Ich war vor kurzem eine Runde laufen als der Bauer bei uns im Nachbarort seine Kartoffeln geerntet hat. Auf dem Rückweg habe ich gesehen, dass da immer noch wahnsinnig viele große gute Kartoffeln auf dem Feld gelegen sind. Mich hat interessiert, was mit denen passiert, also bin ich am nächsten Tag nochmal vorbeigelaufen und habe gesehen, wie die ganzen Kartoffeln einfach beim Pflügen zermatscht werden.
Da bin ich wirklich ein bisschen wütend geworden. Das waren bestimmt ein paar Tonnen Kartoffeln, die einfach kaputt gemacht und liegen gelassen werden. Ich finde das kann man besser lösen. Wenn der Bauer selbst nicht ernten möchte, könnte er ja das Feld für Interessierte oder Bedürftige freigeben. In Italien wird das so gemacht. Da dürfen die Dorfbewohner nach der Tomatenernte die übrigen Tomaten sammeln.
So kann der Bauer sich die Zeit sparen und die Leute freuen sich über ein paar kostenlose Mahlzeiten. Manchmal verstehe ich nicht, warum verschwenderisch mit Nahrung umgegangen wird, wenn sie noch gut ist.
Ich habe mir überlegt den Bauer mal anzuquatschen und ihm vorzuschlagen, ob er das Feld nach der Ernte nicht einfach freigeben möchte. Vielleicht nimmt er den Vorschlag ja an.