Bei der Krippe in meiner Kirche steht eine besondere Kerze. Sie ist ein Symbol für Frieden. Das Friedenslicht aus Bethlehem. Jedes Jahr wird in Betlehem in Israel eine Kerze angezündet. Also dort, wo wir Christen uns an die Geburt von Jesus erinnern. Und an das, was die Engel bei seiner Geburt gesungen haben: Friede auf Erden für alle Leute, die es gut meinen.
Dieses Friedenslicht wird von dort aus in die ganze Welt verteilt. Das bedeutet, dass die Kerzen bei uns in der Kirche von der gleichen Flamme entzündet worden sind, wie die in Argentinien, der Ukraine oder Amerika.
Ich finde das ein starkes Zeichen dafür, dass Menschen auf der ganzen Welt zusammengehören. Ich hoffe aber, dass es nicht nur bei diesem Zeichen bleibt, sondern, dass sich Christen auf der ganzen Welt auch wirklich dafür einsetzen, dass es Frieden geben kann. Das fängt nicht erst da an, wo große Politiker aufeinander treffen, sondern bei mir in meinem Alltag. Dass ich mit den Menschen gut umgehe und sie respektiere, auch wenn sie mich nerven. Das ist vielleicht nicht immer einfach, aber ein wichtiger Schritt für einen Frieden in meinem Umfeld.
Das Friedenslicht ist eben nicht nur ein Symbol, sondern hat auch etwas damit zu tun, wie ich lebe.