»Synchron« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.05.2020 gesendet.
Sich mit Freunden treffen und gemeinsam einen Filmabend starten ist grad nicht drin. Aber das bedeutet ja nicht, dass wir nicht alle den gleichen Film anschauen und uns dann darüber austauschen können. Ganz einfach, weil ja grad eh jeder zuhause chillt: Kurz über den Gruppenchat einen gemeinsamen Abend abmachen, Film an und los geht’s.
Okay, Dinge synchron machen gibt es schon länger. Bisher kenn ich‘s aber nur mit einer Person über skype oder eben in der Masse via twitter. Inzwischen hab ich da noch mehr Varianten entdeckt. Meine Freunde und ich treffen uns beispielsweise zu viert im Gruppenchat und schauen dann den Tatort am Sonntag synchron. Jeder halt bei sich daheim und gleichzeitig tauschen wir uns darüber aus. Und dann passiert’s eben auch, dass ich vom Film nicht alles mitbekomme, das ist aber voll okay. Hauptsache wir kommen zusammen und haben auf diese Weise einen schönen Abend. Und vielleicht finden wir dann zusammen heraus, wer der Täter ist.
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»Thomas« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.05.2020 gesendet.
Kennt ihr diesen einen Freund, der alles hinterfragt? Bei mir im Freundeskreis gibts einen, der alles immer genau wissen muss, bis er einem glaubt. Klar, manchmal ist das nervig, aber es kann auch anders gehen: In der Bibel gibt es Thomas, einer der Freunde von Jesus. Nach dem Tod von Jesus haben ihm manche erzählt, dass sie Jesus gesehen haben und meinten, er lebt. Das wollte Thomas ihnen nicht glauben, weil er ja selbst gesehen hat, dass Jesus gestorben ist. Er kann es sich eben überhaupt nicht vorstellen, dass Jesus lebt. Und Als Jesus dann vor ihm steht, will er als Beweis die Wunden sehen und diese sogar anfassen. Er ist kritisch und glaubt halt nicht gleich, was ihm andere erzählen.
Vielleicht sind seine Freunde von ihm deswegen genervt, aber eigentlich ist sein Verhalten vorbildlich. Gerade, weil er alles genau wissen will, bevor er es glaubt. Wenn ich selbst kritisch bin, dann glaube ich nicht alles direkt. Ich nehme mir Zeit dafür: Das was ich gehört habe erst einmal zu hinterfragen. Das bringt mich weiter, weil ich dann Argumente dafür und dagegen abwägen kann. Ich mein, bevor ich rausgehe und mich frage: T-Shirt oder Regenschirm? Schau ich aus dem Fenster und vertraue nicht blind auf die 5000 verschiedenen Wetterapps.
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»Divers« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.05.2020 gesendet.
Freunde von mir haben vor kurzem im Standesamt geheiratet. Kurz davor musste ich mal und war dann doch verwirrt, weil es da drei Toilettentüren gibt. Dann habe ich gesehen, dass eine Türe mit „Diverse-Toilette“ beschriftet ist. An ihr hängt ein Zettel, der klar macht, dass die Toilette für alle zur Verfügung steht.
Es gibt eben nicht nur Männer und Frauen, die Geschlechter sind einfach divers: Manche sind weder männlich noch weiblich, andere sind beides und dann gibt es auch die, die sich einfach nicht entscheiden wollen. Diese Leute, aber auch alle anderen dürfen auf diese diverse Toilette. Deswegen bin ich dann sofort rein, weil ich es einfach cool finde.
Ich finde es wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft umdenken und auch an die denken, die nicht den klassischen Rollenbildern von Mann und Frau entsprechen. Eine Frau trägt nicht immer gerne pink und nicht jeder Mann ist der geborene Handwerker.
Für mich ist jeder Mensch gleich viel wert. Ich weiß jeder von uns hat gute und schlechte Seiten. Ich glaube die Mischung macht’s und das überall. In der Welt gibt es auch nicht nur schwarz und weiß. Gott hat sie ganz bunt gemacht.
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»POPC« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.05.2020 gesendet.
Ich habe gerade einen Text über POPC gelesen – das steht für „permanently online, permanently connected“ also, dass man immer mit dem Internet verbunden und erreichbar ist. So geht es mir grade auch. Ich bin außer nachts wirklich immer online und erreichbar. Das ist momentan meine einzige Möglichkeit, Kontakt zu meinen Freunden zu halten und meine Arbeit zu erledigen.
Der Autor fragt in dem „POPC“-Text, ob die ständige Erreichbarkeit räumliche Nähe ersetzen kann. Die Frage treibt mich schon den ganzen Tag um. Und ich finde räumliche Nähe ist nicht ersetzbar.
Mein Handy gibt mir zwar gerade jetzt die Möglichkeit meine Freunde weiter zu sehen, zu hören und an ihrem Leben teilzuhaben. Ich kann aber niemanden Umarmen oder mich mit vielen Freunden gleichzeitig treffen. Außerdem sehe ich im Videochat nie die ganze Körpersprache des Anderen und weiß auch nie genau, ob er nicht etwas anderes nebenher macht. Das ist manchmal echt komisch.
POPC – also immer erreichbar - bin ich tagsüber für meine Freunde gerne. Mein Handy ist also momentan ein gutes Mittel, um Freundschaften zu halten. Ein wahres Treffen kann aber kein Videotelefonat und auch keine andere Technologie ersetzen. Und ich bin froh, wenn ich mein Handy mal wieder ausschalten kann und das Lachen meiner Freunde in echt sehe.
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