»Pause« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.06.2019 gesendet.
Einatmen, Ausatmen! Jeden Tag macht mein Körper das ganz automatisch. Ohne dass ich groß darüber nachdenken muss.
Einatmen, Ausatmen! Eigentlich stimmt das nicht ganz. Eigentlich ist es Einatmen-Ausatmen-Pause. Und dann wieder Einatmen. Über die kleine Pause zwischen Ausatmen und Einatmen redet aber nie jemand. Weil da eben nichts passiert. Sie scheint erstmal unwichtig.
Die Pause gehört aber zum Atmen dazu wie das Ein- und Ausatmen. Deswegen macht unser Körper sie automatisch. Auch wenn sie für mich erstmal sinnlos erscheint.
Pausen sind wichtig – das wussten auch schon die Leute, von denen in der Bibel erzählt wird. Dort steht die Geschichte, wie Gott die Welt gemacht hat. Sechs Tage hat er gearbeitet und am siebten hat er sich ausgeruht – Pause. Nichts-Tun. Diese Geschichte hat die Menschen dazu gebracht, einen Ruhetag einzuführen. Den haben wir bis heute – den Sonntag.
Mir ist es wichtig, dass ich am Sonntag nicht so viel zu tun habe. Meine Woche ist oft stressig genug, da möchte ich nicht noch viel am Sonntag zu tun haben.
Ich möchte mir bewusst sein: Ein freier Tag ist wichtig. Genauso wichtig wie die kleine Atempause.
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»Zerdenken« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.06.2019 gesendet.
Ich zerdenke oft Sachen. Zerdenken ist eine Mischung aus „denken“ und „zerstören“. Über manche Sachen denk ich nämlich so heftig nach, dass dabei was kaputt geht. Wenn ich zum Beispiel Urlaub plane. Dann denke ich so lange darüber nach, wie lange und wohin ich will. Und was jetzt gut oder schlecht an einem Reiseziel ist, dass ich danach meistens erstmal überhaupt keine Lust mehr auf Wegfahren habe. Nur, weil ich mich so schwer entscheiden kann.
In manchen Geschichten in der Bibel wurden auch Leute vor Entscheidungen gestellt. Die Freunde von Jesus zum Beispiel. Das waren keine Schulfreunde von ihm oder so. Sie haben Jesus kennengelernt, als er über Gott geredet hat. Das fanden sie echt cool, und da hat Jesus sie vor die Entscheidung gestellt: Ihr könnt jetzt entweder daheim bleiben und euer Leben leben oder ihr zieht mit mir durch die Welt und wir erzählen gemeinsam von Gott. Für die Freunde von Jesus war das sicher keine leichte Entscheidung: Sie hatten oft Frau und Kinder – eigentlich kann man die ja nicht so einfach zurücklassen. Trotzdem haben sie sich dann für Jesus entschieden.
Ich denke nicht, dass sie diese Entscheidung zerdacht haben. Sie waren einfach begeistert von Jesus. Und deswegen sind sie ihm dann nachgefolgt. Manchmal ist es also gar nicht so gut, Sachen zu zerdenken. Deswegen möchte ich in Zukunft etwas gelassener Entscheidungen treffen – und auf mein Gefühl achten.
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»Heiles Leben« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.06.2019 gesendet.
Manche Menschen beeindrucken mich. Benjamin Piwko zum Beispiel. Er ist Schauspieler und Kampfsportler. Dieses Jahr hat er bei der Show „Let’s Dance“ mitgemacht. Dort tanzen Promis mit professionellen Tänzerinnen und Tänzern. Und werden von einer Fachjury bewertet. Und Benjamins Leistung dort war echt stark, fand ich. Er ist nämlich gehörlos. Er tanzt, ohne die Musik zu hören. Seine Gehörlosigkeit scheint aber kein Problem zu sein.
Mich erinnert das ein bisschen an eine Geschichte mit Jesus. Der ist auch zu Leuten hingegangen, die gehörlos waren. In der Bibel steht dann oft, dass er sie „geheilt“ hat. „Geheilt“ – ich frage mich, ob das das gleiche ist, wie gesund. Ich glaube nämlich, für ein heiles Leben muss man nicht unbedingt hören können.
So wie bei Benjamin Piwko eben – er kann zwar nicht hören, ist aber glücklich, dass er tanzen kann. Und das macht er auch richtig gut. Ich möchte mir ein Beispiel daran nehmen. Möchte nicht gleich von vorneherein aufgeben, weil ich etwas nicht genauso kann, wie es die meisten anderen machen. Oder weil ich denke, dass ich etwas gar nicht kann. Leute wie Benjamin zeigen mir: Wenn ich ein gutes, heiles Leben führen will, muss ich mich auch mal was trauen. Und mein Glaube an Jesus hilft mir dabei.
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»Frieden« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.05.2019 gesendet.
Frieden ist für mich ein wichtiges Thema. Auf der Welt, aber auch in meinem eigenen Leben, mit Freunden und meiner Familie. Aber wie kann ich da eigentlich Frieden machen?
Ich streite mich manchmal. Das sind für mich kleine Kriege. Klar, ohne Tote und Verletzte. Aber manchmal sag ich was, was ich mir nicht gründlich überlegt habe. Und dann bekomme ich eine genauso böse Antwort zurück. Sowas tut dann schon auch weh.
In der Bibel steht auch von einem Streit. Da soll eine Frau sogar getötet werden, weil sie was verbrochen hat. Jesus hat sich da eingemischt. Er hat zu den Leuten, die sie umbringen wollten gesagt: „Leute, ihr habt doch sicherlich alle schon was verbockt in eure Leben. Wenn ihr sie tötet, dann müsste ja jeder getötet werden.“ Plötzlich fanden es alle blöd, dass die Frau getötet werden sollte.
Es bringt also nichts, Böses mit Bösem zu bekämpfen. Wenn ich Frieden machen will, muss ich vielleicht auch mal einstecken. Wenn im nächsten Streit jemand etwas Unbedachtes, Böses zu mir sagt, versuche ich einfach kurz zur Ruhe zu kommen. Und mir klar zu machen: Ich sage manchmal auch etwas ohne nachzudenken. Ich hoffe, dass das dann genauso gut klappt, wie damals bei Jesus.
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»Selbstbewusststein« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.05.2019 gesendet.
„Was glaubst der eigentlich, wer der ist?“ Das hat mal jemand über mich gesagt.
Es ist ja echt so, dass Leute oft Selbstbewusstsein mit Arroganz verwechseln. Ich würde mich schon als einen eher selbstbewussten Typen beschreiben. Manchmal hör ich aber von Freunden, dass hier und da gelästert wird. Ich sei arrogant, würde zu viel von mir halten und so.
Und da hat eben einer mal gemeint „Was glaubt der eigentlich, wer der ist?“. Schade, dass er mich nicht direkt gefragt hat, ich hab darauf nämlich eine Antwort: Ich bin ein Ebenbild Gottes!
Das klingt jetzt vielleicht total seltsam. Aber so steht es in der Bibel. Dort steht drin, wie Gott die Welt gemacht hat. Ob das jetzt alles so war, wie das in der Bibel steht, darüber lässt sich streiten. Aber einen Satz finde ich immer wieder cool. Nämlich, dass er den Menschen nach seinem Ebenbild erschafft. Das heißt als Mensch bin ich nicht nur irgendein Geschöpf, sondern eben das Geschöpf, das Gott sogar ähnlich ist.
Deshalb können alle Menschen selbstbewusst durch die Welt gehen. Denn ich glaube, wir sind Ebenbild(er) Gottes!
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»Suizid« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.05.2019 gesendet.
Selbstmord. Dieses Wort benutze ich so gut wie nie. Ich finde es nicht schön. Und auch nicht ganz treffend. Wenn jemand ein Mörder ist, dann meint er es böse mit einem anderen. Dann hat er so einen Hass, dass er eine Person einfach umbringen will. Ich glaube, das ist bei Leuten, die sich selber das Leben nehmen wollen, anders. Für sie ist der Grund oft Ausweglosigkeit, denke ich. Sie haben Probleme, die sie nicht mehr haben wollen. Suchen einen Notausgang. Deswegen sind sie für mich keine Mörder.
Ich denke, niemand sollte sterben wollen. Niemand sollte seinen Notausgang im Tod suchen. Ich spreche deshalb nicht von Selbstmord, sondern von Suizid.
Jesus ist da für mich ein Vorbild. Er hat sich oft um Leute gekümmert, denen es schlecht ging. Die krasse Probleme hatten. Er war für diese Leute kein Notausgang. Sondern ein Begleiter, ein Freund. Weil er für sie da war.
Ich möchte Leute deswegen gezielt darauf ansprechen, wenn sie wirken, als hätten sie Probleme oder krassen Stress. Vielleicht kann ich ja helfen. Vielleicht ein Begleiter sein, den sie in ihrer Ausweglosigkeit brauchen.
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»Preachersnsneakers« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.05.2019 gesendet.
Auf Insta habe ich einen echt krassen Account gefunden:„preachers’n’sneakers“. Dort gibt es Bilder von verschiedenen Pfarrern aus Amerika. Es geht aber dabei nicht nur um die Pfarrer. Es geht um die Sneaker, die sie anhaben. Die gehören zu den neusten Top-Modellen und kosten mehrere tausend Dollar.
In den Kommentaren regen sich die meisten total auf: Warum sich Pfarrer eigentlich so teure Schuhe leisten können? Und ob die ihr Geld nicht besser ausgeben können? Gerade als Pfarrer!
Ich hab mich gefragt, ob es sowas auch in Deutschland gibt. Also, dass Pfarrer so auffällig rumprotzen. Ich glaube nicht. Der Unterschied: in Amerika werden die Pfarrer nicht immer von der Kirche bezahlt. Sie leben oft nur von den Spenden aus ihrer Gemeinde. Deswegen müssen sie für möglichst viele Leute cool wirken. Damit die spenden wollen. Und das klappt. Manche werden sogar als richtige Stars gefeiert, füllen Hallen und haben einen Haufen Follower auf insta. Viele Firmen schenken deswegen den Pfarrern die Schuhe – so wie bei anderen Influencern eben auch. Ganz klassisches product placement.
Ich bin froh, dass in Deutschland die Pfarrer nicht zu Influencern werden müssen. Hier bekommen sie nämlich ihr Gehalt nicht von Spenden. Ich finde das richtig, denn bei Kirche geht es mir nicht um den Pfarrer oder die Pfarrerin sondern um Gemeinschaft!
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»Schlaflose Nächte« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.03.2019 gesendet.
Nachts liege ich manchmal wach. Wenn ich nicht schlafen kann, schießen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Ich gehe schonmal die Termine durch, die noch anstehen. Oder ich denke an etwas, was mir vor Kurzem passiert ist.
Ich glaube, ich mache das, weil ich tagsüber zu wenig Zeit habe, um sowas zu bedenken. Da bin ich meistens unterwegs: Für die Arbeit und mit meinen Freunden. Da habe ich dann natürlich kaum Zeit nachzudenken.
Dabei brauche ich diese Zeit, damit ich mein Leben auch gedanklich irgendwie verarbeiten kann. Das steht sogar schon in der Bibel: Alles hat seine Zeit!
Ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich mir tagsüber Zeit nehme. Um nachzudenken und zu sortieren. Deshalb will ich das jetzt ganz bewusst machen. Ich will schon tagsüber alle meine Gedanken ordnen: Termine gedanklich durchgehen. Über Sachen nachdenken. Und nachts mache ich dann das, was für mich am besten ist: Schlafen.
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»Ranking« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.03.2019 gesendet.
„Nur die Guten kommen in dem Himmel“ – das hat mir Hannah neulich erklärt. Hannah ist 8 und ich passe manchmal auf sie auf. Sie meinte dann noch: „Gott sagt dann zu denen, dass sie rein dürfen. Die Bösen dürfen dann nicht rein. Gott hat da dann so eine Liste.“
Ich finde den Gedanken spannend. Dass Gott ein Ranking hat, wer in den Himmel darf und wer nicht. Früher habe ich das auch gedacht. Inzwischen glaube ich das nicht mehr.
Einmal sagt Gott nämlich etwas anderes. Das steht in der Bibel. Er vergleicht sich mit einem Arzt: Der Arzt hat schließlich auch keine Liste mit Leuten, die er nicht behandelt. Sondern er ist erstmal für alle da. Besonders für kranke Menschen.
So ist Gott auch besonders für die da, die eben Probleme haben. Probleme, sich gut zu verhalten, die zum Beispiel lügen oder noch schlimmere Sachen machen. Probleme, an Gott zu glauben. Probleme mit ihrem eigenen Leben.
Deswegen glaube ich, dass Gott nicht nach „gut“ und „böse“ sortiert. Sondern, dass Gott alle bei sich willkommen heißt – eben auch die Leute mit Problemen.
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»Heiligenschein« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.03.2019 gesendet.
Auf alten Bildern ist es ganz easy zu erkennen, wer ein richtig guter Mensch ist. Zumindest auf Bildern in Kirchen. Da haben viele Leute einen Heiligenschein. Damit wollten Künstler zeigen, dass die Person mit Gott in ganz besonderem Kontakt steht. Damit mir klar wird: „Aha, das ist also einer von den guten Leuten!“
Die Leute, die Jesus vor mehr als 2000 Jahren gekreuzigt haben, haben bestimmt keinen Heiligenschein bei ihm gesehen. Ihnen war sicher gar nicht klar, dass Jesus zu Gott gehört. Dass er sich für die Menschen einsetzen will. Sonst hätten sie ihn ja nicht gekreuzigt.
Auch heute wird oft immer noch zwischen den Guten und den Bösen unterschieden.
Einen Heiligenschein haben die Leute aber natürlich nicht. Und manchmal werden sie auch zu Unrecht verurteilt. Wenn ein Promi zum Beispiel etwas spendet. Dann wird häufig gelästert: Das hat er doch jetzt nur gemacht, damit er gut dasteht. Eigentlich ziemlich unfair.
Wahrscheinlich ist es gar nicht so gut, Menschen in Gut und Böse einzuteilen. In Menschen mit oder ohne Heiligenschein.
Deshalb möchte ich darauf achten, Leute nicht zu schnell zu verurteilen. Ich glaube nämlich, dass in jeder und jedem etwas Gutes steckt. Heiligenschein hin oder her.
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