Ich will überall perfekt sein. Egal, um was es geht: früher in der Schule wollte ich einen guten Notenschnitt, heute beim Arbeiten will ich einer der besten sein oder auch sonst, wenn ich irgendetwas Neues anfange. Aber ich merke immer wieder, dass das natürlich nicht geht. Irgendwo verhaue ich immer irgendwas oder benehme mich nicht perfekt. Beispielsweise wenn ich mal wieder ein Treffen mit meinen Freunden verpenne oder in einer Arbeit, die ich abgegeben hab´, dann doch noch einen Fehler finde. Da bin ich eben nicht „perfekt“. Das ärgert mich dann oft total! Aber ich habe mir vorgenommen, das abzustellen.
Ich denke in letzter Zeit immer mehr darüber nach, dass ich es irgendwie ja nicht erzwingen kann, dass bei mir alles genau so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich will nur nicht aufgeben und es immer ein zweites und drittes Mal versuchen. Ich weiß zum Beispiel, dass mein Englisch nicht perfect ist und schon gar nicht elegant klingt. Aber wenn ich im Urlaub mit anderen Leue rede, akzeptiere ich das einfach und rede mit ihnen. Eben nicht super, aber es funktioniert. Sie müssen mich ja nicht für perfekt halten.
Und ich erinnere mich vor jedem neuen Versuch an einen Spruch meiner Oma. Sie hat früher immer gesagt: „Fehler gehören zum Leben einfach mit dazu.“