»Vorurteil« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.10.2020 gesendet.
Auf Facebook ist mir ein Beitrag vorgeschlagen worden, der mich echt geärgert hat! Da stand: "An alle Muslime". Und weiter ging es mit "Wir sind hier in Deutschland. Hier werden keine Ehrenmorde begangen, hier werden keine Kinder verheiratet" und und und.
Ich frage mich, ob die Person, die den Beitrag geschrieben hat, sich schon mal ernsthaft mit einem Moslem unterhalten hat. Ich glaube ja nicht. Sonst würde er so was nicht behaupten.
Klar, es gibt Moslems, die Straftaten begehen. Aber genau so gibt es auch Christen, Juden und Atheisten, die sowas machen. Das hat nichts mit der Religion zu tun! Aber über andere schimpfen und sie verurteilen, das geht halt leicht.
Ich habe unter den Beitrag übrigens kommentiert, dass ich ihn voll daneben finde. Ich finde, gerade wenn jemand eine andere Religion hat als ich, sollte ich mich mit ihm unterhalten und nicht einfach irgendwas behaupten und dann darüber schimpfen. Denn wenn ich mit ihm geredet habe, weiß ich dann mehr über die Religion meines Gegenübers und er weiß mehr über meine. Das hilft Vorurteile abzubauen und seine Religion besser zu verstehen.
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»Gendersternchen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.10.2020 gesendet.
Gott mit Gendersternchen. So möchte eine katholische Studierendengruppe Gott in Zukunft schreiben. Sie möchten darauf aufmerksam machen, dass Gott zwar ein männliches Wort ist. Es heißt ja: DER Gott. Aber, dass Gott eben kein Mann ist, sondern ein genderneutrales Wesen.
Ich selbst finde es zwar etwas ungewohnt, Gott mit Gendersternchen zu schreiben. Aber die Idee dahinter finde ich wirklich gut. In der Bibel steht die Geschichte, wie Gott die Menschen gemacht hat. Da heißt es: Er schafft den Menschen nach seinem Ebenbild als Mann und Frau. Das heißt: Gott ist nicht auf ein bestimmtes Geschlecht festgelegt. Gott hat etwas von beiden Geschlechtern.
Klar, es gibt auch Stellen, wo Gott als Mann dargestellt wird, z. B. im Vaterunser. Aber Ich glaube, dass ist dann ein Teil Gottes. Es bedeutet nicht, dass Gott ausschließlich ein Mann ist. Er ist mehr. Er kann wie ein Vater sein, aber auch wie eine Mutter.
Ob es den Genderstern dafür braucht, dass das klar wird, weiß ich nicht. Aber ich finde es wichtig, darüber zu sprechen und Gott nicht auf ein Geschlecht festzulegen.
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»Together« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.10.2020 gesendet.
Mein Song des Jahres ist nicht Savage Love oder Rain On Me, sondern Together von Sia. Ich find, der Song hat ne echt wichtige Message. Es geht darum, dass das Leben zusammen einfach besser geht. Together we can take it higher. Heißt: Wir Menschen sind alle unterschiedlich und haben jeweils andere Stärken und Schwächen. Wenn aber alle einander helfen, dann können wir gegenseitig unsere Schwächen kaschieren.
Mich erinnert dieser Gedanke auch ein bisschen an eine Stelle aus der Bibel. Da heißt es: Eine Gemeinde ist wie ein Körper mit unterschiedlichen Körperteilen. Ein Ohr hat andere Stärken als ein Fuß. Aber wenn sie zusammenarbeiten, kann der Mensch gehen und sehen! Ich denke, das ist nicht nur bei einer Gemeinde so, sondern bei allen Menschen.
Daran will ich denken, wenn ich mit meinen Schwächen zu kämpfen habe. Wir sind wie ein Körper und jemand anderes kann genau das, was ich eben nicht kann. Und zusammen ergänzen wir uns dann gut. Oder wie Sia es eben sagen würde: Together we can take it higher!
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»Gesund vs. Geliebt« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.08.2020 gesendet.
Was ist für euch das Wichtigste im Leben? Ich denke, viele antworten auf die Frage mit: Am allerwichtigsten ist es mir, dass ich gesund bin. Ich kann das gut verstehen. Ich mein: Wenn man krank ist, ist das Leben oft schwerer. Man liegt im Bett oder ist zumindest irgendwie geschwächt.
Ich glaube trotzdem, dass es noch was Wichtigeres gibt als Gesundheit. Nämlich Liebe!
Klingt jetzt erst mal ziemlich abgedroschen. Aber ich merk das bei einer Freundin von mir. Oder vielmehr bei ihrer Oma. Die wird bald 100 Jahre alt, liegt nur noch im Bett, ist dement. Von gesund kann man da wohl kaum reden. Aber ihre Familie kümmert sich um sie: Kinder, Enkel, sogar Ur-Enkel. Sie kommen vorbei und verbringen Zeit mit ihr. Und zeigen ihr damit, dass sie sie lieben. Und meinem Eindruck nach ist die Oma glücklich mit ihrem Leben, obwohl sie alt und krank ist.
Für mich ist deshalb das Wichtigste Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind. Und im Gegenzug zu wissen, dass diese Menschen dann auch für mich da sind. Wenn ich dann mal krank bin.
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»Heldinnen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.08.2020 gesendet.
Die Bibel ist ein Männerbuch. Sagt zumindest ne Freundin von mir. Irgendwie hat sie ja auch recht: Wenn ich so an wichtige Menschen in der Bibel denke, fallen mir Jesus und Mose ein, vielleicht auch noch an Noah mit seiner Arche. Aber Frauen sind eigentlich eher selten Heldinnen in der Bibel.
Aber es gibt welche. Esther zum Beispiel. Von der wird erzählt, dass sie ziemlich unverhofft die Frau des Königs wird. Also sie war nicht schon immer adelig oder so. Irgendwann will der König einen Krieg anfangen, weil manche ne andere Religion haben als er. Esther setzt sich aber gegen diesen Krieg ein. Sie bricht Regeln, hätte sogar mit dem Tod bestraft werden können. Alles, um ihrem Mann noch mal zu erklären, wie wichtig Religionsfreiheit ist und zu verhindern, dass Menschen wegen ihrer Religion getötet werden. Zum Schluss versteht der König Esther und bläst den Krieg ab.
Ester ist eine Heldin! Sie ist mutig und setzt sich für Menschen ein, auch wenn sie deswegen mit schweren Konsequenzen rechnen muss.
Esthers Geschichte ist nicht so bekannt wie die von den männlichen Helden. Das möchte ich ändern. Denn ich finde: Esther ist ganz eindeutig eine Heldin.
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»Geschenk Leben« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.08.2020 gesendet.
Manchmal schaue ich in den Spiegel und denk mir: "Ich hab auch schon mal besser ausgesehen!" Und dann gibt es Tage, da frag ich mich: "Bin ich mit meinem Leben eigentlich zufrieden?" Soll ich was ändern?
Als Christ bin ich der festen Überzeugung, dass Gott mich gemacht hat. Und dass er sich Mühe dabei gegeben hat. Er hat mir alles gegeben, was ich so brauche: Ein Herz, das mich am Leben hält, Luft zum Atmen, andere Menschen, mit denen ich zusammen sein kann und einen Willen, mit dem ich selbst entscheiden kann, wie es mit mir weitergeht. Das alles hat er mir geschenkt!
Daran möchte ich das nächste Mal denken, wenn ich so unzufrieden bin. Mit einem Geschenk gehe ich sorgsam um. Ich bin dankbar dafür, dass ich es bekommen habe. Und wenn ich das Leben als Geschenk, und nicht als Selbstverständlichkeit, ansehe, bin ich viel motivierter, an allem zu arbeiten, was mich unzufrieden macht. Ich will dann das verändern, was mich in meinem Leben stört. So lange, bis ich wieder mit mir und meinem Leben zufrieden bin.
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»Die andere Wange hinhalten« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.08.2020 gesendet.
"Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, halt ihm auch die Rechte hin" – klingt wie der schlechteste Selbstverteidigungskurs der Welt, sagt Jesus aber genau so in der Bibel.
Ich glaube aber nicht, dass Jesus will, dass wir uns verdreschen lassen. Ich glaube, der Satz ist bildlich gemeint! Ich meine, welche Möglichkeiten hab ich denn, wenn mich jemand schlecht behandelt? Mich auf die linke Wange schlägt? Ich kann zurückschlagen. Dann behandle ich ihn auch schlecht. Oder ich kann mich zurückziehen – dann fühlt sich mein Gegenüber wahrscheinlich bestätigt und macht immer so weiter. Ich finde beides irgendwie blöd.
Ich denke, der Satz von Jesus zeigt einen ganz guten Mittelweg: Wenn mir jemand was Böses will, soll mich das nicht davon abbringen, ein guter Mensch zu sein. Ich soll mich nicht davon beeinflussen lassen und selbst andere Menschen schlecht behandeln. Ich soll mich aber auch nicht vor dem Bösen verstecken. Dem Gegenüber das Feld überlassen, sondern irgendwie auf ihn reagieren. Ihm zeigen: Du schüchterst mich nicht ein! Deswegen finde ich das mit dem "Die-andere-Wange-Hinhalten" sogar einen ziemlich guten Selbst-Verteidigungstipp. Nur halt eben anders, als es erst mal scheint.
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»Scheidung« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.08.2020 gesendet.
Heute reden wir bei DASDING den ganzen Tag übers Thema Scheidung. Viele Leute denken, dass die Kirche grundsätzlich gegen die Scheidung sei. So ganz stimmt das aber nicht. Das ist auch in der evangelischen und katholischen Kirche ein bisschen unterschiedlich.
Klar, es gibt in der Bibel Stellen, die Scheidung ausschließen. Als perfektes Bild stellt die Bibel sich vor, dass Menschen ein Leben lang zusammen bleiben. Aber wir alles wissen auch: Menschen sind nicht eben perfekt, machen Fehler und manchmal passt es in einer Beziehung auch einfach nicht mehr. Wir sollen uns bemühen, die Ehe ernst nehmen, nicht bei der ersten Schwierigkeit aufgeben. Aber wenn es nicht mehr geht, dann verurteilt uns Gott nicht.
In einer wichtigen Stelle über die Ehe steht in der Bibel, dass der Frieden untereinander das wichtigste ist!
Ich glaube, das heißt, dass es Gott wichtiger ist, dass wir Menschen gut miteinander auskommen. Und nicht, dass Leute verheiratet bleiben, obwohl sie das nicht mehr wollen. Und für den Frieden untereinander ist eine Scheidung dann vielleicht manchmal auch besser. Als letzter Schritt sozusagen. Ich denke: Viel schlimmer ist es, wenn Menschen unglücklich für immer zusammenbleiben.
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»Freier Wille« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.07.2020 gesendet.
Warum lässt Gott zu, dass es Krieg gibt? Warum hassen sich Menschen? Diese Fragen sind wahrscheinlich fast so alt wie der Glaube an Gott selbst. Und auch heute fragen sich das noch viele. Ich versteh es, wenn Menschen dann sagen: Das ist der Beweis dafür, dass es keinen liebenden Gott gibt! Sonst würde er doch machen, dass die Menschen gut sind! Man kann das so sehen.
Aber ich glaube, das ist zu kurz gedacht. Denn ich glaube: Gott hat uns mit freiem Willen gemacht. Das steht ganz am Anfang in der Bibel. Gott macht da die ersten Menschen – Adam und Eva. Und die können ganz frei entscheiden, was sie tun. Sie können sogar tun, was Gott ausdrücklich verboten hat.
Das heißt für mich: Gott ist kein Puppenspieler und wir Menschen sind keine Marionetten, sondern wir können nach unserem eigenen Willen handeln. Gott traut uns zu, dass wir uns richtig verhalten und keinen Krieg anfangen oder andere Menschen diskriminieren. Leider passiert das aber immer wieder. Gerade deswegen ist es wichtig für mich, genau zu überlegen, wie ich mit meiner Freiheit umgehe. Wie ich mich anderen gegenüber verhalte. Denn ich bin am Ende für mein Verhalten selbst verantwortlich.
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»Entscheidungen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.07.2020 gesendet.
Ich in der Eisdiele. Was soll ich nehmen: Erdbeere oder Vanille? Hinter mir ist schon eine riesige Schlange, das setzt mich unter Druck und deswegen nehm ich halt irgendeins von beiden.
Ich treff super ungern Entscheidungen. Beim Eis ist das noch weniger schlimm. Aber wenn es mal um wichtige Entscheidungen in meinem Leben geht, mach ich mich manchmal wochenlang verrückt. Da überleg ich hin und her.
Ich will halt keinen Fehler machen und meine Entscheidung nachher bereuen. Das Problem ist aber: Ich kann oft vorher gar nicht so genau sagen was passiert, wenn ich mich jetzt so oder so entscheide.
Aber mir hilft ein Satz aus der Bibel. Da sagt Gott: „Ich werde bei dir sein und dich beschützen, wohin du auch gehst.“
Heißt: Egal, wie ich mich entscheide. Egal, in welche Richtung ich gehe. Gott ist bei mir. Das macht mir Mut, dann wirklich auch Entscheidungen zu treffen. Auch wenn ich mir nicht 100% sicher bin, ob sie richtig sind. Keine Entscheidung kann so falsch sein, dass Gott mich verlässt. Und selbst wenn ich einen Fehler mache: Gott wird mir helfen, das wieder in Ordnung zu bringen.
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