„Danke für diesen Guten Morgen“. So geht ein berühmtes Kirchenlied los. Danach beginnt jede Zeile mit dem Wort Danke. Eigentlich singe ich nicht gerne und ich finde auch die Melodie von diesem Lied eher anstrengend.
Aber neulich habe ich mal etwas genauer über den Text nachgedacht. Ich hab mich vor allem auch gefragt, wofür ich eigentlich dankbar sein kann. Manchmal vergess ich das einfach.
Ich sitze im Auto und ärger mich über den langsamen Verkehr. Stattdessen könnte ich dankbar sein, dass ich überhaupt ein Auto habe.
Ich ärger mich über Steuern, die ich zahlen muss. Ich könnte aber auch dankbar dafür sein, dass Kinder kostenlos in die Schule gehen dürfen. Das ist nicht überall so.
Ich ärgere mich über die teuren Krankenkassenbeiträge. Aber eigentlich bin ich auch dankbar für unser gutes Gesundheitssystem, in dem jeder Mensch versorgt wird. Ich ja auch.
Sich ärgern ist immer viel leichter als dankbar zu sein. Auch wenn ich das Lied nicht super toll finde. Ich bin dankbar, dass ich es kenne. Es hilft mir dabei, mich nicht immer nur zu ärgern. So kann ich eher auch mal danke sagen.