»Gesund vs. Geliebt« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.08.2020 gesendet.
Was ist für euch das Wichtigste im Leben? Ich denke, viele antworten auf die Frage mit: Am allerwichtigsten ist es mir, dass ich gesund bin. Ich kann das gut verstehen. Ich mein: Wenn man krank ist, ist das Leben oft schwerer. Man liegt im Bett oder ist zumindest irgendwie geschwächt.
Ich glaube trotzdem, dass es noch was Wichtigeres gibt als Gesundheit. Nämlich Liebe!
Klingt jetzt erst mal ziemlich abgedroschen. Aber ich merk das bei einer Freundin von mir. Oder vielmehr bei ihrer Oma. Die wird bald 100 Jahre alt, liegt nur noch im Bett, ist dement. Von gesund kann man da wohl kaum reden. Aber ihre Familie kümmert sich um sie: Kinder, Enkel, sogar Ur-Enkel. Sie kommen vorbei und verbringen Zeit mit ihr. Und zeigen ihr damit, dass sie sie lieben. Und meinem Eindruck nach ist die Oma glücklich mit ihrem Leben, obwohl sie alt und krank ist.
Für mich ist deshalb das Wichtigste Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind. Und im Gegenzug zu wissen, dass diese Menschen dann auch für mich da sind. Wenn ich dann mal krank bin.
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»Heldinnen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.08.2020 gesendet.
Die Bibel ist ein Männerbuch. Sagt zumindest ne Freundin von mir. Irgendwie hat sie ja auch recht: Wenn ich so an wichtige Menschen in der Bibel denke, fallen mir Jesus und Mose ein, vielleicht auch noch an Noah mit seiner Arche. Aber Frauen sind eigentlich eher selten Heldinnen in der Bibel.
Aber es gibt welche. Esther zum Beispiel. Von der wird erzählt, dass sie ziemlich unverhofft die Frau des Königs wird. Also sie war nicht schon immer adelig oder so. Irgendwann will der König einen Krieg anfangen, weil manche ne andere Religion haben als er. Esther setzt sich aber gegen diesen Krieg ein. Sie bricht Regeln, hätte sogar mit dem Tod bestraft werden können. Alles, um ihrem Mann noch mal zu erklären, wie wichtig Religionsfreiheit ist und zu verhindern, dass Menschen wegen ihrer Religion getötet werden. Zum Schluss versteht der König Esther und bläst den Krieg ab.
Ester ist eine Heldin! Sie ist mutig und setzt sich für Menschen ein, auch wenn sie deswegen mit schweren Konsequenzen rechnen muss.
Esthers Geschichte ist nicht so bekannt wie die von den männlichen Helden. Das möchte ich ändern. Denn ich finde: Esther ist ganz eindeutig eine Heldin.
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»Geschenk Leben« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.08.2020 gesendet.
Manchmal schaue ich in den Spiegel und denk mir: "Ich hab auch schon mal besser ausgesehen!" Und dann gibt es Tage, da frag ich mich: "Bin ich mit meinem Leben eigentlich zufrieden?" Soll ich was ändern?
Als Christ bin ich der festen Überzeugung, dass Gott mich gemacht hat. Und dass er sich Mühe dabei gegeben hat. Er hat mir alles gegeben, was ich so brauche: Ein Herz, das mich am Leben hält, Luft zum Atmen, andere Menschen, mit denen ich zusammen sein kann und einen Willen, mit dem ich selbst entscheiden kann, wie es mit mir weitergeht. Das alles hat er mir geschenkt!
Daran möchte ich das nächste Mal denken, wenn ich so unzufrieden bin. Mit einem Geschenk gehe ich sorgsam um. Ich bin dankbar dafür, dass ich es bekommen habe. Und wenn ich das Leben als Geschenk, und nicht als Selbstverständlichkeit, ansehe, bin ich viel motivierter, an allem zu arbeiten, was mich unzufrieden macht. Ich will dann das verändern, was mich in meinem Leben stört. So lange, bis ich wieder mit mir und meinem Leben zufrieden bin.
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»Die andere Wange hinhalten« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.08.2020 gesendet.
"Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, halt ihm auch die Rechte hin" – klingt wie der schlechteste Selbstverteidigungskurs der Welt, sagt Jesus aber genau so in der Bibel.
Ich glaube aber nicht, dass Jesus will, dass wir uns verdreschen lassen. Ich glaube, der Satz ist bildlich gemeint! Ich meine, welche Möglichkeiten hab ich denn, wenn mich jemand schlecht behandelt? Mich auf die linke Wange schlägt? Ich kann zurückschlagen. Dann behandle ich ihn auch schlecht. Oder ich kann mich zurückziehen – dann fühlt sich mein Gegenüber wahrscheinlich bestätigt und macht immer so weiter. Ich finde beides irgendwie blöd.
Ich denke, der Satz von Jesus zeigt einen ganz guten Mittelweg: Wenn mir jemand was Böses will, soll mich das nicht davon abbringen, ein guter Mensch zu sein. Ich soll mich nicht davon beeinflussen lassen und selbst andere Menschen schlecht behandeln. Ich soll mich aber auch nicht vor dem Bösen verstecken. Dem Gegenüber das Feld überlassen, sondern irgendwie auf ihn reagieren. Ihm zeigen: Du schüchterst mich nicht ein! Deswegen finde ich das mit dem "Die-andere-Wange-Hinhalten" sogar einen ziemlich guten Selbst-Verteidigungstipp. Nur halt eben anders, als es erst mal scheint.
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»Scheidung« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.08.2020 gesendet.
Heute reden wir bei DASDING den ganzen Tag übers Thema Scheidung. Viele Leute denken, dass die Kirche grundsätzlich gegen die Scheidung sei. So ganz stimmt das aber nicht. Das ist auch in der evangelischen und katholischen Kirche ein bisschen unterschiedlich.
Klar, es gibt in der Bibel Stellen, die Scheidung ausschließen. Als perfektes Bild stellt die Bibel sich vor, dass Menschen ein Leben lang zusammen bleiben. Aber wir alles wissen auch: Menschen sind nicht eben perfekt, machen Fehler und manchmal passt es in einer Beziehung auch einfach nicht mehr. Wir sollen uns bemühen, die Ehe ernst nehmen, nicht bei der ersten Schwierigkeit aufgeben. Aber wenn es nicht mehr geht, dann verurteilt uns Gott nicht.
In einer wichtigen Stelle über die Ehe steht in der Bibel, dass der Frieden untereinander das wichtigste ist!
Ich glaube, das heißt, dass es Gott wichtiger ist, dass wir Menschen gut miteinander auskommen. Und nicht, dass Leute verheiratet bleiben, obwohl sie das nicht mehr wollen. Und für den Frieden untereinander ist eine Scheidung dann vielleicht manchmal auch besser. Als letzter Schritt sozusagen. Ich denke: Viel schlimmer ist es, wenn Menschen unglücklich für immer zusammenbleiben.
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»Freier Wille« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.07.2020 gesendet.
Warum lässt Gott zu, dass es Krieg gibt? Warum hassen sich Menschen? Diese Fragen sind wahrscheinlich fast so alt wie der Glaube an Gott selbst. Und auch heute fragen sich das noch viele. Ich versteh es, wenn Menschen dann sagen: Das ist der Beweis dafür, dass es keinen liebenden Gott gibt! Sonst würde er doch machen, dass die Menschen gut sind! Man kann das so sehen.
Aber ich glaube, das ist zu kurz gedacht. Denn ich glaube: Gott hat uns mit freiem Willen gemacht. Das steht ganz am Anfang in der Bibel. Gott macht da die ersten Menschen – Adam und Eva. Und die können ganz frei entscheiden, was sie tun. Sie können sogar tun, was Gott ausdrücklich verboten hat.
Das heißt für mich: Gott ist kein Puppenspieler und wir Menschen sind keine Marionetten, sondern wir können nach unserem eigenen Willen handeln. Gott traut uns zu, dass wir uns richtig verhalten und keinen Krieg anfangen oder andere Menschen diskriminieren. Leider passiert das aber immer wieder. Gerade deswegen ist es wichtig für mich, genau zu überlegen, wie ich mit meiner Freiheit umgehe. Wie ich mich anderen gegenüber verhalte. Denn ich bin am Ende für mein Verhalten selbst verantwortlich.
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»Entscheidungen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.07.2020 gesendet.
Ich in der Eisdiele. Was soll ich nehmen: Erdbeere oder Vanille? Hinter mir ist schon eine riesige Schlange, das setzt mich unter Druck und deswegen nehm ich halt irgendeins von beiden.
Ich treff super ungern Entscheidungen. Beim Eis ist das noch weniger schlimm. Aber wenn es mal um wichtige Entscheidungen in meinem Leben geht, mach ich mich manchmal wochenlang verrückt. Da überleg ich hin und her.
Ich will halt keinen Fehler machen und meine Entscheidung nachher bereuen. Das Problem ist aber: Ich kann oft vorher gar nicht so genau sagen was passiert, wenn ich mich jetzt so oder so entscheide.
Aber mir hilft ein Satz aus der Bibel. Da sagt Gott: „Ich werde bei dir sein und dich beschützen, wohin du auch gehst.“
Heißt: Egal, wie ich mich entscheide. Egal, in welche Richtung ich gehe. Gott ist bei mir. Das macht mir Mut, dann wirklich auch Entscheidungen zu treffen. Auch wenn ich mir nicht 100% sicher bin, ob sie richtig sind. Keine Entscheidung kann so falsch sein, dass Gott mich verlässt. Und selbst wenn ich einen Fehler mache: Gott wird mir helfen, das wieder in Ordnung zu bringen.
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»Hilfe per Telefon« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.07.2020 gesendet.
Während des Corona-Lockdowns gab es öfter als sonst häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder. Das haben viele Medien berichtet. Ich finde das echt furchtbar. Es ist aber oft gar nicht so einfach, zu helfen, weil ja fast niemand einfach kommt und sagt: „Mein Freund schlägt mich“.
Für Opfer, denen es unangenehm ist, darüber zu sprechen, oder die nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen, gibt es eine diskrete Möglichkeit, sich Hilfe zu holen: Die Telefonseelsorge. Da kann man anrufen und erzählen, was passiert ist. Die Seelsorger und Seelsorgerinnen hören einem zu und sagen einem, wo man gezielt weitere Hilfe suchen kann. Ganz wichtig: Es ist anonym. Wenn ich es nicht will, erfährt niemand anderes von dem Anruf. Und man kann sich nicht nur bei häuslicher Gewalt, sondern auch bei anderen Problemen dort anrufen.
Wichtig finde ich auch: Man muss sich nicht schämen dort anzurufen! Die Leute sind genau dafür da. Um zu helfen. Wenn ich also ein Problem hab, wo ich nicht mehr weiß, mit wem ich drüber sprechen will, kann ich mich an die Telefonseelsorge wenden.
Mehr Infos und die Nummer der Telefonseelsorge gibt’s auf www.telefonseelsorge.de
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»Verletzlichkeit« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.05.2020 gesendet.
Vor ein paar Tagen habe ich mich mit Freunden unterhalten und wir waren gut drauf. Aber dann hat irgendwer gesagt: „Yannick liest doch eh nur die Bibel!“
Klar, ich könnte jetzt beleidigt sein. Weil’s erstens nicht stimmt und zweitens halt so klingt, als wäre die Bibel ein unnötiges Buch. Natürlich kenne ich die Bibel auch nicht vorne bis hinten auswendig. Ich bete auch nicht 20x am Tag. Aber mein Glaube und Sprüche aus der Bibel machen mich seelisch stärker. Das macht mich nicht angreifbar. Und ein Witz über die Bibel macht meinen Glauben auch nicht kleiner.
Ich hab dann geantwortet „Pass auf, was du sagst, sonst schießt Gott einen Blitz auf dich runter“ und hab gelacht. Das hat den Typen überrascht, der den Witz gemacht hat. Ich glaube, er hat nicht damit gerechnet, dass ich so mit seinem Spruch umgehen würde.
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»Schwere Tage« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.05.2020 gesendet.
Es gibt Tage, die sind gut. Da geht mir alles easy peasy von der Hand und alles ist super. Aber es gibt auch Tage, da läuft es nicht. Grade an solchen schweren Tagen frag ich mich: Wo ist Gott jetzt grade eigentlich?
Es gibt eine Geschichte von einem Menschen, der auf sein Leben zurückschaut, wie auf einen Standspaziergang. Manchmal sieht er vier Fußspuren. Seine und die von Gott. In den schweren Zeiten sieht er aber nur zwei Fußspuren. Deswegen fragt er Gott: „Sag mal, wieso warst du denn da nicht da?“ Und Gott sagt: „Ich war da. Ich hab dich getragen!“
Mir macht die Geschichte Mut. Gott ist auch bei mir, wenn es mal nicht so läuft und ich ihn vielleicht gar nicht bemerke. Er kann mir helfen, durchzuhalten, bis es wieder besser geht. Und ich hoffe, dass auch ich irgendwann auf mein Leben zurückschauen und sagen kann: Gott hat mich während der schweren Tage getragen!
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