»Bienensterben« von Ante   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.10.2018 gesendet.
Neulich kam im Radio, dass es immer weniger Insekten in Deutschland gibt. Besonders bei den Bienen sieht's ganz schön schlecht aus. Weil halt voll viele Insektengifte auf unsere Felder gespritzt werden. Die sind eigentlich nicht gegen die Bienen, aber die erwischts halt auch.
Mich macht das voll traurig. Ich find Bienen nämlich richtig wichtig! Und das sind ja leider auch nicht die einzigen Tiere, die wegen uns Menschen nicht mehr gut leben können. Wie Eisbären zum Beispiel oder Tiger. Ich find das nicht okay. Ich glaub nämlich, dass die Natur eigentlich ein richtig fettes Geschenk ist. Und zwar von Gott. Und ein so tolles Geschenk darf man nicht einfach kaputt machen!
Im Gegenteil, wir sollten da mega gut drauf aufpassen find ich! Und zwar auf alles: Die Meere, die Luft und auf alle Tiere. Auch auf so kleine Tiere wie die Bienen. Das is nämlich Gottes Aufgabe für uns.
Klar, klingt jetzt für den Alltag ganz schön krass. Ich will den Bienen deshalb mit kleinen Sachen zu helfen. Ich versuch zum Beispiel Bio-Obst zu kaufen und hab einen Insektenhotel auf meinen Balkon gehängt. Seit diesem Sommer wohnt da sogar schon jemand drin!
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»Friedhof« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.10.2018 gesendet.
Manchmal, wenn ich für mich sein will, gehe ich gerne auf einen Friedhof. Ich mag die Atmosphäre dort. Eigentlich ist das ja seltsam; schließlich dreht sich an diesem Ort in erster Linie alles um Tod und Trauer. Trotzdem fühle ich mich dort irgendwie wohl. Ich spüre da einen Frieden, den ich gar nicht genau erklären kann. Ich gehe an den Gräbern vorbei und sehe die Mühe, die sich Menschen damit machen. Das zeigt mir, wie wichtig die Verstorbenen ihrer Familie und ihren Freunden sind. Sie sind tot, aber deswegen noch lange nicht vergessen. In den Herzen ihrer Angehörigen und Freunde leben sie weiter. Der Friedhof hilft mir, Abstand zu gewinnen von den Problemen, die mich beschäftigen. Ich kann mein Leben als Ganzes betrachten, mit allem was gerade schlecht läuft, aber auch allem, was mich glücklich macht.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich auch irgendwann dort liege, relativiert das vieles. Und es lässt anderes wichtiger erscheinen: Die Beziehungen zu meiner Familie und meinen Freunden zum Beispiel. Auf dem Friedhof merke ich, dass es diese Beziehungen sind, die Bestand haben. Manchmal bis über den Tod hinaus.
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»Was uns verbindet« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.10.2018 gesendet.
Vor ein paar Wochen habe ich mit einer Bekannten gesprochen. Ich muss immer wieder daran denken. Sie hat mir erzählt, dass sie Angst hat vor dem Islam und den Muslimen, die in Deutschland leben. Sie denkt, dass Muslime ganz andere Werte haben als zum Beispiel Christen und wir deshalb nicht zusammenleben können.
Ich selbst habe schon ganz anderes erlebt. Ich habe Muslime kennengelernt und wir haben uns unterhalten über unsere Religionen: Den Islam und das Christentum. Wir haben festgestellt, dass es zwar viele Unterschiede gibt, aber auch einige Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel, dass beide Religionen ihre Wurzeln auf die Geschichte Abrahams zurückführen. Und es gibt auch bei den grundlegenden Werten viele Ähnlichkeiten. Im Alten Testament heißt es zum Beispiel: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Und vom Propheten Mohammed ist der Satz überliefert „Keiner von Euch hat den Glauben erlangt, solange ihr für euren Nachbarn nicht liebt, was ihr für euch selbst liebt.“ Das klingt doch wie unser Gebot der Nächstenliebe. Und Die Wohltätigkeit gegenüber Bedürftigen ist eine der fünf Säulen des Islams. Wie bei uns Christen.
Ich glaube, dass es hilft, wenn ich auf diese Gemeinsamkeiten schaue. Und im Gespräch bleibe. Weil ich so auch einen Weg finde, mit den Unterschieden umzugehen. Ohne Angst. Um dann gemeinsam herauszufinden, wie wir miteinander leben wollen.
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»Ein neuer Mensch« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.10.2018 gesendet.
Mein Cousin wird Vater. Seine Frau ist seit einigen Monaten schwanger und die ganze Familie freut sich schon auf das Baby.
Wenn ich ein Baby sehe, denke ich immer: Was das für ein Wunder ist! Ein kleiner, neuer Mensch; wie aus dem Nichts.
Mir ist schon klar, dass er nicht wirklich aus dem Nichts entsteht. Biologisch lässt sich das natürlich alles erklären: Eine Eizelle wird befruchtet und durch Zellteilung entsteht in neun Monaten ein Baby.
Aber auch wenn ich es biologisch betrachte, ändert das nichts daran, dass ich sprachlos bin, wenn ich ein Baby im Arm halte. Ich sehe die kleinen Hände und Füße und die großen Augen. Ich denke daran, dass dieses Baby ein ganzes Leben vor sich hat. In diesem Moment bin ich mir sicher, dass es um mehr geht als Zellen und Biologie. Ich denke, dass das Leben an sich ein Wunder ist; nicht zufällig entstanden, sondern dass es genau so wie es ist, von jemandem gewollt ist. Und für mich ist dieser jemand Gott.
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