Glauben tut man in der Kirche. Den Satz habe ich schon manchmal gehört, aber ich finde, er stimmt nicht. Denn Glauben kann man überall.
Zum Beispiel wenn ich in ein Flugzeug einsteige, dann glaube ich daran, dass mich dieses Flugzeug sicher von A nach B bringen wird. Glauben bedeutet dabei aber nicht ‚vermuten‘ im Sinne von: Ich vermute oder hoffe, dass der Pilot nicht betrunken ist. Denn das gibt kein gutes Gefühl. Das gibt auch keine Sicherheit. Glaube, der wirklich hilft heißt Vertrauen. Ich vertraue darauf, dass der Ingenieur das Flugzeug gut gebaut hat. Es wird mich sicher ans Ziel bringen. Daran wird mir klar, dass der Glaube, also vertrauen, etwas Gutes ist. Zu glauben macht mein Leben einfacher. Ich will damit nicht sagen, dass man einfach naiv alles glauben soll.
Es ist auch wichtig, manche Dinge zu hinterfragen. Vertrauen ist aber mindestens genauso wichtig. Ich denke, dass es sinnvoll ist, an etwas zu glauben. Denn ich merke: Das stärkt mich. Deswegen habe ich für mich persönlich mal alles aufgeschrieben, was ich so glaube.
Gerade in Zeiten, in denen ich nicht weiß, was ich noch glauben kann, hilft mir das. Da kann ich das Papier wieder rausholen und bekomme wieder sicheren Boden unter die Füße. Selbst wenn ich in einem Flugzeug weit über der Erde bin.