»Schlaflose Nächte« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.03.2019 gesendet.
Nachts liege ich manchmal wach. Wenn ich nicht schlafen kann, schießen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Ich gehe schonmal die Termine durch, die noch anstehen. Oder ich denke an etwas, was mir vor Kurzem passiert ist.
Ich glaube, ich mache das, weil ich tagsüber zu wenig Zeit habe, um sowas zu bedenken. Da bin ich meistens unterwegs: Für die Arbeit und mit meinen Freunden. Da habe ich dann natürlich kaum Zeit nachzudenken.
Dabei brauche ich diese Zeit, damit ich mein Leben auch gedanklich irgendwie verarbeiten kann. Das steht sogar schon in der Bibel: Alles hat seine Zeit!
Ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich mir tagsüber Zeit nehme. Um nachzudenken und zu sortieren. Deshalb will ich das jetzt ganz bewusst machen. Ich will schon tagsüber alle meine Gedanken ordnen: Termine gedanklich durchgehen. Über Sachen nachdenken. Und nachts mache ich dann das, was für mich am besten ist: Schlafen.
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»Ranking« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.03.2019 gesendet.
„Nur die Guten kommen in dem Himmel“ – das hat mir Hannah neulich erklärt. Hannah ist 8 und ich passe manchmal auf sie auf. Sie meinte dann noch: „Gott sagt dann zu denen, dass sie rein dürfen. Die Bösen dürfen dann nicht rein. Gott hat da dann so eine Liste.“
Ich finde den Gedanken spannend. Dass Gott ein Ranking hat, wer in den Himmel darf und wer nicht. Früher habe ich das auch gedacht. Inzwischen glaube ich das nicht mehr.
Einmal sagt Gott nämlich etwas anderes. Das steht in der Bibel. Er vergleicht sich mit einem Arzt: Der Arzt hat schließlich auch keine Liste mit Leuten, die er nicht behandelt. Sondern er ist erstmal für alle da. Besonders für kranke Menschen.
So ist Gott auch besonders für die da, die eben Probleme haben. Probleme, sich gut zu verhalten, die zum Beispiel lügen oder noch schlimmere Sachen machen. Probleme, an Gott zu glauben. Probleme mit ihrem eigenen Leben.
Deswegen glaube ich, dass Gott nicht nach „gut“ und „böse“ sortiert. Sondern, dass Gott alle bei sich willkommen heißt – eben auch die Leute mit Problemen.
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»Heiligenschein« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.03.2019 gesendet.
Auf alten Bildern ist es ganz easy zu erkennen, wer ein richtig guter Mensch ist. Zumindest auf Bildern in Kirchen. Da haben viele Leute einen Heiligenschein. Damit wollten Künstler zeigen, dass die Person mit Gott in ganz besonderem Kontakt steht. Damit mir klar wird: „Aha, das ist also einer von den guten Leuten!“
Die Leute, die Jesus vor mehr als 2000 Jahren gekreuzigt haben, haben bestimmt keinen Heiligenschein bei ihm gesehen. Ihnen war sicher gar nicht klar, dass Jesus zu Gott gehört. Dass er sich für die Menschen einsetzen will. Sonst hätten sie ihn ja nicht gekreuzigt.
Auch heute wird oft immer noch zwischen den Guten und den Bösen unterschieden.
Einen Heiligenschein haben die Leute aber natürlich nicht. Und manchmal werden sie auch zu Unrecht verurteilt. Wenn ein Promi zum Beispiel etwas spendet. Dann wird häufig gelästert: Das hat er doch jetzt nur gemacht, damit er gut dasteht. Eigentlich ziemlich unfair.
Wahrscheinlich ist es gar nicht so gut, Menschen in Gut und Böse einzuteilen. In Menschen mit oder ohne Heiligenschein.
Deshalb möchte ich darauf achten, Leute nicht zu schnell zu verurteilen. Ich glaube nämlich, dass in jeder und jedem etwas Gutes steckt. Heiligenschein hin oder her.
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»Hochzeit« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.02.2019 gesendet.
Meine Schwester heiratet im Oktober. Also eigentlich ist sie schon seit 3 Jahren verheiratet – standesamtlich. Aber dieses Jahr wollen sie und ihr Mann auch kirchlich heiraten.
Als ich das einem Kumpel erzählt habe, meinte er nur: Heiraten ist doch spießig. Man kann doch auch so zusammenleben. Eigentlich hat er da ja auch Recht: Meine Schwester und ihr Mann können auch einfach so zusammenleben. Ganz ohne Hochzeit. Oder nur standesamtlich verheiratet.
Trotzdem finde ich, dass die kirchliche Hochzeit dann nochmal ein großer Schritt ist. Dass die beiden eben nicht nur sagen: Wir wollen jetzt verheiratet sein auf dem Papier. Sondern: Wir wollen, dass auch Gott dabei ist. Denn das passiert bei der kirchlichen Trauung. Da segnet die Pfarrerin oder der Pfarrer das Paar und bittet Gott um Unterstützung für ihr gemeinsames Leben.
Für mich hat das nichts mit Spießigkeit zu tun, sondern mit dem Feiern der Liebe. Wir feiern die Liebe zwischen meiner Schwester und ihrem Mann. Und wir feiern die Liebe zwischen Gott und den Menschen.
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»Perfekt« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.02.2019 gesendet.
Das Zeitschriftenregal im Supermarkt ist riesig. Es gibt Zeitschriften für Jugendliche, für junge Erwachsene, für ältere Menschen. Zeitschriften für Männer, Frauen, Kinder. Eigentlich sind sie ziemlich unterschiedlich. Trotzdem sehen sie alle gleich aus.
Auf dem Cover ist meistens eine Person, die richtig gut aussieht. Makellose Haut, verführerisches Lächeln, strahlende Augen. Perfekt eben.
Wenn ich das so im Supermarkt sehe, fühle ich mich immer ein bisschen seltsam. Beim Einkaufen sehe ich nie so perfekt aus. Und ich weiß auch, dass ich so perfekt gar nicht aussehen kann: Die Bilder sind oft stark bearbeitet und wurden von professionellen Fotografen geschossen.
Trotzdem geben die Zeitschriften mir das Gefühl, dass es Stars gibt, die eben perfekt sind.
In der Bibel heißt es einmal: Der Mensch sieht nur das, was er mit den Augen sieht. Gott sieht aber das Herz an. Das heißt, es gibt eben noch mehr als die Fassade. Mehr als die makellose Haut und die strahlenden Augen. Es kommt im Leben vor allem darauf an, dass ich ein gutes Herz habe. Das hilft mir, wenn ich mich das nächste Mal neben dem Zeitschriftenregal unperfekt fühle.
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»Zweifel« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.01.2019 gesendet.
Wie kann ich eigentlich an Gott glauben, wenn ich ihn gar nicht sehen kann?
Diese Frage haben nicht nur Menschen heute, sondern die hatten sie schon, als Jesus gelebt hat. In der Bibel steht dazu eine Geschichte. Jesus ist gekreuzigt worden und gestorben. Dann ist er wieder auferstanden und hat sich mit seinen Freunden getroffen. So glauben das Christen.
Einer von seinen Freunden – Thomas – konnte das einfach nicht glauben. Also, dass Jesus wieder da war. Er war schließlich gestorben!
Thomas wollte dann Beweise. Jesus wurde ja gekreuzigt. Da musste es doch irgendwelche Wunden geben, die er zeigen konnte. Und tatsächlich hat Jesus ihm die Wunden gezeigt. Thomas durfte sie sogar anfassen. Dann hat er ihm geglaubt. Er wusste: Jesus ist von den Toten auferstanden.
Für uns Menschen heute ist das schwieriger, denn Jesus kann uns keine Wunden mehr zeigen. Aber die Geschichte von Thomas zeigt mir eins: Jesus geht auf Zweifler zu. Das heißt: Selbst wenn ich mal Schwierigkeiten mit dem Glauben habe, ist Jesus für mich da.
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»Selbstwert« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.01.2019 gesendet.
Vor kurzem hab ich doch tatsächlich 20 Euro auf der Straße gefunden. Der Schein lag einfach da. Sah natürlich auch schon etwas mitgenommen aus. Zerknickt, ein bisschen eingerissen und so. „Aber hey, 20 Euro sind 20 Euro“ habe ich mir gedacht und hab mich darüber gefreut.
Trotzdem hab ich noch länger an den Geldschein denken müssen. Denn manchmal fühle ich mich auch etwas mitgenommen. Das sieht man mir dann eben auch noch an. In solchen Momenten fühle ich mich, als wäre ich weniger wert oder schlechter, als wenn es mir gut geht.
In der Bibel steht: Gott sagt ganz oft, dass das nicht stimmt. Es kommt eben nicht darauf an, was ich im Leben tue. Oder wie fertig ich gerade bin. Für Gott habe ich immer einen hohen Wert, ich bin ihm immer gleich wichtig.
Daran möchte ich jetzt öfter denken, wenn ich mich mal fertig fühle. Dass ich deswegen nicht an Wert verliere.
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»Wir haben doch schon alles« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.12.2018 gesendet.
Jedes Jahr stelle ich meinen Eltern die gleiche Frage: „Was wünscht ihr euch zu Weihnachten?“ Und jedes Jahr bekomme ich die gleiche Antwort: „Wir haben doch schon alles!“ Dieses Jahr hat meine Mutter noch was dazu gesagt: „Hauptsache, wir als Familie feiern zusammen“.
Seit nicht mehr alle Kinder zu Hause wohnen, kommt es selten vor, dass die ganze Familie mal zu Hause ist.
Ich kann meine Mutter verstehen. Ich möchte Weihnachten auch mit den Menschen feiern, die ich liebe und die mir wichtig sind. An Weihnachten feiern Christen, dass Jesus auf die Welt gekommen ist. Als er geboren wurde, waren natürlich auch die Menschen da, die ihn geliebt haben – seine Eltern. Diese Geschichte steht in der Bibel. Da steht aber auch, dass da noch mehr waren. Zum Beispiel Hirten. Die haben durch Engel von Jesus erfahren. Und als sie mitbekommen haben, dass Jesus geboren wurde, sind sie gleich hin zu ihm. Sie wollten sehen, was da los war.
Weihnachten mit meinen Lieben verbringen- das will ich unbedingt. Deshalb ist das größte Geschenk, das ich meinen Eltern machen kann: Weihnachten mit der Familie feiern – und in vollen Zügen genießen. Eine Kleinigkeit bekommen meine Eltern natürlich trotzdem – auch wenn sie scheinbar schon alles haben.
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»Zünd ein Licht an« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.12.2018 gesendet.
Winter – auch wenn es dieses Jahr noch nicht wirklich kalt ist, merke ich, dass es Winter ist. Denn wenn ich zur Arbeit fahre, ist es dunkel. Und wenn ich von der Arbeit Heim fahre, ist es auch dunkel. Mich nervt das echt. Aber daheim mache ich es mir dann immer gemütlich. Zünd‘ mir ein Licht an. Gerade in der Adventszeit geht das ja ganz gut – am Adventskranz oder elektrische Lichter am Weihnachtsbaum.
Es gibt noch einen Grund, warum man an Weihnachten so gern Kerzen anzündet. Nicht nur, damit die dunkle Jahreszeit etwas erträglicher wird. Sondern, weil Weihnachten eine ganz besondere Bedeutung für Christen hat. Sie glauben, dass Jesus an Weihnachten geboren wurde. Und dass er wichtig für die Menschen ist. Ein Licht für die Welt sozusagen. Und dieses Licht ist an Weihnachten mit Jesus auf die Welt gekommen. Noch ein Grund, mein zu Hause an Weihnachten mit vielen Lichtern zu dekorieren.
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»Adventskalender« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.12.2018 gesendet.
Dieses Jahr habe ich gleich zwei Adventskalender. Einen ganz normalen. Und einen auf WhatsApp. Aus dem ersten kommt jeden Tag bis Weihnachten etwas anderes raus. Kleine Duschgels, Süßigkeiten und sowas. Wie das eben bei jedem Adventskalender ist. Mein WhatsApp-Adventskalender funktioniert aber ganz anders.
Der Adventskalender ist eigentlich eine große Whatsapp-Gruppe mit 50 Leuten. 24 davon haben sich gemeldet, dass sie etwas für den Adventskalender machen wollen. Seit dem ersten Dezember bekomme ich jetzt immer eine Whatsapp-Nachricht aus der Gruppe. Und die Nachrichten sind richtig verschieden. Ein lustiges Weihnachtsvideo, eine weihnachtliche Geschichte, sogar eine Audioaufnahme von Weihnachtsmusik.
Meine Adventskalender sind mir echt wichtig. Ich finde die Zeit vor Weihnachten nämlich besonders. Auf Weihnachten warten bedeutet auch zur Ruhe kommen. „Advent“ heißt „Ankunft“ – Christen warten in den 4 Wochen vor Weihnachten auf die Ankunft von Jesus. Erinnern sich daran, um was es bei Weihnachten geht. Die Weihnachtsgeschichte erzählt nämlich davon, wie Jesus geboren wurde.
Ich freue mich, dass es unterschiedliche Adventskalender gibt. So ist das Warten auf Weihnachten voller Überraschungen.
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