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Samstag, 06. März 2021
Wir sind gerade mitten in der Fastenzeit. Ich habe mir dieses Jahr lange überlegt, ob ich überhaupt fasten soll. Immerhin muss jeder gerade sowieso schon auf viel verzichten: Partys, Schwimmbadbesuche, Kino – da muss ich mich nicht noch mehr einschränken. Aber dann hab ich gelesen, dass Fasten nicht dasselbe ist wie Verzichten. Beim Fasten geht es viel mehr darum, sein Leben bewusster zu gestalten. Etwa indem ich mir überlege, was ich anders machen kann und Nein sage zu schlechten Gewohnheiten. Das Fasten erinnert daran, dass das Leben manchmal unberechenbar ist und darum sollte man es umso mehr genießen. Mein Alltag ist zur Zeit echt eintönig und mein Leben zu genießen fällt mir darum gerade super schwer. Und genau deshalb hab ich beschlossen, eben doch zu fasten. Damit ich bewusster lebe. Ich faste jetzt seit drei Wochen Plastik. Das ist beim Einkaufen echt schwierig. Keine Einwegtüten mehr, Joghurt nur noch aus dem Glas und ich habe wirklich lange gesucht, bis ich eine Zahnpasta ohne Tube gefunden. Diese Art von Fasten macht mir Spaß. Ich fühle mich gut dabei. Weil ich was mache, dass ich für sinnvoll halte und dann fällt mir das Fasten auch gar nicht mehr so schwer. Und zum Glück gibt es Schokolade, die in Papier verpackt ist.

Wir

sind die Jugendredaktion der Evangelischen und Katholischen Rundfunkarbeit am SWR. Wir sind Azubis, studieren, haben gerade einen neuen Job angefangen... - und sprechen hier über Erfahrungen aus unserem Alltag, Fragen, die uns beschäftigen und unseren Glauben.

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