Der Gesundheitsminister fordert gerade ein neues Gesetz. Er will, dass es in Deutschland mehr Organspenden gibt, und deswegen soll jeder Deutsche in Zukunft erstmal automatisch Organspender sein, solange bis er ausdrücklich widerspricht.
Klar, es ist ein Unterschied, ob ich zum Beispiel eine Niere spende solange ich lebe, oder ob ich auch dazu bereit bin, nach dem Tod mein Herz oder meine Lunge zum Beispiel zu spenden.
Und egal ob ich jetzt mich da dafür oder dagegen entscheide, ich muss mir über die möglichen Konsequenzen klar sein. Die positiven und die negativen. Für die, die auf ein Spenderorgan warten geht es schließlich um Leben und Tod.
Ich habe mir da auch schon viel Gedanken dazu gemacht, ob ich das will – Organspender sein. Und ich habe mich auch schon mal bewusst dagegen entschieden. Im Moment zweifle ich aber an der Entscheidung und denke wieder neu darüber nach.
Für mich als Christ gibt es da zwei Argumente: ich kann sagen, ja, als Zeichen der Nächstenliebe und um das Leben von anderen zu retten, da mache ich das.
Ich kann aber auch sagen, nein, ich habe da Bedenken. Mir ist das nicht einfach total egal, was mit mir beziehungsweise mit meinem Körper passiert, wenn ich tot bin.
Das ist eine schwierige Entscheidung. Und noch habe ich sie nicht wieder getroffen.
Aber egal ob mich jetzt ein Gesetz zwingt oder nicht: Ich finde es wichtig, dass ich mir da Gedanken darüber mache und auch eine Entscheidung treffe.