»Kalt und Dunkel« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.12.2018 gesendet.
Es ist draußen wieder ganz schön kalt und ziemlich lange dunkel. Viele nervt das. Mich auch. Ich habe mich im Sommer fast jeden Abend mit meinen Freunden irgendwo auf ein Bierchen getroffen. Das geht jetzt nicht.
Stattdessen rein ins Haus, Heizung an, und in der Decke einmummeln. Dabei kann das doch auch schön sein. Und wenn es draußen dunkel und kalt ist kann ich Freunde und Nachbarn nach Hause einladen. Statt gegrilltem gibt es dann eben Fondue und statt der Bierbank macht man es sich auf dem Sofa bequem. Hat doch auch was.
Ich fange nicht an rumzunörgeln und mich aufzuregen wie blöd das jetzt alles ist.
Nein, ich freue mich über alle Jahreszeiten und mache aus jeder das Beste. Und jetzt mache ich es mir eben drin in meiner Wohnung gemütlich, schaue mal einen Film an oder lese ein gutes Buch. Und dann sind doch auch die kälteren und dunkleren Tage im Jahr einfach super.
Und das ist ja nicht nur bei den Jahreszeiten so. Es gibt immer Tage an denen es mir besser oder schlechter geht. Aber ich habe die Wahl was ich draus mache.
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»Mein neues Handy« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.09.2018 gesendet.
Mein Handy gibt so langsam den Geist auf und ich will mir ein neues kaufen. Ich weiß auch schon welches ich haben will, ich habe nur keine Ahnung was ich mit dem alten Handy machen soll.
Wohin also damit? In so einem Handy sind ja viele wertvolle Rohstoffe die man noch verwenden kann, sogar ein bisschen Gold und Silber. Oder Coltan. Ein Mineral, das man für jedes Smartphone braucht.
Das gibt es aber nur sehr selten und ist deswegen hart umkämpft. Und um Coltan zu gewinnen müssen im Kongo und anderswo viele Menschen hart arbeiten. Das will ich dann nicht einfach wegwerfen.

Ein paar Organisationen haben die Idee entwickelt dass ich mein Handy bei ihnen abgeben kann. Die bauen das dann auseinander und recyceln die Rohstoffe. Dann können die nochmal für Handys verwendet werden.
Die Idee finde ich eigentlich ziemlich gut. Ich will die Welt in der ich lebe nicht ausnutzen. Und als Christ denke ich da auch an Gott, der uns Menschen die Erde anvertraut hat, um sie zu behüten und gut auf sie aufzupassen.

Für mich heißt das: Verantwortung übernehmen. Für meine Mitmenschen die hart für mein Handy arbeiten und für die Umwelt. Und deswegen gebe ich mein altes Handy ab und die Rohstoffe können weiterverarbeitet werden.
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»Einsamkeit« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.09.2018 gesendet.
Ich habe mal ein Praktikum in einem Altersheim gemacht. Da war eine Frau die wollte nie, dass ich gehe wenn ich sie besuche. Sie hat nämlich sonst keinen Besuch bekommen, sie war einsam.
Vielen älteren Leuten geht es so. Sie sitzen die ganze Zeit vorm Fernseher, es kommt keiner zu Besuch, außer vielleicht der Pflegerin die das Essen vorbeibringt.
Mir hat das leid getan. Ich finde die Vorstellung furchtbar selbst mal so alleine zu sein. Deswegen will ich das irgendwie verhindern. Aber wie?
Ich kann Freunde treffen, ich kann in einer Band mitspielen oder Sport im Verein machen. Da habe ich immer Leute um mich rum und bin eben nicht allein. Und mit manchen treffe ich mich auch darüber hinaus.
Vielleicht kann ich mich in 50 Jahren ja auch noch mit denselben Leuten treffen. Oder ich lerne noch neue Leute kennen.
Auf jeden Fall will ich heute schon versuchen die Kontakte die ich habe auch für längere Zeit zu halten. Ich warte nicht bis die anderen sich bei mir melden, sondern mache selbst was, dass wir Freunde bleiben. Anrufen, hingehen und sich treffen. Und dann bin ich vielleicht auch nicht allein, wenn ich selbst mal alt bin.
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»Frieden« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.09.2018 gesendet.
Frieden - ein großes Wort. Und mir ist Frieden wichtig. Gerade wenn ich Bilder von Krieg und Zerstörung sehe, wie zum Beispiel in Syrien, bin ich froh, dass ich hier in Frieden leben kann. Ich mache mir aber Sorgen um den Frieden.

Deswegen habe ich mich gefragt: was kann ich dann dafür tun, dass es Frieden gibt? Anregungen gibt mir da mein Glaube. Zum Beispiel heißt es in der Bibel: „Meide das Böse, tu das Gute. Suche Frieden und jage ihm nach“.
Dem Frieden nachjagen: Ich will ihn nie aus den Augen verlieren, also das Ziel Frieden zu schaffen nicht irgendwann ernüchtert aufgeben. Das ist der erste Schritt.
Dazu muss ich aber das Böse meiden: Also andere nicht verletzen, ihnen keinen Schaden zufügen.
Und als letztes Gutes tun: Ich will für andere da sein, denen es nicht so gut geht. Leuten die Fehler machen verzeihen und nicht ewig nachtragend sein.

Das ist mein kleiner Beitrag für eine friedliche Welt.
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»Der Bettler« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.06.2018 gesendet.
Fast jeden Tag sehe ich auf dem Weg zur Straßenbahn einen Mann. Der sitzt da mit seinem Hund, redet mit Passanten die stehen bleiben, grüßt sogar freundlich wenn ich vorbeikomme – und er bettelt um Geld.
Ich habe ihm noch nie was gegeben, weil ich immer denke, was macht er damit, braucht er das wirklich? Er könnte ja auch Alkoholiker sein.
Der Papst hat mal gesagt, man soll Bettlern auch Geld für Alkohol geben und sie dafür nicht verurteilen.

Ich glaube dem Papst geht es gar nicht darum, ob Bettler Alkohol trinken, sondern darum wie ich über andere urteile. Jesus hat nämlich gesagt, dass wir von Gott so beurteilt werden, wie wir andere beurteilen.
Für mich heißt das: den Bettler am Straßenrand nicht gleich als Alkoholiker abstempeln und auch nicht einfach weiterlaufen. Sondern mal hingehen, mit ihm reden und ihm dann vielleicht auch mal was geben.

Ich will einfach andere so behandeln wie ich selbst von Gott und von anderen Menschen behandelt werden möchte und nicht gleich vorschnell über sie urteilen.
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»Radfahrer auf der Autobahn« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.06.2018 gesendet.
Immer wieder höre ich Warnungen über Fahrradfahrer auf der Autobahn.
Mein erster Gedanke ist dann immer, was sind das wieder für Vollidioten, die mit dem Fahrrad auf der Autobahn rumfahren?! Zum Glück hab ich noch nie wirklich einen Fahrradfahrer auf der Autobahn gesehen.
Vor kurzen ist das wieder passiert: Ein Radfahrer auf der Autobahn. Und dann hat sich rausgestellt: der Mann ist 75 Jahre alt und demenzkrank. Er kann also gar nichts und dazu und hat überhaupt nicht kapiert, was er da gerade macht.
Mein Vorurteil stimmt also überhaupt nicht. Und sowas kann ja öfters passieren. Wenn ein Kollege zu spät kommt denke ich: Bestimmt mal wieder verpennt. Bei einem habe ich später aber erfahren, dass er einen Unfall gehabt hat. Da habe ich gemerkt, jede Vermutung ist einfach erst mal eine Vermutung.

Und genauso ist es halt auch mit dem Radfahrer auf der Autobahn. Es kann eben einfach immer mehrere Gründe geben, warum jemand Mist baut. Und wenn ich mich nächstes mal wieder über so jemanden aufrege, dann versuche ich erst mal zu denken, dass es bestimmt einen nachvollziehbaren Grund dafür gibt, warum sich jemand so verhält.
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»Murphy's Gesetz« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.05.2018 gesendet.
Murphys Gesetz – alles kann passieren!
So steht es auf meinem Tischkalender im Büro. Aber was heißt das eigentlich? Alles kann passieren? Der Satz stammt vom amerikanischen Ingenieur Edward Murphy.
Und er meint damit, dass wenn Menschen mit Maschinen zusammen arbeiten, einfach alles passieren kann. Viel Gutes, Frieden und Wohlstand zum Beispiel. Aber auch viel Schlechtes: große Stromausfälle die das öffentliche Leben lahmlegen oder sogar Streit und Krieg.
Und Murphy meint nicht nur, dass das alles passieren kann, sondern dass das Schlechte immer auch kommen wird. Ziemlich pessimistisch.
Ob das stimmt weiß ich nicht. Als Christ gebe ich aber die Hoffnung nicht auf, dass alles gut werden kann. Vielleicht ist das naiv, mir hilft es dabei, auch in schwierigen Situationen optimistisch zu bleiben und nicht das Schlimmste zu fürchten. Meine Devise ist eher: „Fürchtet euch nicht“.
Es gibt ja auch genug Beispiele dafür. Zum Beispiel als Jesus mit seinen Jüngern auf dem See unterwegs ist und plötzlich ein Sturm aufzieht bekommen sie alle Angst. Jesus bändigt den Sturm und sagt zu seinen Jüngern: Warum fürchtet ihr euch? Habt ihr keinen Glauben?
Sich nicht zu fürchten, setzt Vertrauen voraus. Und mit dem Vertrauen ist das eben so eine Sache, weil ich es ja im Voraus geben muss. Und dann weiß ich noch nicht, ob es gut geht. Aber ich weiß, dass ich Probleme leichter lösen kann, wenn ich mir vorstelle, dass alles gut wird.
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»Urlaub« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.05.2018 gesendet.
Im Moment bin ich gerade so am schauen wo es im Sommerurlaub hingehen könnte. Und wahrscheinlich werde ich wieder fliegen. Auch wenn das für die Umwelt nicht so gut ist. Kein anderes Verkehrsmittel stößt so viel klimaschädliches CO2 aus wie ein Flugzeug.
Viele Fluglinien bieten deswegen inzwischen einen CO2-Ausgleich an. Man zahlt einfach ein bisschen mehr als den normalen Ticketpreis, und von dem Geld werden dann ökologische Projekte finanziert.
Auch kirchliche Gruppen unterstützen solche Projekte. Für Christen ist die Umwelt nämlich die Schöpfung Gottes, auf die wir alle aufpassen müssen. Trotzdem hat der Papst solche Aktionen vor kurzem kritisiert. „Heuchelei“ sei das Ganze, hat er gesagt.
Ich zahle einfach ein bisschen mehr, irgendwo wird dafür ein Baum gepflanzt und schon ist der Flug nicht mehr so schlimm. Die Unternehmen verkaufen sozusagen einen Freifahrtschein für ein gutes Gewissen, obwohl der Flug der Umwelt schadet.
Es gibt aber auch klimafreundlichen Urlaub. Weil gar kein Urlaub ist ja auch keine Lösung. Und ich kenne Leute, die nehmen das wirklich ernst. Die machen lieber eine lange Radtour oder Urlaub in der Nähe.
Für die Umwelt ist das auf jeden Fall besser und erholen kann man sich auch.
Da muss ich nochmal drüber nachdenken, was ich jetzt mache.
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»Wetter« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.04.2018 gesendet.
Letzte Woche hab ich noch gesagt „was eine Hitze, das hält ja kein Mensch aus“. Und diese Woche denke ich „oh Mann dieser Regen, hört das denn nie auf?“

Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich mich über das Wetter ärgere. Aber die Natur braucht eben beides: Sonne und Regen. Da hat sich der da oben schon was dabei gedacht. Ohne Regen würden Felder und Pflanzen vertrocknen und wir hätten dann auch nichts mehr zu essen. Und ohne Sonne wäre es dunkel und kalt. So schlimm ist das mit dem Wetter also gar nicht. Gottes Schöpfung ist eben vielseitig – auch beim Wetter.

Für die nächste Hitzewelle, die nächsten Regentage oder einen unerwartet heftigen Wintereinbruch habe ich mir deswegen vorgenommen, auch mal die andere Seite zu sehen: nicht aufregen, sondern freuen!

Wir können im Sommer direkt vor unserer Haustür im See baden und im Winter Schlitten fahren. Für jeden was dabei. Ist doch super!

Und vielleicht klappt das mit dem nicht aufregen ja nicht nur beim Wetter, sondern auch bei anderen Dingen, über die ich mich sonst so aufrege.
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»Grippe« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.04.2018 gesendet.
Am Montag gehe ich arbeiten und danach noch zum Sport. Am Dienstag mache ich früher Feierabend weil ich noch zum Essen eingeladen bin. Am Mittwoch arbeite ich dafür etwas länger.
Jeden Tag ist irgendwas und damit das alles klappt, plane ich das vorher. Im Büro Termine abarbeiten nach Terminplan, Sport am Feierabend nach Trainingsplan.
Jetzt war ich vor kurzem aber krank. Von heute auf morgen sind alle Pläne völlig durcheinander geraten, was mich ziemlich geärgert hat. Ich habe die Pläne ja nicht zum Spaß gemacht.
Krankheiten halten sich eben an keinen Zeitplan, die kommen und gehen wann sie wollen. Trotzdem will ich so schnell wie möglich fit werden wenn ich krank bin, vor allem wenn wichtige Termine anstehen. Ich will nicht, dass alles was ich lange geplant habe plötzlich doch nicht geht.
Als ich dieses mal krank war bin ich einen Tag zu Hause geblieben und dann wieder direkt arbeiten gegangen. So richtig fit bin ich aber noch nicht gewesen.
Das geht, gesund ist das aber nicht. Für mich als Christ ist auch wichtig nach mir zu schauen und nicht nur Leistung zu bringen.
Und verschwendet wäre die Zeit auch nicht wenn ich mich zuhause richtig erhole. Da liegt zum Beispiel seit einem halben Jahr noch ein Buch rum, dass ich endlich mal fertig lesen will.
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