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Samstag, 25. September 2021
Als Corona anfing und der erste Lockdown kam, habe ich richtig Angst gehabt, wie das so wird. Wie lange ich nicht raus darf und was das mit mir macht. Ich habe mich auf eine schwere Zeit eingestellt. Weil ich gewusst habe: Jetzt kommt Verzicht, vielleicht auch Streit und andere Entbehrungen. Und ich habe mir überlegt, was ich tun kann, um mich dabei ein bisschen besser zu fühlen. Kurz vor dem ersten Lockdown habe ich eine Polaroid-Kamera geschenkt bekommen. Ich habe mir dann einfach Film geholt und angefangen schöne Momente zu fotografieren. Das habe ich immer dann gemacht, wenn ich gedacht habe: Wow, das war jetzt schön. Zum Beispiel letztes Frühjahr, als alle Blumen im Garten geblüht haben. Da habe ich in der Blütenpracht gesessen und musste einfach ein Bild davon machen. Ich wollte so die schönen Momente bewusster erleben. Die Bilder habe ich gesammelt und jetzt zusammengeklebt. Und ich war richtig überrascht. Es kam eine total bunte, schöne, lebendige Collage dabei raus. Ganz anders als ich mich im letzten Jahr manchmal gefühlt habe. An dem Bild konnte ich sehen: Das Leben ist nie nur gut oder nur schlecht. Und es lohnt sich immer, den Blick auf das Gute zu richten. Jetzt habe ich trotz Corona ein tolles Bild, mit lauter schönen Erinnerungen. Kleine Momente, für die ich einfach dankbar bin.

Wir

sind die Jugendredaktion der Evangelischen und Katholischen Rundfunkarbeit am SWR. Wir sind Azubis, studieren, haben gerade einen neuen Job angefangen... - und sprechen hier über Erfahrungen aus unserem Alltag, Fragen, die uns beschäftigen und unseren Glauben.

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