»Würde« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.05.2019 gesendet.
Diese Woche ist Europawahl. Und das ist ja kaum zu übersehen. Überall habe ich Plakate dazu entdeckt. Aber heute ist noch ein besonderer Tag. Heute vor siebzig Jahren ist das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten. Und das ist auch für Europa ganz schön wichtig. Denn ohne das Grundgesetz könnte Deutschland gar nicht dabei sein in Europa.
Am Anfang des Grundgesetzes stehen sechs kleine Worte. Ich habe sie schon so oft gehört. Find sie aber immer wieder ganz fantastisch. Da steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was für ein Satz. Für mich heißt er, dass jeder Mensch Würde hat. Oder besser, dass jeder Mensch würdig ist. Würde ist ja nichts, was ich besitze und auch wieder verlieren kann. Sie ist nichts, was ich mir erarbeiten müsste. Würdig bin ich von Anfang an. Seit es mich gibt. Ich glaube würdig bin ich, seit Gott mich gemacht hat. Die Tatsache, dass ich ein Mensch bin reicht völlig aus. Mehr braucht es nicht. Darin steckt die ganze Würde. Da ist es dann auch ganz egal, wenn ich nicht bin wie alle anderen. Ob ich krank bin, eine Behinderung habe oder anders fühle und denke. Nichts kann mir diese Würde nehmen.
Auf Facebook teilen
»Sündenbock« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.05.2019 gesendet.
Manchmal wenn was schiefläuft, dann bin ich erst mal wütend. Dann such ich mir irgendjemanden, dem ich die Schuld geben kann.
Egal ob die Person tatsächlich was damit zu tun hatte oder nicht. Ich suche mir dann einen Sündenbock.
Sündenböcke gab es früher wirklich. Bis vor etwa 2000 Jahren wurde in vielen jüdischen Gemeinden einmal pro Jahr ein Sündenbock in die Wüste geschickt. Man hat einen echten Ziegenbock genommen und hat ihm symbolisch alle Sünden aufgeladen. Alle Menschen durften kommen und dem Bock ihre Sünden erzählen. Dann gab es eine große Feier und der Bock wurde in die Wüste geschickt.
Wir Christen haben auch einen Sündenbock. Einen ganz persönlichen sogar. Nämlich Jesus. Das ist oft gemeint, wenn man sagt, Jesus sei am Kreuz für unsere Sünden gestorben. Wir dürfen alles was in unserem Leben schief läuft auf ihn schieben. Und er nimmt es dann sozusagen mit in die Wüste. Mir hilft das sehr. Ich muss meinen Frust und die ganzen schlechten Sachen nicht mit mir rumtragen. Ich darf sie einfach abgeben. Ich darf sie Jesus aufladen und kann dann frei weitermachen. Er macht das, weil er mich liebt. Wenn also mal wieder was schiefläuft, muss ich mich gar nicht aufregen. Ich muss auch niemanden suchen, der die Schuld übernimmt. Ich darf meinen Frust einfach an Jesus abgeben.
Auf Facebook teilen
»Alltäglich« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.05.2019 gesendet.
An Gott denke ich meist in besonderen Situationen. Zum Beispiel wenn ich in der Kirche bin oder an großen Festen wie Weihnachten oder Ostern. In alltäglichen Situationen denke ich weniger an ihn. Wenn ich darauf warte, dass die Ampel grün wird. Oder zum Beispiel, wenn ich mit meinem Kumpel über einen blöden Witz lache. Und beim Fußballspielen denke ich jetzt auch nicht so an Gott.
Vor kurzem hab ich in der Bibel aber eine Stelle gefunden da steht, dass Gott in allem ist. Und das glaube ich auch. Ich glaube, dass ich Gott klein mache, wenn ich ihn nur in die Kirche stecke. Gott ist überall und er wirkt überall. Ich glaube Gott ist auch alltäglich. Gott ist auch witzig. Und vielleicht spielt Gott ja sogar auch mal gerne Fußball.
Für mich heißt das, dass ich Gott nicht nur in der Kirche begegnen kann. Ich kann ihn überall erkennen. Es kommt also nicht darauf an wo ich bin. Es kommt vielmehr darauf an was ich sehe. Dass ich mit offenen Augen durch die Welt laufe. Dann kann ich Gott sehen. Beim Fußballspielen. In der Kirche. Und beim Warten auf die Grüne Ampel.
Auf Facebook teilen
»Zukunft« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.05.2019 gesendet.
Manchmal macht mir die Zukunft ganz schön Angst. Es gibt so viel was ich entscheiden muss. Wo möchte ich einmal arbeiten? Wo möchte ich wohnen? Wo soll es für mich hingehen?
Und es gibt viele Menschen, die mich dabei beraten wollen. Alle scheinen zu wissen, was das Beste für mich ist. Die sagen dann ich soll einen fünf Jahresplan haben. Oder noch besser einen zehn Jahresplan.
Bei solchen Gedanken kann ich ganz schön panisch werden. Dabei muss es doch gar nicht so schwierig sein. Ein guter Rat für mich: „Hör einfach auf dein Herz“. Das klingt jetzt erst einmal ziemlich platt. Ist es aber eigentlich nicht. Sondern es ist super wichtig.
Weil ich glaube, dass ich Gott in meinem Herzen hören kann. Dass er zu mir spricht. Dass er ständig gute Tipps für mich hat, weil er mich immer und überall begleitet. Für mich ist Gott deshalb eigentlich der beste Berater den es gibt. In der Bibel habe ich da einen Satz gelesen, der passt total gut dazu: „Mein Herz freut sich, dass du so gerne hilft“. Mit dem Du ist Gott gemeint. Genau das könnte es also sein was mein Herz mir sagen will. Dass ich meinem Herzen folge und mich freue, weil Gott mir hilft. Ganz egal was die Zukunft bringen wird.
Auf Facebook teilen