»Verletzlichkeit« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.05.2020 gesendet.
Vor ein paar Tagen habe ich mich mit Freunden unterhalten und wir waren gut drauf. Aber dann hat irgendwer gesagt: „Yannick liest doch eh nur die Bibel!“
Klar, ich könnte jetzt beleidigt sein. Weil’s erstens nicht stimmt und zweitens halt so klingt, als wäre die Bibel ein unnötiges Buch. Natürlich kenne ich die Bibel auch nicht vorne bis hinten auswendig. Ich bete auch nicht 20x am Tag. Aber mein Glaube und Sprüche aus der Bibel machen mich seelisch stärker. Das macht mich nicht angreifbar. Und ein Witz über die Bibel macht meinen Glauben auch nicht kleiner.
Ich hab dann geantwortet „Pass auf, was du sagst, sonst schießt Gott einen Blitz auf dich runter“ und hab gelacht. Das hat den Typen überrascht, der den Witz gemacht hat. Ich glaube, er hat nicht damit gerechnet, dass ich so mit seinem Spruch umgehen würde.
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»Schwere Tage« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.05.2020 gesendet.
Es gibt Tage, die sind gut. Da geht mir alles easy peasy von der Hand und alles ist super. Aber es gibt auch Tage, da läuft es nicht. Grade an solchen schweren Tagen frag ich mich: Wo ist Gott jetzt grade eigentlich?
Es gibt eine Geschichte von einem Menschen, der auf sein Leben zurückschaut, wie auf einen Standspaziergang. Manchmal sieht er vier Fußspuren. Seine und die von Gott. In den schweren Zeiten sieht er aber nur zwei Fußspuren. Deswegen fragt er Gott: „Sag mal, wieso warst du denn da nicht da?“ Und Gott sagt: „Ich war da. Ich hab dich getragen!“
Mir macht die Geschichte Mut. Gott ist auch bei mir, wenn es mal nicht so läuft und ich ihn vielleicht gar nicht bemerke. Er kann mir helfen, durchzuhalten, bis es wieder besser geht. Und ich hoffe, dass auch ich irgendwann auf mein Leben zurückschauen und sagen kann: Gott hat mich während der schweren Tage getragen!
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»Riesenhilfe« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.05.2020 gesendet.
Corona regiert grade die Welt. Alles Mögliche wurde dieses Jahr schon abgesagt. Ich kann mit meinen Leuten grad nur noch über Videochat quatschen. Das ist schon komisch, aber ich komm damit eigentlich ganz gut klar.
Aber ich frag mich, wie das für Leute ist, die kein Handy haben und nicht Videochatten können. Omis und Opis zum Beispiel. Die hocken dann einfach daheim und haben vielleicht niemanden mit dem sie sich unterhalten können. Ist für die sicherlich belastend.
Ich möchte deswegen meine Augen offen halten und schauen, wo ich helfen kann: Der Nachbarin, die einen Einkauf benötigt, meiner Oma, die jemanden zum Telefonieren braucht. Oder dem kleinen Bäcker-Betrieb in der Stadt. Der ist jetzt grade auf jeden Kunden angewiesen, damit er nicht pleite geht.
Für mich ist das kein Riesenaufwand. Aber es ist an vielen kleinen Ecken eine Riesenhilfe.
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»Autoschimpferei« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.05.2020 gesendet.
Eigentlich bin ich ja n ganz friedlicher Typ. Aber beim Autofahren geh ich manchmal ganz schön in die Luft. Wenn jemand bescheuert fährt – oder halt so, wie es mir grade nicht passt – reg ich mich schon auf. Und los geht die Autoschimpferei!
In der Bibel steht: „Gelassenheit verlängert das Leben“.
Und wenn ich so drüber nachdenke: Die ganze Autoschimpferei bringt wirklich nix. Das drückt nur auf meine Laune, die anderen fahren dadurch ja auch nicht besser. Und Fahren mit schlechter Laune kann für mich und andere gefährlich sein! Weil ich durch die schlechte Laune ja unkonzentriert bin.
Deswegen nehme ich mir jetzt vor, einfach n bisschen cooler und gelassener beim Autofahren zu sein. Ob’s klappt – wir werden sehen. Aber ich sag mir dann einfach immer und immer wieder: Gelassenheit verlängert das Leben!
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»Streit« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.04.2020 gesendet.
Streit gehört zum Leben dazu. Auch wenn das oft nicht schön ist. Wenn ich mich mit jemandem streite, dann fühl ich mich danach immer richtig schlecht. Vor allem dann, wenn ich weiß: Der Streit ist noch nicht vorbei! Dann denke ich mir immer: Oh, wie wird das jetzt, wenn wir uns wiedersehen? Wie hart werden wir uns zoffen? Ich hatte auch schon so Zoff, dass Freundschaften daran kaputt gegangen sind.
In der Bibel steht auch eine Geschichte über Streit. Da geht es um Lot und seinen Onkel Abraham. Die beiden haben sich auch gezankt. Also eigentlich die ganze Familie von Lot und die ganze Familie von Abraham. Irgendwann war klar: Das kann so nicht weitergehen. Und da haben sie das Land aufgeteilt. Einer den rechten Teil, einer den linken. Ohne den jeweils anderen. Sie wollten einfach ein einfacheres Leben: ohne Streiterei.
Ich finde diese Geschichte in der Bibel irgendwie sehr ehrlich. Es ist eben nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und manchmal ist es besser, nachzugeben und zu sagen: Okay, es hat hier und jetzt so keinen Wert mehr. Besser als ein endloser Streit ist das allemal. Und wer weiß: Vielleicht tut es grade in einer Streitphase gut, auch mal auf Abstand zu gehen.
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»Sofort antworten« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.03.2020 gesendet.
Super
Ich versuche, Nachrichten immer gleich zu beantworten. Egal ob bei WhatsApp oder bei E-Mails oder so. Wenn ich das gleich mache, dann muss ich später nicht mehr dran denken. Manchmal überfordert mich das aber auch ein bisschen. Zum Beispiel, wenn jemand in ner Nachricht irgendwas schreibt, was mich ärgert. Dann merk ich, dass meine Antwort gleich emotional wird, wenn ich sofort antworte. Mit der eigentlichen Sache hat das fast gar nichts mehr zu tun. Und das schaukelt sich dann so hoch.
In der Zeit der Bibel gab es zwar noch keine Mails und kein Whatsapp, aber Briefe. Und ein Typ namens Hiskia bekommt einen bösen Brief. Dann lässt er den Brief aber erstmal liegen. Er denkt drüber nach. Und will nicht einfach nur über-emotional reagieren. Er betet und redet so mit Gott drüber und überlegt sich in aller Ruhe, wie er antworten soll. Ich finde das ne richtig gute Einstellung. Das nächste Mal, wenn ich ‚ne böse Nachricht bekomme, lass ich sie einfach erstmal liegen. Oder versuch zumindest mal nicht gleich zu antworten.
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»Böse aus Spaß« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.03.2020 gesendet.
Ich bin oft ziemlich böse… aber nur aus Spaß!
Das merk ich immer wieder, wenn ich mit meinem Kumpel Tomasz abhänge. Da sagen wir oft Sachen zueinander, die wir nicht ganz ernst meinen. Sachen wie: „Tomasz, halt’s Maul!“ oder „Yannick, du bist n Idiot!“. Sowas halt.
Wichtig ist: Wir beide wissen, dass es nicht so gemeint ist und dass wir das nur so zum Spaß sagen. Sonst wären wir wahrscheinlich nicht befreundet.
Das hat aber auch Grenzen. Wenn einer von uns wirklich Probleme hat, reden wir anders miteinander. Und das ist dann nicht fake oder aufgesetzt, sondern eben eine andere Situation. Denn wir wissen beide: Worte sind ganz schön mächtig. Sie können verletzten, aber auch helfen.
Deswegen ist es mir wichtig, nur zu Leuten böse aus Spaß zu sein, die den Witz dahinter verstehen. Und wenn es zur Situation passt. Denn das macht auch wirklich nur dann Spaß, wenn sich keiner dadurch verletzt fühlt.
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»Feminismus« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.03.2020 gesendet.
Ich hab mir vor ein paar Tagen ein Video von ner YouTuberin angeschaut. In dem Video ging es um Feminismus – also Gleichberechtigung für Frauen. Fragt lieber nicht, warum ich mir das angeschaut habe. Sie meinte irgendwann, Feminismus ist heutzutage unnötig, weil Frauen doch eh schon die gleichen Rechte haben wie Männer. Und dass Frauen weniger verdienen und so, liegt halt dran, dass Frauen Kinder bekommen und daheimbleiben – selber Schuld also.
Ich finde das nicht! Jesus ist für mich in punkto Feminismus ein Riesenvorbild. Er hat nämlich vor allen über Gott geredet – auch vor Frauen. Und zu seiner Zeit war das eigentlich ein absolutes No-Go. War ihm aber egal, für ihn haben alle Menschen den gleichen Wert gehabt.
Das sollte auch heute so sein, finde ich. Klar haben Frauen vor dem Gesetz die gleichen Rechte wie Männer. Trotzdem sind mehr als 9 von 10 Mitgliedern in Vorständen männlich. Frauen sind also doch nicht SO gleichberechtigt. Feminismus ist für mich deswegen auch heute noch ein wichtiges Thema. Denn mal ehrlich: Ich kenne vieleFrauen, die Sachen besser können, als ich. Deshalb bin ich aber nicht schlechter oder sie besser. Ich kann andere Sachen. Und am Ende sind wir alle gleich viel wert – egal, welches Geschlecht.
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»Anfang« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.03.2020 gesendet.
Egal, um was es geht: Der Anfang ist immer am schwersten: Egal, ob ich mich mal zum Sport aufraffen will, oder morgens aus’m Bett aufzustehen. Der erste Schritt ist gefühlt immer der schwerste.
Eine Geschichte aus der Bibel motiviert mich aber immer wieder: Da wird erzählt, dass Jesus 5000 Menschen satt gemacht hat – mit nur 2 Fischen und 5 Broten. Eigentlich ist das ja unmöglich. Ich hab aber mal genauer geschaut, was da eigentlich steht: Jesus sagt seinen Freunden: Schaut was wir haben. Und dann verteilt er es. Und auf wundersame Weise werden dadurch alle satt. Wie genau, steht da nicht. Vielleicht hatten sie vorher einfach keine Lust, den anderen was abzugeben.
Das ist mir aber eigentlich auch egal, die Geschichte zeigt mir nämlich eins: Es lohnt sich, etwas anzufangen. Selbst dann, wenn man denkt, das Ziel ist unerreichbar. Daran will ich das nächste Mal denken, wenn ich mich davor drücken will, was anzufangen.
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»Gott spüren« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.02.2020 gesendet.
Wenn ich mit Leuten über Gott rede, kommt irgendwann immer der Satz: „Aber wie kannst du denn an Gott glauben, wenn man den gar nicht sehen kann“
Stimmt eigentlich. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen ich spüre, dass es Gott gibt. Zum Beispiel, wenn ich Musik hör. Oder Gitarre spiel.
In Physik habe ich mal gelernt: Musik ja eigentlich nichts anderes als Schallwellen, die irgendwie von irgendwoher in mein Ohr kommen. Und trotzdem kann Musik mich happy machen, oder traurig, oder nachdenklich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur an den Schallwellen liegt. Für mich liegt in der Musik deshalb auch irgendwie Gott. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass jeder Gott anders spürt.
Für mich ist auf jeden Fall klar: Da, wo ich spüre, dass mein Herz berührt wird, da ist für mich Gott. Ich muss ihn nicht sehen. Nur spüren.
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