Ich bin gerade zurück aus Paris. Ich bin dort spontan für das Wochenende gewesen. Aber was mir am besten in Erinnerung geblieben ist, sind nicht der Eifelturm oder der Louvre, sondern ein kleines, eigentlich unscheinbares Restaurant. Zufällig habe ich davon erfahren. Denn es ist ein Restaurant, das Geflüchtete betreiben. Sie kochen und bedienen dort und bieten internationale Speisen aus der ganzen Welt an, vor allem aus den Ländern, aus denen sie gekommen sind. Was es zum Essen gibt, hängt davon ab, aus welchem Land der Küchenchef an dem Tag ist.
Ich habe an dem Abend eritreisches Essen probiert. Zartes Lammfleisch, ganz besonders gewürzt. Ein Geschmack, den ich so noch nicht gekannt habe. Super lecker.
Mir gefällt dieses Projekt. Wenn ich dort esse, erfahre ich, wie die Heimat eines anderen Menschen schmeckt. Sie schmeckt ganz anders als das deutsche Essen, das ich gewohnt bin.
In dem Restaurant können sich die Menschen wirklich begegnen. Es treffen sich Menschen aus aller Welt: Entweder um neue Geschmacksrichtungen kennen zu lernen, oder um mal wieder ein Stück ihrer Heimat zu finden.
Die Atmosphäre ist ganz besonders. Die Welt scheint ganz klein zu sein und in dieses Restaurant zu passen.