»(m/w/d)« von Matze   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.08.2019 gesendet.
In der Bibel steht ganz am Anfang, wie die Welt erschaffen wurde. Nämlich von Gott. Da steht auch, wie die ersten Menschen auf die Welt gekommen sind. Gott hat sie als Mann und als Frau geschaffen. Manche Menschen sagen, das bedeutet, dass Gott wollte, dass es nur Männer und Frauen gibt. Es gibt aber viele Menschen, die sich nicht eindeutig als Mann oder eindeutig als Frau sehen. Wenn man diesen Menschen sagt, dass sie nicht von Gott gewollt sind ist das ganz schön hart. Außerdem glaube ich, dass es einfach falsch ist. Jeder Mensch ist von Gott geschaffen und geliebt. Zu der Zeit als diese biblischen Texte geschrieben worden sind, war die Wissenschaft noch lange nicht so weit wie heute. Die Lebenswelt war eine völlig andere. In der Bibel steht zum Beispiel auch nichts von Autos, von Telefonen oder von Glühbirnen. Und trotzdem benutzen wir diese Sachen. Sie sind völlig normal. Auch für Christen. Ich hoffe sehr, dass für alle Menschen auch irgendwann normal ist, dass es mehr auf der Welt gibt, als nur Mann und Frau. Und dass man jedem Menschen sagen kann, dass er von Gott geliebt ist.
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»Vor dem Essen beten« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.08.2019 gesendet.
Bei mir zuhause haben wir immer vor dem Essen gebetet. Die ganze Familie hat am Tisch gesessen und das Essen hat echt schon gut gerochen. Meine Geschwister und ich wollten gerne schnell anfangen. Aber wir mussten immer warten - zuerst wird gebetet. Das Gebet war unser gemeinsamer Beginn. Ich habe das früher oft nervig gefunden, ich hatte ja Kohldampf. Deshalb konnte ich es kaum abwarten, bis das Gebet vorbei war.
Heute sehe ich das etwas anders. Seitdem ich ausgezogen bin, esse ich oft allein. Dabei fehlt mir die Gesellschaft. Ich finde es schön, wenn man das Essen gemeinsam beginnt und miteinander redet. Außerdem ist das Gebet eine kurze Pause bevor das große Essen losgeht. Ein kleiner Moment Ruhe im Alltag. Wenn man von einem Termin zum anderen hetzt und Essen nur aus Fast Food besteht, ist es schön kurz Pause zu machen. Und mit dem Beten zeige ich auch, dass ich dankbar bin. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass es mir so gut geht.
Das Gebet vor dem Essen ist eine coole Option, einfach mal Danke zu sagen für das, was ich habe. Mittlerweile passiert es mir sogar, dass ich in der überfüllten Mensa, bevor ich esse, kurz zur Ruhe komme und dankbar bin.
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»Gute Nachrichten« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.08.2019 gesendet.
Sommer! Die Sonne scheint und ich brauch deshalb eigentlich nicht mal in den Urlaub fahren. . Das sind doch echt gute Nachrichten! Scheinbar nicht für alle, eine Freundin von mir kotzt es richtig an, dass Sommer ist. Es ist ihr viel zu warm. Vor allem in den Bussen. Sie ist einfach mehr so ein Winter-Typ. Für sie sind es also keine guten Nachrichten, dass Sommer ist.
Gute Nachrichten sind wohl nie immer für alle gut. Wenn jemand gewinnt, dann verliert ein anderer. Es gibt also keine wirklich 100% guten Nachrichten. Oder?
Ich glaube, doch: Auf meiner Bibel steht zum Beispiel „Gute Nachricht“. Obwohl: In der Bibel geht es um richtig krasse Themen: Liebe, Gefühle, Streit und auch den Tod. Aber jedes Mal sind das auch Geschichten von Gott. Dass er alle Menschen liebt, obwohl sie nicht immer perfekt sind. Es gibt die Geschichte, wie Jesus stirbt, aber er findet ein neues Leben bei Gott. Für mich heißt das: Sogar wenn einer stirbt, lässt Gott ihn nicht allein. In den Geschichten heißt es ganz oft: Wenn wir Gott auf unserer Seite haben, dann geht es uns gut. Weil er immer für uns sorgt. Wenn das mal keine 100% Guten Nachrichten sind.
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»Gott Mann oder Frau« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.08.2019 gesendet.
Das Leben der Menschen hängt von Regeln, Gesetzen und Vorschriften ab. Verkehrsregeln, dem Grundgesetz, Altersbeschränkungen.
Im Christentum findet man das auch und zwar in den 10 Geboten. In einem Gebot heißt es: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Das finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht so easy. Immer wenn ich Sachen über Gott lese oder höre, habe ich ein Bild im Kopf. Wenn ich Herr, Vater oder Hirte höre, dann stelle ich mir Gott eindeutig als Mann vor. Aber in der Bibel heißt es auch: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.
Da denke ich dann an einen weiblichen Gott. Aber wie soll das gehen? Ist Gott jetzt männlich oder weiblich?
Ich glaube, das ist gar nicht wichtig. Gott wird mit vielen unterschiedlichen Bildern beschrieben. Dabei geht es um die Eigenschaften hinter dem Wort. Das hängt natürlich vom Zusammenhang ab. In diesem Fall mit dem „Trösten“ steckt hinter dem Wort Mutter, dass sie als fürsorglich und liebevoll gilt.
Um mir Gedanken über Gott machen zu können, brauche ich eben Worte und Bilder. Dabei beschreibe ich aber immer nur einzelne Seite Gottes. Das Geschlecht ist hier unwichtig. Ich glaube das ist auch mit dem Gebot in der Bibel gemeint. Ich kann und soll mir kein festes Bild von Gott machen. Denn Gott ist viel mehr als ich mir überhaupt vorstellen kann.
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