»Sehender Blinder« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.11.2019 gesendet.
Beim Durchzappen im Fernsehen habe ich einen Bergsteiger beim Klettern gesehen. Er heißt Andreas Josef Holzer aber alle nennen ihn Andy. Zuerst dachte ich, das was er macht ist zwar schon anspruchsvoll, aber Klettern und Wandern machen ja viele Leute. Was das krasse bei Andy ist, ist dass er blind ist und das schon von Geburt an.
Ich frage mich, wie er das schafft. Seine Eltern haben ihn von klein auf so behandelt als ober er gar nicht blind wäre. Er ist nie auf eine besondere Schule gegangen oder so. Er ist auch immer mit Wandern gegangen. Das hat ihn stark gemacht. Er geht sogar lieber Klettern als Wandern, nicht weil ihm das einen größeren Kick geben würde, sondern weil es ihm schwer fällt aufrecht zu gehen. Deswegen fühlt er sich an Felswänden am wohlsten. Er spürt mit den Füßen, wo er hintreten kann und auf welche Stufen er sich stützen kann.
Das passt zur christlichen Haltung, im Schwachen das Starke zu erkennen. Die Geschichte von Andy macht mir Mut, dass ich gut mit meinen Schwächen umgehe und sie dann zu meinen Stärken entwickle.
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»Beten« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.11.2019 gesendet.
Ich bete abends bevor ich einschlafe. Für mich ist das etwas ganz Normales. Vielleicht liegt das ja daran, dass ich keine auswendig gelernten Texte aufsage, wenn ich bete. Ich denke an abends an den vergangenen Tag und bespreche ihn mit Gott. Denn ich bin überzeugt davon, dass mir jeder Tag von Gott geschenkt ist. Dafür bin ich dankbar und nehme ich mir abends ein paar Minuten.
Klar ist nicht jeder Tag das mega Geschenk. Es gibt auch Tage, an denen ich froh bin, dass sie rum sind. Tage, an denen ich Streit mit anderen habe und wir das nicht geklärt haben, oder wenn ich davon erfahre, dass es Menschen aus meinem Umfeld schlecht geht, die ich gerne mag. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es mir besser geht, wenn ich abends nochmal an den Tag zurückdenke und das mit Gott bespreche. Manchmal merk ich dann, was ich anders machen könnte oder dass das gar nicht so wichtig ist, worüber ich heute gestritten habe. Für mich ist es dabei so, als ob Gott mit mir gemeinsam auf den vergangenen Tag schaut. Wenn ich mich streite, aber auch wenn ich mich mit anderen freue, wenn ich bete, weiß ich, dass ich nicht alleine bin.
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»Terminabsage« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.11.2019 gesendet.
Wenn sich bei mir die Treffen und Termine häufen, fällt es mir schwer ehrlich zu sein und einen Termin abzusagen. Aber noch weniger will ich meine Freunde hinhalten und sie mit floskelhaften Aussagen vertrösten wie beispielsweise: „Okay, ich schau mal“ oder „ja cool, mal sehen.“ Denn hingehalten zu werden, kann ich selbst gar nicht ab.
Ehrlich zusagen, dass ich definitiv nicht dabei bin, ist im ersten Moment vielleicht blöd, weil ich andere enttäusche und auch hinter meinen eigenen Erwartungen an mich selbst bleibe. Aber das ist ehrlich.
Das ist sogar schon in der Bibel Thema. In einer der Reden, sagt Jesus, dass die Leute zueinander ehrlich sein sollen: „Euer Ja, sei ein Ja.“ Daran will ich mich halten.
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»Leben vor dem Tod« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.10.2019 gesendet.
Der Track „Leben vor dem Tod“ von Sido und Monchi gefällt mir. Es ist lässig vom Klang her und der Text ist gut. Sido und Monchi beschäftigen sich im Songtext mit dem Tod und dem Leben davor. Sie sagen, 'dass man nur das eine Leben hat, hier auf der Erde das Paradies ist.' Deshalb stellen sie sich im Songtext die Frage, 'warum man eigentlich da hoch soll.'
Gute Frage. Denn ich bin überzeugt davon, dass das Leben hier nicht umsonst ist und ich nicht nur dieses eine Leben habe. Aber ich hoffe genauso, dass es mit dem Tod aber nicht zu Ende ist, sondern dass es danach in einer anderen Art weitergeht. Ich nenne das Himmel. Ich stell mir das so vor, dass ich nach dem Leben bei Gott bin und dass er mein Leben, das ich hier auf der Welt gelebt habe, akzeptiert. Denn mein Leben hier auf der Erde ist ja auch wichtig. Ich hoffe, dass Gott auch das annimmt, was jetzt nicht so rund läuft. Und es gut wird.
Deshalb versuche ich mein Leben gut zu leben. Ich gehe gern feiern mit meinen Freunden, koche zusammen mit meiner Frau oder sitze zusammen mit Bekannten und chill. Der Track erinnert mich besonders daran, dass ich mir Zeit nehmen will für die Menschen, die mir wichtig sind. Wenn ich zum Beispiel viel arbeiten muss und kaum Zeit habe. Und ich glaube Sido und Monchi haben voll Recht, wenn sie sagen: „Komm genieß es – dieses Leben vor dem Tod.“
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»Fantreue« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.10.2019 gesendet.
Beim Fußball fieber ich immer mit meiner Mannschaft mit. Ich schaue die Spiele gerne live an. Ich mag es mit anderen Fans zusammen unsere Mannschaft anzufeuern und gemeinsam zu jubeln. Als echter Fan muss ich aber auch damit leben, wenn's nicht so läuft. Dann bin ich traurig, bleibe aber trotzdem Fan meiner Mannschaft. Auch wenn sie verlieren, eine ganze Serie von Niederlagen einfahren oder sogar absteigen. Das gehört eben dazu. Ich bin und bleibe meiner Mannschaft treu.
Gott wird in der Bibel genauso treu dargestellt. Paulus schreibt in einem seiner Briefe: "Gott ist treu." Gott lässt niemanden im Stich und ist immer da. Sogar Jesus lässt Gott am Kreuz nicht hängen, sondern holt ihn aus dem Tod heraus und zeigt, dass der Tod nicht am Ende steht, sondern das Leben gewinnt.
Gott ist quasi wie ein Fan von allen Menschen und vom Leben. Also auch mir und von euch. Egal was ist. Auch wenn ich an mir selbst zweifle oder an Dingen scheitere, die anderen leicht fallen. Er ist immer da und an meiner Seite. Das bestärkt mich im Alltag. Denn Gott ist treu.
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»Mikroplastikfilter« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.10.2019 gesendet.
Was die fünfzehnjährige Leonie geschafft hat, find' ich mega klasse. Sie ist Erfinderin eines Mikroplastikfilfters für die Waschmaschine. Eigentlich mega easy wie der funktioniert: Bevor das Wasser aus der Waschmaschine in den Abfluss fließt, wird es von einem engmaschigen Sieb gefiltert. Hier bleiben viele kleine Plastikfasern hängen, die sich beim Waschen von Polyesterklamotten lösen. Leonie ist es wichtig, den Planeten zu schützen. Jeder weiß ja, dass in den Weltmeeren inzwischen überall Plastikteile zu finden sind.
Ich denke, jeder Mensch hat Talente von Gott bekommen, die er einsetzen kann, um anderen zu helfen. Mich beeindruckt, dass Leonie nicht nur eine Idee hat, sondern diese auch anpackt. Dass sie ihre Eltern davon überzeugt und selbst Leute sucht, die ihr dabei helfen diese Idee umzusetzen.
Das zeigt mir, dass jeder etwas verändern kann. Wenn ich mein Talent für andere einsetze und beispielsweise eine gute Idee habe. Damit die Welt für mich und andere ein Ort ist, an dem ich gerne bin.
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»Erntedank« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.10.2019 gesendet.
Ich habe in meinem Garten dieses Jahr wenig geerntet. Ein paar Erdbeeren im Frühling, fünf Gurken im Sommer und drei Kürbisse im Herbst. Mehr war nach diesem Sommer nicht drin. Klar, freue ich mich darüber. Es ist bei mir ja nur ein Hobby. Das meiste Obst und Gemüse kaufe ich einfach im Laden.
Der Supermarkt um die Ecke hat verschiedenes Obst und Gemüse aus allen Teilen der Welt. Menschen in ärmeren Teilen der Erde geht es nicht so. Beispielsweise in Nigeria, Kambodscha oder Teilen von Indien. Das ist ungerecht, weil die ja nichts dafür können. Ich habe auch keine Idee dafür, wie ich das ändern kann.
Zur Zeit mach ich mir viele Gedanken dazu, auch weil viele Christen das Fest Erntedank feiern. Die Ernte auf der Welt ist ja nicht nur für die Reichen da. Und eigentlich reicht es für alle. Aber wie können wir das gerecht verteilen, was wir haben?
Ein erster Schritt für mich wäre: Mehr Produkte aus meiner unmittelbaren Umgebung zu kaufen und auf Ware zu verzichten, die tausende Kilometer zu mir gefahren werden muss. So könnte der Reis, die Bananen und die Papaya zum größten Teil dort bleiben, wo sie angebaut werden. Damit können sich die Menschen vor Ort ernähren und es reicht tatsächlich für alle. Wenn das klappen könnte.
Das wäre dann für mich ein richtiges Erntedankfest, wenn alle Christen das feiern können – überall auf der Welt.
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»Weisheit fürs Leben« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.10.2019 gesendet.
Ich schau´ echt gern Serien; vor allem „Scrubs“. Hier geht es um ein Team von jungen Ärzten. Einer davon ist die Hauptfigur John Dorian. In der letzten Folge, dem Serienfinale, verabschiedet sich John Dorian dann aus seinem Krankenhaus. Am Ende der Folge sagt er:
„Man [kann] sich schon glücklich schätzen, wenn man nur ab und zu mal die Chance hat, dass sich jemand, egal wer, ein klein wenig besser fühlt.“

Ich finde, dass stimmt! John Dorian trifft genau das, was ich als eines der wichtigsten Dinge im Leben sehe: das Leben von anderen, beispielsweise von Freunden, meiner Familie oder Menschen, die ich noch nicht kenne, besser zu machen. Für mich ist es wichtig, dass ich immer wieder die Chance habe, dass sich jemand besser fühlt. Und ich möchte diese Chance so oft wie möglich bekommen. Dazu muss ich dann auch nicht ein teures Geschenk kaufen oder einen Urlaub bezahlen.
Dafür reichen oft auch schon ganz kleine Dinge. Beispielsweise die Frau an der Supermarktkasse anzulächeln, einem Freund ein Kompliment zu machen, ein aufmerksames Gespräch zu führen oder bei irgendetwas seine Hilfe anzubieten. Und das ist wirklich gar nicht so schwer…
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»Alle werden eins« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.09.2019 gesendet.
Die Musik der Band bringt mich bei dem Konzert zum Tanzen. Die Band geht richtig ab und wir feiern alle gemeinsam. Die meisten kenne ich überhaupt nicht und habe sie auch noch nie gesehen. Trotzdem sind wir alle hier und durch die Musik werden wir zu einer Gemeinschaft. Das ist ein schönes Gefühl. Ich sehe, dass ich nicht alleine bin, merke, dass andere vielleicht genauso fühlen wie ich und spüre, dass wir eine gute Zeit zusammen haben hier bei dem Konzert.
So ist es auch bei mir mit meinem Glauben. Wenn ich in den Gottesdienst gehe, kenne ich die meisten Leute auch nicht. Trotzdem sind wir hier, weil wir gemeinsam die Hoffnung auf Gott teilen, zusammen singen, beten und unseren Glauben feiern. Das finde ich gut, auch wenn es mir mal nicht so gut geht, weil ich sehe, dass ich nicht alleine bin. Ich fühle mich hier getragen und das bestärkt mich für meinen Alltag. Nach dem Gottesdienst ist man irgendwie noch mehr verbunden und das Gefühl eine Gemeinschaft zu sein bleibt mir. Wenn ich mit den Leuten nach dem Gottesdienst zusammenstehen, erzähle ich von meinem Alltag. Und wenn ich sage, dass es mir gerade nicht so gut geht, helfen mir diese Gespräche mit den Leuten, weil sie mich aufbauen und Mut machen. Das macht für mich die Gemeinde hier bei mir vor Ort aus. Weil wir zusammen glauben – nicht nur im Gottesdienst.
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»Kanutour« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.09.2019 gesendet.
Das Kanu liegt ruhig im Wasser. An den Ufern ragen ein paar Weiden in den Fluss und dieser schlängelt sich vorbei an Feldern und Wiesen. Meine Frau sitzt vorne und ich paddle hinten. Die Sonne scheint und ein paar Wolken sind am Himmel zu sehen.
Ich bin fasziniert von diesem Moment. Vom Glitzern des Wassers, von den verschiedenen Grüntönen der Blätter an den Bäumen und vom Himmel. Ich genieße das. Für mich ist das alles nicht einfach zufällig so, sondern für mich ist es so, dass ich hinter all dem Schönen hier in der Natur jemanden vermute, der für all diese Formen und Farben eine Idee hat. Ich glaube an einen Gott, der diese Welt geschaffen hat. Diese Natur ist für mich seine Schöpfung.
Ich bin ein Teil davon und genieße es hier zu sein. Aber gerade weil ich das so genieße, will ich es nicht nur dabei belassen, dass Gott für die Schöpfung zuständig ist. Ich will mich für sie einsetzen, damit auch die Menschen nach mir diese Glücks-Momente in der Natur erleben können.
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