»Rassismus« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.07.2020 gesendet.
In den letzten Wochen dominiert ein Hashtag die sozialen Medien: #blacklivesmatter.
Der Spruch wird auch von Hunderttausenden auf der ganzen Welt auf Demos verbreitet. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Proteste gegen die Diskriminierung von schwarzen Menschen. Dieses Mal wurden sie durch den Tod von George Floyd ausgelöst. Dieser starb durch brutale Polizeigewalt.
Vor dem Gesetz sind in Deutschland alle Menschen gleich, da ist die Hautfarbe eigentlich egal. Aber im Alltag sieht das anders aus. Es gibt Berichte darüber, dass schwarze Menschen häufiger von der Polizei durchsucht werden. Dass sie bei der Wohnungssuche benachteiligt werden oder offen auf der Straße beleidigt werden. Es gibt immer noch viele Menschen, die Vorurteile gegenüber schwarzen Menschen haben und denken sie seien weniger wert.
Ich finde, das sollte nicht so sein! In der Bibel steht im Jakobusbrief, dass wir andere nicht vorverurteilen oder nach ihrem Aussehen beurteilen sollen. Sondern wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst. Egal, wie er aussieht oder welche Hautfarbe er hat.
Die Bibel wendet sich da eindeutig gegen Vorurteile und Rassismus.
Solange in Deutschland und der Welt ein Unterschied zwischen schwarz und weiß gemacht wird, wird es Proteste geben. Und ich hoffe, sie dauern so lange bis der #blacklivesmatter nicht mehr nötig ist, weil alles Leben als gleich geschätzt wird. Dann wäre auch die Botschaft aus dem Jakobusbrief bei allen Menschen angekommen.
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»Nach der Bibel leben« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.07.2020 gesendet.
Manche Menschen behaupten, die Bibel hat gar keine Bedeutung mehr für uns heute. Weil sich die Gesellschaft verändert hat, sei die Bibel unwichtig. Bei einigem, was drin steht, stimme ich zu. An einer Stelle heißt es zum Beispiel, dass man keine Kleidung anziehen darf, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht ist. Das würde viele Christinnen und Christen modisch sehr stark einschränken. Viele dieser Regeln wurden für ganz konkrete Situationen geschrieben, die es heute so gar nicht mehr gibt.
Manchmal ist es aber auch anders. In der Bergpredigt erzählt Jesus davon, wie wir miteinander umgehen sollen. Wir sollen auf die Armen und Schwachen achten, weil jeder Mensch gleich viel Wert ist. Wir sollen friedlich unsere Meinung sagen und auf Gewalt verzichten. Wir sollen auch den Menschen Respekt entgegenbringen, bei denen uns das schwerfällt. Zusammenfassend heißt es: Behandle andere Menschen so, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest. Für mich ist diese Predigt von Jesus der Kern der Bibel. Denn da geht nicht darum, was ich anziehe, sondern wie ich mich anderen gegenüber verhalte. Dadurch soll unser Zusammenleben leichter werden. Und das finde ich auch für uns heute noch sehr aktuell. Das war und ist zu jeder Zeit für eine Gesellschaft wichtig.
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»Pflegebonus« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.07.2020 gesendet.
Tausendfünfhundert Euro. So hoch ist der Corona-Bonus für die Pflegekräfte. Ausgezahlt wird die Sonderprämie mit dem Gehalt im Juli. Gerade jetzt in der Corona Krise ist uns bewusst geworden, wie wichtig dieser Beruf ist. Systemrelevant hieß es während des Lockdowns. Ich würde sagen: Er rettet leben.
Schon in der Bibel gibt es eine Geschichte über Pflege. Sie erzählt vom barmherzigen Samariter. Der Samariter findet einen Mann am Straßenrand. Dieser wurde von Räubern böse verprügelt und ist schwer verletzt. Der Samariter nimmt ihn mit ins nächste Wirtshaus und versorgt dort die Wunden. Am nächsten Tag muss er weiter. Bevor er geht, gibt er dem Wirt richtig viel Geld und sagt: „Sorge gut für den Verletzten. Und falls du für seine Pflege mehr Geld brauchst, dann bekommst du das, wenn ich wiederkomme.“
Die Geschichte macht deutlich: Pflege ist extrem wichtig, deshalb muss sie gut bezahlt werden. Und ich denke: Auch die Menschen, die heutzutage andere pflegen, sollten genug Geld bekommen, weil sie eine wertvolle Arbeit tun. Deshalb finde ich den Pflegebonus auch gut. Aber ich finde das reicht nicht. Er ist nur einmalig. Pflegekräfte sollten insgesamt ein höheres Gehalt bekommen. Dann würden vielleicht auch mehr Menschen diese wertvolle Arbeit tun und Leben retten.
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»Zuhören tröstet« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.07.2020 gesendet.
Ich finde es manchmal ganz schön schwierig, jemanden zu trösten. Oft will ich irgendwie helfen, aber es passiert mir dann, dass ich ganz viel rede. Ich versuche irgendwelche Tipps zu geben oder die Situation zu analysieren. Aber wenn ich selbst getröstet werden muss, finde ich so Floskeln wie „Lass den Kopf nicht hängen“ oder „es könnte ja schlimmer kommen“ ganz furchtbar.
In der Bibel steht die Geschichte von Hiob. Ihm ist ganz viel schlimmes Zeug passiert. Da bekommt er Besuch von seinen drei Freunden. Die haben alle tolle Tipps und Ideen. Sie meinen, dass er vielleicht irgendwas falsch gemacht hat oder sagen, dass er sich halt nicht so anstellen soll. Irgendwann wird es Hiob zu blöd und er schnauzt seine Freunde an. Sie trösten ihn nicht, sondern machen alles nur schlimmer.
Deswegen finde ich die Geschichte von Hiob so spannend. Die Freunde reden seitenweise auf ihn ein, aber letztlich hilft ihm das gar nicht. Ich glaube, um jemanden trösten zu können, muss man vor allem gut zuhören können. Denn nur dann erfährt man, wie es dem anderen wirklich geht und was ihm helfen könnte. Vielleicht will er sich einfach nur mal auskotzen. Manchmal reicht das ja schon. Dann hilft zuhören mehr als alle Tipps der Welt.
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