»Alle dürfen mitreden« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.08.2019 gesendet.
„Willst Du mal Papst werden?“ das hat mich neulich jemand gefragt. Weil ich Evangelische Theologie studiere. Immerhin lag er nicht ganz falsch: Theologie hat irgendwas mit Religion zu tun. Und der Papst hat auch irgendwas mit Religion zu tun. Er ist sozusagen der Chef der katholischen Kirche. In der evangelischen Kirche gibt es keinen Papst. Es gibt auch keinen richtigen Chef. Die Evangelische Kirche in Deutschland wird von einer Gruppe von Menschen geleitet. Manche davon haben auch mal Theologie studiert, andere nicht. Dahinter steckt ein wichtiger Gedanke, den es jetzt schon seit fast fünfhundert Jahren in der Evangelischen Kirche gibt: Alle Menschen dürfen in der Kirche mitreden. Egal ob Pfarrerin, Polizist, Schreiner oder Arbeitslose. Die Meinung von jedem Menschen ist gleich viel wert. Und jeder Mensch kann in der Bibel lesen und zu Gott beten. Ich studiere nicht Theologie, weil ich glaube, dass ich so ein besserer Christ werde. Ich studiere es, weil es mich interessiert und fasziniert, was Menschen im Laufe der Geschichte mit Gott und der Kirche erlebt haben.
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»Existenz Gottes« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.08.2019 gesendet.
Gibt es einen Gott oder etwa nicht? Im letzten halben Jahr habe ich immer wieder Veranstaltungen zu dieser Frage besucht. Das ist eine Frage, die haben sich Menschen schon seit tausenden von Jahren gestellt. Viele schlaue Personen haben versucht Beweise zu finden, dass es Gott gibt. In der Veranstaltung haben wir festgestellt, dass es keine logisch eindeutige Argumentation gibt, die beweist, dass es Gott gibt. Wir Menschen können Gott also mit unseren Gedanken nicht begreifen.
Viele Menschen glauben trotzdem an einen Gott. Ich auch. Obwohl nicht bewiesen werden kann, dass es einen Gott gibt. Manchmal finde ich es selbst auch unvorstellbar. Wie kann es Kriege, Armut und Hass in unserer Welt geben, wenn Gott das verhindern könnte?
Da kann man schon mal an Gott zweifeln. Aber Zweifel sind ein Teil des Glaubens. Ich finde es wichtig, Sachen zu hinterfragen und nicht alles kommentarlos hinzunehmen. Zweifeln hilft mir, mich und meinen Glauben weiter zu entwickeln.
Ich habe also gelernt, dass Gott mit unserem menschlichen Verstand nicht beweisbar ist. Aber ich glaube: Gott ist größer als wir es begreifen können. Auch wenn Menschen ihn nicht beweisen können, kann Gott existieren. Ich glaube an Gott. Und mir schenkt mein Glaube Zuversicht und Hoffnung. Zuversicht und Hoffnung, dass es auch in schweren Zeiten wieder besser wird. Und dabei ist es auch voll okay, immer wieder zu zweifeln.
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»Pause« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.08.2019 gesendet.
Ich hab gerade eine Pause gemacht: Ich war im Freibad. Und hab mich da beim Schwimmen so richtig entspannt.
Ich nehme mir regelmäßig vor so eine Pause zu machen. Zwischendrin einfach mal abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Aber das geht leider oft in meinem Alltag unter. Da schaue ich nur auf die Uhr, um auf keinen Fall den nächsten Termin zu verpassen. Und wenn ich mich dann kurz ausruhe, dann gehe ich meistens in Gedanken meine To-Do-Liste durch. Dabei sind richtige Pausen total wichtig, um wieder neue Energie zu tanken.
Eine Pause machen heißt für mich, dass ich mir Zeit nehme. Und zwar genau dann, wenn ich viel zu tun habe. Zeit für mich, wenn ich schwimmen gehe. Oder Zeit für meine Freunde, wenn wir abends noch gemütlich zusammensitzen. Aber auch Zeit für Gott und für meinen Glauben. Ich lese da zum Beispiel in der Bibel. Oder rede mit Gott, das heißt ich bete. Erzähle ihm, was mich so beschäftigt. Das ist für mich der einfachste Weg abzuschalten. Dann hör ich auf so gehetzt zu sein und werde wieder ruhiger. So, dass ich mich ganz auf meinen Glauben konzentrieren kann. Der hilft mir, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Nicht die Einkaufsliste für morgen, sondern die Ruhe, die ich bei meinen Freunden, meiner Familie und ganz besonders auch bei Gott finde.
Und damit ich das im Alltag nicht vergesse, brauch ich ab und zu eine Pause.
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»Shake hands« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.08.2019 gesendet.
Beim Fußball gebe ich immer alles für meine Mannschaft. Ich laufe jedem Ball nach, versuche noch aus der kleinsten Chance etwas zu machen und rege mich auch manchmal auf, wenn der Schiri ein Foul der anderen übersieht. Ich will natürlich, dass wir gewinnen und Tore schießen.
Wenn uns das gelingt freue ich mich natürlich meeega darüber. Das ist dann ein sehr gutes, warmes, euphorisches Glücks-Gefühl.
Und wenn wir verlieren, bin ich dementsprechend gefrustet.
Egal wie es ausgeht. Nach dem Spiel ist mir eine Sache immer wichtig: Zu der gegnerischen Mannschaft gehen und den Spielern die Hand geben. Das ist für mich ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass wir uns verstehen und der eine dem anderen den Sieg gönnt, dass wir im Spiel zwar Gegner sind, aber abseits vom Spielfeld ganz normale Menschen. Einfach, dass wir fair miteinander umgehen.
Genau das gilt nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch in meinem Alltag. Dass ich mit meinen Kollegen fair umgehe, nicht mitmache, wenn jemand ausgegrenzt wird, sondern mich für diesen Menschen einsetze. Denn auch wir sind im selben Team – im Team Mensch.
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