»Geheimnis« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.01.2020 gesendet.
Ich mag Rätsel. Und Knobelspiele. Zum Beispiel sowas wie Sudoku. Oder ich war auch schon in so einem Escape-Room. Da muss man verschiedenen Hinweisen folgen und Rätsel lösen. Erst, wenn man alles gelöst hat, kommt man raus und hat gewonnen. Aber ich mag es auch mir über Fragen den Kopf zu zerbrechen. Wenn mir jemand eine schwierige Frage stellt, dann denke ich da gerne drüber nach und versuche sie zu lösen.
Es gibt aber auch Fragen, auf die ich keine eindeutige Antwort finden kann. Wer ist Gott? Zum Beispiel. Da bleibt mein ganzes Suchen nach einer Lösung am Ende nur ein Versuch. Ich kann keine eindeutige Antwort darauf finden. Vielleicht, weil es auch einfach keine gibt. Für mich ist Gott also kein Rätsel, dass ich eines Tages lösen werde. Für mich ist Gott eher ein Geheimnis. Eins, das ich immer weiter kennen lernen will, aber es wahrscheinlich nie ganz begreifen werde. Ich suche trotzdem weiter. Denn: Auch wenn ich das Geheimnis ‚Gott‘ nie ganz lösen kann, so kann ich ihm trotzdem ein Stück näher kommen.
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»Zweifellos« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.01.2020 gesendet.
„Ich glaube nur, was ich sehe!“ So ähnlich höre ich das oft von Freunden und auch Thomas, ein Freund von Jesus hat das mal gesagt. Diese Geschichte steht in der Bibel.
Die anderen Jünger haben ihm gerade erzählt, dass Jesus wieder lebt, nachdem er gekreuzigt wurde. Sie haben ihn persönlich getroffen. Thomas kann das einfach nicht glauben. Wie soll das wahr sein?
Dann kommt Jesus wieder und beweist Thomas, dass er es wirklich ist: Thomas darf seine Finger auf die Wunden von Jesu Kreuzigung legen und dann kann er es auch glauben. Jesus war tot und ist wieder lebendig! Er ist auferstanden.
Ich kann Thomas Reaktion total gut verstehen. Ich frage mich auch manchmal, wie ich an Gott glauben kann, ohne handfeste Beweise. Und für uns Menschen heute ist das sogar noch schwieriger, denn Jesus kann uns ja keine Wunden mehr zeigen.
Ich bin froh, dass die Geschichte über den zweifelnden Thomas in der Bibel steht. Ich glaube nämlich, dass sie mir sagt, dass es sehr menschlich ist, zu zweifeln. Und dass Jesus auf die Zweifler zugeht und für sie da ist. Er versteht Thomas und meine Zweifel sehr gut.
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»Mitfahrgelegenheit« von Ela   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.01.2020 gesendet.
Ich fahre oft mit Mitfahrgelegenheiten quer durch Deutschland. Da hat man viel Zeit zum Reden und zum Diskutieren. In letzter Zeit ist es oft um politische Themen gegangen. So um den Klimawandel, die Schere zwischen Arm und Reich, die immer größer wird oder um die Flüchtlingspolitik.
Meistens waren wir alle am Ende frustriert. Die Zukunft und die aktuelle Politik sind uns so schlimm und ausweglos vorgekommen. Eine Mitfahrerin hat mal gemeint: „Irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir normalen Bürger gar nichts ausrichten können. Es ist doch egal, wie ich mich verhalte. Letztlich müssen die Wirtschaft und die Politik doch was ändern. Die haben die Macht dazu“
Sie hat damit schon auch Recht. Aber wenn alle so denken, wer tut denn dann überhaupt noch etwas, um was zu verändern? Dazu passt dieses Zitat: „Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest.“
Ich versuche in meinem Alltag einen kleinen Unterschied zu machen: Ich verzichte immer mehr auf Plastik und gehe öfter in Second-Hand-Läden, versuche Projekte zu unterstützen, die sich für ärmere und kranke Menschen einsetzen.
Natürlich löse ich dadurch nicht alle Probleme. Aber wenn ganz viele Menschen so kleine Schritte machen, dann kann sich wirklich was verändern.
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»Rentnergruppe« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.01.2020 gesendet.
Neulich in der S-Bahn, da ist so eine Rentnergruppe ins Abteil eingestiegen. Und ich hab gemerkt wie sich in der ganzen Bahn die Stimmung verändert hat. Die waren so voller Begeisterung und wollten bestimmt wandern gehen. So sahen sie zumindest aus.
Und ich hab gedacht wie cool ist das denn eigentlich. Ich habe immer geglaubt: wenn ich mal alt bin: oh da bin ich bestimmt nicht mehr so beweglich. Dann brauche ich Unterstützung, bin nicht mehr so mobil. Und bestimmt hatte von den Rentern da in der Bahn auch der ein oder andere Probleme. Mit der Hüfte oder so. Und trotzdem hab ich durch diese Gruppe was gelernt: Denn ich bin jung. Trainiere ab und zu – bin also auch sportlich ganz fit. Aber ich hab wahrscheinlich nicht so ne Freude ausgestrahlt wie sie. Bei mir war es halt so wie immer: Kopfhörer auf und ich war am Handy.
Diese Rentnergruppe hat mir klar gemacht: Ich kann mich freuen, dass ich jung bin und dass ich gesund bin. Aber Freude ist nicht gebunden an Fitness und Gesundheit.
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