»Mikroplastikfilter« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.10.2019 gesendet.
Was die fünfzehnjährige Leonie geschafft hat, find' ich mega klasse. Sie ist Erfinderin eines Mikroplastikfilfters für die Waschmaschine. Eigentlich mega easy wie der funktioniert: Bevor das Wasser aus der Waschmaschine in den Abfluss fließt, wird es von einem engmaschigen Sieb gefiltert. Hier bleiben viele kleine Plastikfasern hängen, die sich beim Waschen von Polyesterklamotten lösen. Leonie ist es wichtig, den Planeten zu schützen. Jeder weiß ja, dass in den Weltmeeren inzwischen überall Plastikteile zu finden sind.
Ich denke, jeder Mensch hat Talente von Gott bekommen, die er einsetzen kann, um anderen zu helfen. Mich beeindruckt, dass Leonie nicht nur eine Idee hat, sondern diese auch anpackt. Dass sie ihre Eltern davon überzeugt und selbst Leute sucht, die ihr dabei helfen diese Idee umzusetzen.
Das zeigt mir, dass jeder etwas verändern kann. Wenn ich mein Talent für andere einsetze und beispielsweise eine gute Idee habe. Damit die Welt für mich und andere ein Ort ist, an dem ich gerne bin.
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»Gelingendes Leben« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.10.2019 gesendet.
Wenn ich an die Beziehung mit meinem Freund denke, dann wünsch ich mir, dass sie ewig hält. Ich stelle mir dann vor, dass wir irgendwann heiraten und eine Familie gründen. Und dass wir auch in schweren Zeiten zueinanderhalten. Das ist das Ideal, das ich für mich im Kopf habe. Aus kirchlicher Sicht ist das ähnlich: Die Ehe ist unauflöslich. Bei wem sie nicht hält, der scheitert. Wieder heiraten ist keine Option. Eigentlich ist das doch seltsam. Auch wenn ich mir wünsche, dass ich ein Leben lang mit meinem Freund zusammenbleibe – ich kann mir vorstellen, dass es Situationen gibt, in denen das einfach nicht mehr möglich ist. Ich denke zwar, dass es wichtig ist, dass wir an unserer Beziehung arbeiten und nicht gleich aufgeben, wenn es schwierig wird. Aber wenn sich Menschen wirklich um etwas bemüht haben und es trotzdem nicht funktioniert, dann verstehe ich nicht, warum sie sich nicht trennen dürfen. Für mich hat das dann auch nichts mit Scheitern zu tun. Im Gegenteil: Ich glaube, dass es Situationen gibt, in denen es sinnvoll und verantwortungsvoll ist, dass sich Menschen trennen, weil sie gemeinsam nicht mehr glücklich sein können. Zum Beispiel weil sie sich auseinander gelebt haben und nur noch streiten. Wenn sie es schaffen, ihre Beziehung oder auch ihre Ehe verantwortungsvoll zu beenden und eine neue zu beginnen, dann ist das kein Scheitern. Sondern vielleicht gerade ein Zeichen dafür, dass Leben gelingt. Und ich denke genau das ist es auch, was Gott für mich will: Dass mein Leben gelingt.
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»Vergebung« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.10.2019 gesendet.
Vor sieben Jahren ist eine meiner wichtigsten Freundschaften zerbrochen. Wir haben zwar keinen Streit gehabt, aber meine Freundin hat mich sehr enttäuscht. Ich habe damals eine wirklich schwere Zeit gehabt. Sie hat sich in der Zeit gar nicht bei mir gemeldet. Ich habe mich gefühlt, als ob sie mich fallen lässt. Das hat mich wirklich verletzt. Ich habe ihr bis heute nicht verzeihen können.

Wir haben uns danach nicht mehr getroffen. Bis gestern. Ich bin gerade in der Stadt einkaufen und sehe auf einmal, wie sie auf mich zukommt. Ich habe gar nicht gewusst wie ich reagieren soll. Ich habe trotzdem allen Mut zusammengenommen und bin auf sie zugegangen. Dann habe ich gemerkt, dass es gar nicht sie gewesen ist. Ich habe erst da wieder aufatmen können.

Trotzdem denke ich seitdem die ganze Zeit darüber nach. Ich glaube, ich bin so geschockt, weil ich ihr immer noch nicht vergeben hab. Unterschwellig ist alles noch da. Die Enttäuschung und die Verletzung. Deshalb will ich das jetzt klären und versuchen ihr zu verzeihen. Als Christin ist es für mich wichtig, dass ich vergeben kann. Ich habe jetzt beschlossen, dass ich sie um ein Gespräch bitte. Eine Freundschaft ist für mich nicht mehr möglich. Aber ich möchte das besser abschließen können. Vermutlich hilft es, wenn wir miteinander reden und ich ihr dann vielleicht vergeben kann.
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»Friedensgebet« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.10.2019 gesendet.
Vor 30 Jahren gab es in Deutschland eine friedliche Revolution. Die hat zur Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland geführt. Da gab es die Montagsdemonstrationen und auch Friedensgebete.
Ein Pfarrer, der dabei sehr aktiv war, wurde mal in einem Interview gefragt, was für ihn damals besonders wichtig gewesen ist. Er hat geantwortet: „Eine gewaltfreie Konfliktlösung“, damit alle dieselben Freiheiten und sozialen Rechte bekommen. Denn für ihn als Christ sei es wichtig, „dass man die Augen und Ohren nicht abwendet, sondern hinschaut.“ Das bedeute für ihn, dass man als Christ nicht Probleme einfach übersehen darf. Sondern, dass man die Aufgabe hat, nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Und das nicht nur bei persönlichen Problemen, sondern auch bei politischen.
Ich finde das ziemlich beeindruckend. Da steckt eine ganz schön große Verantwortung dahinter. Christoph Wonneberger, der Pfarrer aus dem Interview ist da für mich echt ein großes Vorbild.
Ich glaube, es braucht nicht gleich so eine große Revolution. Auch im Kleinen kann ich helfen. Zum Beispiel mit einem freundlichen Wort bei einem Streit unter Kollegen oder Freunden. Solange ich nur hinschaue und dann auch handle.
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