»Shake hands« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.08.2019 gesendet.
Beim Fußball gebe ich immer alles für meine Mannschaft. Ich laufe jedem Ball nach, versuche noch aus der kleinsten Chance etwas zu machen und rege mich auch manchmal auf, wenn der Schiri ein Foul der anderen übersieht. Ich will natürlich, dass wir gewinnen und Tore schießen.
Wenn uns das gelingt freue ich mich natürlich meeega darüber. Das ist dann ein sehr gutes, warmes, euphorisches Glücks-Gefühl.
Und wenn wir verlieren, bin ich dementsprechend gefrustet.
Egal wie es ausgeht. Nach dem Spiel ist mir eine Sache immer wichtig: Zu der gegnerischen Mannschaft gehen und den Spielern die Hand geben. Das ist für mich ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass wir uns verstehen und der eine dem anderen den Sieg gönnt, dass wir im Spiel zwar Gegner sind, aber abseits vom Spielfeld ganz normale Menschen. Einfach, dass wir fair miteinander umgehen.
Genau das gilt nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch in meinem Alltag. Dass ich mit meinen Kollegen fair umgehe, nicht mitmache, wenn jemand ausgegrenzt wird, sondern mich für diesen Menschen einsetze. Denn auch wir sind im selben Team – im Team Mensch.
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»Shake Hands« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.07.2019 gesendet.
Beim Fußball gebe ich immer alles für meine Mannschaft. Ich laufe jedem Ball nach, versuche noch aus der kleinsten Chance etwas zu machen und rege mich auch manchmal auf, wenn der Schiri ein Foul der anderen übersieht. Ich will natürlich, dass wir gewinnen und Tore schießen.
Wenn uns das gelingt freue ich mich natürlich meeega darüber. Das ist dann ein sehr gutes, warmes, euphorisches Glücks-Gefühl.
Und wenn wir verlieren, bin ich dementsprechend gefrustet.
Egal wie es ausgeht. Nach dem Spiel ist mir eine Sache immer wichtig: Zu der gegnerischen Mannschaft gehen und den Spielern die Hand geben. Das ist für mich ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass wir uns verstehen und der eine dem anderen den Sieg gönnt, dass wir im Spiel zwar Gegner sind, aber abseits vom Spielfeld ganz normale Menschen. Einfach, dass wir fair miteinander umgehen.
Genau das gilt nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch in meinem Alltag. Dass ich mit meinen Kollegen fair umgehe, nicht mitmache, wenn jemand ausgegrenzt wird, sondern mich für diesen Menschen einsetze. Denn auch wir sind im selben Team – im Team Mensch.
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»Liebesbrief« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.07.2019 gesendet.
Meine Frau und ich sind bald sieben Jahre ein Paar. Es kommt mir aber sehr viel kürzer vor. Irgendwie vergeht die Zeit meeega schnell. Klar, es ist nicht immer alles Jubel, Trubel Heiterkeit gewesen.
Liebe ist nicht immer nur schön und heiter. Manchmal ist es auch schwer seinen Partner auszuhalten gemeinsam zu streiten und Kompromisse auszuhandeln. Das ist echte Arbeit. Aber ich finde es lohnt sich. Streiten zum Beispiel: Damit wir gemeinsam einen Kompromiss finden, mit dem wir bestenfalls beide zufrieden sind. Oder über manche Macken hinweg zu sehen, denn ich bin erstens auch nicht perfekt und liebe meine Frau ja so wie sie ist und nicht wie ich sie gerne hätte. Es lohnt sich gemeinsam durchs Leben zu gehen, in unsere Partnerschaft Zeit und Energie zu stecken, weil meine Frau einen anderen Blick auf die Dinge hat und mich damit bereichert.
Ich bin dankbar dafür und wünsche jedem, dass er auch eine Person hat oder findet, die ihn ergänzt, denn der Mensch lebt nicht nur für sich allein.
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»Mannschaftsgeist« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.07.2019 gesendet.
Ich spiele gerne Fußball, auch wenn ich nicht der beste Spieler auf dem Platz bin, sondern eher zu denjenigen gehöre, die vorne spielen, weil ich dort weniger anrichten kann. Ich finde es richtig klasse, dass ich bei der TüThe mitmachen kann. Eine Mannschaft Tübinger Theologen – TüThe – und deren Studienfreunden
Bei uns geht es nicht primär ums Gewinnen, sondern darum, dass jeder spielen darf, dass wir Spass haben eine gute Zeit.
Das finde ich klasse. Und wenn mir ein schöner Pass oder ein Tor gelingt, dann freuen sich alle mit mir. Das bestärkt mich und gibt mir Selbstvertrauen, weil ich sehe, dass mir was beim Kicken gelingt. Damit das klappt, brauche ich das Vertrauen meiner Mitspieler und das Gefühl, dass wir zusammengehören und dass es nicht schlimm ist, wenn ich mal einen Fehler mache.
Dieser Mannschaftsgeist verbindet uns und führt dazu, dass wir zusammenwachsen. Das ist schön und hilft mir auch im Alltag wenns da nicht so läuft. Weil ich weiß, dass ich Freunde habe. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb.
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»Seed ticket« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.07.2019 gesendet.
Vor kurzem haben Seed ihre Single "Ticket" rausgebracht. Sie haben den Track ihrem Frontsänger Demba gewidmet, der letztes Jahr plötzlich verstorben ist. Ich finde den Track richtig gut, weil es einer mit Tiefgang ist.
Der Beat erinnert mich an Sommer, Sonne, Strand und unbeschwerte Ferien, doch immer wieder wird dieser treibende Beat kurz unterbrochen und sirennenhafte Elektroorgelklänge sind im Hintergrund zu hören.
Im Text geht es um ein Ticket und einen Deal den man macht. Ein Deal der sich lohnt. Das Leben ist das Ticket und den Deal den man damit eingeht ist, dass dieses Leben endlich ist.
Seed sagen nicht, warum sich das Leben lohnt, ob es mit dem Tod einfach vorbei ist oder ob es danach noch etwas gibt. Im Groove und dem chilligen Rythmus zeigen sie mir aber, dass der Tod eben dazugehört und das Leben weiter geht. Wie es in dem Songtext heißt: 'Dass die Sonne aufgeht – einfach so, solang ich atme'.
Ich hoffe, dass es mit dem Tod nicht vorbei ist, sondern dass man danach bei Gott sein darf, dass man zu Ruhe kommt. Diese Hoffnung hilft mir, wenn jemand stirbt der mir nahe steht. Klar, bin ich dann auch erstmal schockiert, wütend oder traurig. Aber es bleibt nicht dabei. Weil mich diese Hoffnung trägt. Dass der Tod zum Leben gehört, ist eben das Ticket und der Deal, dass ich lebe – hier und jetzt.
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»Pfingsten« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.06.2019 gesendet.
Letztes Wochenende ist Pfingsten gewesen. An diesem Fest feiert die Kirche den Heiligen Geist. Sie feiert, dass die ersten Christen den Durchblick hatten und verstanden haben, was Jesus mit seiner Botschaft wollte. Diesen Durchblick nennen sie Heiligen Geist. Manchmal wünsche ich mir so was auch heute. Denn manche führen sich innerhalb der Kirche auf, als hätten sie allein den Durchblick, aber an dem was sie tun erkennt man schnell, dass sie eben nur so tun als ob.
Das finde ich schade. Ich feier an der Kirche, dass viele Menschen ihren Glauben und das was sie hoffen zusammenbringt. Männer und Frauen, Jung und Alt, Handwerker und Professoren. Was ich aber gar nicht verstehe ist, dass Frauen gar nicht vorkommen, wenn es darum geht größere Verantwortung zu tragen. Vor ein paar Wochen haben sich einige Frauen zusammengetan und demonstriert. Sie sind von manchen angefeindet worden, von manchen Bischöfen belächelt und bewegt hat sich nichts.
Pfingsten ist eigentlich das glatte Gegenteil davon. Denn, dass Frauen von der Verantwortung her in der Kirche keine Rolle spielen ist sicher nicht im Geiste Jesu. Denn er hat auch Frauen berufen, ihm zu folgen. Als Auferstandener hat er sich zuerst einer Frau gezeigt. Sein Geist wo er will und ist an kein Geschlecht gebunden.
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»Erbe« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.06.2019 gesendet.
Er hat mit seiner Musik große Hallen gefüllt – Tim Bergling alias Avicii – und ist auch heute immer noch auf jeder Party mit seinen Mixtapes präsent, obwohl er schon bald eineinhalb Jahre tot ist. Ich feier einfach seine Musik, die jeden Danceflor auf ein neues Level hebt, jede Party Erwachen lässt und mich zum Tanzen bringt.
Trotzdem bin ich traurig, dass er nicht mehr da ist, auch wenn ich ihn persönlich gar nicht kenne. Ich weiß nicht, ob es einen Himmel gibt, in dem wir nach unserem Tod weiterleben, aber ich habe die Hoffnung. Vielleicht klingt das jetzt kindisch, aber ich glaube Avicii ist nun dort und mischt mit seiner positiven, mitreißenden Musik da oben mit – zur Freude aller, die zu Lebzeiten gut gemachte elektronische Musik geliebt haben – zumindest gefällt mir diese Vorstellung.
Aber auch wenn das nicht so ist, hinterlässt er zumindest hier auf der Erde ziemlich coole Tracks, die viele Fans feiern und ich hoffe halt, das mit dem Tod hier nicht alles zu Ende ist, sondern es irgendwie weiter geht. Das hoffe ich, für Avicii, meine Großväter, meinen Lehrer und andere Menschen, die mir wichtig sind.
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»Blutritt« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.05.2019 gesendet.
Am Freitag nach Himmelfahrt bin ich mit meinen Freunden in Weingarten, in der Nähe vom Bodensee. Wir machen da keinen Urlaub, sondern wir sind dort zum Blutritt.
Das ist ein komisches Wort und man denkt vielleicht erst, was geht denn jetzt ab. Geht's da um eine Jagd, was soll das mit dem Blut und was passiert da überhaupt. Der sogenannte Blutritt hat mit mir und meinem Glauben an Jesus zu tun.
Nach seinem Tod am Kreuz soll jemand von dort einen Tropfen Blut mitgenommen haben. Und dieser Tropfen ist über viele Umwege bis nach Weingarten gekommen. Dort wird er nun in einem aufwendig verzierten Gefäß aufbewahrt und wird einmal im Jahr durch Straßen und über die Felder um Weingarten getragen. Und der, der das Gefäß trägt, sitzt auf einem Pferd, damit alle Menschen es auch sehen können.
Klar, wahrscheinlich ist das mit dem Blut von Jesus in dem Gefäß eine Legende. Aber um die Echtheit des Blutstropfen geht’s auch nicht. Es geht darum, dass ich mir bewusst mache, dass es da mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als ich sehe. Dass ich mich damit auseinandersetze was ich hoffe und womit diese Hoffnung verbunden ist. Nämlich damit, das Jesus sich für die Menschen so sehr ins Zeug gelegt hat und an seiner befreienden Botschaft festgehalten hat, dass er dafür sogar gestorben ist, ohne sich zu wehren. Dafür steht für mich der Blutstropfen und der Blutritt in Weingarten.
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»Allwin« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.05.2019 gesendet.
Mensch-ärgere-dich-nicht und Monopoly sind ziemlich oldschool. Es gibt immer nur einen Gewinner, der die anderen dominiert. Alle anderen müssen sich hinter diesem einreihen und sind dann zweiter, dritter oder letzter. Bei solchen Spielen habe ich nur Spaß, wenn ich zu denen gehöre, die gewinnen.
Mein Bruder hat letztens ein ganz anderes Spiel mitgebracht und es war ein meega Abend für alle. Es heißt: „Pandamic“ also auf deutsch Pandemie. Dabei geht es darum, dass die Spieler versuchen den Ausbruch einer Krankheitsepidemie zu verhindern. Und das geht nur, wenn sie zusammenhalten und gemeinsam einen Plan entwickeln.
Bei diesem Spiel gewinnen alle. Wir haben richtig Spaß gehabt.
Wie cool wäre das erst, wenn es nicht nur im Spiel so wäre, sondern auch im richtigen Leben. Ich nehme mir vor ein guter Mitspieler zu sein und nicht nur mein Ding auf der Arbeit durchzuziehen. Weil es dann allen mehr Freude macht und wir eine gute Zeit miteinander verbringen. Weil jeder auf den anderen achtet.
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»Kreative Langeweile« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.05.2019 gesendet.
Die To-do-Liste für nächste Woche ist abgehakt, die Wohnung ist aufgeräumt, die Wäsche gewaschen und ich habe nichts zu tun. Der Fernseher läuft nicht und das Internet funktioniert auch nicht, wegen einer Großraumstörung. Mir ist langweilig. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Tag anfangen soll.
Eigentlich wollte ich eine Serie schauen und mich entspannen, aber das geht nicht, weil das Internet nicht funktioniert. Es ist still. Ich weiß gar nicht, wann es das letzte Mal so ruhig um mich herum gewesen ist, denn immer läuft irgendwas.
Ich merke wie meine Langeweile mit Gedanken überschüttet wird. Ich kann gar nichts dagegen machen, irgendwie denke ich immer irgendwas.
Ich denke an das, was in der nahen Zukunft ist. An die kommende Woche. Die ist wieder mega voll mit Terminen, Treffen und Dingen, die gemacht werden müssen. Und plötzlich kommen mir Ideen, dass ich wieder etwas zeichnen könnte oder was schreiben. Ich bin mega motiviert und freue mich darüber. So ein Tag Langeweile ist doch eigentlich ganz cool, denn ich kann machen was ich will. Wenn ich anfange, die Langeweile zu genießen, merke ich, wie ich plötzlich kreativ werde.
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