Irvin Yalom ist Psychotherapeut und hat ein Buch über das geschrieben, was er mit seinen Patienten erlebt hat. Eine Patientin von ihm, die Krebs hat, hat ihm eine Nachricht geschrieben. Sie sagt darin, dass sie keine Zeit damit vergeudet, darüber nachzudenken, was sie macht oder was sie nicht macht. Sondern, dass sie es als ihre Pflicht ansieht, es sich gut gehen zu lassen. Sie genießt jetzt jedes Sandwich, weil’s ihre Pflicht ist, es zu genießen.
Mega! Sie macht das Beste aus ihrer Situation. Sie feiert einfach das Leben.
Und damit hat sie recht! Sich mal unwohl fühlen oder mal ne Niederlage erleben, ok. Aber das ist eben nicht alles. Wer aus dem Jammern nicht rauskommt, hat schon verloren. So hart das jetzt auch klingt. Aber mein Leben ist das, was ich draus mache. Und dazu gehört eben auch, wie ich meinen Alltag gestalte. Ich versuche mich nicht über Dinge zu ärgern, die grad nicht gehen. Sondern mache einfach das Beste aus dem, was grad möglich ist. Ich muss zu Hause bleiben? Gut, da kann ich jetzt jammern oder etwas machen, was ich schon immer mal wollte. Mit Genuss. Zum Beispiel endlich mal einen Suppenfond ausprobieren. Da muss das Gemüse nämlich mehre Stunden köcheln. Und wenn ich nicht da bin, geht das nicht. Also freue ich mich jetzt darüber, dass es so möglich ist und weil’s meine Pflicht ist.