»Ewigkeitssonntag« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.11.2018 gesendet.
Letzten Monat ist mein Onkel gestorben. Er war schon über 80 und gesundheitlich einfach nicht mehr fit. Ich konnte nicht zu seiner Beerdigung gehen. Mir tut das mega leid und ich bin deswegen auch noch ein bisschen traurig. Ich hätte mich einfach noch gerne von ihm verabschiedet. Das Blöde ist nämlich, dass ich nicht mehr weiß, wann ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Er wohnt sehr weit weg. Ich habe ihm und meiner Tante immer gesagt, dass ich sie bald mal wieder besuchen komme. Aber naja, aus bald sind jetzt schon ein paar Jahre geworden.
Ich bin deswegen froh, dass heute Ewigkeitssonntag ist. Da erinnern sich viele Christen an die Verstorbenen. Im Gottesdienst werden die Namen von den Verstorbenen vorgelesen und auf dem Friedhof ist alles mit Blumen und Lichtern geschmückt.
Der Tag gibt mir die Möglichkeit, irgendwie nochmal besonders an meinen Onkel zu denken. Mich in Ruhe zu verabschieden. Und die Blumen und Lichter auf dem Friedhof erinnern mich daran, dass mein Onkel nicht vergessen ist. Ich glaube nämlich, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Sondern dass das Leben bei Gott im Himmel weitergeht.
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»Biogurken in Plastikfolie« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.11.2018 gesendet.
Bio-Gurken in Plastikfolie! Das kann doch echt nicht sein, oder? Ich hab das schon oft im Supermarkt gesehen und muss da jedes Mal den Kopf schütteln. Bio soll ja eigentlich die Umwelt nachhaltig schützen. Die Plastikfolie versaut es dann also wieder.
Dieses Jahr hatte ich deswegen selbst Gemüse auf dem Balkon. Tomaten, Paprika, Zucchini und Gurken. Im April hatte ich mir Samen gekauft. Ich fands mega geil zu sehen, wie aus diesen Mini-Samen so riesengroße Pflanzen werden. Ich hab mir echt Mühe gegeben und mich gut um die Gemüsepflanzen gekümmert. Es hat mega Spaß gemacht und es war einfach cool, das eigene Gemüse zu essen. Ein paar Tomaten sind sogar jetzt noch übrig.
Mir ist die Umwelt wichtig. Ganz am Anfang der Bibel überlasst Gott den Menschen die Erde. Die Pflanzen, Tiere, Felder, einfach alles, was er erschaffen hat. Er sagt auch, dass die Menschen auf die Schöpfung aufpassen sollen. Ich finde das echt cool von Gott. Vertraut uns seine Schöpfung an. Ich finde aber auch, dass viele nicht auf die Schöpfung aufpassen. Besonders wenn es um die Verpackungen geht. Da verbrauchen viele Lebensmittelhersteller echt viel Plastik. Und dann kommt so ein Mist raus wie Bio-Gurken in Plastikfolie. Deswegen will ich ab jetzt jedes Jahr selbst anpflanzen. Das schmeckt besser und besteht nicht zu 50% aus Verpackung.
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»Internetfehler« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.11.2018 gesendet.
Ein ganzer Monat ohne Internet. Für viele eine echt schreckliche Vorstellung. Ich hab das neulich erlebt. Mein Freund und ich wohnen in einem Wohnheim und zahlen da eine Internetpauschale. Das Netzwerk ist also an alle Bewohner gekoppelt. Und irgendwie war ein Fehler aufgetreten, den niemand beheben konnte. Also gabs kein Internet. Ich hab da gemerkt, wie abhängig ich davon bin. Also nicht, dass das schlecht ist. Internet ist einfach geil. Aber ich hab gemerkt, dass mein Freund und ich abends keinen Plan hatten, was wir machen sollen.
Mein Freund und ich sehen uns meistens erst abends und gucken dann noch eine Serie. Auch sonst machen wir unter der Woche nicht so viel zusammen. Durch die Internetsache hat sich da was verändert. Wir haben wieder mehr miteinander geredet. Ich habe gemerkt, dass das echt wichtig ist, miteinander zu reden. Das hat sogar auch schon Petrus, ein Freund von Jesus gesagt. Er hat gesagt, es ist wichtig in einer Beziehung am Leben des anderen teilzunehmen. Zu wissen, was bei dem anderen gerade los ist und was ihn beschäftigt.
Mein Freund und ich haben durch das fehlende Internet echt viel geredet. Und auch über viele Themen diskutiert. Jetzt geht das Internet wieder Klar surfe ich jetzt abends auch wieder viel oder gucke Serien. Aber ich will echt versuchen, ein paar Mal im Monat das Internet abends auszulassen.
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»Buß- und Bettag« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.11.2018 gesendet.
Es gibt Tage, die sind einfach nur dumm. Vor kurzem hatte ich so einen. Eigentlich ging der Tag entspannt los. Ich habe lang geschlafen, mein Freund musste zu einem Spiel und ich wollte mich beim Friseur verwöhnen lassen. Kurz vorm Rausgehen habe ich noch schnell meine Tasche und meinen Geldbeutel geschnappt. Und dabei ist mir eingefallen, dass mein Freund noch meine Geldkarte hat. Ein paar Tage vorher hatte ich nämlich keine Lust eine Tasche mitzunehmen und da hatte er die Karte eingesteckt. Mein Freund war schon weg, Bargeld war auch nicht im Haus und mein Tag war im Eimer.
Dieser dumme Tag ist mir heute am Buß- und Bettag wieder eingefallen. Am Buß- und Bettag denken viele Christen darüber nach, dass sie andere schlecht behandelt haben. Ihnen Unrecht getan haben. Und sie überlegen, wie sie ihre Fehler wieder gut machen können.
Ich musste heute daran denken, wie blöd ich zu meinem Freund war. Ich hab ihn nämlich direkt angerufen und richtig blöd angemacht. Warum er meine Karte nicht wieder rausgelegt hat. Warum er nicht daran gedacht hat. Dass er jetzt meinen Tag versaut hat.
Mittlerweile weiß ich, wie bescheuert das von mir war. Es war ja gar nicht seine Schuld. Ich wollte ja, dass er meine Karte einsteckt. Deswegen hab ich mich auch bei ihm entschuldigt.
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»Pfarrfrau von heute« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.10.2018 gesendet.
„Also das passt ja mal so gar nicht zu dir.“ Den Spruch habe ich schon oft gehört. Mein Freund wird nämlich Pfarrer. Und ich werde dann die Frau vom Pfarrer sein. Viele von meinen Freundinnen haben so veraltete Vorstellungen von der Pfarrfrau – Sie kocht Essen, kümmert sich um die Menschen in der Kirche. Ist voll und ganz für ihren Mann da. Und meine Freundinnen meinen eben, das passt nicht zu mir.
So traditionelle Vorstellungen oder Klischees nerven mich. Da gibt’s ja viele. Zum Beispiel „die dumme Spielerfrau“, die nichts kann, außer gut aussehen. Ich finde, dass solche Vorstellungen Quatsch sind. Ich glaube nämlich, dass GottMenschen erschaffen hat, die ihm gleichwertig sind. Das bedeutet, dass jeder Mensch seine eigene Würde hat. Jeder und jede ist das, was er oder sie aus sich macht, jeder und jede hat nen eigenen Lebenslauf. Also nicht davon abhängig, was der Freund oder die Freundin macht.
Klar will ich später ab und zu mal Sachen für die Kirche machen. Das ist mir ja auch wichtig. Aber ich will auf jeden Fall einen eigenen Beruf haben. Und auch in der Freizeit unabhängig sein. Wenn meine Freundinnen also das nächste Mal sagen, dass Pfarrfrau sein nicht zu mir passt, sage ich: „Doch, denn ich bleibe ja wie ich bin. Auch als Pfarrfrau. “
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»Gerechte Chancen« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.10.2018 gesendet.
Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Das hört man ja mittlerweile fast täglich in den Medien. Vor allem Kinder sind dabei besonders betroffen – die Erstklässler die heute eingeschult werden haben unterschiedliche Chancen. Und das nur, weil die einen Eltern arm und die anderen reich sind.
Ich finde, dass sich in Deutschland gewaltig was ändern muss. Dass es gerechter werden muss. Ich glaube, dass vor Gott nämlich jeder Mensch gleich ist. Bei ihm kommt es nicht darauf an, wieviel Geld man hat. Oder was man geleistet hat. Bei ihm haben alle die gleichen Chancen.
Gerechtigkeit ist auch eines der wichtigsten Worte in der Bibel. Über 300 Mal kommt es an verschiedenen Stellen vor.
Bei Gott ist es also nicht wichtig, wo man herkommt und was die Eltern machen. Er hat die Menschen geschaffen, damit es ihnen gut geht. Allen Menschen. Ich hoffe, dass sich in Deutschland echt was ändert. Dass alle Kinder die gleichen Chancen haben. Ich glaube das geht aber nur, wenn ärmere Kinder mehr Geld bekommen. Oder wenn Bildung wirklich kostenlos wird. Und zwar nicht nur die Bildung in der Schule, sondern auch Freizeit- und Sportangebote.
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»Führerschein-Helden« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.10.2018 gesendet.
Auf dem Cannstatter Volksfest sind momentan wieder Führerschein-Helden unterwegs. Alle, die mit dem Auto zum Wasen kommen und eine Maß zu viel hatten, können sich im eigenen Auto nach Hause bringen lassen. Der Fahrer ist dann so ein Führerschein-Held. Ihm muss man nur die Rückfahrt im Taxi zahlen. Ich find das mega cool!
Ich kann es nämlich gar nicht ab, wenn jemand was getrunken hat und dann noch fährt. Leider gibt’s immer ein paar Idioten, die sich trotzdem ins Auto setzen. Ein Bekannter von mir zum Beispiel. Der ist neulich mit 1,8 Promille gefahren. Schwubs, lag er im Graben. Insgesamt 2500 Euro Bußgeld, Auto Totalschaden und Führerschein für mindestens ein Jahr weg.

Mitleid habe ich da null! Er kann froh sein, dass nicht mehr passiert ist. Ich finde sowas einfach uncool allen anderen gegenüber. Jesus hat dazu auch schon was gesagt. Also nicht, dass man nicht betrunken Auto fahren soll. Autos gabs damals ja noch nicht. Aber dass man erstens auf sich selbst und zweitens ganz besonders auf alle anderen aufpassen soll. Naja, und wenn man betrunken Auto fährt, passt man meiner Meinung nach nicht auf die anderen auf.
Deswegen finde ich es hammer, dass es die Führerscheinhelden auf dem Wasen gibt. Echt ne geniale Idee.
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»Blumengrab« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.09.2018 gesendet.
Vor ein paar Wochen ist unser Hund Maggie an Altersschwäche gestorben. Ich kannte sie seit ich 12 war. Sie hat bei meinen Eltern gelebt Ich bin deswegen echt noch traurig. Maggie ist gestorben, kurz bevor ich meine Eltern besucht habe. Ich hätte mich einfach noch gerne von ihr verabschiedet. Als ich nach Hause kam, hatte mein Vater sie schon im Garten begraben. Ich bin dann zu ihrem Grab und habe ganz viele Blumen draufgelegt.
So wie man das eben macht. Auf Friedhöfen gibt es ja auch immer viele Blumen. Alles ist schön gepflegt und sieht so ruhig aus. Ich habe mich dann gefragt, warum man das macht. Man könnte es ja auch einfach grau und hässlich lassen.
Ich glaube man macht es, damit der Friedhof nicht tot, sondern lebendig und schön aussieht. Für mich ist ein Friedhof auch ein Ort der Hoffnung. Aus christlicher Sicht ist der Tod ja nur das Ende des Lebens auf der Erde. Aber es geht bei Gott mit dem ewigen Leben weiter. Deswegen finde ich es auch schön, dass es auf Friedhöfen so viele Blumen gibt. Die Blumen machen den Friedhof lebendig und schenken Hoffnung.
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»Kleider raus« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.09.2018 gesendet.
In letzter Zeit war ich mal wieder ein bisschen kaufsüchtig. Habe hier mal ein schönes Oberteil und ein paar Schuhe mitgenommen. Oder da mal ein bisschen neues Dekozeug. Gebraucht habe ich die ganzen Sachen eigentlich nicht. Ich wollte einfach mal wieder was Neues. Ich finde das eigentlich auch nicht schlimm. Ab und zu braucht man ja einfach mal ne Style-Veränderung.
Jesus hat mal gesagt, dass man sich keine Schätze auf Erden sammeln soll, die von Motten zerfressen werden. Man soll lieber Schätze im Himmel sammeln, hat er gesagt: „Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“
Damit ist gemeint, dass man sein Herz nicht an Dinge hängen sollen, die nicht für immer sind. Zum Beispiel an Klamotten. Man soll eher Dinge tun, die auch bei Gott im Himmel noch was wert sind. Zum Beispiel freundlich und hilfsbereit sein.
Ich geh immer noch gern shoppen. Aber ich häng mein Herz nicht dran. Ich habe durch den nämlich Spruch kapiert, dass die Sachen eh nicht ewig halten. Deshalb habe ich mich auf einer Kleidertausch- und Verkaufsseite angemeldet. Und ich versuche einmal im Jahr einen Sack voll zu spenden. So haben andere auch noch was von meinen Sachen.
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»Kein Internet« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.09.2018 gesendet.
Ich bin echt ungeduldig. Das habe ich neulich mal wieder gemerkt. Ich war bei so einem Näh-Workshop in der Kirche. Eine ältere Dame saß neben mir. Wir haben uns voll gut unterhalten. Und sie hat mir mega viele Tipps gegeben. Zum Beispiel wie man mit der Nadel den Knoten richtig macht. Ich habe echt immer ein bisschen gebraucht bis es geklappt hat. Aber die ältere Frau war mega geduldig.
Geduld ist auch Gott ziemlich wichtig. Er ist mit den Menschen geduldig, indem er ihnen immer wieder vergibt, wenn sie Mist bauen. Gott sagt auch, dass Menschen untereinander Geduld haben sollen. Denn das ist auch ein Zeichen von Liebe und Achtung.
Aber ich habs einfach nicht so mit der Geduld. Ich sollte der älteren Dame am Ende Bilder auf ihr Handy schicken. Ich hab dann gefragt, ob sie denn hier in der Kirche ne Internetverbindung hat. Sie meinte dann nur „Also Internet habe ich hier nicht, aber WhatsApp funktioniert.“ Ich hab ihr nicht erklärt, wie das mit dem Internet und Whatsapp zusammenhängt. Ich hab mir nämlich gedacht: „ach egal, das hat wahrscheinlich eh keinen Sinn.“ Ich Nachhinein denke ich, dass ich geduldiger hätte sein können. Vielleicht hätte sie es ja doch kapiert, so wie ich das mit den Knoten. Das will ich das nächste Mal echt versuchen.
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