Der Sommer rückt näher. Es wird langsam wärmer. Ich freue mich jetzt schon aufs Meer. Auf den warmen Sand zwischen meinen Füßen. Den salzigen Geruch in der Luft. Die Sonnencreme auf meiner Haut.
Das Meer ist für mich irgendwie etwas ganz Besonderes. Warum das so ist weiß ich nicht genau. Ich verbinde es einfach mit besonderen Gefühlen. Ich glaube das liegt daran: egal wie weit ich schaue, ich kann das Ende nicht sehen. Zwar verschwimmt das Meer irgendwann mit dem Horizont, aber ich weiß ja, dass das Meer da nicht zu Ende ist. Ich weiß, dass das Meer weiter geht. Diese Weite begeistert mich. Wenn ich vor dem Meer stehe, dann ist das für mich ein göttlicher Moment. Ein Moment, in dem ich merke, wie weit die Welt ist. Wie klein und engstirnig ich eigentlich bin. Dass es so viel mehr gibt als nur meine Sicht der Dinge. Dass ich so wie ein kleiner Pixel bin, der ein riesengroßes Bild vervollständigt. Im Gegensatz zu mir glaube ich, dass Gott die Weitsicht hat das große Ganze auf einmal zu sehen. Das ganze Meer. Und alle Menschen.
Ich glaube deshalb ist das Meer für mich göttlich, weil ich für einen Moment auch diese Weite erblicken kann.