»Take me to church« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.10.2019 gesendet.
Neulich habe ich durch Zufall das Video zum schon etwas älteren Sing „Take me to church“ von Hozier auf YouTube gefunden. Es hat mich echt umgehauen. Im Video ist ein junges schwules Paar zu sehen. Man sieht, wie ein paar Männer sie verfolgen und einen von den beiden auch zusammenschlagen.
Hozier zeigt da Leute, die nicht damit umgehen können, dass andere schwul oder lesbisch sind. Homosexuelle Menschen werden in vielen Ländern ausgegrenzt, teilweise auch in Deutschland. Gewalt ist leider auch ganz oft dabei. Beispielsweise im Iran, in Brunei oder Saudi-Arabien droht Homosexuellen die Todesstrafe.
Und ich als Christ finde das falsch. Ich glaube fest daran, dass Gott jeden Menschen auf dieser Welt genauso geschaffen hat, wie er ist. Und dass Gott jeden genau so gewollt hat wie er ist. Egal ob groß oder klein, Mann oder Frau, hetero- oder homosexuell – jeder ist vor Gott gleich viel wert. Und erst recht, wenn es ein Mensch ist, der liebt.
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»Fantreue« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.10.2019 gesendet.
Beim Fußball fieber ich immer mit meiner Mannschaft mit. Ich schaue die Spiele gerne live an. Ich mag es mit anderen Fans zusammen unsere Mannschaft anzufeuern und gemeinsam zu jubeln. Als echter Fan muss ich aber auch damit leben, wenn's nicht so läuft. Dann bin ich traurig, bleibe aber trotzdem Fan meiner Mannschaft. Auch wenn sie verlieren, eine ganze Serie von Niederlagen einfahren oder sogar absteigen. Das gehört eben dazu. Ich bin und bleibe meiner Mannschaft treu.
Gott wird in der Bibel genauso treu dargestellt. Paulus schreibt in einem seiner Briefe: "Gott ist treu." Gott lässt niemanden im Stich und ist immer da. Sogar Jesus lässt Gott am Kreuz nicht hängen, sondern holt ihn aus dem Tod heraus und zeigt, dass der Tod nicht am Ende steht, sondern das Leben gewinnt.
Gott ist quasi wie ein Fan von allen Menschen und vom Leben. Also auch mir und von euch. Egal was ist. Auch wenn ich an mir selbst zweifle oder an Dingen scheitere, die anderen leicht fallen. Er ist immer da und an meiner Seite. Das bestärkt mich im Alltag. Denn Gott ist treu.
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»Freundschaft auf Distanz« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.10.2019 gesendet.
Meine beste Freundin ist vor kurzem weggezogen. Ich bin total zwiegespalten deswegen. Ich freue mich riesig für sie, weil sie einen tollen Job und eine tolle Wohnung gefunden hat. Aber ich bin eben auch sehr traurig, dass ich sie jetzt nicht mehr so oft sehen kann. Außerdem habe ich am Anfang befürchtet, dass wir uns vielleicht aus den Augen verlieren könnten.
Ich bin fest entschlossen alles zu tun, um an dieser Freundschaft festzuhalten, weil meine Freundin für mich wirklich etwas Besonderes ist. Sie kennt mich wie nur wenige mich kennen. Und sie akzeptiert mich mit all meinen Macken, auch mit meiner Macke immer alles zu organisieren. So ein Glück hat man nicht oft im Leben.
Ich habe angefangen einfach regelmäßig zu schreiben. Teilweise banale Dinge. Zum Beispiel, wenn es auf der Arbeit Streit gibt, oder einfach, wenn ich an sie denken muss. Ich frage sie, wie es ihr geht und was sie macht. Ich versuche so, an ihrem Leben teil zu haben und sie an meinem Leben teilhaben zu lassen. Ich freue mich mit ihr, bin mit ihr traurig und wir machen zusammen Quatsch. Wir erhalten all das aufrecht, was eine Freundschaft ausmacht. Natürlich fehlt sie mir noch, aber jetzt bin ich zuversichtlich, dass wir beide es schaffen, als Freundinnen in Kontakt zu bleiben.
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»Heimweh« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.10.2019 gesendet.
Mein Vater ist Italiener und wir haben sehr viel Familie in Italien. Ich bin die letzten fünf Jahre nicht hingefahren, weil ich entweder keine Zeit oder kein Geld dafür gehabt habe. Deswegen habe ich momentan sehr starkes Heimweh. Vor kurzem habe ich mich mit einem Bekannten darüber unterhalten.

Er kann mich zwar verstehen, aber er sieht das total anders. Das hat mich überrascht und hab ihn dann gefragt warum. Er ist auch Christ wie ich. Und er meint, dass Jesus will, dass jeder seine Familie verlassen soll, um die Welt zu gestalten. Er findet, dass das wie beim Wasser ist, das von der Quelle wegfließen muss um die Natur zum Wachsen zu bringen.

Ich denke seit ein paar Tagen darüber nach. Ich bin jetzt zu dem Schluss gekommen, dass das Heimweh für mich trotzdem in Ordnung ist. Ich gehe ja unabhängig von meiner Familie meinen Weg. Aber wenn wir getrennt sind, fehlt sie mir trotzdem. Ich habe meine Quelle verlassen, aber ich hinterlasse auch eine Spur, die mich immer zurückfinden lässt. So vergesse ich nie woher ich komme.
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