Der kleine Oscar steht vor einem Kreuz und bekommt einen Schreck: Jesus hängt am Kreuz. So sieht für ihn kein starker Gott aus. Neben ihm steht „Oma Rosa“. Sie ist nicht wirklich seine Oma, sondern nur eine Bekannte. Aber er vertraut ihr. Also fragt er sie, ob sie so einem gekreuzigten Gott vertrauen kann? Wie soll denn so einer einen beschützen? Sie antwortet ihm: „Oskar, wem fühlst du dich näher? Einem Gott, der nichts fühlt, oder einem Gott, der Schmerzen hat?“
Das Ganze ist eine Episode aus einem Buch und ich find sie echt schön. Weil hier was gezeigt wird, woran ich glaube. Nämlich, dass Gott einfühlsam und stark zugleich ist. Er ist jemand, der zu mir sagt: Ich kenne deine Gefühle und ich weiß auch um deine Schmerzen. Und deshalb lasse ich dich nicht allein, sondern bin bei dir und fühle mit dir. Das ist für mich ne echt schöne Zusage.
Gott ist nicht nur stark, mächtig und gut. Sondern er ist auch einfühlsam und lässt sich auf sowas wie Schmerzen ein. Freiwillig. Jesus hätte nicht am Kreuz sterben müssen. Aber er hat es selbst so gewählt. Er hat sich bewusst auf alles eingelassen, bis in den Tod.
Und so ein Gott, der Schmerzen kennt, weil er selbst welche am Kreuz erlebt hat, der ist für mich stark. Bei so einem Gott kann ich mich geborgen und aufgehoben fühlen. So einem Gott kann ich mich anvertrauen.