»Fastenzeit« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.04.2020 gesendet.
Die letzte Woche vor Ostern hat begonnen. Alle, die fasten, müssen nur noch eine Woche verzichten. Aber egal ob gewollt oder nicht, wegen der Corona-Krise müssen momentan alle fasten. Alle bleiben zu Hause und dürfen niemanden treffen. Also verzichten gerade alle Menschen in Deutschland, in Europa und in vielen anderen Ländern der Welt. Wir alle fasten Nähe.
Klar, das ist notwendig, um die Zahlen der neu Infizierten gering zu halten. Aber irgendwie ist es absurd, dass es genau in die Fastenzeit fällt.
Das Motto zur Fastenzeit der Evangelischen Kirche in Deutschland ist: #Zuversicht, sieben Wochen ohne Pessimismus. Ich finde, das ist in der momentanen Situation ein wirklich gutes Motto. Gerade in dieser Krisenzeit zuversichtlich sein.
Das ist gar nicht so einfach, wenn mir daheim die Decke auf den Kopf fällt oder – noch viel schlimmer - ich in den Nachrichten sehe, wie viele Menschen durch dieses Virus sterben. Trotzdem vertraue ich auf unser Gesundheitssystem und auf die vielen Menschen, die jeden Tag in den Krankenhäusern alles geben.
Ich vertraue darauf, dass die Politikerinnen und Politiker die notwendigen Entscheidungen in dieser Krise treffen.
Ich bin zuversichtlich, dass wir als Gesellschaft den Menschen helfen, die es gerade am meisten brauchen. Und wir am Ende gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, weil wir alle in Deutschland näher zusammengerückt sind. Und das obwohl wir gerade Nähe fasten.
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»Segen« von Isi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.04.2020 gesendet.
Ich gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche. Ok, das geht im Moment eh nicht. Aber das war schon vor Corona so. Meistens weil ich sonntags einfach zu faul bin und keine Lust habe so früh irgendwo hinzugehen. Allerdings gerade jetzt in der Osterzeit – würde ich total gerne in einen Gottesdienst gehen. Weil mir der Segen am Ende im Moment so fehlt.. Einmal, weil ich finde, dass wir gerade echt in einer schwierigen Situation sind. Ich mag den Segen aber auch, weil er so ein geniales Geschenk ist. Da sagt jemand zu mir: Gott begleitet dich. Geht überall mit dir mit. Wow - Ganz egal, was ich in meinem Alltag so erlebe. Ob ich mich total freue oder nur heulen könnte. Gott ist dabei. Das hat er versprochen. Mir und eigentlich allen Menschen. Für ihn gibt es keine Kontaktsperre. Das ist sein Geschenk und darüber kann ich mich einfach nur freuen. Aber das genialste am Segen ist: dass ich das einfach weiterverschenken kann. Ich kann das einfach teilen. Ich kann davon erzählen, wie froh ich darüber bin. Oder ich kann für meine Freundin da sein, wenn es ihr nicht so gut geht. Oder ich schau mich in meinem Alltag um. Wer könnte da gerade vielleicht ein bisschen Segen brauchen? Das ist gerade auch in dieser Zeit voll wichtig. Denn genau das möchte ich machen: Für andere Menschen ein Segen sein und ihnen Gottes Geschenk weitergeben.
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»Segen« von Isi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.04.2020 gesendet.
Ich gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche. Ok, das geht im Moment eh nicht. Aber das war schon vor Corona so. Meistens weil ich sonntags einfach zu faul bin und keine Lust habe so früh irgendwo hinzugehen. Allerdings gerade jetzt in der Osterzeit – würde ich total gerne in einen Gottesdienst gehen. Weil mir der Segen am Ende im Moment so fehlt.. Einmal, weil ich finde, dass wir gerade echt in einer schwierigen Situation sind. Ich mag den Segen aber auch, weil er so ein geniales Geschenk ist. Da sagt jemand zu mir: Gott begleitet dich. Geht überall mit dir mit. Wow - Ganz egal, was ich in meinem Alltag so erlebe. Ob ich mich total freue oder nur heulen könnte. Gott ist dabei. Das hat er versprochen. Mir und eigentlich allen Menschen. Für ihn gibt es keine Kontaktsperre. Das ist sein Geschenk und darüber kann ich mich einfach nur freuen. Aber das genialste am Segen ist: dass ich das einfach weiterverschenken kann. Ich kann das einfach teilen. Ich kann davon erzählen, wie froh ich darüber bin. Oder ich kann für meine Freundin da sein, wenn es ihr nicht so gut geht. Oder ich schau mich in meinem Alltag um. Wer könnte da gerade vielleicht ein bisschen Segen brauchen? Das ist gerade auch in dieser Zeit voll wichtig. Denn genau das möchte ich machen: Für andere Menschen ein Segen sein und ihnen Gottes Geschenk weitergeben.
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»Corona-Tagebuch« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.04.2020 gesendet.
Ich ertappe mich, wie ich in diesen Tagen immer wieder etwas einkaufen möchte. Ich tigere durch die Wohnung, schreibe Einkaufslisten und dann, alle drei Tage, geh ich einkaufen. Und jedes Mal kauf ich nur ein paar Sachen. Ich trau mich auch gar nicht viel einzukaufen. Nicht, dass die Leute denken: ich hamstere. Ohne Auto, sieht ein vollgestopfter Rucksack in der Stadt echt verdächtig aus. Und wenn ich wieder zu Hause bin, ist es immer das Gleiche: Eigentlich hab ich alles. Ich hätte nichts kaufen müssen. Aber ich hab das Bedürfnis rauszukommen. Ich merke, dass es mir nicht reicht zu Hause vorm Computer zu sitzen, zu lesen oder zu telefonieren. Ich wünsche mir richtigen Kontakt zu anderen Menschen, wie beim Einkaufen. Ich will was anfassen, möchte etwas bezahlen und im Gegenzug etwas bekommen. Einen richtigen Tausch eben. Das fehlt mir und deshalb tigere ich wahrscheinlich mit dem Einkaufszettel durch die Wohnung. Ich weiß, ich sollte die sozialen Kontakte einschränken, aber gleichzeitig tun sie so gut.
Es sind schwierige Zeiten und es verlangt einiges ab. Und wenn’s dann wieder anders ist, dann werde ich mich wahrscheinlich nach Ruhe vor Menschen sehnen. Bei mir ist das oft so, dass ich immer das will, was ich gerade nicht habe. Und darin liegt wohl die Kunst des Lebens, dass ich lerne, mit dem zu leben, was ich habe.
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