»Hochzeit« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.02.2019 gesendet.
Meine Schwester heiratet im Oktober. Also eigentlich ist sie schon seit 3 Jahren verheiratet – standesamtlich. Aber dieses Jahr wollen sie und ihr Mann auch kirchlich heiraten.
Als ich das einem Kumpel erzählt habe, meinte er nur: Heiraten ist doch spießig. Man kann doch auch so zusammenleben. Eigentlich hat er da ja auch Recht: Meine Schwester und ihr Mann können auch einfach so zusammenleben. Ganz ohne Hochzeit. Oder nur standesamtlich verheiratet.
Trotzdem finde ich, dass die kirchliche Hochzeit dann nochmal ein großer Schritt ist. Dass die beiden eben nicht nur sagen: Wir wollen jetzt verheiratet sein auf dem Papier. Sondern: Wir wollen, dass auch Gott dabei ist. Denn das passiert bei der kirchlichen Trauung. Da segnet die Pfarrerin oder der Pfarrer das Paar und bittet Gott um Unterstützung für ihr gemeinsames Leben.
Für mich hat das nichts mit Spießigkeit zu tun, sondern mit dem Feiern der Liebe. Wir feiern die Liebe zwischen meiner Schwester und ihrem Mann. Und wir feiern die Liebe zwischen Gott und den Menschen.
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»Perfekt« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.02.2019 gesendet.
Das Zeitschriftenregal im Supermarkt ist riesig. Es gibt Zeitschriften für Jugendliche, für junge Erwachsene, für ältere Menschen. Zeitschriften für Männer, Frauen, Kinder. Eigentlich sind sie ziemlich unterschiedlich. Trotzdem sehen sie alle gleich aus.
Auf dem Cover ist meistens eine Person, die richtig gut aussieht. Makellose Haut, verführerisches Lächeln, strahlende Augen. Perfekt eben.
Wenn ich das so im Supermarkt sehe, fühle ich mich immer ein bisschen seltsam. Beim Einkaufen sehe ich nie so perfekt aus. Und ich weiß auch, dass ich so perfekt gar nicht aussehen kann: Die Bilder sind oft stark bearbeitet und wurden von professionellen Fotografen geschossen.
Trotzdem geben die Zeitschriften mir das Gefühl, dass es Stars gibt, die eben perfekt sind.
In der Bibel heißt es einmal: Der Mensch sieht nur das, was er mit den Augen sieht. Gott sieht aber das Herz an. Das heißt, es gibt eben noch mehr als die Fassade. Mehr als die makellose Haut und die strahlenden Augen. Es kommt im Leben vor allem darauf an, dass ich ein gutes Herz habe. Das hilft mir, wenn ich mich das nächste Mal neben dem Zeitschriftenregal unperfekt fühle.
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»Zweifel« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.01.2019 gesendet.
Wie kann ich eigentlich an Gott glauben, wenn ich ihn gar nicht sehen kann?
Diese Frage haben nicht nur Menschen heute, sondern die hatten sie schon, als Jesus gelebt hat. In der Bibel steht dazu eine Geschichte. Jesus ist gekreuzigt worden und gestorben. Dann ist er wieder auferstanden und hat sich mit seinen Freunden getroffen. So glauben das Christen.
Einer von seinen Freunden – Thomas – konnte das einfach nicht glauben. Also, dass Jesus wieder da war. Er war schließlich gestorben!
Thomas wollte dann Beweise. Jesus wurde ja gekreuzigt. Da musste es doch irgendwelche Wunden geben, die er zeigen konnte. Und tatsächlich hat Jesus ihm die Wunden gezeigt. Thomas durfte sie sogar anfassen. Dann hat er ihm geglaubt. Er wusste: Jesus ist von den Toten auferstanden.
Für uns Menschen heute ist das schwieriger, denn Jesus kann uns keine Wunden mehr zeigen. Aber die Geschichte von Thomas zeigt mir eins: Jesus geht auf Zweifler zu. Das heißt: Selbst wenn ich mal Schwierigkeiten mit dem Glauben habe, ist Jesus für mich da.
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»Selbstwert« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.01.2019 gesendet.
Vor kurzem hab ich doch tatsächlich 20 Euro auf der Straße gefunden. Der Schein lag einfach da. Sah natürlich auch schon etwas mitgenommen aus. Zerknickt, ein bisschen eingerissen und so. „Aber hey, 20 Euro sind 20 Euro“ habe ich mir gedacht und hab mich darüber gefreut.
Trotzdem hab ich noch länger an den Geldschein denken müssen. Denn manchmal fühle ich mich auch etwas mitgenommen. Das sieht man mir dann eben auch noch an. In solchen Momenten fühle ich mich, als wäre ich weniger wert oder schlechter, als wenn es mir gut geht.
In der Bibel steht: Gott sagt ganz oft, dass das nicht stimmt. Es kommt eben nicht darauf an, was ich im Leben tue. Oder wie fertig ich gerade bin. Für Gott habe ich immer einen hohen Wert, ich bin ihm immer gleich wichtig.
Daran möchte ich jetzt öfter denken, wenn ich mich mal fertig fühle. Dass ich deswegen nicht an Wert verliere.
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»Wir haben doch schon alles« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.12.2018 gesendet.
Jedes Jahr stelle ich meinen Eltern die gleiche Frage: „Was wünscht ihr euch zu Weihnachten?“ Und jedes Jahr bekomme ich die gleiche Antwort: „Wir haben doch schon alles!“ Dieses Jahr hat meine Mutter noch was dazu gesagt: „Hauptsache, wir als Familie feiern zusammen“.
Seit nicht mehr alle Kinder zu Hause wohnen, kommt es selten vor, dass die ganze Familie mal zu Hause ist.
Ich kann meine Mutter verstehen. Ich möchte Weihnachten auch mit den Menschen feiern, die ich liebe und die mir wichtig sind. An Weihnachten feiern Christen, dass Jesus auf die Welt gekommen ist. Als er geboren wurde, waren natürlich auch die Menschen da, die ihn geliebt haben – seine Eltern. Diese Geschichte steht in der Bibel. Da steht aber auch, dass da noch mehr waren. Zum Beispiel Hirten. Die haben durch Engel von Jesus erfahren. Und als sie mitbekommen haben, dass Jesus geboren wurde, sind sie gleich hin zu ihm. Sie wollten sehen, was da los war.
Weihnachten mit meinen Lieben verbringen- das will ich unbedingt. Deshalb ist das größte Geschenk, das ich meinen Eltern machen kann: Weihnachten mit der Familie feiern – und in vollen Zügen genießen. Eine Kleinigkeit bekommen meine Eltern natürlich trotzdem – auch wenn sie scheinbar schon alles haben.
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»Zünd ein Licht an« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.12.2018 gesendet.
Winter – auch wenn es dieses Jahr noch nicht wirklich kalt ist, merke ich, dass es Winter ist. Denn wenn ich zur Arbeit fahre, ist es dunkel. Und wenn ich von der Arbeit Heim fahre, ist es auch dunkel. Mich nervt das echt. Aber daheim mache ich es mir dann immer gemütlich. Zünd‘ mir ein Licht an. Gerade in der Adventszeit geht das ja ganz gut – am Adventskranz oder elektrische Lichter am Weihnachtsbaum.
Es gibt noch einen Grund, warum man an Weihnachten so gern Kerzen anzündet. Nicht nur, damit die dunkle Jahreszeit etwas erträglicher wird. Sondern, weil Weihnachten eine ganz besondere Bedeutung für Christen hat. Sie glauben, dass Jesus an Weihnachten geboren wurde. Und dass er wichtig für die Menschen ist. Ein Licht für die Welt sozusagen. Und dieses Licht ist an Weihnachten mit Jesus auf die Welt gekommen. Noch ein Grund, mein zu Hause an Weihnachten mit vielen Lichtern zu dekorieren.
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»Adventskalender« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.12.2018 gesendet.
Dieses Jahr habe ich gleich zwei Adventskalender. Einen ganz normalen. Und einen auf WhatsApp. Aus dem ersten kommt jeden Tag bis Weihnachten etwas anderes raus. Kleine Duschgels, Süßigkeiten und sowas. Wie das eben bei jedem Adventskalender ist. Mein WhatsApp-Adventskalender funktioniert aber ganz anders.
Der Adventskalender ist eigentlich eine große Whatsapp-Gruppe mit 50 Leuten. 24 davon haben sich gemeldet, dass sie etwas für den Adventskalender machen wollen. Seit dem ersten Dezember bekomme ich jetzt immer eine Whatsapp-Nachricht aus der Gruppe. Und die Nachrichten sind richtig verschieden. Ein lustiges Weihnachtsvideo, eine weihnachtliche Geschichte, sogar eine Audioaufnahme von Weihnachtsmusik.
Meine Adventskalender sind mir echt wichtig. Ich finde die Zeit vor Weihnachten nämlich besonders. Auf Weihnachten warten bedeutet auch zur Ruhe kommen. „Advent“ heißt „Ankunft“ – Christen warten in den 4 Wochen vor Weihnachten auf die Ankunft von Jesus. Erinnern sich daran, um was es bei Weihnachten geht. Die Weihnachtsgeschichte erzählt nämlich davon, wie Jesus geboren wurde.
Ich freue mich, dass es unterschiedliche Adventskalender gibt. So ist das Warten auf Weihnachten voller Überraschungen.
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»Martinstag« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.11.2018 gesendet.
Die Geschichte von St. Martin kennt jedes Kind. Er reitet auf seinem Pferd, sieht einen obdachlosen Bettler und teilt seinen Mantel in zwei Stücke, damit der nicht mehr frieren muss. Bis heute feiert man deswegen den Martinstag – und der ist heute!
Ich frage mich manchmal, ob ich auch so wie St. Martin handeln würde. Wenn ich am Bahnhof Obdachlose sehe, gehe ich meistens schnell weiter. In Deutschland muss schließlich niemand auf der Straße leben, denke ich mir. Es gibt dafür ja Ämter, Heime und andere Organisationen. Und wer weiß – vielleicht müssen die Bettler das Geld, das sie den Tag über bekommen, am Ende des Tages irgendwo abgeben. Solche Geschichten hört man ja immer wieder.
Trotzdem muss es aber Gründe geben, warum Menschen dann doch betteln gehen. Ich möchte deswegen helfen. Will mich schlau machen, welche Organisationen sich gegen Obdachlosigkeit einsetzen. Vielleicht kann ich mich da irgendwie einbringen. Ich möchte auf jeden Fall etwas dafür tun, dass es gerecht zugeht. Und helfen, so wie St. Martin.
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»Hunger« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.11.2018 gesendet.
Die Zahl der Hungernden weltweit steigt wieder. Das steht im aktuellen Welthungerindex. Ich finde das echt schlimm. Wie schlimm muss das sein, wenn man gar nichts oder nur viel zu wenig zu essen hat?
Ich kann mir das nicht richtig vorstellen: Wenn ich Hunger habe, gehe ich was essen oder ich kaufe mir was im Supermarkt. Der hat fast den ganzen Tag offen und die Regale sind voll. Für mich selbstverständlich. So selbstverständlich, dass ich oft nicht dran denke, dass es nicht allen Menschen so geht.
Aber immer mehr Menschen leiden Hunger – das liegt aber nicht daran, dass wir auf der Welt nicht genug hätten. Naturkatastrophen, Kriege und finanzielle Notlagen machen die Lebensmittelversorgung in manchen Ländern unmöglich.
Ich glaube, Gott hat uns Menschen die Erde gegeben. Das steht so in der Bibel. Dort steht auch, Gott sagt, wir sollen auf sie aufpassen. Ich glaube, damit meint er auch, dass wir auf unsere Mitmenschen aufpassen sollen. Ich möchte mich deswegen nicht nur um die Umwelt kümmern. Ich möchte auch etwas für die Menschen tun. Für mich heißt das erstmal die Augen offenhalten. Herausfinden, wie ich mithelfen kann, dass die Zahl der Hungernden wieder sinkt.
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»Reichspogromnacht« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.11.2018 gesendet.
Heute vor 80 Jahren ist etwas Furchtbares passiert. Die Nazis haben tausende Geschäfte von Juden kaputt gemacht. Sie haben ihre Wohnungen zerstört und Synagogen abgebrannt, also jüdische Orte für Gottesdienste. Für die Menschen mit jüdischem Glauben war es eine echt schreckliche Nacht. Viele wurden bei den Angriffen verletzt oder starben sogar. Man spricht von der sogenannten Reichspogromnacht.
Ich finde es schlimm, wenn Menschen wegen ihrem Glauben ausgegrenzt oder diskriminiert werden. Leider passiert das aber auch heute noch. Juden, Muslime und auch Christen werden heute noch von manchen Menschen diskriminiert und vorverurteilt. Sie werden auf offener Straße beleidigt, manchmal sogar geschlagen. Für mich als Christ ist das ein absolutes No-Go. Jesus hat auch mit Menschen anderer Religion zusammengelebt. Einmal hat er sogar eine Frau geheilt, die nicht den gleichen Glauben hatte wie er. Das steht in der Bibel. Mir zeigt das: Wir Menschen müssen in Frieden miteinander leben. Uns gegenseitig helfen. Auch wenn wir verschiedene Vorstellungen vom Leben oder von Gott haben. Ich möchte deswegen meine Stimme nutzen. Etwas sagen, wenn ich merke, dass jemand ausgegrenzt oder beleidigt wird. Denn so etwas wie die Reichspogromnacht darf nie wieder passieren.
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