Vor etwas mehr als 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt.
Für mich ist das ja heute eine Selbstverständlichkeit, dass ich wählen kann. Aber woran ich meistens nicht denke, ist, dass das nicht immer so war.
Dass ich heute wählen kann, dafür haben viele Frauen jahrzehntelang gekämpft. Damals haben Männer Frauen nicht zugetraut, dass sie sich politisch einbringen und ihre Interessen vertreten können. Sie sollten sich um den privaten Bereich kümmern; um die Kinder und ihren Ehemann.
Frauen wie Clara Zetkin oder Helene Lange haben sich damit nicht abgefunden. Sie haben sich organisiert und zum Beispiel Zeitschriften gegründet, in denen sie das Wahlrecht für Frauen gefordert haben. Clara Zetkin ist für ihren Einsatz für die Rechte der Frauen sogar verfolgt worden.
Dank dieser Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht vor 100 Jahren ist es für mich heute leichter, wenn ich mich politisch einbringen will.
Ich kann wählen gehen, Mitglied einer Partei werden und ich könnte mich sogar selbst zur Wahl stellen.
Dass Frauen Verfolgungen und Verhaftungen in Kauf genommen haben, zeigt mir immer wieder wie wertvoll mein Recht auf Mitbestimmung ist.
Und es erinnert mich daran, dass ich nicht bequem werden darf, sondern meine politische Stimme nutzen muss.