»Gott-Flammen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.10.2019 gesendet.
Wenn man mit dem Zug unterwegs ist, kriegt man ja ganz schön viel mit. Neulich hab ich zwei Jugendlichen beim Quatschen zugehört. Sie haben drüber geredet, wer mehr Snapchat-Flammen hat. Flammen bei Snapchat sind die Belohnung, wenn man täglich mit einem anderen Kontakt Bilder hin- und herschickt. Macht man das viele Tage am Stück, heißt das viele Flammen. Schafft man es an einem Tag aber nicht, ein Bild zu schicken, verliert man alle Flammen.
Ich hab mich gefragt, wie das wäre, wenn Gott wäre wie Snapchat. Also wenn Gott zu mir sagen würde „Für jeden Tag, den du betest, bekommst du ‘ne Gott-Flamme. Aber wenn du einmal vergisst zu beten, verlierst du alle“
Ich bin ehrlich: Ich hätte schon längst alles verloren.
Bei Gott ist das aber anders. Zum Glück. Jesus hat dazu mal ‘ne Geschichte erzählt. Ein junger Mann hat beschlossen, dass er von zu Hause weg wollte. Deshalb hat er sich von seinem Vater sein ganzes Erbe auszahlen lassen. Die Kohle war er aber ziemlich schnell wieder los, weil er zu viel gefeiert hat. Deshalb blieb ihm irgendwann nichts übrig, als wieder heim zu gehen. Und sein Vater hat ihn einfach wieder aufgenommen. Die Liebe zwischen den beiden war nicht einfach weg. Im Gegenteil: Der Vater hat sich voll gefreut, seinen Sohn wieder zu sehen.
Für mich ist das eine beruhigende Nachricht. Denn ich muss keine Angst haben, dass Gott böse auf mich ist, wenn ich mal nicht an ihn denke. Er freut sich über mich – meine „Gott-Flammen“ gehen nicht verloren.
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»(Un)coole Christen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.10.2019 gesendet.
Vor Kurzem hab‘ ich mich auf einer Party mit jemandem unterhalten. Über alles Mögliche. Wir haben dann auch über Kirche und so gequatscht. Und er meinte dann: „Christen sind doch voll uncool“. Irgendwie fand ich den Satz ein bisschen seltsam. Was hat denn cool oder uncool mit meinem Glauben zu tun?
Ich hab dann mal weiter nachgefragt und er meinte: „Ja meistens sind Christen ja die, die immer so ultrabrav sind. Und immer alles besser wissen. Richtige Spaßbremsen“
Find ich schade, dass es Leute gibt, die das über Christen denken. Denn selbst Jesus war einer, der es sich immer mal wieder hat gut gehen lassen. Seine Hater haben ihn sogar einen „Fresser und Säufer“ genannt. Also nix da mit ultrabravem Spaßbremsen-Lifestyle.
Außerdem: was ist schon cool? Und was uncool? Das sieht doch eh jeder anders.
Ja, ich bin Christ. Das gehört zu mir einfach dazu! Mein Glaube hilft mir, im Leben das Gute zu sehen, auch wenn es mal grade nicht so läuft. Aber das heißt nicht, dass ich keinen Spaß haben kann. Für mich ist auf jeden Fall klar: Christsein hat auf Coolness keine Auswirkung.
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»Immer wieder neu« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.09.2019 gesendet.
Die einen haben es, die anderen nicht: Glauben an Gott. So denkt sich das zumindest eine Freundin von mir. Sie denkt, der Glaube sei sowas Festes. Entweder Du glaubst an Gott, oder eben nicht. Und wenn man erst mal glaubt, dann bleibt das auch so. Und andersrum genauso.
Ich glaube aber, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ich kenn ein paar Geschichten von gläubigen Menschen. Die stehen in der Bibel. Und da ist das mit dem Glauben manchmal gar nicht so einfach.
Die Story von Maria ist so ne Geschichte. Also nicht die Mutter von Jesus, sondern eine andere Maria. Die war krank. So krank, dass die Leute dachten, sie wäre verrückt. So haben sie Maria auch behandelt. Aber dann hat sie Jesus kennengelernt. Und der war cool zu ihr. Er hat sie genau so behandelt, wie alle anderen auch. Das hat Maria unglaublich geholfen. Sie konnte ihr Leben wieder leben. Und sie hat angefangen, zu glauben.
Mir zeigt das: Glaube ist nichts Festes. Sondern lebendig. Er kann entstehen und wachsen und ist nicht nur etwas, das man entweder hat oder nicht hat.
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»Stresszigarette« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.09.2019 gesendet.
Wenn mein Kumpel Niklas Stress hat, braucht er eine Stresszigarette. Manchmal fragt er, ob ich dann kurz mit ihm chillen kann, solange er raucht. Ich rauche zwar nicht. Aber meistens mach ich es trotzdem. Dann quatschen wir über alles, was ihn so stresst.
Ich glaube, das ist eine gute Strategie gegen Stress. Also nicht die Zigarette. Aber Freunde. Dieser „Lifehack“ ist aber natürlich nicht neu. Der steht sogar schon in der Bibel:
Da gibt es die Story von Ruth und ihrer Schwiegermutter Noomi. Die beiden waren gute Freundinnen. Und beide hatten eine richtig schlimme Zeit: Ihre Männer sind gestorben. Und damals war es nicht so easy als Single Frau. Ohne Mann konnte sich eine Frau nicht selber versorgen. Ich kann mir vorstellen, dass das für die beiden echt blöd war. Vor allem Noomi war sich sicher, dass sie mittlerweile einfach zu alt ist. Sie hat sich echt Sorgen gemacht: Wer würde für sie sorgen? Deswegen hat Ruth Noomi geschworen, immer für sie da zu sein. Egal, was passiert.
Ich finde: Ruth und Noomi erinnern mich ein bisschen an Niklas und mich. Ihre Geschichte ist halt viel krasser. Aber sie zeigt mir: Ich will für meine Freunde da sein, wenn sie mich brauchen. Denn manchmal glaube ich, Niklas braucht keine Zigarette. Sondern einfach jemanden zum Quatschen.
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»Weihnachtsgeschenke« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.09.2019 gesendet.
Na? Habt ihr eure Weihnachtsgeschenke schon gekauft? Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, ich hab sie nicht mehr alle! Sind doch noch 3 Monate bis Weihnachten!
Aber ich mach mir tatsächlich schon Gedanken, was ich meinen Leuten so zu Weihnachten schenke. Das liegt daran, dass ich sonst immer viel zu spät dran bin.
Und ich hasse es, wenn die Weihnachtszeit unnötig stressig ist. Da gibt es eh so viel zu tun: Weihnachtsfeiern hier. Dringende Sachen vor dem Weihnachtsurlaub da. Dabei ist Weihnachten doch die Zeit, in der alles so ruhig und besinnlich zugehen soll. Da feiern wir schließlich, dass Jesus geboren wurde. Und Jesus ist für Christen die allerwichtigste Person in der Bibel. Ich glaube: Er selbst ist ein Geschenk für die Menschen.
Genau das feiern wir. Deshalb tun Menschen sich an Weihnachten was Gutes. Beschenken sich. Ich habe aber manchmal das Gefühl, dass viele dabei das Eigentliche vergessen. Dass das was mit Jesus zu tun hat.
Ich denke, das liegt auch daran, dass die Weihnachtszeit so stressig ist. Für mich heißt das: Jetzt zumindest schonmal planen, was ich verschenke. Und dann nach und nach in aller Ruhe einkaufen. Dann kann ich die Weihnachtszeit richtig genießen.
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»Urlaub« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.09.2019 gesendet.
Ich fahr bald endlich in den Urlaub. Sommer kann ja jeder. Für mich gehört der Urlaub zur Arbeit dazu. Mir tut es gut, mal Abstand zu gewinnen. Ich muss auch mal aus dem Arbeitsalltag rauskommen.
Jesus haben solche Auszeiten auch schon gutgetan. So steht es zumindest in der Bibel. Er war ja mit seinen Freunden viel unterwegs. Hat den Menschen überall von Gott erzählt. Deshalb war er sozusagen ständig auf Dienstreise. Und trotzdem hat er aber auch immer wieder sowas wie „Urlaub“ gemacht. Nein, er ist nicht weggefahren oder so. Er hat sich zurückgezogen, um für sich zu sein. In der Bibel steht, dass er da auch gebetet hat. Das hat ihm scheinbar gutgetan.
Deswegen mach ich das auch so ähnlich. Ich nehme mich einfach mal raus. So wie demnächst im Urlaub. Aber ich finde: Das muss nicht immer ein richtig großer Urlaub sein. Das geht auch im Alltag. Ein paar Minuten Pause zwischendurch tun mir auch gut. Einfach mittendrin kurz den Kopf frei bekommen. Vielleicht auch mal beten. Gott sagen, dass es viel ist grade. Dann bin ich auch wieder richtig ready für die Arbeit.
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»Bildliche Sprache« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.08.2019 gesendet.
Bei manchen Geschichten in der Bibel frage ich mich: Warum steht das da jetzt? Was soll mir das jetzt für mein Leben bringen? Vor kurzem bin ich über so eine Geschichte gestolpert. In der Geschichte geht es um Mose und sein Volk. Die sind von Gott aus der Sklaverei befreit worden. Also eigentlich voll cool. Aber irgendwie waren sie trotzdem unzufrieden, weil sie halt ohne Land waren und durch die Wüste laufen mussten. Die haben sich dann non stop beschwert.
Auf einmal sind sie in eine Gegend gekommen, da gab es gefährliche Schlangen. Die haben manche Leute sogar getötet. Für die Menschen schien klar: die hat Gott uns geschickt. Also Strafe. Sie haben dann zu Mose gesagt, ob er Gott nicht um Hilfe bitten könnte. Das hat er dann auch gemacht. Und Gott meinte, er soll eine Schlange aus Bronze machen. Wer diese Schlange anschaut, wird nicht sterben.
Komische Geschichte, oder? Ich hab da auch lange nachgedacht. Und ich glaube, es geht in der Geschichte um die eigene Zufriedenheit. Wenn ich immer nur auf das schaue, was ich nicht habe, dann werde ich nicht glücklich. Aber wenn ich versuche, auf das zu schauen, was ich habe und kann, geht es mir oft besser.
Klar, das hätte man anders schreiben können. Aber so ne Geschichte bleibt halt im Kopf. Und man kann die Geschichte dann auch in mehreren Situationen lesen und anders verstehen. Ich finde, das macht die Bibel richtig besonders. Da gibt es nämlich noch mehr so Geschichten.
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»Gute Nachrichten« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.08.2019 gesendet.
Sommer! Die Sonne scheint und ich brauch deshalb eigentlich nicht mal in den Urlaub fahren. . Das sind doch echt gute Nachrichten! Scheinbar nicht für alle, eine Freundin von mir kotzt es richtig an, dass Sommer ist. Es ist ihr viel zu warm. Vor allem in den Bussen. Sie ist einfach mehr so ein Winter-Typ. Für sie sind es also keine guten Nachrichten, dass Sommer ist.
Gute Nachrichten sind wohl nie immer für alle gut. Wenn jemand gewinnt, dann verliert ein anderer. Es gibt also keine wirklich 100% guten Nachrichten. Oder?
Ich glaube, doch: Auf meiner Bibel steht zum Beispiel „Gute Nachricht“. Obwohl: In der Bibel geht es um richtig krasse Themen: Liebe, Gefühle, Streit und auch den Tod. Aber jedes Mal sind das auch Geschichten von Gott. Dass er alle Menschen liebt, obwohl sie nicht immer perfekt sind. Es gibt die Geschichte, wie Jesus stirbt, aber er findet ein neues Leben bei Gott. Für mich heißt das: Sogar wenn einer stirbt, lässt Gott ihn nicht allein. In den Geschichten heißt es ganz oft: Wenn wir Gott auf unserer Seite haben, dann geht es uns gut. Weil er immer für uns sorgt. Wenn das mal keine 100% Guten Nachrichten sind.
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»Updates« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.07.2019 gesendet.
Ich weiß nicht, ob ich Softwareupdates für mein Handy hassen oder lieben soll. Klar, sie sind wichtig. Schließen Sicherheitslücken und so. Aber ein großes Update dauert ewig. Und in der Zeit kann ich keine Nachrichten schreiben oder empfangen. Das nervt mich manchmal richtig.
Ich glaube übrigens, ich brauche manchmal auch ein Update. Zum Beispiel wenn ich was verbockt habe. Das ist dann wie so ne Sicherheitslücke. Die muss dann weg. Dazu brauche ich auch Zeit, wie das Handyupdate. Ich schau dann, warum das passiert ist. Und ich überleg mir, was ich da nächstes Mal anders machen kann.
Oft hilft mir dabei, wenn ich in der Bibel lese. Da komme ich auf Gedanken, auf die ich sonst wahrscheinlich nicht kommen würde. In der Bibel gibt’s nämlich viele Geschichten von Leuten, die auch was verbockt haben. Einer hat zum Beispiel viele richtig mies behandelt. Es hat zwar ne ganze Weile gebraucht, bis er verstanden hat, dass das falsch war. Aber dann hat er einen Weg gefunden, alles wieder gut zu machen. Er ist dazu über seinen eigenen Schatten gesprungen. Hat sich bei den anderen entschuldigt.
Solche Geschichten helfen mir, machen mir Mut, mich aufzuraffen. Sie bringen mich weiter. Und danach bin ich dann sozusagen eine upgedatete Version von mir selbst.
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»Pause« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.06.2019 gesendet.
Einatmen, Ausatmen! Jeden Tag macht mein Körper das ganz automatisch. Ohne dass ich groß darüber nachdenken muss.
Einatmen, Ausatmen! Eigentlich stimmt das nicht ganz. Eigentlich ist es Einatmen-Ausatmen-Pause. Und dann wieder Einatmen. Über die kleine Pause zwischen Ausatmen und Einatmen redet aber nie jemand. Weil da eben nichts passiert. Sie scheint erstmal unwichtig.
Die Pause gehört aber zum Atmen dazu wie das Ein- und Ausatmen. Deswegen macht unser Körper sie automatisch. Auch wenn sie für mich erstmal sinnlos erscheint.
Pausen sind wichtig – das wussten auch schon die Leute, von denen in der Bibel erzählt wird. Dort steht die Geschichte, wie Gott die Welt gemacht hat. Sechs Tage hat er gearbeitet und am siebten hat er sich ausgeruht – Pause. Nichts-Tun. Diese Geschichte hat die Menschen dazu gebracht, einen Ruhetag einzuführen. Den haben wir bis heute – den Sonntag.
Mir ist es wichtig, dass ich am Sonntag nicht so viel zu tun habe. Meine Woche ist oft stressig genug, da möchte ich nicht noch viel am Sonntag zu tun haben.
Ich möchte mir bewusst sein: Ein freier Tag ist wichtig. Genauso wichtig wie die kleine Atempause.
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