»Zweite Chance« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.12.2019 gesendet.
„Ne, das mach ich nicht!“. Das hat sich Jona vielleicht gedacht. Seine Geschichte steht in der Bibel. Jona hatte von Gott den Auftrag bekommen, in die Stadt Ninive zu gehen. Er sollte den Menschen dort sagen, dass ihr schlimmes Verhalten Folgen haben wird. Und dass ihr Untergang bevorstehen würde, wenn sie so weitermachten.
Aber Jona wollte das nicht. Stattdessen ist er mit einem Schiff geflohen. Da hat Gott einen Sturm geschickt, der so stark war, dass Jona freiwillig ins Wasser gesprungen ist. Aber Gott hat Jona nicht ertrinken lassen. Ein großer Fisch hat ihn verschluckt, so heißt es in der Bibel. Drei Tage hat er in seinem Bauch überlebt. Da hat Jona erkannt hat, dass er einen Fehler gemacht hat. Und dass Gott ihm eine zweite Chance geschenkt hat. Die hat er dann auch genutzt und er ist dann doch noch nach Ninive gegangen. Am Ende hat dann auch die Stadt Ninive von Gott noch eine zweite Chance bekommen. Ihnen taten dann nämlich ihr Verhalten ganz arg leid.
Mir macht diese Geschichte Mut, weil Gott Jona und Ninive eine zweite Chance gegeben hat. Das ist ja nicht selbstverständlich. Deswegen hoffe ich, dass Gott auch mir eine zweite Chance gibt, wenn ich sie brauche. Und es erinnert mich daran, dass auch ich anderen zum Beispiel nach einem Streit vergeben kann.
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»Liebeserklärung« von Anna-Marleen   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.12.2019 gesendet.
„Ich liebe dich.“ Wenn ich das ganz spontan zu meinem Freund sagen kann, dann fühlt sich das einfach toll an. Aber was heißt das eigentlich, jemanden lieben?
Ein Mann namens Augustinus hat diese Frage mal so beantwortet:
„‚Ich liebe dich‘ bedeutet übersetzt ‚Ich will, dass du bist‘.“
Wenn ich also zu meinem Freund sage, dass ich ihn liebe, dann sage ich damit nicht nur, was ich fühle, sondern vor allem, was ich will: Ich will, dass es ihn gibt. Ich will, dass mein Freund lebt und glücklich ist.
Das klingt vielleicht simpel, aber für mich trifft das den Kern der Sache.
Wenn ich z.B. Durst habe, will ich unbedingt ein Glas Wasser. Aber sobald ich nicht mehr durstig bin, ist mir das Glas Wasser egal. Und wenn ich Lust auf Pommes habe, dann esse ich Pommes. Aber danach reicht es mir damit auch erstmal wieder für eine Weile.
Meinen Freund zu lieben ist für mich mehr, als ihn zu brauchen wie ein Glas Wasser oder Lust auf ihn zu haben wie auf eine Portion Pommes. Ich finde diesen Menschen so toll, dass ich will, dass er da ist. Und dass nicht nur für mich, sondern auch für sich.
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»Entrümpeln« von Anna-Marleen   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.11.2019 gesendet.
Ich bin vor ein paar Tagen in eine andere Stadt gezogen. Beim Kisten packen war ich echt erstaunt, wie viel unnötiges Zeug ich habe.
Also habe ich mal so richtig entrümpelt. Den ganzen alten Kram loszuwerden, war ein total befreiendes Gefühl.
Das ist ein schönes Bild für das, was manchmal in meinem Kopf passiert. Da sammelt sich nämlich auch immer wieder so einiges an, was ich eigentlich überhaupt nicht brauche. Wie zum Beispiel die Erinnerung an einen blöden Streit mit meinem Freund. Das belastet mich. Im Alltag versuche ich sowas deshalb eigentlich oft einfach wegzupacken.
Blöderweise verschwinden die Gedanken dadurch aber nicht.
Für mich ist es deshalb wichtig, dass ich nicht nur meine Wohnung, sondern auch meinen Kopf zwischendurch richtig entrümple. Dafür muss ich die alten und unangenehmen Erinnerungen erst wieder rauskramen.
Mir hilft es, wenn ich Gott erzähle, was mich belastet. Dann ist das für mich so, als würde Gott mir helfen, meinen Kopf mal so richtig aufzuräumen. Ungeschehen machen kann ich den Streit dadurch nicht, aber so wird mir z.B. klar, dass ich auch meinen Anteil daran hatte und mich endlich entschuldigen muss. Danach kann ich diese blöde Sache endlich aus meinem Kopf werfen. So wie das alte Gerümpel aus meiner Wohnung.
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»Demokratie« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.11.2019 gesendet.
Kirche und Demokratie. Das gehört für mich irgendwie zusammen. Schon vor 2000 Jahren haben Christen Gemeinde-Vorstände gewählt worden. Natürlich noch nicht mit Wahlzettel und Urne und so – aber die Kirche hat sich ja seitdem auch ‚n bisschen verändert.
Heute gibt‘s die Kirchenwahlen. Die sind diesen Sonntag in den evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg. Dort werden Kirchengemeinderäte gewählt. In manchen Orten auch die Landessynode. Das sind beides auch irgendwie Vorstände. Der Kirchengemeinderat für die Gemeinde. Die Synode für die ganze Landeskirche, also ein paar Stufen höher als der Kirchengemeinderat.
Beide haben aber wichtige Sachen zu entscheiden: Welche sozialen Projekte die Kirche unterstützen will, wie Gottesdienst aussehen soll. Und natürlich auch: Wohin die Kirchensteuer fließt! Wählen dürfen übrigens alle Evangelischen aus Baden-Württemberg, die 14 und älter sind!
Ich find‘s wichtig, dass ich mitentscheiden kann, wie Kirche sein soll. Deswegen gehe ich diesen Sonntag zur Wahl. Ich will zeigen: Kirche und Demokratie – das gehört zusammen!
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