»Mitfahrgelegenheit« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.01.2020 gesendet.
Ich fahre oft mit Mitfahrgelegenheiten quer durch Deutschland. Da hat man viel Zeit zum Reden und zum Diskutieren. In letzter Zeit ist es oft um politische Themen gegangen. So um den Klimawandel, die Schere zwischen Arm und Reich, die immer größer wird oder um die Flüchtlingspolitik.
Meistens waren wir alle am Ende frustriert. Die Zukunft und die aktuelle Politik sind uns so schlimm und ausweglos vorgekommen. Eine Mitfahrerin hat mal gemeint: „Irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir normalen Bürger gar nichts ausrichten können. Es ist doch egal, wie ich mich verhalte. Letztlich müssen die Wirtschaft und die Politik doch was ändern. Die haben die Macht dazu“
Sie hat damit schon auch Recht. Aber wenn alle so denken, wer tut denn dann überhaupt noch etwas, um was zu verändern? Dazu passt dieses Zitat: „Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest.“
Ich versuche in meinem Alltag einen kleinen Unterschied zu machen: Ich verzichte immer mehr auf Plastik und gehe öfter in Second-Hand-Läden, versuche Projekte zu unterstützen, die sich für ärmere und kranke Menschen einsetzen.
Natürlich löse ich dadurch nicht alle Probleme. Aber wenn ganz viele Menschen so kleine Schritte machen, dann kann sich wirklich was verändern.
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»Rentnergruppe« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.01.2020 gesendet.
Neulich in der S-Bahn, da ist so eine Rentnergruppe ins Abteil eingestiegen. Und ich hab gemerkt wie sich in der ganzen Bahn die Stimmung verändert hat. Die waren so voller Begeisterung und wollten bestimmt wandern gehen. So sahen sie zumindest aus.
Und ich hab gedacht wie cool ist das denn eigentlich. Ich habe immer geglaubt: wenn ich mal alt bin: oh da bin ich bestimmt nicht mehr so beweglich. Dann brauche ich Unterstützung, bin nicht mehr so mobil. Und bestimmt hatte von den Rentern da in der Bahn auch der ein oder andere Probleme. Mit der Hüfte oder so. Und trotzdem hab ich durch diese Gruppe was gelernt: Denn ich bin jung. Trainiere ab und zu – bin also auch sportlich ganz fit. Aber ich hab wahrscheinlich nicht so ne Freude ausgestrahlt wie sie. Bei mir war es halt so wie immer: Kopfhörer auf und ich war am Handy.
Diese Rentnergruppe hat mir klar gemacht: Ich kann mich freuen, dass ich jung bin und dass ich gesund bin. Aber Freude ist nicht gebunden an Fitness und Gesundheit.
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»Taufpatin und Vorbild sein« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.01.2020 gesendet.
Mein kleiner Neffe wird bald getauft. Ich freue mich schon richtig darauf, auch weil ich seine Taufpatin sein darf. Für mich ist das eine ganz besondere Ehre, dass meine Schwester und ihr Mann mich als Patin gefragt ausgewählt haben.
Manche finden das ja überflüssig. Andere denken, dass Paten für das Patenkind sorgen sollen, falls den Eltern etwas zustößt. Meine Schwester hat mich aber gefragt, weil sie und ihr Mann wollen, dass ich für meinen Neffen nicht nur als Mensch ein Vorbild bin, sondern auch als Christin.
Und das finde ich gar nicht so einfach – Vorbild zu sein. Ich bin ja auch nicht perfekt und zweifle oft an Gott. Manchmal streite ich mich sogar richtig mit ihm. Ich würde sagen, dass es bei ihm ist wie bei einem guten Freund. Wir streiten uns, wir verlieren uns manchmal eine Zeit lang aus den Augen, aber ich bin doch sehr froh ihn zu haben.
Ich möchte meinen Neffen daran teilhaben lassen, was es für mich bedeutet gläubig zu sein. Ich weiß natürlich nicht, ob er selbst später gläubig wird. Aber ich möchte ihm auf jeden Fall bei Fragen weiterhelfen und ihn begleiten, wenn er mal nicht mehr weiterweiß. Ich möchte vor allem eins – ganz egal was ihn beschäftigt, immer für ihn da sein.
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»Oma« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.01.2020 gesendet.
Ich habe nach längerer Zeit mal wieder meine Oma besucht. Mensch, hat die sich gefreut, mich mal wieder zu sehen und in den Arm nehmen zu können. Wir haben fast drei Stunden geredet und Kuchen gegessen.
Als ich wieder Zuhause war, hab´ ich mich gefragt, warum ich meine Oma nicht öfter besuche. Das ist eigentlich schade!
Meine Oma hört mir immer zu und freut sich riesig, wenn ich vorbeikomme. Egal, was ich ihr erzähle, sie findet es einfach spitze und hat immer Tipps, wenn ich einen Rat brauche oder wenn ich mal wieder was verbockt hab. Außerdem weiß ich nicht, wie lange ich meine Oma noch haben werde.
Deshalb nehme ich mir vor, mindestens alle zwei Wochen zu ihr zu fahren. Das ist zwar nicht viel, aber wird meine Oma auf jeden Fall freuen. Ich habe immer einen schönen Tag dabei, weil ich mal wieder über alles reden kann, was mich beschäftigt. Meine Oma hilft mir fast immer weiter und selbst wenn sie das nicht kann, tut es wirklich gut, mit ihr darüber zu reden. Und ich glaube, jeder braucht so jemand wie meine Oma. Denn sie mag mich, so wie ich bin.
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