Ich bin in meinem letzten Urlaub wandern gewesen. Früher war da mal ein Vulkan. Und jetzt sind dort viele kleine Berge nebeneinander.
Ich genieße wandern. Denn ich weiß nie, was ich sehen werde und wem ich begegne.
Natürlich finde ich manche Touren anstrengend. Dann fluche ich vor mich hin. Der Aufstieg ist mir zu steil oder zu lang und mein Körper macht nicht so mit, wie ich das gerne hätte.
Und trotzdem gehe ich immer wieder los. Denn da ist etwas, was mich packt, obwohl es anstrengend ist. Auf dem Weg zum Gipfel kann ich nachdenken. Es gibt wenig, was mich ablenkt. Und hinter jeder Ecke kann sich etwas Schönes zeigen: ein schöner Baum oder eine schöne Aussicht…
Wenn ich oben ankomme, sind da ganz viele Gefühle: Ich bin stolz, glücklich, fühle mich frei - und ich fühle mich ganz nah bei Gott. Hier oben zeigt sich die Welt aus einer anderen Perspektive. Ich sehe, je nach Wetterlage, wie schön die Natur ist und wie klein ich im Vergleich dazu bin. Es heißt in vielen Texten der Bibel, der Berg ist ein Ort, wo ich Gott erfahren kann. Dort berühren sich Himmel und Erde. Für mich fühlt es sich wirklich so an.