»Lachangriff« von Anna-Marleen   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.11.2019 gesendet.
Ich bin mit zwei Freundinnen übers Wochenende in Trier. Wir wollen uns die Stadt anschauen, herumschlendern und es uns gut geht lassen. Dabei erleben wir was total Verrücktes. Uns fällt nämlich irgendwann auf, dass uns auf der Straße fast alle Leute freundlich anlächeln oder sogar richtig fröhlich entgegen strahlen.
Beim Kaffeetrinken machen wir dann Witze, dass die Leute in Trier wahrscheinlich die freundlichsten und fröhlichsten Menschen der Welt sind. Aber dann wird es uns plötzlich klar: Wir werden deshalb die ganze Zeit so angestrahlt, weil wir selbst – meine Freundinnen und ich – alle um uns herum anlächeln. Wir haben einfach richtig gute Laune.
Es gibt in meinem Leben auch ganz andere Tage. Dann denke ich, ich bin nur von Miesepetern umgeben. Welchen Eindruck mache ich wohl an solchen Tagen auf die Leute um mich herum?
Vermutlich kann ich dann in den Gesichtern der Anderen nur ablesen, wie ich selbst drauf bin. Vielleicht bin ja grade ich der Miesepeter und alle anderen spiegeln mir meine schlechte Laune einfach zurück.
Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft bei mir selbst anzufangen und alle anderen Miesepeter so lange anzulächeln, bis sie auch lachen.
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»Glaubenskrisen« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.11.2019 gesendet.
Als meine junge Cousine fast an Krebs gestorben ist, bin ich in eine richtige Glaubenskrise gekommen. Ich frag mich die ganze Zeit, warum Gott das zulässt. So geht’s mir jetzt wieder, weil mein Onkel auch Krebs bekommen hat. Ich zweifle in solchen Momenten manchmal daran, ob es Gott überhaupt gibt.

Ich finde meine Zweifel aber auch etwas Gutes. Ich bin ein sehr kritischer Mensch und lasse nichts unhinterfragt. So geht’s mir auch mit meinem Glauben. Ich brauche das Zweifeln, um eine wirkliche Verbindung zu Gott spüren zu können. Ich will nicht einfach alles annehmen. Zweifel sind ja auch ein Zeichen dafür, dass mir etwas wichtig ist.

Ich denke sogar, dass meine Zweifel mich in meinem Glauben bestärken, denn ich finde in Krisen immer wieder zu Gott zurück. Ich suche bei ihm Trost und Halt und kann meine Wut verarbeiten. Dass mein Glaube auch diese Zweifel aushält bestärkt mich. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so sein wird.
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»Specialtime« von Anna-Marleen   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.11.2019 gesendet.
Für mich ist Gott ganz wichtig und ich verbringe gerne Zeit mit ihm. Das bedeutet für mich zum Beispiel, zu beten. Dann erzähle ich Gott, was mich wirklich bewegt oder sag ihm einfach mal Danke für all die guten Dinge in meinem Leben. Weil ich im Alltag aber oft mit so vielen anderen Sachen beschäftigt bin, ist es manchmal gar nicht so einfach, mir für Gott Zeit zu nehmen. Die Gespräche mit ihm gehen im Stress dann einfach unter.
Madeleine Delbrel, eine französische Schriftstellerin und Christin, hat das in ihrem Leben auch erfahren. Und sie hat sich überlegt, wie man trotz Alltagsstress noch Zeit für Gott finden kann.
Sie sagt: Was unsere Zeit betrifft, müssen wir nur etwas aufmerksam und erfinderisch sein. Wenn ich zum Beispiel mal einen stressigen Tag voller Termine habe, gibt es ja doch immer wieder Momente, in denen ich kurz Zeit habe. Zum Beispiel wenn ich auf den Bus warten muss oder an der Supermarktkasse anstehe. Anstatt diese Wartezeiten zu vertrödeln, warum nicht mit Gott sprechen und ihm erzählen, was mir grade so auf dem Herzen liegt?
Ich mache das jetzt immer mal wieder. Und es funktioniert. Für mich wird so aus einer nervigen Wartezeit eine Specialtime mit Gott.
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»Echte Größe« von Anna-Marleen   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.11.2019 gesendet.
Ich bin nicht besonders groß. Aber das stört mich überhaupt nicht. Denn echte Größe hat für mich etwas damit zu tun, wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält.
In der Bibel wird von einem Mann berichtet, der nicht nur körperlich klein ist, sondern sich auch so benimmt. Er heißt Zachäus und liebt das Geld. Zachäus betrügt die Menschen und bereichert sich, wo er kann. Niemand kann ihn leiden.
Und dann trifft Zachäus Jesus. Und der lädt sich bei Zachäus zum Essen ein. Die Leute, die das mitbekommen, regt das total auf: Wie kann Jesus mit so einem zusammen essen? Aber Zachäus macht eine echte Kehrtwende, weil er Jesus getroffen hat: Er beschließt, sein Geld von nun an mit Menschen zu teilen, die es brauchen.
Ich glaube, Zachäus konnte sich so radikal ändern, weil Jesus ihm wirklich eine Chance gegeben hat. Er war bei Zachäus zuhause und hat ihm damit gezeigt, dass er viel wert ist – obwohl er sich so blöd verhalten hat.
Jesus hat in Zachäus nicht nur gesehen, wer er ist. Sondern auch, wer er sein kann: Nämlich ein Mann, der zwar klein ist, aber in seinem Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen echte Größe zeigt.
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