»Jesus ist King« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.11.2020 gesendet.
Jesus ist für mich King. Also jetzt nicht so wie die Queen in England oder so, mit einem Land, viel Schmuck und einem fetten Palast – sondern ganz anders. Schon allein, wie Jesus auf die Welt gekommen ist zeigt mir, dass ich mir ihn als König anders vorstellen muss. Er ist ganz arm und unscheinbar auf die Welt gekommen und gleichzeitig Gott. Heute wäre er wahrscheinlich in einem Slum geboren worden. Und auch das, was er gelebt hat ist kein Leben eines Königs, sondern bodenständig. Er hat sich um viele Menschen gekümmert, die von der Gesellschaft ausgegrenzt worden sind.
Eben dadurch, dass mir mein Glaube an ihn wichtig ist und ich meine Hoffnung in Jesus setze, werden für mich die Machtstrukturen hier auf der Welt relativiert. Weil da noch eine Ebene drüber liegt, also über der Welt und dem was hier verhandelt wird. Ich denke, dass ich deswegen kritischer gegenüber extremer politischen Ideen sein kann, die beispielsweise andere Menschen ausgrenzen wollen. Weil ich mich an Jesus orientiere.
Auf Facebook teilen
»Gott hat auch Gefühle« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.10.2020 gesendet.
Gott ist überall mit am Start, davon bin ich überzeugt. Er ist da, wenn ich mich einsam fühle und wenn ich mit anderen zusammen glücklich bin. Auch wenn ich Zweifel an mir habe ist er da und wenn ich mich richtig gut fühle.
All diese Situationen sind ihm nicht fremd, weil er selbst Mensch geworden ist. In Jesus hat Gott diese Erfahrungen gemacht. Deshalb geh ich davon aus, dass Gott Gefühle hat und mit uns Menschen mitfühlt. Wenn er nicht mitfühlen könnte, wäre er bei wichtigen Momenten in meinem Leben nicht dabei gewesen.
Beispielsweise als meine Frau und ich geheiratet haben. Da haben wir gespürt, dass da neben all unseren Freunden und unserer Familie noch jemand ist, der unsere Liebe zueinander segnet.
Und das macht die Sache für mich noch schöner: Wie ein Klecks Sahne auf frisch gebackenem Kuchen.
Oder als meine Oma gestorben ist: Da fand ich es wichtig mich an Gott zu wenden und zu spüren, dass er mich irgendwie verstehen kann. Diese Vorstellung hat mir geholfen, außerdem hoffe ich, dass sie jetzt bei Gott ist.
Er ist halt immer mit am Start: Wenn es mir schlecht geht, aber auch wenn ich gerade mega glücklich bin. Denn Gott fühlt mit mir.
Auf Facebook teilen
»Evangelium« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.10.2020 gesendet.
Letztens bin ich über einen Satz gestolpert: "Die ganze Welt ist von Sünde behaftet." Damit kann ich erst mal wenig anfangen, weil das so verschwurbelt klingt. Hinzu kommt, dass ich das Gefühl habe mich für irgendetwas schlecht fühlen zu müssen. Das passt nicht zu mir. Denn eigentlich habe ich eine positive Einstellung zu meinem Leben. Es ist mir geschenkt worden und ich glaube, dass Gott zugelassen hat, dass ich hier am Start bin. Ich bin grundsätzlich darin frei mit meinem Leben anzufangen was ich möchte und zu entdecken was ich gut kann. Ich glaube, dass ich mit dem was ich kann eine Aufgabe habe. Natürlich gibt es aber auch Tage an denen nichts gelingt, ich keine neuen Ideen habe oder einfach nur müde und fertig bin.
Generell ist für mich mein Glaube mit einer guten Botschaft für mein Leben verbunden. Ich glaube, Dass es einen Gott gibt, dem ich persönlich nicht egal bin. Der weiß, was es bedeutet ein Mensch zu sein, weil er selbst Mensch gewesen ist. Deshalb fühle ich mich mit Gott positiv verbunden.
Das bedeutet für mich, dass ich mich aber nicht von vorn herein für irgendetwas schuldig fühlen müsste. Mich dadurch innerlich irgendwie verbiege und klein mache. Sondern durch meinen Glauben an Gott und meine Hoffnung in ihn motiviert bin. Das ist für mich eine gute Botschaft – mein Evangelium.
Auf Facebook teilen
»Streit mit Gott« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.09.2020 gesendet.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich nur richtig glaube, wenn ich Gott dankbar bin und ihn lobe für alles.
Wenn jemand aus meinem Umfeld stirbt oder es jemandem schlecht geht, sind das Momente in denen das für mich überhaupt nicht passt. Dann klage ich Gott an, zweifle an ihm und frage mich, warum er das zulässt – Auch wenn ich weiß, dass Sterben zum Leben dazugehört und dass meine Freunde und Leute aus meiner Familie auch krank werden können. Mit diesen Situationen muss ich dann irgendwie klar kommen und brauche dann etwas anderes als einen Gott, der immer da ist und mich liebt und so. Das kann ich dann einfach nicht annehmen und deswegen wende ich mich eher ab. Ich habe dann Streit mit Gott, und muss ihn dann nicht mögen. Trotzdem ist er mir wichtig für mein Leben, um es bewältigen zu können. Wie ich meinen Glauben an ihn lebe, entscheide ich dabei selbst: Ihn loben gehört für mich genau so dazu, wie mich zeitweilig von ihm abzuwenden und allein auf der Suche zu sein. Und irgendwann macht es hoffentlich einen Sinn.
Auf Facebook teilen
»Alle zusammen vereint« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.09.2020 gesendet.
Grenzen und Mauern entstehen in meinem Kopf. Wenn ich mich von anderen abgrenze, Menschen in verschiedene Gruppen einteile, Ethnien und Geschlechter. So sollte es bei den Christen nicht sein: "Es gibt nicht mehr Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus."
Dieser Satz steht in der Bibel und für mich bedeutet er, dass eben alle Menschen gleichberechtig sind. Und nach diesem Grundsatz möchte ich leben. Es geht mir darum mitzuarbeiten an dieser Idee von damals. Indem ich selber offen bin für andere Menschen und jeden mit gleichem Respekt begegne. Dass ich innerhalb meiner Kirche so arbeite, dass sich alle mit einbringen können und auch ernst genommen werden. Ich seh das als Chance für die Kirche. Denn dadurch, dass sich alle Menschen beteiligen können wird die Kirche für mich dadurch glaubhafter und ehrlicher.
Aber das Ganze fängt bei mir persönlich an – in meinem Kopf, denn hier entstehen nicht nur Grenzen und Mauern, sondern auch Brücken und Tunnel. Wenn ich mit Menschen zusammen bin und danach suche, was uns gemeinsam verbindet, was uns gemeinsam Freude macht, dann sind dass für mich Momente in denen die Worte aus der Bibel wahr werden. Es geht dann einfach nicht um Unterschiede, wie männlich oder weiblich; sondern um das, was uns gemeinsam verbindet.
Auf Facebook teilen
»Eifersucht« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.09.2020 gesendet.
Manchmal habe ich das Gefühl im Freundeskreis irgendetwas zu verpassen. Klar, wir sind ne ziemlich große Clique und dann treffen sich auch mal nicht alle zusammen, sondern nur zwei oder drei Leute. Aber wenn ich das mitbekomme, bin ich auch schon mal eifersüchtig, weil ich nicht dabei gewesen bin. Diese Eifersucht wurmt mich und meine Gedanken kreisen dann fast nur noch darum.
Dann brauche ich Zeit für mich allein, um auf andere Gedanken zu kommen. Einen Spaziergang, draußen an der frischen Luft. So mache ich den anderen in meinem Kopf nicht ständig Vorwürfe, die eh unnötig sind. Denn meine Freunde gehören mir ja nicht. Jeder Mensch ist frei und diese Freiheit gilt auch für Freundschaften.
Wenn ich mal nicht dabei bin, muss ich das lernen zu akzeptieren. Ich mein, umgekehrt ist es ja auch manchmal so, dass ich mich mit zwei oder drei anderen treffe. Das bedeutet ja nicht, dass ich die anderen nicht mag. Ich will aber auch nicht bei jeder Einladung überlegen wen ich noch einladen muss, damit sich keiner ausgeschlossen fühlt. Das würde mich einengen. Freundschaft ist kein Zwang oder so, sondern sie beruht auf dem Gefühl gerne zusammen zu sein, mal mit den einen, mal mit den anderen und hin und wieder mit allen zusammen.
Auf Facebook teilen
»Sonntagspflicht« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.08.2020 gesendet.
Und am Sonntag geht es in die Kirche. Bei uns Katholiken ist das nämlich eigentlich Pflicht, sonntags in die Kirche zu gehen.
Ich gehe normalerweise gern dahin und dabei ist es mir egal ob es eine Pflicht ist oder nicht. Wenn ich es sonntags aber mal nicht schaffe, ist das für mich auch ok.
Der Sonntag ist dann trotzdem für mich ein wichtiger Tag, der nicht nur zum Chillen da ist. Denn der Sonntag hat für mich eben auch mit Gott zu tun. Dass ich mir Zeit für ihn nehme.
Deswegen gehe ich dann beispielsweise in der Natur spazieren, denke nach oder ich blättere gemütlich in meiner Bibel und lese ein paar Geschichten darin. Das ist für mich dann der Ersatz für einen Gottesdienst.
Mir ist wichtig, dass ich meinen persönlichen Glauben ausleben kann. Aber dafür brauche ich keine eigene Kirche gründen, denn ich will auch nicht allein da stehen, sondern mich mit anderen verbinden. Deshalb gehe ich beim Spazieren auch gerne in eine Kapelle und zünde dort eine Kerze an und stelle sie zu den anderen brennenden Kerzen. Ich spür, da sind noch andere, die mit mir glauben, ohne dass ich sie in einem Gottesdienst direkt treffe.
Und ich hab gleichzeitig Zeit für mich und Gott. Und daraus schöpfe ich Inspiration und Kraft für die neue Woche. Und das ist dann für mich eine Form von Gottesdienst – ob Pflicht, oder nicht.
Auf Facebook teilen
»Wetten, dass..?« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.08.2020 gesendet.
Letztens habe ich ein paar meiner Freunde wieder treffen können. Aus der Laune heraus habe ich gesagt: „Wetten, dass ich zehn Kilometer in fünfzig Minuten laufe?“ Natürlich nicht sofort, sondern mit ein paar Wochen Vorlauf. Zwei Kumpels haben dagegen gewettet. Das motiviert mich hammerm葹ig.
Ich gehe jetzt regelmäßig laufen und schau, dass ich das irgendwie hinbekomme, denn diese Wette spornt mich an. Solche Herausforderungen find ich wichtig, weil ich mich an ihnen weiterentwickeln kann und über mich hinauswachse.
Wenn ich mich mit Gott beschäftige, geht es mir ähnlich.
Ich bin davon überzeugt, dass er die Welt geschaffen hat. Dass ich in dieser Schöpfung lebe und mein Leben vernünftig gestalte, ist für mich eine lebenslange Herausforderung. Dabei fühle ich mich von meinem Schöpfer, also von Gott, herausgefordert. Dass ich mein Leben irgendwie auf die Reihe bekomme und herausfinde, wofür ich eigentlich gedacht bin, was meine Aufgabe hier ist und was ich hier tun kann. Das ist wie eine große Lebenswette, bei der ich mit meinem Leben und das was ich mache antworte und sage: „Wetten, dass ich mein Leben packe?“
Auf Facebook teilen
»Gleichberechtigung« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.08.2020 gesendet.
Carolin Kebekus kritisiert in ihrem Song "im Namen der Mutter" den Umgang mit Frauen innerhalb der katholischen Kirche. Ich finde den Song vom Sound her klasse gemacht und auch das Video hat für mich eine klare Botschaft: Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche!
Mir ist klar, dass sie mit ihren Aussagen provozieren will und das ist ihr auch gelungen. Aber letztlich greift sie mit ihrer Kritik zu kurz. Denn Gleichberechtigung geht meiner Meinung nach nicht nur Frauen an, sondern alle Menschen. Sie bedeutet für mich, dass keiner wegen seines Geschlechtes oder seines Aussehens bevorzugt oder benachteiligt wird. Dass ich allen mit dem gleichen Respekt begegne. Deswegen will ich in meinem Umfeld alle Menschen gleichberechtigt behandeln. Egal ob Mann, Frau oder Divers.
Innerhalb der katholischen Kirche dürfen nur Männer das Brot in der Kirche teilen oder predigen. Das macht für mich und Carolin Kebekus keinen Sinn, weil von Beginn an Frauen mit am Start gewesen sind, die auch was zu sagen hatten. Außerdem hat Jesus mit seinem Leben gezeigt, dass bei ihm jeder Mensch angenommen ist. Und so will ich es auch machen und niemanden ausschließen bei meiner Arbeit in der Kirche, wenn ich verantwortlich bin oder im Alltag.
Auf Facebook teilen
»Zeltlager« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.08.2020 gesendet.
Meine Tasche für das Zeltlager ist gepackt, daneben liegen mein Schlafsack und meine Isomatte. Gleich geht es los und ich sehe viele Freunde und gute Bekannte wieder. Gemeinsam zelten wir dann zwei Wochen auf einer Wiese von einem Bauern, drumherum nur ein paar Hügel und ein nah gelegener Wald. Ich verbinde mit der Zeit auf dem Zeltlager das Gefühl frei zu sein, so wie ich bin und eine Gemeinschaft zu erleben, die davon geprägt ist, dass ich helfe wo ich gebraucht werde. Dass jeder das, was er kann mit einbringt. Nicht um sich selbst darzustellen und damit zu posen, sondern damit es andern gut geht und ich mit den Leuten zusammen etwas schaffe. Gemeinschaft.
Solche Orte sind wichtig für mich. Weil ich mich dort zusammen mit den anderen irgendwie zuhause fühle. Dort sehe ich, dass mein Traum von einer friedlichen Gesellschaft, in der ich auf die anderen achte, erfüllt werden kann.
Auf Facebook teilen