„Jede Frau ist schön!“
Body-Positivity heißt das Stichwort. Die Bewegung will vor allen Dingen Frauen bewusst machen, dass sie auch dann schön sind, wenn sie nicht den medial gehypten Schönheitsidealen entsprechen. Unter dem Insta-Hashtag Body-Positivity posten Frauen deshalb nicht die üblichen perfekt inszenierten und retuschierten Selbstportraits, sondern zeigen sich so, wie sie sind: groß, klein, dick, dünn, mit Pickeln und mit Dehnungsstreifen.
Und es zeigt langsam Wirkung. Ich sehe nicht mehr nur perfekte und makellose Topmodels, sondern ganz unterschiedliche Frauentypen. Ich finde das gut. Und hab mit dem ganzen Thema trotzdem irgendwie Probleme.
Es bleibt nämlich aufs Äußerliche konzentriert. Warum ist das überhaupt so wichtig?
Warum muss ich mich äußerlich schön finden?
Was mich an der Unzufriedenheit mit meinem Aussehen wirklich stört, ist, dass es mich stört. Wenn ich unzufrieden mit meinem Körper bin, dann fühle ich mich nämlich oft auch innerlich schlecht und bin weniger selbstbewusst. Ich weiß, dass das nicht richtig ist. Aber die Botschaft „Du bist trotzdem schön“ hilft mir dabei nicht wirklich weiter. Hilfreicher wäre für mich: „Du bist viel mehr als nur schön!“
Ich muss nicht alles an meinem Körper toll finden. Ich bin als Mensch und als Frau unendlich viel mehr als mein Body.