»Alle zusammen vereint« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.09.2020 gesendet.
Grenzen und Mauern entstehen in meinem Kopf. Wenn ich mich von anderen abgrenze, Menschen in verschiedene Gruppen einteile, Ethnien und Geschlechter. So sollte es bei den Christen nicht sein: "Es gibt nicht mehr Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus."
Dieser Satz steht in der Bibel und für mich bedeutet er, dass eben alle Menschen gleichberechtig sind. Und nach diesem Grundsatz möchte ich leben. Es geht mir darum mitzuarbeiten an dieser Idee von damals. Indem ich selber offen bin für andere Menschen und jeden mit gleichem Respekt begegne. Dass ich innerhalb meiner Kirche so arbeite, dass sich alle mit einbringen können und auch ernst genommen werden. Ich seh das als Chance für die Kirche. Denn dadurch, dass sich alle Menschen beteiligen können wird die Kirche für mich dadurch glaubhafter und ehrlicher.
Aber das Ganze fängt bei mir persönlich an – in meinem Kopf, denn hier entstehen nicht nur Grenzen und Mauern, sondern auch Brücken und Tunnel. Wenn ich mit Menschen zusammen bin und danach suche, was uns gemeinsam verbindet, was uns gemeinsam Freude macht, dann sind dass für mich Momente in denen die Worte aus der Bibel wahr werden. Es geht dann einfach nicht um Unterschiede, wie männlich oder weiblich; sondern um das, was uns gemeinsam verbindet.
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»I'm a creep« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.09.2020 gesendet.
Früher hatte ich ganz oft das Gefühl, dass ich anders bin, vielleicht ein bisschen verrückt. Zum Beispiel, weil ich immer viel mehr als alle anderen geredet und damals in meiner Freizeit Gedichte geschrieben hab´. Ich habe mich halt einfach für andere Dinge interessiert.
Neulich habe ich wieder an die Zeit zurückgedacht, weil ich einen coolen Remix von dem Song „Creep“ aus den 90ern im Radio gehört habe. Dort singen sie: „Aber ich bin ein Creep, ich bin ein Spinner. Was zum Teufel mach´ ich hier? Ich gehöre hier nicht her…“
Genau so habe ich mich total oft gefühlt.
Mittlerweile weiß ich, dass es egal ist, wie andere über mich denken. Ich muss mich nicht verstecken oder für irgendetwas schämen. Denn jeder Mensch ist anders, aber verschiedene Persönlichkeiten machen das Leben doch erst interessant! Und darum ist es auch oke, wenn ich ein bisschen ein Spinner bin, denn es gibt Menschen, die mich genau deswegen mögen. Denn ich bin ich – und darauf kommt es an.
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»Eifersucht« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.09.2020 gesendet.
Manchmal habe ich das Gefühl im Freundeskreis irgendetwas zu verpassen. Klar, wir sind ne ziemlich große Clique und dann treffen sich auch mal nicht alle zusammen, sondern nur zwei oder drei Leute. Aber wenn ich das mitbekomme, bin ich auch schon mal eifersüchtig, weil ich nicht dabei gewesen bin. Diese Eifersucht wurmt mich und meine Gedanken kreisen dann fast nur noch darum.
Dann brauche ich Zeit für mich allein, um auf andere Gedanken zu kommen. Einen Spaziergang, draußen an der frischen Luft. So mache ich den anderen in meinem Kopf nicht ständig Vorwürfe, die eh unnötig sind. Denn meine Freunde gehören mir ja nicht. Jeder Mensch ist frei und diese Freiheit gilt auch für Freundschaften.
Wenn ich mal nicht dabei bin, muss ich das lernen zu akzeptieren. Ich mein, umgekehrt ist es ja auch manchmal so, dass ich mich mit zwei oder drei anderen treffe. Das bedeutet ja nicht, dass ich die anderen nicht mag. Ich will aber auch nicht bei jeder Einladung überlegen wen ich noch einladen muss, damit sich keiner ausgeschlossen fühlt. Das würde mich einengen. Freundschaft ist kein Zwang oder so, sondern sie beruht auf dem Gefühl gerne zusammen zu sein, mal mit den einen, mal mit den anderen und hin und wieder mit allen zusammen.
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»Schulanfang« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.09.2020 gesendet.
Sechseinhalb Wochen Sommerferien sind morgen vorbei! Bei mir mischen sich da Wehmut und Vorfreude. Denn auch für mich geht es bald an der Uni wieder los.
Endlich sieht man dann seine Freundinnen und Freunde wieder wie gewohnt und dann ist auch ganz bald der Alltag wieder da. So jedenfalls war das für mich bisher immer. Doch 2020 ist alles noch viel aufregender als sonst! Und ich bin auch echt schon gespannt, wie das neue Schuljahr so wird! Nichts scheint sicher zu sein: Bleiben die Schulen bis Weihnachten überhaupt offen? Oder wird in zwei Wochen schon wieder digital unterrichtet?
Eines habe ich in der letzten Zeit jedoch auf jeden Fall gelernt: Ich habe mein Leben nur sehr wenig selbst in der Hand. Natürlich wusste ich auch schon vor Corona, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie ich mir das wünsche oder vorstelle. Aber plötzlich ist alles ganz anders! Und selbstverständliche Sachen wie ein normaler Schulbetrieb sind auf einmal fraglich und unsicher. Da merke ich: Mein Alltag ist eben nicht selbstverständlich und vieles kann ich gar nicht beeinflussen.
Gerade in dieser Zeit hilft mir mein Glaube an Gott. Auch wenn sich alles andere ändert, Gott bleibt. Das hilft mir gerade in unsicheren Zeiten, weil ich mich darauf verlassen kann.
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