Mein Glaube ist etwas ganz Persönliches. In der Corona-Zeit ist dieser Spruch noch realer als sonst schon. Seit Monaten finden viele Gottesdienste nur noch online statt. Die kann man sich dann bequem von zu Hause anschauen. Am Anfang fand ich das echt cool: Sich selbst auszusuchen, was ich wann wie gucke. Da brauch ich gar niemand anderen.
Vor Kurzem war ich aber mal wieder in einem Live-Gottesdienst. Da war mir klar, mir fehlt eigentlich was, wenn ich den Gottesdienst alleine zu Hause anschaue: die Gemeinschaft, mit echten Menschen. Mir fehlen die Gespräche vor und nach dem Gottesdienst; das gemeinsame Singen und Beten.
Glaube hat für mich auch viel mit Gemeinschaft zu tun. Ich merke, er lebt vom zusammen sein, drüber reden, auch mal zu diskutieren, wenns schwierig wird. Mein Glaube wird lebendig, wenn wir füreinander da sein können und uns in blöden Situationen helfen.
Meiner Gemeinde ist das auch aufgefallen. Deshalb gibt es jetzt so kleine Gruppen. Die essen zusammen, gucken dann gemeinsam den Online-Gottesdienst und können dann noch drüber reden. Das finde ich richtig toll. Ich mach da auf jeden Fall mit. Ich habe nämlich jetzt neu gemerkt, gemeinsam den Glauben leben, tut mir richtig gut.