„Ab Windstärke 8 gibt es keine Atheisten mehr, da betet jeder.“, hat mal ein Pfarrer gesagt. Ich finde das stimmt irgendwie. Also im übertragenen Sinn: Wenn ich in Stress gerate, Angst habe oder etwas Schreckliches passiert, dann schicke ich oft Stoßgebete Richtung Himmel.
Aber Beten ist für mich als Christin mehr als das. Ich mache das nicht nur, wenn es mal eng wird oder „weil man das halt so machen muss“. Ich glaube nicht an einen Gott, der den Menschen mit möglichst vielen Regeln einschränken will. Sondern ich glaube: Gott kennt und liebt mich und interessiert sich daher für das, was mich beschäftigt. Beten ist deswegen für mich ein Teil meiner Freundschaft mit ihm. Aber es ist noch mehr: ich glaube, dass Gott in dieser Welt handelt. In der Bibel stehen viele Geschichten von Menschen, die erlebt haben, dass Gott eingreift. Heute gibts das auch noch. Wenn zum Beispiel gegen alle Erwartungen genau das erbetene Wetter kommt oder Heilungen passieren. Deswegen bete ich nicht nur, um einfach mit Gott zu reden, sondern bitte ihn auch einzugreifen oder etwas zu verändern. Auch wenn ich nicht weiß, ob er das dann auch tun wird.