»Neue Chance« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.08.2018 gesendet.
Freundschaften sind so ne Sache. Ich hatte eine richtig gute Freundin. Wir haben total viel erlebt und hatten echt ne gute Zeit. Das ist dann immer weniger geworden. Wir haben uns öfter richtig gezofft. Irgendwann haben wir dann gar nichts mehr gemacht und auch nicht mehr geschrieben. Sie hat mich enttäuscht und sich nicht entschuldigt.

Ich selbst mach auch viele Fehler in Freundschaften und Beziehungen. Auch in der Beziehung zu Gott. Ich enttäusche ihn oft, da bin ich mir sicher. Viel zu oft entschuldige ich mich noch nicht mal. Aber Gott gibt mir immer wieder eine neue Chance. Egal, was passiert ist, Gott lässt mich nicht hängen und fängt nochmal neu mit mir an.
Das hilft mir echt. Gott gibt mir ne neue Chance. Und wenn er das macht, dann kann ich das auch bei meiner Freundin machen.

Mir fehlt nämlich unsere Freundschaft und es tut mir Leid, wie das alles gelaufen ist. Vielleicht geht es ihr auch so, das weiß ich nicht. Aber ich möchte ihr eine neue Chance geben. Sicher wird’s nicht mehr so, wie es mal war, aber es kann ja auch anders gut werden.
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»Zusammen unterwegs« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.08.2018 gesendet.
Am Wochenende gehe ich in den Emmaus. Ziemlich komischer Name. Der Emmaus ist ein Jugendkreis, den ich mit leite. Da gehen junge Leute hin, machen Musik, spielen Spiele, essen, reden und hören Geschichten über den Glauben und Gott.

Zum Beispiel die Geschichte von zwei Männern. Man nennt sie die „Emmaus-Jünger“. Das ist meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel. Zwei Freunde von Jesus haben sich auf den Weg in die Stadt Emmaus gemacht. Jesus wurde gerade erst gekreuzigt und sie waren deshalb total fertig. Sie haben miteinander geredet und waren sich plötzlich gar nicht mehr sicher, ob diese ganze Sache mit dem Glauben überhaupt stimmt. Dann ist Jesus dazugekommen. Er ist plötzlich wieder da gewesen. Obwohl er doch eigentlich tot war. Er ist wieder dagewesen und ist mit ihnen gelaufen. Er hat ihnen zugehört und sie ernst genommen.
Im Jugendkreis sind wir auch gemeinsam unterwegs. Und wir wollen Jesus dabei haben. So wie bei den Emmaus-Jüngern geht das ja nicht. Weil Jesus ja nicht mehr auf der Erde lebt. Wir glauben trotzdem, dass Jesus mit uns gehen will und auch unsere Sorgen ernst nimmt. Er will uns nahe sein. Das merken wir, wenn wir zusammen unterwegs sind. Mir hilft es, wenn andere mich daran erinnern, dass ich nicht alleine bin. Und genau das versuchen wir im Emmaus.
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»Meine Entscheidung« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.07.2018 gesendet.
„Wenn ich mich aufrege, bin ich selbst Schuld“. Das hab ich neulich gelesen. Das hat mich echt nachdenklich gemacht. Da ging’s um Streits und schwierige Menschen. Der Mann, der das Buch geschrieben hat, denkt doch wirklich, dass ich selber Schuld bin, wenn ich mich aufrege. Gehts noch? Also manche Menschen nerven mich einfach. Bei vielen bin ich mir sogar ziemlich sicher, sie wollen mich ärgern. Und daran soll ich selber Schuld sein?
In dem Buch steht: Nicht die anderen ärgern mich, sondern, ich lasse mich ärgern. Nicht mein Chef regt mich auf, sondern ich lasse mich von meinem Chef aufregen. Nicht meine Eltern provozieren mich, sondern ich lasse mich von ihnen provozieren.
Der kleine Unterschied in den Sätzen macht eine Menge aus. Ich bin nicht immer selber Schuld dran, wenn mir andere den letzten Nerv rauben. Aber ich kann entscheiden, ob ich das mit mir machen lasse. Und das stimmt. Ich habe viel öfter die Wahl zu entscheiden, was die anderen mit mir machen dürfen, als ich dachte.
Wer will, kann mich ärgern. Aber ich kann entscheiden, dass ich mich nicht ärgern lasse. Das geht anders rum sicher auch: Ich warte nicht, bis mich etwas freut, sondern heute entscheide ich mich dazu, gut drauf zu sein.
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»Einzigartig« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.07.2018 gesendet.
Es ist schön, dass es dich gibt. Oder: Danke, für das, was du tust! Ich höre solche Sätze viel zu selten. Eher wird gesagt: Warum hast du das noch nicht gemacht und: Das ist nicht gut genug. Das sind aber Worte, die ich gar nicht mag. Denn sie verletzen mich.
Ich kenne das aber von mir selbst. Ich habe viel Stress. Mein Terminkalender ist durchgetaktet. Ich muss funktionieren. Ich weiß, was von mir erwartet wird. Da schaffe ich es meist nicht, auch noch einen Blick für die anderen zu haben. Ihnen zu sagen, was sie gut können oder, dass sie toll sind. Viel schneller beschwere ich mich über alles Mögliche.
Dabei bin ich davon überzeugt, dass Gott die Menschen wertvoll gemacht hat. In der Bibel, im Buch der Psalmen stehen dafür die Worte: einzigartig und wundervoll. Und das sind alle Menschen. Egal, ob ich sie mag oder nicht.
Gott gibt den Menschen ihren Wert. Jeder und jede von uns ist für ihn einzigartig wertvoll.
Für heute nehme ich mir vor, daran zu denken. Heute will ich die schönen Momente beachten: Das Lächeln auf dem Gesicht der Frau im Supermarkt, den Mann an der Tankstelle, die Mühe der Bauarbeiter…
Und ich möchte versuchen dafür gute Worte zu finden. Ich denke mal, das tut dann auch mir gut.
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»Wertstoffhof für Gedanken« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.06.2018 gesendet.
Ich stelle mir vor, ich habe einen Rucksack auf dem Rücken. Jede Erfahrung, die ich mache, kommt da rein. Ich stopfe jedes Erlebnis aus meinem Alltag in den Rucksack. Wenn ich dann ab und zu reinschaue, dann sehe ich auch meine Gedanken. Gute und Schlechte, fröhliche und traurige, witzige und zornige. Die schlechten Gedanken, machen meinen Rucksack ziemlich schwer. Sie ziehen mich richtig nach unten. Dann denke ich, eigentlich müsste es einen Wertstoffhof für schwere Gedanken aus meinem Rucksack geben.
Ich glaube, Gott macht sowas mit unseren Gedanken, wie ein Wertstoffhof. Er lädt uns ein, unseren Rucksack bei ihm aufzumachen. Ich stelle mir das so vor: Er nimmt alle unsere Gedanken und Erlebnisse, schaut sie liebevoll an und überlegt. Er überlegt, was davon noch zu gebrauchen ist. Manches kann man vielleicht recyceln. In der Bibel steht, Gott kann unsere Traurigkeit in Tanz verwandeln.
Manches aus meinem Rucksack muss vielleicht auch ganz weg. Das nimmt Gott und schmeißt es sozusagen in die Verbrennungsanlage.
Ich glaube ich kann Gott meinen Rucksack, also meine Gedanken, bringen. Wenn ich ihm sag, wie es mir geht und was mich beschäftigt. Ich bin mir sicher, bei ihm ist das besser aufgehoben. Er kann damit umgehen. Und danach ist mein Rucksack wieder leichter.
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»Unsichtbare Hilfe« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.06.2018 gesendet.
In der Stadt hat letztens ein Mann Gitarre gespielt. Ziemlich gut sogar. Ich habe mich gegenüber auf eine Terrasse gesetzt, Kaffee getrunken und zugehört. Wunderbar! Dann ist was passiert, das mich erstaunt hat. Der Musiker ist aufgestanden und hat die Gitarre in seinen Koffer gelegt.
Der Koffer war offen, weil der Mann ja darin Spenden gesammelt hat.
Dann ist der Musiker weggegangen. Den offenen Koffer mit dem Geld und der Gitarre hat er stehen lassen. Ganz schön riskant, dachte ich. Was wenn jemand jetzt sein Instrument klaut? Stattdessen ist was anderes passiert. Ein älterer Herr kam ganz nah an die Sachen. Er hat sich alles angeschaut, sich umgeguckt und dann seinen Geldbeutel rausgeholt.
Ganz vorsichtig hat er mehrere Münzen neben die Gitarre in den Koffer gelegt und ist weitergegangen. Der hat das gemacht, ohne dass ihm jemand „Danke“ gesagt hat.
Das begeistert mich und das will ich mir abschauen. Ich möchte auch helfen. Ohne Dank zu erwarten.
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»Heimkommen« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.06.2018 gesendet.
Wenn ich abends heim komme, bin ich oft total platt. Erstmal kommen dann die Schuhe runter und ich zieh mir eine gemütliche Hose an. Wenn ich Glück hab, ist noch etwas vom Mittagessen im Kühlschrank. Das beste Gefühl kommt aber erst danach: Ich chill mich aufs Sofa, schau fern, hör Musik oder les was. Das ist Heimkommen für mich.
Zuhause bin ich da, wo ich ich selber sein kann. Wo keiner danach guckt, wie ich rumlaufe. Es gibt eine Geschichte, da gehts auch ums Heimkommen. Sie steht in der Bibel. Eine bestimmte Szene daraus erinnert mich an dieses „Zuhause-Sein“. Ein kaputter Typ kommt nämlich nach Hause. Er war lange unterwegs. Er stinkt und hat kein Geld mehr. Er wollte auch eigentlich nichts mehr von seiner Familie wissen. Aber in diesem bestimmten Moment rennt er heim.
Er will dort wieder zuhause sein. Er selber sein. Sein Papa freut sich, dass er wieder da ist.
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»Konfi« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.05.2018 gesendet.
Jeden Mittwochnachmittag hab ich Konfi. Da treff ich mich für 90 Minuten mit lauter 13 und 14 Jährigen und unserem Pfarrer treffe. Wir reden im Konfiunterricht über das Leben, den Glauben, die Gemeinde und Gott.
Ich finde es super spannend gemeinsam unterwegs zu sein. Die Fragen der Konfis, ihre Überzeugungen aber auch ihre Zweifel bringen mich nämlich selbst weiter. Sie bringen mich auf ganz neue Gedanken.
Zum Beispiel hat mich neulich eine Konfirmandin gefragt: Wer eigentlich dieser Heilige Geist ist und wofür man den braucht. Es war gar nicht so leicht für mich, die passenden Worte zu finden.

Am Ende dieses gemeinsamen Jahres findet ein Gottesdienst statt, die Konfirmation. Viele der Jugendlichen wollen vor ihren Familien und ihren Freunden ausdrücklich sagen: „Ich möchte zu Gott gehören“. Das machen sie dann vor der Gemeinde im Gottesdienst. Für mich werden viele der Konfis zu Vorbildern.
Warum? Sie diskutieren in der Zeit über Gott und die Welt. Sie nutzen die Chance und stellen Altbewährtes in Frage. Zum Beispiel die altmodische Kleidung des Pfarrers oder die frühe Uhrzeit des Gottesdienstes am Sonntagmorgen.
Ich glaube, hinterfragen bringt weiter. Das kann ich von ihnen lernen. Nicht nur im Konfi, sondern auch sonst in meinem Leben.
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»Himmelfahrt« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.05.2018 gesendet.
Ich liebe den Himmel. Keine Wolke sieht aus, wie die andere. Es gibt keinen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, der nicht wieder ganz anders aussieht.
Für mich ist Himmel ein Ort der Hoffnung. Ich glaube, da oben wartet mehr auf mich. Viel öfter schaue ich aber eher nach unten. Auf den Boden und auf meine Aufgaben und Probleme. Besonders wenn ich gestresst bin, sehe ich nur das und nicht den weiten Himmel. Aber ich möchte doch eigentlich mehr Himmel im Blick haben. Wenn ich den Himmel sehen will, dann muss ich nach oben schauen. Meinen Kopf in den Nacken legen. Ganz automatisch sehe ich dann mehr und bekomme einen weiteren Blick. Und den will ich. Ich möchte hoch hinaus und nicht nur das Schlechte sehen.

Wenn ich dann so in den Himmel schaue, dann denke ich oft an Jesus. Christen glauben, dass Gott ihn nach seiner Auferstehung zu sich in den Himmel geholt hat. Deshalb feiern sie Himmelfahrt. In der Bibel steht, dass er neben Gott sitzt und auf uns Acht gibt. Darauf hoffe ich auch. Und es tut mir gut zu wissen, dass da jemand ist, den ich vielleicht nicht sehen kann. Der uns Menschen aber verspricht, uns nie alleine zu lassen. Für mich noch ein Grund mehr den Himmel zu lieben.
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»Wer bremst, verliert« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.05.2018 gesendet.
Wer bremst, verliert! Neulich hat ein Kumpel gesagt, dass das sein Lebensmotto ist. Wer bremst, verliert. Ich dachte: Also flacher gehts gar nicht. Na gut, sei’s drum. Ich denke jedenfalls seitdem darüber nach. Anders formuliert bedeutet das Motto für mich: wer zögert, dem steigt das Wasser bis zum Hals.

So muss es Petrus damals gegangen sein. Von dem gibt es eine Geschichte in der Bibel. Da möchte er wie Jesus auf dem Wasser laufen. Er sitzt in einem Boot. Vor ihm, auf dem Wasser steht Jesus. Unter ihm und überall um ihn rum ist nur Wasser. Und nun sagt Jesus zu ihm: „Komm“. Jesus hat gut reden, der spaziert ja auch easy durch harte Zeiten. Der kann das. Selbst wenn er barfuß übers Wasser muss. „Komm!“. Und als Petrus losgeht, da merkt er: Es geht. Das Wasser trägt!

Für mich persönlich bedeutet das „Komm!“ von Jesus: Was stehst du da noch rum? Setz dich in Bewegung und laufe weiter! Es wird nicht besser, wenn du stehen bleibst.
Mir macht dieses Motto heute Mut. Bei allem was kommt: Vorwärts, durchhalten und weitergehen. Wer bremst, verliert.
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