»Wenig hilft viel« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.05.2019 gesendet.
Letztens hat mich ein Typ am Bahnhof angequatscht. Ich habe mir gerade am Automaten mein Ticket rausgelassen. Auf einmal kommt er einfach von der Seite her und fragt ob ich nicht mal 50 Cent für ihn hätte. Ich war echt verwirrt und hab erstmal gefragt wofür er das denn braucht. Darauf meinte er irgendwas von wegen sein Geld würde nicht für was zum Trinken reichen. Ich war irgendwie in dem Moment überfordert und hab nicht gewusst, was ich sagen soll. Ich habe ihm dann einfach mürrisch die 50 Cent in die Hand gedrückt. Irgendwie war die Situation mega komisch. Eigentlich habe ich es gar nicht eingesehen dass ich einem Wildfremden Geld gebe der mich einfach so von der Seite anquatscht. Hinterher habe ich mich dann aber doch ein wenig über mich selbst geärgert. Er hat sich wirklich nur ein Wasser gekauft und sich ja auch total nett bei mir bedankt. Wenn ich in seiner Situation gewesen wäre hätte ich wahrscheinlich auch einfach irgendwen angequatscht. Eigentlich hätte ich mich freuen sollen, dass ich mit so einer Kleinigkeit helfen konnte. Denn das ist ja eigentlich was Schönes, wenn ich jemanden mit so wenig helfe.
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»Die Jesus-Kurve« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.05.2019 gesendet.
Ich hasse Autofahren. Irgendwie ist mir das immer zu viel auf das ich gleichzeitig achten muss. Außerdem ist das doch auch echt viel Verantwortung die ich da für mich und andere habe. Seit ich meinen Führerschein habe, habe ich es erfolgreich vermieden lange Strecken zu fahren. Ich fühle mich einfach nicht sicher genug dabei. Letztens konnte ich dann nicht anders. Ich musste eine lange Strecke fahren und konnte mich auch nicht davor drücken. Normalerweise fahre ich eher mit der Bahn, aber dieses Mal haben sie dort einen Teil der Strecke gesperrt. Ich hätte vermutlich doppelt so lang gebraucht wie mit dem Auto.
Ich war extrem nervös. Ich hatte einfach Angst, dass irgendwas passiert, dass mich jemand übersieht oder so. Die ganze Fahrt über saß ich total angespannt auf meinem Sitz und hab das Lenkrad umklammert.
In einer Kurve habe ich dann plötzlich ein Kreuz mit einer Jesusfigur am Straßenrand gesehen. In dem Moment war das für mich wie ein Zeichen. Ein Zeichen, dass ich nicht allein bin und eigentlich gar keine Angst haben muss. Mir hat das in dem Augenblick echt total viel Sicherheit und Kraft gegeben. Irgendwie ist mir dann klar geworden: Wenn ich auf mich und auf Gott vertraue, dann kann ich das schaffen.
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»Diskussionskultur« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.05.2019 gesendet.
Vor kurzem hab ich eine ziemlich hitzige Diskussion mit einem Freund gehabt. Es ist um das Thema Feminismus gegangen und wir sind dabei völlig verschiedener Ansicht gewesen.
Ich hab gemerkt: Das Thema ist uns beiden persönlich wichtig gewesen und deshalb ist es ganz schön emotional geworden. Keiner von uns beiden ist bereit gewesen, seine Position aufzugeben. Wir haben uns auch am Ende nicht einigen können, sondern sind bei unseren Meinungen geblieben.
Trotzdem kann ich sagen, dass es eine richtig gute Diskussion gewesen ist. Und das liegt vor allem daran, wie wir sie geführt haben. Obwohl wir anderer Meinung gewesen sind, haben wir einander zugehört und uns ausreden lassen. Keiner ist dem anderen ins Wort gefallen. Wir haben versucht, uns in den anderen hinein zu versetzten und seine Position nachzuvollziehen. Und obwohl es emotional geworden ist, haben wir uns keine Vorwürfe oder Beschimpfungen an den Kopf geworfen, sondern versucht, sachlich zu bleiben.
Ich denke heute zwar immer noch, dass ich richtig liege und mein Freund mit seiner Meinung daneben, und vermutlich geht ihm das genauso. Aber weil die Diskussion so gut verlaufen ist, können wir uns trotzdem noch in die Augen schauen und Freunde sein.
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»Europawahl« von Patrick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.05.2019 gesendet.
Bald sind Europawahlen. Ich finde das wichtig. Warum? Ganz einfach: Die EU ist ein Friedensprojekt. Wie war es denn, bevor des die EU gegeben hat? In Europa gab es dauernd Kriege: Der 30-jährige Krieg, der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg. Und das sind jetzt nur die, die mir so spontan einfallen. Und jetzt? Haben wir seit über 70 Jahren Frieden zwischen Ländern, die früher bittere Feinde waren. Die Zusammenarbeit zwischen den Ländern wurde immer enger: Auf wirtschaftlicher Ebene, in der Politik und in der Gesellschaft.
Ich war zum Beispiel schon in der Grundschule zu einem Austausch in Frankreich. Vor 70 Jahren war das undenkbar!
Aber nicht nur deswegen ist mir Europa wichtig, sondern auch weil ich Christ bin. Christsein heißt für mich nämlich auch, sich für Frieden einzusetzen: Auf Gemeinsamkeiten zu schauen und nicht auf Unterschiede. Genau so wie es in den letzten 70 ahren in Europa geklappt hat. Und das Europaparlament ist ein wichtiger Teil in diesem Europa. Und deswegen ist mir auch die Wahl so wichtig.
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