit sie diese Aufgabe erfüllen. Das bedeutet es für mich, wenn ich sage: Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat.
Auf Facebook teilen
»richtig beten« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.11.2019 gesendet.
Auf der Straße hat mir neulich jemand ein Heft in die Hand gedrückt. Da drin standen ganz viele Informationen zu seiner Religion. Da war zum Beispiel auch eine Anleitung drin, wie man richtig betet.
Da wird behauptet: Zuerst muss man Gott ansprechen mit den Worten „Unser Vater im Himmel“. Dann soll man die Gefühle seines Herzens ausdrücken. Zum Schluss muss man das Gebet mit den Worten „Im Namen Jesu Christi Amen“ beenden.
Das ist einerseits ganz schön kompliziert und andererseits ganz schön streng. Für mich stimmt das nicht.
Es gibt nämlich unter Christinnen und Christen ganz viele Möglichkeiten zu Beten. Manche sagen am Anfang „Lieber Gott“ und sagen dann, was sie bewegt. Manche Menschen falten die Hände, andere halten die Hände in die Luft. Da kann man schon fragen, was jetzt eigentlich richtig ist und was nicht.
Ich persönlich glaube, es ist völlig egal. Das wichtige beim Beten ist für mich, dass ich mit Gott spreche. Ich kann mich bei ihm für etwas Schönes bedanken oder um etwas bitten. Ich darf mich bei ihm auch über Sachen aufregen oder einfach meine Gedanken in Worte fassen und ihm erzählen. Jeder Mensch darf das so machen, wie es für ihn passt.
Auf Facebook teilen
»100 Prozent Mensch« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.11.2019 gesendet.
Wenn ich gefragt werde, wer ich bin, dann sage ich meistens meinen Namen. Das ist ja auch das, was die Leute dann oft wissen wollen. Aber ich finde es auch sehr spannend, da mal ein bisschen mehr drüber nachzudenken.
Wer bin ich eigentlich? Ich bin ein Mann. Ich bin Student. Ich bin Tübinger. Ich bin Fußballfan. Ich bin ein Nachbar. Ich bin Christ. Es gibt so viele Dinge, die ich bin. Alles davon bin ich voll und ganz, aber nichts davon beschreibt mich wirklich komplett. Auf jeden Fall aber bin ich zu einhundert Prozent ein Mensch.
Ich merke, dass ich manchmal andere Menschen auf eine Sache reduziere. Der doofe Autofahrer, der mir die Vorfahrt nimmt oder die unhöfliche Verkäuferin. Ich mache mir dann schnell ein Bild von diesen Leuten und denke ich weiß voll Bescheid.
Dabei ist es bei diesen Menschen ja genau so. Vielleicht ist die Verkäuferin eine Mutter, die schlecht geschlafen hat und der Autofahrer ist vielleicht ein Arzt, der heute schon ein Menschenleben gerettet hat. Im Endeffekt ist es vielleicht völlig egal. Wir sind alle zu einhundert Prozent Menschen.
Auf Facebook teilen
»Wert-Voll« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.11.2019 gesendet.
Manche Menschen sind ganz schön „wertvoll“. Der Fußballspieler Neymar ist im Moment zweihundertzweiundzwanzig Millionen Euro wert. So viel hat ein Verein dafür bezahlt, dass Neymar bei ihm spielt. Der Schauspieler Tom Cruise ist aktuell etwa 600 Millionen Euro wert. Auf so viel wird zumindest sein Privatvermögen geschätzt. Der Gründer von Amazon gilt als der reichste Mensch der Welt und hat über einhundert Milliarden Euro. Diese Summen sind schon ganz schön krass.

Bei mir siehts da nicht so gut aus. Ich bin kein Hollywood Schauspieler und Fußballspielen wie Neymar kann ich auch nicht. Was bin ich dann eigentlich wert? Wenn ich dabei meinen Besitz oder mein nicht vorhandenes Vermögen, mit dem von anderen Menschen vergleiche, werde ich nicht wirklich glücklich. Ich finde aber auch nicht, dass Geld den Wert von Menschen bestimmen kann.

Als es mir mal schlecht ging, hat sich ein guter Freund mal extra einen Tag freigenommen und mich besucht. Wir haben den ganzen Tag geredet und Zeit miteinander verbracht. Das hat mir in dem Moment richtig gutgetan. An dem Tag war er für mich der wertvollste Mensch der ganzen Welt.
Auf Facebook teilen
»Mit allen Sinnen« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.11.2019 gesendet.
Manchmal fällt es mir ein bisschen schwer an Gott zu glauben. Vor allem, weil ich ihn nicht sehen kann. Ich habe mich vor kurzem Mal gefragt, wie das eigentlich für blinde Menschen ist. Sie sehen gar nichts und trotzdem wissen sie, dass die Welt um sie herum existiert.
Es zu sehen kann also nicht der einzige Beweis dafür sein, dass etwas existiert. Ich kann Gott nicht hören. So wie ich eine Hundepfeife nicht hören kann, aber wenn ich sie benutze, kommt mein Hund sofort angerannt. Also scheint doch ein Ton herauszukommen.
Ich kann Gott nicht schmecken. Ich kann aber auch nicht genau beschreiben, nach was Wasser schmeckt. Trotzdem gibt es Wasser das besser schmeckt als anderes Wasser.
Ich kann Gott nicht riechen. Für mich riechen aber auch alle Duschgels und Parfüms gleich.
Es gibt ganz viel auf der Welt was ich nicht sehen, hören oder schmecken kann. Das macht es mir nicht unbedingt leichter an Gott zu glauben. Aber ich merke, dass es einfach Dinge gibt, die ich mit meinen Sinnen nicht einfach wahrnehmen kann, obwohl sie da sind. Und ich vertraue darauf, dass es bei Gott auch so ist.
Auf Facebook teilen
»Jetzt erst recht« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.09.2019 gesendet.
„Die Kirche hat komplett versagt“. Das hat mir vor kurzem eine Frau gesagt. Sie ist aus der Kirche ausgetreten und war auch richtig sauer mit allem. Und weil die Kirche komplett versagt hat, will sie diesen Verein nicht mehr unterstützen. Ich kann das absolut verstehen und ich finde sie hat teilweise auch Recht. Die Kirche hat an ganz vielen Punkten versagt. Zum Beispiel dürfen in Württemberg homosexuelle Paare in der Kirche nicht heiraten. Auch beim Thema Missbrauch tut die Kirche in meinen Augen viel zu wenig um zur Aufklärung und Verhinderung beizutragen. Auch die Evangelische. Ich glaube aber, wenn ich der Kirche den Rücken zukehren würde, wäre ich halt auch nicht besser. Die Kirche besteht auch nur aus Menschen. Und wenn alle Leute von der Kirche weggehen, die sich gegen Diskriminierung wehren und über die schlechten Zustände aufregen, dann bleiben am Ende nur die Idioten zurück. Dann bleiben diejenigen zurück, die für das Versagen verantwortlich sind. Und sie bekommen Recht, es gibt ja niemanden, der sich noch wehrt. Sie können einfach immer weitermachen.
Ja, die Kirche hat versagt. Und deswegen engagier ich mich. Gegen das ganze Unrecht und die Diskriminierung. Jetzt erst Recht.
Auf Facebook teilen
»Bibel in einem Satz« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.09.2019 gesendet.
Manche Menschen kennen sich richtig gut in der Bibel aus. Sie wissen genau, wo was steht und haben zu jedem Thema sofort den passenden Bibelvers. Manchmal begründen sie auch ihre Argumentation direkt mit einem Zitat. Manche von ihnen denken, dass sie die besseren Christen sind. Ich kann das alles nicht. Ich kenne zwar die wichtigsten Geschichten in der Bibel und auch ihren groben Aufbau. Aber ganz genau jedes einzelne Wort kenne ich nicht. Ich glaube aber auch, dass das gar nicht so wichtig ist. Man muss die einzelnen Verse immer in ihrem Zusammenhang sehen. Und wenn man die Bibel in einem Satz zusammenfassen will dann würde ich sagen: In der Bibel steht, dass Gott uns Menschen liebt. Das steht natürlich nicht in jedem einzelnen Satz. So ein Buch wäre ja auf Dauer auch langweilig. Aber ich glaube, man muss das bei jedem Satz, den man liest, mitdenken. Es geht nicht um irgendwelche Details oder um einzelne genaue Wörter. Ich glaube, man kann mit einzelnen Sätzen auch keine Diskussion gewinnen. Es geht darum, dass Gott den Menschen sagen will, dass er uns liebt. So muss man jeden Satz lesen. Alles andere ist Nebensache.
Auf Facebook teilen
»Marke: Christ« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.09.2019 gesendet.
Ein Freund von mir hatte neulich ein T-Shirt an, auf dem stand groß „Ich bin Christ.“ Ich fand das bisschen übertrieben und wir haben uns dann drüber unterhalten. Ich meinte, man muss das den Leuten ja nicht ganz so extrem auf die Nase binden. Als ich das gesagt hatte, ist mir aufgefallen, was ich selbst für ein T-Shirt anhatte. Es war ein T-Shirt von meinem Lieblings-Fussball-Verein. Der Freund hat dann gefragt, warum ich das den Leuten so direkt zeige. Für mich ist das ganz klar. Ich mag den Verein halt. Die spielen guten Fußball und das unterstütze ich und außerdem habe ich in dem Ort mal gewohnt. Und dazu stehe ich auch und ziehe das T-Shirt gerne auf der Straße an. Beim Fußballverein fällt mir das leicht. Auf vielen T-Shirts ist irgendwas drauf. Ein Bild, ein Spruch oder einfach nur ein Markenlogo. Das ist irgendwie normal. Aber seinen Glauben auf dem T-Shirt tragen. Das ist irgendwie komisch, hab ich zumindest gedacht. Dabei gehört mein Glaube viel mehr zu mir als die Marke von meinem T-Shirt. Mein Glaube ist das, was mich ausmacht. Seit diesem Gespräch achte ich viel mehr darauf, was auf meinen Klamotten so drauf steht. Und wenn ich irgendwann mal ein schönes T-Shirt finde, auf dem „Ich bin Christ“ steht, dann kauf ich es mir wahrscheinlich auch.
Auf Facebook teilen