»Krankheit« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.06.2019 gesendet.
Mit Gliederschmerzen hat es angefangen. Dann Erschöpfung, Kopfschmerzen und zack habe ich mit Fieber im Bett gelegen. So ist es mir letzte Woche ergangen und das, obwohl ich schon ewig nicht mehr richtig krank gewesen bin - höchstens Mal eine Erkältung. Ich hab gedacht: Vom Timing her hätte es echt nicht schlechter laufen können. In der Woche hat richtig viel angestanden. Termine, zu denen ich musste und Freunde, mit denen ich mich treffen wollte. Bei der Arbeit und im Freundeskreis läuft alles weiter und ich lieg im Bett, na klasse. Am ersten Tag hab ich mich da wirklich geärgert.
Aber schon am zweiten Tag hab ich gemerkt: Obwohl ich Kopfschmerzen und Fieber habe… es tut gut, dass ich mal aus allem raus bin! Mein Körper zwingt mich, mir eine Auszeit zu nehmen. Ich selbst hätte mir die nicht gegönnt. Aber so hab ich mal wieder Zeit gehabt, meine Gedanken zu ordnen. Andere Dinge in den Blick zu nehmen als nur den nächsten Termin am Nachmittag. Ich hab zum Beispiel an mein Auslandsjahr gedacht, das in ein paar Monaten ansteht. Und in einem Buch gelesen, zu dem ich sonst nie komme. Als ich wieder gesund gewesen bin, hab ich gespürt: Ich bin nicht nur nicht mehr krank, sondern richtig erholt und hab neue Energie. Ich denk, dass ich da was lernen muss. Ich muss ja nicht erst krank werden. Aber wenn ich merke, dass mir meine Aufgaben zu viel werden, ist eben erst mal eine Pause vom Alltag dran.
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»Minuten eines Jahres« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.06.2019 gesendet.
Ein Jahr hat über 500.000 Minuten.
Jede einzelne Minute ist ein Augenblick, in dem sich entscheidet, wie die restlichen Minuten meines Jahres werden oder gar der Rest meines Lebens laufen wird. Denn in diesen vielen Minuten jedes Jahr gibt es ein paar wenige Minuten, die für mich wichtig sind, in denen ich zum Beispiel wichtige Entscheidungen treffe. Beispielsweise damals, als ich entscheiden musste, was ich nach der Schule mache.
Ich glaube, dass mich viele Minuten immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, Minuten, in denen ich es schwer habe, nicht mehr weiterweiß und vielleicht am Boden zerstört bin.
Ich habe aber auch Momente der Freude, des Glücks und der Leidenschaft, indem ich das toll finde, was ich gerade tue und mit Menschen zusammen bin, die ich über alles liebe.
Und das Spannende daran ist, dass es irgendwo immer gute Minuten gibt, auch wenn einmal viele schlechte Minuten in einem Jahr dabei sind.
Ich erinnere mich bei schlechten Minuten dann immer an eine gute Minute, z.B. damals, als ich mit meinen besten Freunden das Feuerwerk an Silvester in Berlin angeschaut habe. Und ich glaube fest daran, dass ich in meinem Leben sicherlich noch viele tolle Minuten sammeln werde.
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»Cooler Sexismus« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.06.2019 gesendet.
Letztens sind zwei Jungs in meinem Bus gefahren und haben sich ein Deutschrap-Video angesehen. Ich hab keine Ahnung, wie der Rapper heißt oder was das für ein Song war, aber es ist mir in Erinnerung geblieben. Der Interpret sagt in seinem Rap, dass alle Frauen um ihn herum Nutten sind und er mit ihnen machen kann, was er will. Und im Video sieht man dabei Frauen in Unterwäsche, die ihren Hintern in die Kamera halten. Der Rapper protzt zwischendurch mit einem Sportwagen und einer Waffe. Die Jungs fanden es klasse; und ich hab mich echt aufgeregt. Ich finde es nicht richtig, dass sexistische Aussagen in einen Song verpackt und dann plötzlich als cool verkauft werden.
Ich kenne diese Situation auch von Partys: Da tanze ich mit meinen Freunden zu Songs und merke plötzlich: Was da gesungen wird, geht so gar nicht. Ich will keinen Spaß haben bei Liedern, die Frauen als „Nutten“ beschimpfen und zum Objekt machen. Sexismus ist nicht cool; egal welchen Beat man darunter legt.
Und Rap geht ja auch anders: Es gibt genug Rapper, die ohne diskriminierende und sexistische Sprache auskommen. Ich will zu Songs tanzen, die statt auf Sexismus auf Menschlichkeit setzen.
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»Künstliche Intelligenz« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.06.2019 gesendet.
Heute geht der evangelische Kirchentag in Dortmund zu Ende. In den letzten vier Tagen haben ungefähr 2500 Veranstaltungen stattgefunden. Es ging um Glaube, Religion, Politik, Kultur und Gesellschaft. Ein Thema davon war KI, künstliche Intelligenz. Dieser Begriff taucht in der letzten Zeit häufig auf.
Bei künstlicher Intelligenz geht es um das selbstständige Lernen von Maschinen. Also Maschinen, die nicht von Menschen jeden Befehl programmiert bekommen, sondern selber lernen.
Ziemlich spannend, wie weit die Technik damit schon ist. Es wird bereits diskutiert, dass LKW-Fahrer und Fahrerinnen von selbstfahrenden Transportern ersetzt werden sollen. Aber bisher gibt es noch eindeutige Unterschiede zwischen einer künstlichen Intelligenz und einem Menschen. KI kann inzwischen zwar schon Emotionen erkennen, aber diese nicht erleben und für mich sind Freude, Trauer und Liebe enorm entscheidend für mein Leben.
Auch Glauben können Maschinen nicht. Also auf Gott vertrauen oder an das Universum oder eine höhere Macht glauben.
Unsere Welt ist so bunt und einzigartig dadurch, dass wir Menschen fühlen und glauben können. Mit der Entwicklung der KI entstehen tolle neue Möglichkeiten für die Menschen. Aber ich denke die Menschen in ihrer Einzigartigkeit werden sie Gott sei Dank nie ersetzen können.
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