»Sofort antworten« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.03.2020 gesendet.
Super
Ich versuche, Nachrichten immer gleich zu beantworten. Egal ob bei WhatsApp oder bei E-Mails oder so. Wenn ich das gleich mache, dann muss ich später nicht mehr dran denken. Manchmal überfordert mich das aber auch ein bisschen. Zum Beispiel, wenn jemand in ner Nachricht irgendwas schreibt, was mich ärgert. Dann merk ich, dass meine Antwort gleich emotional wird, wenn ich sofort antworte. Mit der eigentlichen Sache hat das fast gar nichts mehr zu tun. Und das schaukelt sich dann so hoch.
In der Zeit der Bibel gab es zwar noch keine Mails und kein Whatsapp, aber Briefe. Und ein Typ namens Hiskia bekommt einen bösen Brief. Dann lässt er den Brief aber erstmal liegen. Er denkt drüber nach. Und will nicht einfach nur über-emotional reagieren. Er betet und redet so mit Gott drüber und überlegt sich in aller Ruhe, wie er antworten soll. Ich finde das ne richtig gute Einstellung. Das nächste Mal, wenn ich ‚ne böse Nachricht bekomme, lass ich sie einfach erstmal liegen. Oder versuch zumindest mal nicht gleich zu antworten.
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»Böse aus Spaß« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.03.2020 gesendet.
Ich bin oft ziemlich böse… aber nur aus Spaß!
Das merk ich immer wieder, wenn ich mit meinem Kumpel Tomasz abhänge. Da sagen wir oft Sachen zueinander, die wir nicht ganz ernst meinen. Sachen wie: „Tomasz, halt’s Maul!“ oder „Yannick, du bist n Idiot!“. Sowas halt.
Wichtig ist: Wir beide wissen, dass es nicht so gemeint ist und dass wir das nur so zum Spaß sagen. Sonst wären wir wahrscheinlich nicht befreundet.
Das hat aber auch Grenzen. Wenn einer von uns wirklich Probleme hat, reden wir anders miteinander. Und das ist dann nicht fake oder aufgesetzt, sondern eben eine andere Situation. Denn wir wissen beide: Worte sind ganz schön mächtig. Sie können verletzten, aber auch helfen.
Deswegen ist es mir wichtig, nur zu Leuten böse aus Spaß zu sein, die den Witz dahinter verstehen. Und wenn es zur Situation passt. Denn das macht auch wirklich nur dann Spaß, wenn sich keiner dadurch verletzt fühlt.
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»Feminismus« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.03.2020 gesendet.
Ich hab mir vor ein paar Tagen ein Video von ner YouTuberin angeschaut. In dem Video ging es um Feminismus – also Gleichberechtigung für Frauen. Fragt lieber nicht, warum ich mir das angeschaut habe. Sie meinte irgendwann, Feminismus ist heutzutage unnötig, weil Frauen doch eh schon die gleichen Rechte haben wie Männer. Und dass Frauen weniger verdienen und so, liegt halt dran, dass Frauen Kinder bekommen und daheimbleiben – selber Schuld also.
Ich finde das nicht! Jesus ist für mich in punkto Feminismus ein Riesenvorbild. Er hat nämlich vor allen über Gott geredet – auch vor Frauen. Und zu seiner Zeit war das eigentlich ein absolutes No-Go. War ihm aber egal, für ihn haben alle Menschen den gleichen Wert gehabt.
Das sollte auch heute so sein, finde ich. Klar haben Frauen vor dem Gesetz die gleichen Rechte wie Männer. Trotzdem sind mehr als 9 von 10 Mitgliedern in Vorständen männlich. Frauen sind also doch nicht SO gleichberechtigt. Feminismus ist für mich deswegen auch heute noch ein wichtiges Thema. Denn mal ehrlich: Ich kenne vieleFrauen, die Sachen besser können, als ich. Deshalb bin ich aber nicht schlechter oder sie besser. Ich kann andere Sachen. Und am Ende sind wir alle gleich viel wert – egal, welches Geschlecht.
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»Anfang« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.03.2020 gesendet.
Egal, um was es geht: Der Anfang ist immer am schwersten: Egal, ob ich mich mal zum Sport aufraffen will, oder morgens aus’m Bett aufzustehen. Der erste Schritt ist gefühlt immer der schwerste.
Eine Geschichte aus der Bibel motiviert mich aber immer wieder: Da wird erzählt, dass Jesus 5000 Menschen satt gemacht hat – mit nur 2 Fischen und 5 Broten. Eigentlich ist das ja unmöglich. Ich hab aber mal genauer geschaut, was da eigentlich steht: Jesus sagt seinen Freunden: Schaut was wir haben. Und dann verteilt er es. Und auf wundersame Weise werden dadurch alle satt. Wie genau, steht da nicht. Vielleicht hatten sie vorher einfach keine Lust, den anderen was abzugeben.
Das ist mir aber eigentlich auch egal, die Geschichte zeigt mir nämlich eins: Es lohnt sich, etwas anzufangen. Selbst dann, wenn man denkt, das Ziel ist unerreichbar. Daran will ich das nächste Mal denken, wenn ich mich davor drücken will, was anzufangen.
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»Gott spüren« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.02.2020 gesendet.
Wenn ich mit Leuten über Gott rede, kommt irgendwann immer der Satz: „Aber wie kannst du denn an Gott glauben, wenn man den gar nicht sehen kann“
Stimmt eigentlich. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen ich spüre, dass es Gott gibt. Zum Beispiel, wenn ich Musik hör. Oder Gitarre spiel.
In Physik habe ich mal gelernt: Musik ja eigentlich nichts anderes als Schallwellen, die irgendwie von irgendwoher in mein Ohr kommen. Und trotzdem kann Musik mich happy machen, oder traurig, oder nachdenklich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur an den Schallwellen liegt. Für mich liegt in der Musik deshalb auch irgendwie Gott. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass jeder Gott anders spürt.
Für mich ist auf jeden Fall klar: Da, wo ich spüre, dass mein Herz berührt wird, da ist für mich Gott. Ich muss ihn nicht sehen. Nur spüren.
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»Valentinstag« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.02.2020 gesendet.
Habt ihr heute schon fleißig Blumen verschenkt? Oder Schokolade? Bisher hab ich ja vom Valentinstag nicht so viel gehalten. Hinter dem Valentinstag steckt aber eine echt süße Geschichte: Es geht – wenig überraschend – um einen Valentin. Der war im 3. Jahrhundert nach Christus wohl Bischof in Italien.
Und dieser Valentin soll heimlich Leute verheiratet haben. Leute, die laut Gesetz gar nicht heiraten duften. Weil damals war das ja noch anders, da durften reiche Leute zum Beispiel keine Armen heiraten oder so.
Aber Valentin hat sie trotzdem verheiratet – für ihn war nur wichtig, dass sich zwei Menschen lieben. Ok, Valentinstag kann man auch feiern, wenn man nicht verheiratet ist. Und ich glaube, sogar, wenn man nicht mal eine Freundin oder einen Freund hat.
Für mich ist der Valentinstag nämlich nicht nur ein Tag, an dem man sich einen romantischen Abend zu zweit macht. Er erinnert mich auch daran, dass sich dieser Valentin für die Liebe eingesetzt hat. Er hat dafür gesorgt, dass Menschen sich lieben dürfen, wenn sie sich lieben. Ich finde das mega und auf jeden Fall einen Grund zum Feiern – egal, ob mit oder ohne Partner.
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»Autobahnkirche« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.02.2020 gesendet.
Neulich bin ich zu einer Freundin nach Hannover gefahren. 6 Stunden Autobahn.
Ist für mich eigentlich nix schlimmes. Ich fahr ziemlich gern Auto. Aber auf der Autobahn ist es dann doch manchmal n bisschen anstrengend. Weil alles immer gleich aussieht.
Ein Schild hat mich aber überrascht: Autobahnkirche.
Irgendwie klingt das total witzig. Als wäre das ne Kirche extra für Autos oder so drive-in-mäßig. Ich hab das auch davor noch nie gehört.
Ich hab mich aber mal schlau gemacht: Autobahnkirchen sind Kapellen und Kirchen, die direkt an der Autobahn stehen. Nimmt man also die Ausfahrt, ist klar: Die nächste Kirche ist ganz nah.
Irgendwie find ich die Idee spannend: Grade beim Autofahren, wo auch ne ganze Menge passieren kann, ist es gut, auch die Möglichkeit zu haben, sich kurz auszuklinken. Mal kurz abzuschalten. Ohne sich einen Kaffee zu holen, um seinen Bon einzulösen. Vielleicht sogar ein kurzes Gebet zu sprechen.
Ich bin nicht rausgefahren und in die Autobahnkirche gegangen. Aber wenn ich das nächste Mal so ein Schild sehe, mach ich auf jeden Fall nen kurzen Abstecher da hin!
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»Anders als erwartet« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.02.2020 gesendet.
Eigentlich bin ich ein Mensch, der gern alles plant. Ich komm nicht damit klar, wenn ich überrascht werde oder so. In den letzten Jahren hab ich aber gemerkt, dass es oft auch okay ist, nicht für alles immer den einen Plan zu haben: Leute aus meiner Klasse, die immer von der großen Karriere geträumt haben, sind verheiratet und jetzt in Elternzeit. Andere, die Informatik studieren wollten, arbeiten jetzt als Lehrer.
Im Leben läuft es manchmal anders als geplant. Das steht auch schon in der Bibel. Da steht die Geschichte von Abraham. Seine Frau und er wollten immer Kinder, sie haben aber nie welche bekommen. Und irgendwann waren sie einfach zu alt. Aber Gott hatte ihnen eigentlich ganz viele Kinder versprochen. Und dann, als sie nicht mehr damit gerechnet haben, wurde Abrahams Frau tatsächlich schwanger.
Mir zeigt das: Manchmal lohnt es sich planlos zu sein. Nicht immer den Plan für’s Leben zu haben. Manchmal muss man die Dinge einfach auf sich zukommen lassen. Gott mal machen lassen. Denn manchmal ist das dann vielleicht sogar besser, als das, was ich geplant hatte.
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»Steuerrückzahlung« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.01.2020 gesendet.
Kanye West sagt, Gott hat ihm eine Steuerrückzahlung von 68 Millionen Dollar geschenkt, weil er Christ geworden ist. Als ich das gelesen hab, musste ich erst kurz lachen. Aber dann dachte ich: „Der meint das ja total ernst“. Für mich klingt’s n bisschen wie ne Clickbait-Werbung, um in die Kirche einzutreten.
Nein! Ich glaube nicht, dass man von Gott Geld geschenkt bekommt, wenn man Christ wird. Auch wenns vielleicht cool wär. Ich finde sogar: Schon der Glaube ist ein Geschenk von Gott. Ich kann als Mensch zwar versuchen an Gott oder so zu glauben. Aber der eigentliche Glaube, der wirklich aus dem Herzen kommt, ist ein Geschenk von Gott.
Allein schon deswegen braucht es keine Werbung a la „Werde Christ und bekomme 68 Millionen Dollar“. Für mich ist klar: Gott versucht keinen zu bestechen. Schon gar nicht Geld. Aber es tut mir gut, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Mein Glaube gibt mir oft Kraft. Und dafür bin ich unendlich dankbar.
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»Beifahrer« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.01.2020 gesendet.
Ich bin ab und zu mit dem Auto unterwegs. Eigentlich fahre ich dann immer selber. Ganz selten bin ich auch Beifahrer. Da fühlt sich das Autofahren aber n bisschen anders an. Vor allem, wenn der Fahrer etwas wilder fährt. Ich hab denn echt auch schon manchmal gesagt: „Du, fahr doch einfach n bisschen vorsichtiger!“ Ich mein: Schließlich kann beim Autofahren ja auch voll viel passieren!
Beifahrer sein ist manchmal ganz schön schwer, finde ich. Ich will ja nicht ständig am Fahrstil rummeckern. Und ich muss darauf vertrauen, dass der andere verantwortungsvoll fährt.. Dabei ist mir ist aufgefallen: Eigentlich bin ich auch, wenn es um mein Leben geht, nur Beifahrer: ich durfte mir schließlich nicht aussuchen, wann ich auf die Welt gekommen bin. Und ich entscheide auch nicht darüber, wann ich denn irgendwann sterbe.
Bei diesen Fragen vertraue ich darauf, dass Gott sie entscheidet. Dass er der Fahrer ist sozusagen. Und dass er nicht risky mit meinem Leben umgeht, sondern eher wie ein Freund, der es gut mit mir meint.
Beifahrer sein kann genau dann ja auch total schön sein. Weil ich mich dann zurücklehnen kann und die Fahrt einfach genieße.
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