»Steuerrückzahlung« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.01.2020 gesendet.
Kanye West sagt, Gott hat ihm eine Steuerrückzahlung von 68 Millionen Dollar geschenkt, weil er Christ geworden ist. Als ich das gelesen hab, musste ich erst kurz lachen. Aber dann dachte ich: „Der meint das ja total ernst“. Für mich klingt’s n bisschen wie ne Clickbait-Werbung, um in die Kirche einzutreten.
Nein! Ich glaube nicht, dass man von Gott Geld geschenkt bekommt, wenn man Christ wird. Auch wenns vielleicht cool wär. Ich finde sogar: Schon der Glaube ist ein Geschenk von Gott. Ich kann als Mensch zwar versuchen an Gott oder so zu glauben. Aber der eigentliche Glaube, der wirklich aus dem Herzen kommt, ist ein Geschenk von Gott.
Allein schon deswegen braucht es keine Werbung a la „Werde Christ und bekomme 68 Millionen Dollar“. Für mich ist klar: Gott versucht keinen zu bestechen. Schon gar nicht Geld. Aber es tut mir gut, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Mein Glaube gibt mir oft Kraft. Und dafür bin ich unendlich dankbar.
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»Beifahrer« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.01.2020 gesendet.
Ich bin ab und zu mit dem Auto unterwegs. Eigentlich fahre ich dann immer selber. Ganz selten bin ich auch Beifahrer. Da fühlt sich das Autofahren aber n bisschen anders an. Vor allem, wenn der Fahrer etwas wilder fährt. Ich hab denn echt auch schon manchmal gesagt: „Du, fahr doch einfach n bisschen vorsichtiger!“ Ich mein: Schließlich kann beim Autofahren ja auch voll viel passieren!
Beifahrer sein ist manchmal ganz schön schwer, finde ich. Ich will ja nicht ständig am Fahrstil rummeckern. Und ich muss darauf vertrauen, dass der andere verantwortungsvoll fährt.. Dabei ist mir ist aufgefallen: Eigentlich bin ich auch, wenn es um mein Leben geht, nur Beifahrer: ich durfte mir schließlich nicht aussuchen, wann ich auf die Welt gekommen bin. Und ich entscheide auch nicht darüber, wann ich denn irgendwann sterbe.
Bei diesen Fragen vertraue ich darauf, dass Gott sie entscheidet. Dass er der Fahrer ist sozusagen. Und dass er nicht risky mit meinem Leben umgeht, sondern eher wie ein Freund, der es gut mit mir meint.
Beifahrer sein kann genau dann ja auch total schön sein. Weil ich mich dann zurücklehnen kann und die Fahrt einfach genieße.
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»Zeitmillionär« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.12.2019 gesendet.
Ab morgen ist wieder jeder von uns Millionär. Doch wirklich! Also zumindest Zeitmillionär! Jedes Jahr haben alle von uns 31.536.000 Sekunden zur Verfügung. Klingt erstmal nach viel. Bloß, es fühlt sich nicht so an. Für mich vergeht jedes Jahr irgendwie schneller und schneller. Das liegt, glaube ich, daran, dass ich mehr zu tun habe als früher. Als Kind war für mich ein Jahr immer superlang. Es hat immer ewig gedauert, bis es wieder Silvester war. Heut‘ ist das wie gesagt anders!
Ich möchte mir deswegen für 2020 einen Satz aus der Bibel zu Herzen nehmen: Da sagt nämlich einer zu Gott: „Meine Zeit steht in deinen Händen“. Heißt: Zeit ist nicht einfach nur etwas, was vergeht. Zeit ist erstmal ein Geschenk. Und wie ich mit dem Geschenk umgehe, das liegt an mir.
Ich möchte mich genau daran erinnern, wenn ich nächstes Jahr mal wieder denke, die Zeit läuft mir davon. Zeit ist ein Geschenk. Und ich versuche, mir ganz genau zu überlegen, was ich mit meinen Millionen Sekunden mach. Um halt das Beste aus dem neuen Jahr rauszuholen!
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»So macht Warten Spaß« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.12.2019 gesendet.
Ich warte – jeden Tag. Immer auf was anderes. Manchmal auf ne wichtige Mail. Manchmal auf meinen besten Freund. Manchmal auf n Paket. Manchmal warte ich auch nachts drauf, dass ich endlich einschlafen kann. Und immer hat Warten auch was mit Stress zu tun. Ich will ja, dass es weitergeht. Dass ich die Mail beantworten kann oder dass ich endlich schlafe oder so!
Auch der Advent hat was mit Warten zu tun. Christen warten auf den Geburtstag von Jesus. Der wird ja an Weihnachten gefeiert und ist für uns ein wichtiges Fest. Weil Jesus ja so ne krasse Verbindung zu Gott hatte. Und die vier Wochen vor Weihnachten ist Advent.
Das Warten im Advent fühlt sich aber irgendwie anders an als das andere Warten. Klar: Am Jahresende ist es immer super-stressig mit Job und Weihnachtsvorbereitungen und so. Im Advent nehm ich mir aber trotzdem bewusst Zeit. Treff mich mit Freunden oder meiner Familie. Wir essen Weihnachtskekse. Oder hören Weihnachtsmusik. Oder wir verbringen einfach Zeit miteinander, die wir sonst vor lauter Stress nicht haben. So macht Warten Spaß!
Ich möchte deswegen heute und an den nächsten zwei Advents-Sonntagen das Warten auf Weihnachten ganz bewusst genießen!
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»Nikolaus dreht durch« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.12.2019 gesendet.
Heute gibt’s gleich zwei Gründe zu feiern: „DASDING dreht durch“ und: Heute ist Nikolaustag!
DASDING erfüllt euch heute einen Tag lang jeden Musikwunsch. Literally: Jeden!
Und auch beim Nikolaus geht’s ja irgendwie darum, dass Wünsche erfüllt werden. Deswegen stellen ja viele Kinder den Stiefel vor die Tür. Damit der Nikolaus ihn mit Süßigkeiten und anderen Sachen füllt. Ich freu mich natürlich auch heute noch über Geschenke von meinen Eltern und meinen Freunden zum Nikolaustag.
Ich find’s aber irgendwie schade, dass fast gar keiner mehr weiß, warum wir eigentlich Nikolaus feiern. Der Nikolaus war nämlich eine echte Person. Ein Bischof aus der heutigen Türkei. Ihm ging es aber nicht nur um den Spaß – es war also nicht 1x im Jahr „Der Nikolaus dreht durch“ und dann hat er Geschenke rausgeballert.
Dem Nikolaus ging es vor allem darum, Menschen zu helfen, die nur wenig hatten.
Für mich ist der Nikolaustag deswegen mehr als nur Geschenke. Er macht mich auch drauf aufmerksam, was für Leute zu tun, die weniger haben als ich. Ich unterstütze deswegen ein Projekt, bei dem man Geld und Sachen für Menschen spenden kann, die sich keine Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenke leisten können. Das gehört für mich auch zum Nikolaustag dazu.
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»Alles ist erlaubt« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.12.2019 gesendet.
Alles ist erlaubt! – Kein Witz, das steht so in der Bibel!
Eigentlich denkt man ja, in der Bibel stehen voll viele Regeln: Du sollst nicht töten, du sollst deinen Nächsten lieben, du sollst dies nicht, du sollst das. Und in dem gleichen Buch steht dann drin:
„Alles ist erlaubt!“ - Für mich ist die Stelle eine der wichtigsten in der Bibel. Sie geht auch noch n bisschen weiter: „Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist gut. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf!“
Ich verstehe die Stelle so: Als Christ bin ich frei. Ich darf tun, was ich will. Ich soll mir aber im Vorfeld Gedanken drüber machen, was gut ist. Ob ich mit dem, was ich so mache, noch in den Spiegel schauen kann. Eigentlich gar nicht so leicht, sich im Vorfeld immer über alles so extrem Gedanken zu machen. Ich mein‘: Wer kann schon sagen, was passiert, wenn ich dies oder das mache? Alles, was ich tue hat immer irgendwelche Konsequenzen. Und die kann ich nicht immer gleich abschätzen. Deshalb gibt es ja auch ein paar Regeln in der Bibel. Wie das mit dem Nicht-Töten und so. Aber die paar Regeln reichen eben nicht. Genau deswegen steht in der Bibelstelle: Alles, was ich tue soll aufbauen. Also das Leben besser machen. Für die Leute, mit denen ich so zu tun habe und natürlich auch für mich selbst.
Ich bin froh, dass in der Bibel steht, dass ich meine Entscheidungen frei treffen darf. Mein Glaube bevormundet mich nicht: Alles ist erlaubt, zumindest alles, was die Welt besser macht!
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»Demokratie« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.11.2019 gesendet.
Kirche und Demokratie. Das gehört für mich irgendwie zusammen. Schon vor 2000 Jahren haben Christen Gemeinde-Vorstände gewählt worden. Natürlich noch nicht mit Wahlzettel und Urne und so – aber die Kirche hat sich ja seitdem auch ‚n bisschen verändert.
Heute gibt‘s die Kirchenwahlen. Die sind diesen Sonntag in den evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg. Dort werden Kirchengemeinderäte gewählt. In manchen Orten auch die Landessynode. Das sind beides auch irgendwie Vorstände. Der Kirchengemeinderat für die Gemeinde. Die Synode für die ganze Landeskirche, also ein paar Stufen höher als der Kirchengemeinderat.
Beide haben aber wichtige Sachen zu entscheiden: Welche sozialen Projekte die Kirche unterstützen will, wie Gottesdienst aussehen soll. Und natürlich auch: Wohin die Kirchensteuer fließt! Wählen dürfen übrigens alle Evangelischen aus Baden-Württemberg, die 14 und älter sind!
Ich find‘s wichtig, dass ich mitentscheiden kann, wie Kirche sein soll. Deswegen gehe ich diesen Sonntag zur Wahl. Ich will zeigen: Kirche und Demokratie – das gehört zusammen!
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»Reformationstag« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.10.2019 gesendet.
Heute ist der 31. Oktober – ihr denkt sicher an Halloween, die evangelische Kirche hat aber auch was zu feiern: Reformationstag! Die Story vom Reformationstag ist schon mehr als 500 Jahre her. Damals ging es in der Welt noch n bisschen anders zu. Die Kirche war fett im Geschäft. Sie hat den Leuten manchmal auch voll Angst gemacht. Hölle und so. Deswegen haben die Leute sogar dafür bezahlt, dass sie in den Himmel kommen. Aus heutiger Sicht irgendwie unvorstellbar.
Das hat aber auch schon damals ein paar Leute geärgert.
Aber klar, gesagt hat erstmal keiner was. Alle hatten Schiss. Man wollte ja bloß keinen Stress mit der Kirche oder mit Gott.

Es haben sich dann aber doch ein paar Leute getraut, zu sagen, dass was nicht stimmt.
Einer von ihnen war Martin Luther. Er hat als Mönch für die Kirche gearbeitet. War also jetzt keiner von den Großen, Mächtigen. Trotzdem hat er Vorschläge gehabt, wie in seinen Augen die Kirche besser laufen könnte. Dass man mit der Angst von den Leuten zum Beispiel nicht spielen soll, um Geld zu machen. Die Vorschläge hat er dann anscheinend an die Kirchentür in Wittenberg genagelt. Das hat sich dann richtig schnell rumgesprochen. Und wegen Martin Luther und ein paar anderen hat sich die Kirche dann auch tatsächlich geändert. Daraus ist dann die heutige evangelische Kirche entstanden.

An Martin Luther und die Story mit der Tür denken wir heute immer noch am Reformationstag. War nämlich am 31. Oktober 1517.
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»Kirchenwahlen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.10.2019 gesendet.
Heute in fünf Wochen wird gewählt. Kein Bundestag und keine Stadträte. In Baden-Württemberg sind in der Evangelischen Kirche Kirchenwahlen. In Rheinland-Pfalz gibt’s die auch, aber erst später. Bei diesen Wahlen werden vor allem die Kirchengemeinderäte gewählt – die kümmern sich um alles, was in einer Kirchengemeinde so läuft – also Angebote für Jugendliche, wo und wann Gottesdienste sind, welche Musik es da gibt und sowas. Die können also echt mitbestimmen und was bewegen.
Ich finde es gut, dass es Wahlen gibt. Denn: wenn immer nur die Gleichen entscheiden, dann ändert sich nichts. Wahlen machen die Kirche lebendiger. Und natürlich auch die Gesellschaft. Und je mehr Leute wählen gehen, desto lebendiger und vielfältiger wird die Kirche. Deshalb finde ich es auch wichtig, dass man schon ab 14 wählen darf, wenn man zu einer evangelischen Kirchengemeinde gehört.
Für mich heißt das jetzt erstmal: Informieren, wen ich denn überhaupt wählen kann. Wie die die Kirche verändern wollen. Und dann im Dezember zur Wahl gehen.
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»Gott-Flammen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.10.2019 gesendet.
Wenn man mit dem Zug unterwegs ist, kriegt man ja ganz schön viel mit. Neulich hab ich zwei Jugendlichen beim Quatschen zugehört. Sie haben drüber geredet, wer mehr Snapchat-Flammen hat. Flammen bei Snapchat sind die Belohnung, wenn man täglich mit einem anderen Kontakt Bilder hin- und herschickt. Macht man das viele Tage am Stück, heißt das viele Flammen. Schafft man es an einem Tag aber nicht, ein Bild zu schicken, verliert man alle Flammen.
Ich hab mich gefragt, wie das wäre, wenn Gott wäre wie Snapchat. Also wenn Gott zu mir sagen würde „Für jeden Tag, den du betest, bekommst du ‘ne Gott-Flamme. Aber wenn du einmal vergisst zu beten, verlierst du alle“
Ich bin ehrlich: Ich hätte schon längst alles verloren.
Bei Gott ist das aber anders. Zum Glück. Jesus hat dazu mal ‘ne Geschichte erzählt. Ein junger Mann hat beschlossen, dass er von zu Hause weg wollte. Deshalb hat er sich von seinem Vater sein ganzes Erbe auszahlen lassen. Die Kohle war er aber ziemlich schnell wieder los, weil er zu viel gefeiert hat. Deshalb blieb ihm irgendwann nichts übrig, als wieder heim zu gehen. Und sein Vater hat ihn einfach wieder aufgenommen. Die Liebe zwischen den beiden war nicht einfach weg. Im Gegenteil: Der Vater hat sich voll gefreut, seinen Sohn wieder zu sehen.
Für mich ist das eine beruhigende Nachricht. Denn ich muss keine Angst haben, dass Gott böse auf mich ist, wenn ich mal nicht an ihn denke. Er freut sich über mich – meine „Gott-Flammen“ gehen nicht verloren.
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