»Organspenden« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.08.2019 gesendet.
Der Gesundheitsminister fordert gerade ein neues Gesetz. Er will, dass es in Deutschland mehr Organspenden gibt, und deswegen soll jeder Deutsche in Zukunft erstmal automatisch Organspender sein, solange bis er ausdrücklich widerspricht.
Klar, es ist ein Unterschied, ob ich zum Beispiel eine Niere spende solange ich lebe, oder ob ich auch dazu bereit bin, nach dem Tod mein Herz oder meine Lunge zum Beispiel zu spenden.
Und egal ob ich jetzt mich da dafür oder dagegen entscheide, ich muss mir über die möglichen Konsequenzen klar sein. Die positiven und die negativen. Für die, die auf ein Spenderorgan warten geht es schließlich um Leben und Tod.
Ich habe mir da auch schon viel Gedanken dazu gemacht, ob ich das will – Organspender sein. Und ich habe mich auch schon mal bewusst dagegen entschieden. Im Moment zweifle ich aber an der Entscheidung und denke wieder neu darüber nach.
Für mich als Christ gibt es da zwei Argumente: ich kann sagen, ja, als Zeichen der Nächstenliebe und um das Leben von anderen zu retten, da mache ich das.
Ich kann aber auch sagen, nein, ich habe da Bedenken. Mir ist das nicht einfach total egal, was mit mir beziehungsweise mit meinem Körper passiert, wenn ich tot bin.
Das ist eine schwierige Entscheidung. Und noch habe ich sie nicht wieder getroffen.
Aber egal ob mich jetzt ein Gesetz zwingt oder nicht: Ich finde es wichtig, dass ich mir da Gedanken darüber mache und auch eine Entscheidung treffe.
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»Tolle Natur« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.08.2019 gesendet.
Die Tage werden ja gerade schon wieder kürzer, aber trotzdem ist es draußen immer noch relativ lange hell. Und deswegen bin ich auch viel draußen unterwegs. Spazieren gehen, an den See oder einfach mal in den Garten setzen. Im Sommer bin ich viel mehr draußen als drin in meiner Wohnung.
Die Natur da draußen habe ich immer als das normalste der Welt einfach so mitgenommen. Aber jetzt habe ich mal darauf geachtet, was es da eigentlich alles für Tiere und Pflanzen so sind: Bienen, Käfer, die verschiedenen Vögel oder auch die Fische und alles, was so im Wasser lebt.
Da hab ich mir gedacht: krass! Das kriege ich so im normalen Alltag überhaupt nicht mit, was da um mich rum passiert und wie toll das eigentlich auch ist.
Als Christ glaube ich daran, dass Gott das alles Geschaffen hat. Ich als Mensch bin hier nicht allein und nicht alles. Es gibt da auch noch was anderes.
Und deswegen habe ich mir jetzt vorgenommen: Ich will die Natur um mich rum mal bewusster wahrnehmen.
Und wenn ich sie mehr wahrnehme, kann ich sie auch mehr wertschätzen.
Ich kann zum Beispiel öfters mal das Fahrrad nehmen und nicht so oft das Auto. Oder nicht so viel fliegen, sondern lieber mit dem Zug fahren. Vor allem bei kürzeren Strecken im Inland zum Beispiel.
Mir geht es besser, wenn ich auf die Natur um mich rum achte, auch anderen Lebewesen ihren Raum gebe und mich darüber freuen kann, dass es sie gibt.
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»Freunde und Religion« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.06.2019 gesendet.
Letztens hat mich ein Freund gefragt, warum mir eigentlich Religion so wichtig ist.
Ich habe erst einmal ein bisschen überlegen müssen. Im Moment gibt es ja mehr negative Schlagzeilen über Religion: wenn Leute im Namen von Religion andere umbringen oder wenn Religion zu einem Ort wird, in dem Seelsorger Kinder missbrauchen.
Aber ich habe eine Antwort gefunden, warum mir Religion wichtig ist und warum ich sie gut finde:
Ich habe viele gute Erfahrungen gemacht mit Religion. Sie hat mir schon oft Kraft gegeben: bei wichtigen Prüfungen oder Problemen mit der Familie oder Freunden.
Oder noch was anderes ist mir wichtig. Ich kann mich in kirchlichen Gruppen einbringen und für andere da sein. Das können Jugendgruppen sein, die Betreuung von älteren Menschen und so weiter. Die Kinder auf der Sommerfreizeit, die haben sich jedes Jahr gefreut, wenn wir unterwegs waren.

Genau das finde ich das Tolle an Religion und Kirche. Menschen können füreinander da sein. Und das erzähle ich auch gerne weiter. Ich finde einfach, dass Religion nicht nur ins stille Kämmerlein gehört. Dass ich mich da verstecke und leise vor mich hin bete.

Und deswegen ist mir Religion so wichtig, weil ich eben auch sehe, was sie alles Gutes tun kann.
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»Schutzengel« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.06.2019 gesendet.
In meinem Auto hängt am Armaturenbrett eine kleine Schutzengel-Figur.

Ich finde das schön, mir ist die kleine Figur wichtig. Zum einen, weil sie mir meine Oma geschenkt hat, aber nicht nur deswegen habe ich sie im Auto dabei.
Die kleine Figur gibt mir einfach das Gefühl, dass ich im Straßenverkehr sicher unterwegs bin.

Ich glaube jetzt nicht, dass mir deswegen gar nichts passieren kann und ich einfach voll drauf los brettern kann ohne Rücksicht auf Verluste. Das nicht. Das wäre in meinen Augen Aberglaube.
Aber ich weiß was im Straßenverkehr alles passieren kann. Millionen Blechschäden jedes Jahr und immer wieder auch tödliche Unfälle.

Wenn ich im Auto unterwegs bin und den Schutzengel da so baumeln sehen, dann erinnert der mich da dran was alles passieren kann. Und er macht mir damit einfach klar: pass auf dich und auf alle anderen um dich rum auf der Straße auf!
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»Weltelterntag« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.06.2019 gesendet.
Heute ist Weltelterntag. Ne, nicht Muttertag, nicht Vatertag, sondern Elterntag; ein Tag für beide zusammen.
Und der ist sogar offiziell von den Vereinten Nationen ausgerufen worden um die Eltern für ihre Arbeit wertzuschätzen. Aber es weiß fast keiner, dass es den Tag gibt.

Aber genau deswegen gefällt mir der Tag so! Ich verschenke keine emotionsüberladenen Geschenke oder richte ein riesiges Frühstücksbuffet her wie am Muttertag, und es gibt auch keine Bollerwagentouren mit viel Bier wie am Vatertag.
Ich denke heute einfach daran wie wichtig meine Eltern für mich sind. Egal ob jetzt früher als Kind oder vielleicht auch heute noch.

Und ja klar, es gibt auch immer mal wieder Streit. Gerade mit den Eltern streite ich mich mal gerne.
Aber gerade dann will ich daran denken, was meine Eltern für mich gemacht haben:
Sie haben mir Fahrradfahren beigebracht, wir waren zusammen im Urlaub, sie haben in der Schule geholfen und auch in der Uni, immer wenn es halt grade nötig war. Und auch heute ist das noch so, dass sie für mich da sind wenn ich sie brauche.
Heute denke ich an all das, was ich ihnen zu verdanken habe und ich bin dankbar sie zu haben.
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»Europawahl« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.05.2019 gesendet.
Bald sind Europawahlen. Ich finde das wichtig. Warum? Ganz einfach: Die EU ist ein Friedensprojekt. Wie war es denn, bevor des die EU gegeben hat? In Europa gab es dauernd Kriege: Der 30-jährige Krieg, der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg. Und das sind jetzt nur die, die mir so spontan einfallen. Und jetzt? Haben wir seit über 70 Jahren Frieden zwischen Ländern, die früher bittere Feinde waren. Die Zusammenarbeit zwischen den Ländern wurde immer enger: Auf wirtschaftlicher Ebene, in der Politik und in der Gesellschaft.
Ich war zum Beispiel schon in der Grundschule zu einem Austausch in Frankreich. Vor 70 Jahren war das undenkbar!
Aber nicht nur deswegen ist mir Europa wichtig, sondern auch weil ich Christ bin. Christsein heißt für mich nämlich auch, sich für Frieden einzusetzen: Auf Gemeinsamkeiten zu schauen und nicht auf Unterschiede. Genau so wie es in den letzten 70 ahren in Europa geklappt hat. Und das Europaparlament ist ein wichtiger Teil in diesem Europa. Und deswegen ist mir auch die Wahl so wichtig.
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»Kirchenglocken« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.03.2019 gesendet.
Seit kurzem wohne ich neben einer Kirche. Und jetzt höre ich ständig die Kirchenglocken läuten. Viermal in der Stunde schlägt es die aktuelle Uhrzeit und wenn Gottesdienst ist, höre ich immer wieder auch das volle Geläut, alle Glocken auf einmal.
Das kann ganz schön laut sein. Und es kommt ja immer wieder vor, dass sich Nachbarn von Kirchen über den Lärm der Glocken beschweren.
Zugegeben, nachts wollte ich das auch nicht, aber tagsüber finde ich das toll. Wenn mich die Glocken beim Mittagessen oder Wohnung saugen überraschen, dann setze ich mich auch einfach mal hin und höre den Glocken ein paar Minuten zu. So kann ich den Stress und die Hektik mal kurz hinter mir lassen und entspannen.
Einfach mal eine kurze Pause zu machen und nichts zu tun außer den Glocken zuzuhören: das gibt mir Kraft. Einfach eine kurze Unterbrechung im Alltag.
Ich erinnere mich dann daran, dass Gott für mich da ist. Dass er mir Rückhalt gibt, egal ob ich gerade am Schreibtisch sitze, koche oder vor dem Fernseher sitze. Mir gefällt das.
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»Fasten« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.03.2019 gesendet.
Es ist wieder Fastenzeit und wie jedes Jahr stelle ich mir die Frage: soll ich fasten, oder nicht?
In den letzten Jahren habe ich es mir immer vorgenommen. Kein Fast-Food, keine Schokolade, sondern 40 Tage rundum gesunde Ernährung. Geklappt hat es nie.
Also heißt die Devise für dieses Jahr: es endlich mal durchziehen mit dem Fasten.
Nein! Ich habe mir was anderes überlegt. Denn warum sollte es dieses Jahr klappen? Ich kenn mich ja.
Dieses Jahr sage ich: ja es ist Fastenzeit, aber ohne mich. Und trotzdem ist mir etwas ganz bewusst geworden:
Beim Fasten geht es ja um Verzicht. Und darum, den eigenen Glauben bewusster zu leben. Das heißt für mich vor allem aber auch, dass ich ehrlich bin.
„Du sollst nicht lügen“ heißt auch, ehrlich zu sich selbst sein.
Und wie sagt man so schön: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
Mir ist klar, dass ich es nicht schaffe, einfach mal so zu fasten. Ich finde das nicht gut, aber ich stehe dazu.
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»Zeitlos« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.03.2019 gesendet.
In ein paar Wochen wird es wieder Frühling. Noch sind wir aber mitten im Winter und draußen ist es manchmal auch noch ziemlich kalt. Ich finde das ist irgendwie gerade eine seltsame Zeit. Ich hänge so zwischen Weihnachten – was schon wieder ewig her ist – und dem nächsten Sommer, dem nächsten großen Urlaub, bis zu dem es aber auch noch ein bisschen dauert.
Aber trotzdem gefällt mir diese Zeit.
Vielleicht auch gerade deswegen: Ich habe nicht so ein vollgepacktes Familienprogramm und habe keinen Druck noch schnell Sachen erledigen zu müssen, bevor es in Urlaub geht.
Ich kann mich endlich um Sachen kümmern, die lange liegen geblieben sind. Ich repariere in meiner Wohnung Sachen, die schon lange darauf warten und so weiter.
Alles Sachen die ja eigentlich nicht so Spaß machen. Aber mir geht es trotzdem gut damit. Ich merke da einfach, dass ich auch den Mut habe sowas anzupacken. Meine Lebenszeit steht also insgesamt unter Gottes Segen: die spektakulären Tage, aber auch die anderen, eher langweiligeren Tage.
Ich weiß, dass ich in der Welt immer gut aufgehoben bin.
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»Offene Kirchen« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.01.2019 gesendet.
Bei mir in der Stadt gibt es Klamottenläden, Imbisse, Kneipen usw. Und wenn ich einkaufen bin, dann renne ich da vom einen Laden in den anderen, um so schnell wie möglich alles zu erledigen.

Manchmal, wenn ich in die Stadt gehe und einkaufe, dann gehe ich aber auch mal in eine Kirche. Und nicht weil ich sie mir anschauen will, wie viele Touristen. Ich gehe rein und lasse den Trubel hinter mir. Ich setze mich in eine Bank und komme zu Ruhe. Ich lasse mich darauf ein, dass Gott mir mitten im Alltagstrubel die Möglichkeit für eine Pause gibt. Mal zwei, drei Minuten lang, mal auch eine halbe Stunde. Ich genieße die Stille und manchmal bete ich auch.
Viele Kirchen sind für solche Momente der Stille immer offen. Und für mich ist das wie eine Einladung, die ich gerne annehme. Als Christ fühle ich mich da gut aufgehoben und weiß in diesem Moment, dass auch mitten in der Stadt, im größten Einkaufstrubel, Gott für mich da ist.
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