»Lächeln kostet nichts« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.01.2021 gesendet.
Ich arbeite neben meinem Studium an der Kasse in einem Gartencenter. Da hab ich den ganzen Tag mit Menschen zu tun. Deshalb macht mir der Job echt viel Spaß. Ich mag besonders die kleinen Gespräche die immer wieder entstehen. Viele Leute sind super nett, wünschen einem einen schönen Tag und lächeln einem zu.
Aber es gibt auch immer wieder Kunden, die total unfreundlich sind. Mir fällt auf, dass viele unglaublich gestresst durch den Laden hetzen und dann an der Kasse überhaupt keine Geduld haben. Sobald was beim Kassieren länger dauert, rollen sie mit den Augen und beschweren sich lautstark. Letztens ist eine Kundin sogar einfach gegangen, während ich ihren Einkauf abkassiert habe, weil es ihr zu lange gedauert hat.
Ich weiß meistens gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich versuche natürlich freundlich zu bleiben und zu erklären, warum es eben manchmal länger dauert. Aber die meisten interessiert das gar nicht. Die wollen keine Erklärungen hören und lassen einfach ihre schlechte Laune raus.
Klar, habe auch ich mal einen schlechten Tag oder bin gestresst. Dann ärgere ich mich auch, wenn ich lange an der Kasse anstehen muss. Aber ich bleibe immer freundlich. Ich find das wichtig. Dass wir uns gegenseitig respektvoll behandeln. Ich denke, für ein kleines Lächeln hat jeder Zeit.
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»Weniger Fleisch« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.01.2021 gesendet.
Eine Freundin von mir lebt jetzt vegetarisch aus Überzeugung. Das heißt sie möchte weniger Fleisch essen, weil sie es nicht gut findet, wie die Tiere gehalten werden. Als sie mir das erzählt hat, war ich erst mal beeindruckt aber auch ein wenig abgeschreckt. Inzwischen habe ich mal eine Woche bei ihr verbracht und war überrascht wie gut das eigentlich geht.
Ich muss schon zugeben, dass ich nicht ganz auf Fleisch verzichten kann. Mal so einen saftigen Burger oder ein gutes Steak schmecken mir einfach viel zu gut. Aber ich habe meinen Fleischkonsum nach der Woche bei meiner Freundin einfach auch nochmal ein bisschen überdacht.
Ich finde meine Freundin hat gar nicht so Unrecht. Ich versuche jetzt einfach meinen Fleischkonsum noch weiter zu reduzieren. Und ich überlege mir gut, wo wirklich Fleisch drin sein muss und wo nicht. Außerdem kaufe ich mein Fleisch jetzt bei einem Bauer. Da weiß ich wirklich, dass es den Tieren gut geht.
Ich denke jeder muss selbst entscheiden, wieviel Fleisch er isst. Aber sich einfach einmal bewusst zu machen, woher das Fleisch kommt und dass ein Tier dafür sterben muss ist glaub ich auch wichtig.
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»Lachen« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.01.2021 gesendet.
Als Jugendlicher hab ich mich mal in der Kirche blamiert. Ich war bei ner Hochzeit. Und da ist echt viel schiefgegangen. Ner Freundin von mir ist vor der Kirche das Kleid kaputt gegangen. Mein Liedblatt hat sich in der Kirchenbank ganz komisch eingeklemmt und ich habs deswegen aus Versehen zerrissen. Und dann war da noch diese Fliege. Die ist so seltsam geflogen. Und dann musste ich lachen. Während der Hochzeit. In der Kirche. Irgendwann hat der Mann hinter mir mich voll angeschnauzt. Das hat's dann nur noch schlimmer gemacht.
Das ist jetzt schon lang her, aber ich muss immer wieder daran denken, weil ich mich frage: Darf man in der Kirche eigentlich nicht lachen?
Ich finde: Doch! Bei traurigen Anlässen muss man vielleicht heulen. Beerdigungen zum Beispiel. Aber es gibt in der Kirche auch fröhliche Anlässe, an denen man lachen darf. Wie ne Hochzeit zum Beispiel. Vielleicht hab ich mich als Jugendlicher also doch nicht so krass blamiert. Klar, man sollte niemand anderes stören oder so. Aber ich finde: In der Kirche mal lachen ist voll ok.
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»Eine Lebensgeschichte« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.01.2021 gesendet.
Eine Freundin von mir hat mir neulich die Geschichte von Rebekka erzählt. Einem Mädchen, das niemals aufgegeben hat. Rebekka lebte in Paraguay. Dort hat sie meine Freundin kennengelernt, die sich da ehrenamtlich engagiert. Sie unterstützt dort Kinder, die wenig Geld haben und sich eine Schulausbildung nicht leisten können.
Rebekka hatte immer den großen Traum, Architektin zu werden. Sie wollte etwas entwerfen und bauen. Alle, die es sehen, sollten staunen. Sie wollte etwas zur Schönheit Paraguays beitragen, weil sie ihr Land geliebt hat.
Dabei hatte sie es wirklich nicht einfach. Sie musste schon, als sie noch in der Schule war, viel im Haushalt mithelfen und auf ihre 6 Geschwister aufpassen. Trotzdem hat sie es geschafft, einen Schulabschluss zumachen. Sie hat danach angefangen zu arbeiten in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann das Studium leisten kann.
Und dann ist sie kurze Zeit später an einer Hirnhautentzündung gestorben. Die Geschichte von Rebekka ist also sehr traurig. Und trotzdem macht sie mir Mut. Weil Rebekka eine krasse Einstellung zum Leben hatte. Weil sie sich nicht hat unterkriegen lassen. Obwohl es vor allem Mädchen aus ärmeren Familien in Paraguay echt schwer haben. Aber Rebekka hat bis zum Schluss für ihren Traum gekämpft. Und das finde ich echt beeindruckend.
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