»Kirchenglocken« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.03.2019 gesendet.
Seit kurzem wohne ich neben einer Kirche. Und jetzt höre ich ständig die Kirchenglocken läuten. Viermal in der Stunde schlägt es die aktuelle Uhrzeit und wenn Gottesdienst ist, höre ich immer wieder auch das volle Geläut, alle Glocken auf einmal.
Das kann ganz schön laut sein. Und es kommt ja immer wieder vor, dass sich Nachbarn von Kirchen über den Lärm der Glocken beschweren.
Zugegeben, nachts wollte ich das auch nicht, aber tagsüber finde ich das toll. Wenn mich die Glocken beim Mittagessen oder Wohnung saugen überraschen, dann setze ich mich auch einfach mal hin und höre den Glocken ein paar Minuten zu. So kann ich den Stress und die Hektik mal kurz hinter mir lassen und entspannen.
Einfach mal eine kurze Pause zu machen und nichts zu tun außer den Glocken zuzuhören: das gibt mir Kraft. Einfach eine kurze Unterbrechung im Alltag.
Ich erinnere mich dann daran, dass Gott für mich da ist. Dass er mir Rückhalt gibt, egal ob ich gerade am Schreibtisch sitze, koche oder vor dem Fernseher sitze. Mir gefällt das.
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»Fasten« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.03.2019 gesendet.
Es ist wieder Fastenzeit und wie jedes Jahr stelle ich mir die Frage: soll ich fasten, oder nicht?
In den letzten Jahren habe ich es mir immer vorgenommen. Kein Fast-Food, keine Schokolade, sondern 40 Tage rundum gesunde Ernährung. Geklappt hat es nie.
Also heißt die Devise für dieses Jahr: es endlich mal durchziehen mit dem Fasten.
Nein! Ich habe mir was anderes überlegt. Denn warum sollte es dieses Jahr klappen? Ich kenn mich ja.
Dieses Jahr sage ich: ja es ist Fastenzeit, aber ohne mich. Und trotzdem ist mir etwas ganz bewusst geworden:
Beim Fasten geht es ja um Verzicht. Und darum, den eigenen Glauben bewusster zu leben. Das heißt für mich vor allem aber auch, dass ich ehrlich bin.
„Du sollst nicht lügen“ heißt auch, ehrlich zu sich selbst sein.
Und wie sagt man so schön: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
Mir ist klar, dass ich es nicht schaffe, einfach mal so zu fasten. Ich finde das nicht gut, aber ich stehe dazu.
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»Zeitlos« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.03.2019 gesendet.
In ein paar Wochen wird es wieder Frühling. Noch sind wir aber mitten im Winter und draußen ist es manchmal auch noch ziemlich kalt. Ich finde das ist irgendwie gerade eine seltsame Zeit. Ich hänge so zwischen Weihnachten – was schon wieder ewig her ist – und dem nächsten Sommer, dem nächsten großen Urlaub, bis zu dem es aber auch noch ein bisschen dauert.
Aber trotzdem gefällt mir diese Zeit.
Vielleicht auch gerade deswegen: Ich habe nicht so ein vollgepacktes Familienprogramm und habe keinen Druck noch schnell Sachen erledigen zu müssen, bevor es in Urlaub geht.
Ich kann mich endlich um Sachen kümmern, die lange liegen geblieben sind. Ich repariere in meiner Wohnung Sachen, die schon lange darauf warten und so weiter.
Alles Sachen die ja eigentlich nicht so Spaß machen. Aber mir geht es trotzdem gut damit. Ich merke da einfach, dass ich auch den Mut habe sowas anzupacken. Meine Lebenszeit steht also insgesamt unter Gottes Segen: die spektakulären Tage, aber auch die anderen, eher langweiligeren Tage.
Ich weiß, dass ich in der Welt immer gut aufgehoben bin.
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»Offene Kirchen« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.01.2019 gesendet.
Bei mir in der Stadt gibt es Klamottenläden, Imbisse, Kneipen usw. Und wenn ich einkaufen bin, dann renne ich da vom einen Laden in den anderen, um so schnell wie möglich alles zu erledigen.

Manchmal, wenn ich in die Stadt gehe und einkaufe, dann gehe ich aber auch mal in eine Kirche. Und nicht weil ich sie mir anschauen will, wie viele Touristen. Ich gehe rein und lasse den Trubel hinter mir. Ich setze mich in eine Bank und komme zu Ruhe. Ich lasse mich darauf ein, dass Gott mir mitten im Alltagstrubel die Möglichkeit für eine Pause gibt. Mal zwei, drei Minuten lang, mal auch eine halbe Stunde. Ich genieße die Stille und manchmal bete ich auch.
Viele Kirchen sind für solche Momente der Stille immer offen. Und für mich ist das wie eine Einladung, die ich gerne annehme. Als Christ fühle ich mich da gut aufgehoben und weiß in diesem Moment, dass auch mitten in der Stadt, im größten Einkaufstrubel, Gott für mich da ist.
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»Freunde« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.01.2019 gesendet.
So oft es geht treffe ich mich mit meinen Freunden. Wir gehen ins Schwimmbad, auf Konzerte, zum Fußball oder treffen und einfach nur so bei einem zu Hause.

Und dann reden wir über alles mögliche, auch über Probleme. Stress beim Arbeiten, Probleme in der Beziehung, alles mögliche eben.
Es ist nämlich besser, mal mit anderen zu reden und nicht alles in sich rein zu fressen. Dann kommt man vielleicht gemeinsam zu einer Lösung des Problems.
Und Freunde sind auch was anderes als Kollegen oder Nachbarn. Die kennen mich nämlich.

Die Leute, die die Bibel geschrieben haben, haben das auch schon gewusst. Da heißt es nämlich: Wenn keiner da ist und keiner zuhört, dann kann auch keiner helfen, wenn´s mal schwierig wird. Zusammen ist also auf jeden Fall besser als allein.
Wichtig ist, dass es Menschen gibt auf die ich mich verlassen kann, auch wenn´s mal nicht so rund läuft.
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»Kalt und Dunkel« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.12.2018 gesendet.
Es ist draußen wieder ganz schön kalt und ziemlich lange dunkel. Viele nervt das. Mich auch. Ich habe mich im Sommer fast jeden Abend mit meinen Freunden irgendwo auf ein Bierchen getroffen. Das geht jetzt nicht.
Stattdessen rein ins Haus, Heizung an, und in der Decke einmummeln. Dabei kann das doch auch schön sein. Und wenn es draußen dunkel und kalt ist kann ich Freunde und Nachbarn nach Hause einladen. Statt gegrilltem gibt es dann eben Fondue und statt der Bierbank macht man es sich auf dem Sofa bequem. Hat doch auch was.
Ich fange nicht an rumzunörgeln und mich aufzuregen wie blöd das jetzt alles ist.
Nein, ich freue mich über alle Jahreszeiten und mache aus jeder das Beste. Und jetzt mache ich es mir eben drin in meiner Wohnung gemütlich, schaue mal einen Film an oder lese ein gutes Buch. Und dann sind doch auch die kälteren und dunkleren Tage im Jahr einfach super.
Und das ist ja nicht nur bei den Jahreszeiten so. Es gibt immer Tage an denen es mir besser oder schlechter geht. Aber ich habe die Wahl was ich draus mache.
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»Mein neues Handy« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.09.2018 gesendet.
Mein Handy gibt so langsam den Geist auf und ich will mir ein neues kaufen. Ich weiß auch schon welches ich haben will, ich habe nur keine Ahnung was ich mit dem alten Handy machen soll.
Wohin also damit? In so einem Handy sind ja viele wertvolle Rohstoffe die man noch verwenden kann, sogar ein bisschen Gold und Silber. Oder Coltan. Ein Mineral, das man für jedes Smartphone braucht.
Das gibt es aber nur sehr selten und ist deswegen hart umkämpft. Und um Coltan zu gewinnen müssen im Kongo und anderswo viele Menschen hart arbeiten. Das will ich dann nicht einfach wegwerfen.

Ein paar Organisationen haben die Idee entwickelt dass ich mein Handy bei ihnen abgeben kann. Die bauen das dann auseinander und recyceln die Rohstoffe. Dann können die nochmal für Handys verwendet werden.
Die Idee finde ich eigentlich ziemlich gut. Ich will die Welt in der ich lebe nicht ausnutzen. Und als Christ denke ich da auch an Gott, der uns Menschen die Erde anvertraut hat, um sie zu behüten und gut auf sie aufzupassen.

Für mich heißt das: Verantwortung übernehmen. Für meine Mitmenschen die hart für mein Handy arbeiten und für die Umwelt. Und deswegen gebe ich mein altes Handy ab und die Rohstoffe können weiterverarbeitet werden.
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»Einsamkeit« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.09.2018 gesendet.
Ich habe mal ein Praktikum in einem Altersheim gemacht. Da war eine Frau die wollte nie, dass ich gehe wenn ich sie besuche. Sie hat nämlich sonst keinen Besuch bekommen, sie war einsam.
Vielen älteren Leuten geht es so. Sie sitzen die ganze Zeit vorm Fernseher, es kommt keiner zu Besuch, außer vielleicht der Pflegerin die das Essen vorbeibringt.
Mir hat das leid getan. Ich finde die Vorstellung furchtbar selbst mal so alleine zu sein. Deswegen will ich das irgendwie verhindern. Aber wie?
Ich kann Freunde treffen, ich kann in einer Band mitspielen oder Sport im Verein machen. Da habe ich immer Leute um mich rum und bin eben nicht allein. Und mit manchen treffe ich mich auch darüber hinaus.
Vielleicht kann ich mich in 50 Jahren ja auch noch mit denselben Leuten treffen. Oder ich lerne noch neue Leute kennen.
Auf jeden Fall will ich heute schon versuchen die Kontakte die ich habe auch für längere Zeit zu halten. Ich warte nicht bis die anderen sich bei mir melden, sondern mache selbst was, dass wir Freunde bleiben. Anrufen, hingehen und sich treffen. Und dann bin ich vielleicht auch nicht allein, wenn ich selbst mal alt bin.
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»Frieden« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.09.2018 gesendet.
Frieden - ein großes Wort. Und mir ist Frieden wichtig. Gerade wenn ich Bilder von Krieg und Zerstörung sehe, wie zum Beispiel in Syrien, bin ich froh, dass ich hier in Frieden leben kann. Ich mache mir aber Sorgen um den Frieden.

Deswegen habe ich mich gefragt: was kann ich dann dafür tun, dass es Frieden gibt? Anregungen gibt mir da mein Glaube. Zum Beispiel heißt es in der Bibel: „Meide das Böse, tu das Gute. Suche Frieden und jage ihm nach“.
Dem Frieden nachjagen: Ich will ihn nie aus den Augen verlieren, also das Ziel Frieden zu schaffen nicht irgendwann ernüchtert aufgeben. Das ist der erste Schritt.
Dazu muss ich aber das Böse meiden: Also andere nicht verletzen, ihnen keinen Schaden zufügen.
Und als letztes Gutes tun: Ich will für andere da sein, denen es nicht so gut geht. Leuten die Fehler machen verzeihen und nicht ewig nachtragend sein.

Das ist mein kleiner Beitrag für eine friedliche Welt.
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»Der Bettler« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.06.2018 gesendet.
Fast jeden Tag sehe ich auf dem Weg zur Straßenbahn einen Mann. Der sitzt da mit seinem Hund, redet mit Passanten die stehen bleiben, grüßt sogar freundlich wenn ich vorbeikomme – und er bettelt um Geld.
Ich habe ihm noch nie was gegeben, weil ich immer denke, was macht er damit, braucht er das wirklich? Er könnte ja auch Alkoholiker sein.
Der Papst hat mal gesagt, man soll Bettlern auch Geld für Alkohol geben und sie dafür nicht verurteilen.

Ich glaube dem Papst geht es gar nicht darum, ob Bettler Alkohol trinken, sondern darum wie ich über andere urteile. Jesus hat nämlich gesagt, dass wir von Gott so beurteilt werden, wie wir andere beurteilen.
Für mich heißt das: den Bettler am Straßenrand nicht gleich als Alkoholiker abstempeln und auch nicht einfach weiterlaufen. Sondern mal hingehen, mit ihm reden und ihm dann vielleicht auch mal was geben.

Ich will einfach andere so behandeln wie ich selbst von Gott und von anderen Menschen behandelt werden möchte und nicht gleich vorschnell über sie urteilen.
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