Das Leben der Menschen hängt von Regeln, Gesetzen und Vorschriften ab. Verkehrsregeln, dem Grundgesetz, Altersbeschränkungen.
Im Christentum findet man das auch und zwar in den 10 Geboten. In einem Gebot heißt es: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Das finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht so easy. Immer wenn ich Sachen über Gott lese oder höre, habe ich ein Bild im Kopf. Wenn ich Herr, Vater oder Hirte höre, dann stelle ich mir Gott eindeutig als Mann vor. Aber in der Bibel heißt es auch: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.
Da denke ich dann an einen weiblichen Gott. Aber wie soll das gehen? Ist Gott jetzt männlich oder weiblich?
Ich glaube, das ist gar nicht wichtig. Gott wird mit vielen unterschiedlichen Bildern beschrieben. Dabei geht es um die Eigenschaften hinter dem Wort. Das hängt natürlich vom Zusammenhang ab. In diesem Fall mit dem „Trösten“ steckt hinter dem Wort Mutter, dass sie als fürsorglich und liebevoll gilt.
Um mir Gedanken über Gott machen zu können, brauche ich eben Worte und Bilder. Dabei beschreibe ich aber immer nur einzelne Seite Gottes. Das Geschlecht ist hier unwichtig. Ich glaube das ist auch mit dem Gebot in der Bibel gemeint. Ich kann und soll mir kein festes Bild von Gott machen. Denn Gott ist viel mehr als ich mir überhaupt vorstellen kann.