In einem youtube-Video ist ein Verkäufer von Straßenzeitungen vorgestellt worden. Er ist in Stuttgart unterwegs: Günter Häberle.
Er hatte große Pläne: Wollte Schiffskoch werden. Hat eine Ausbildung zum Chemielaboranten gemacht und sein Studium abgebrochen. Er konnte er nie richtig Fuß fassen. Heute verdient er sich mit dem Verkauf der Zeitungen etwas dazu.
Am Rand zu stehen und diese Zeitungen zu verkaufen ist kein Spaß. Härter als manche Bürojobs. Manchmal wird er dumm angemacht, dass er schaffen gehen solle oder so. Aber für ihn ist das ein richtiger Job. Er tut das für andere Menschen, damit sie sich informieren können. Und er tut es für sich selbst. Durch seine Arbeit erfährt er, dass er gebraucht wird.
Ich finde es beeindruckend, dass er sich nicht runterziehen lässt, wenn manche auf der Straße so tun als ob sie ihn nicht sehen. Früher bin ich auch schnell vorbei gegangen. Doch durch die Geschichte von Herrn Häberle sehe ich das anders.
Ich nehme mir vor, hinzusehen, wenn ich einen dieser Zeitungsverkäufer bemerke. Ich muss ja nicht immer eine Zeitung kaufen. Aber ich will ihnen wenigstens kurz in die Augen schauen und ihnen zeigen: Respekt: Du bist einer, der sich nicht unterkriegen lässt.