Die nächsten zwei Monate bin ich auf fünf Hochzeiten. Wenn die Hochzeiten übers Jahr verteilt wären, wäre es besser. Nur blöderweise heiraten alle im August oder September. Ich sprinte dann also von einer Hochzeit zur nächsten. Das ist dann für mich ganz schön anstrengend. Und auch ganz schön teuer.
Klar könnte ich auch einfach absagen. Mir irgendeine Ausrede einfallen lassen. Das will ich aber nicht. Jesus hat mal eine Geschichte erzählt, die ich als Vorbild habe.
Da wird auch ne Hochzeit gefeiert. Der Gastgeber lädt alle seine Freunde zu der Hochzeit seines Sohnes ein. Alle sagen ab. Null Bock, kein Interesse, keine Zeit. Alle haben irgendeine Ausrede. Stattdessen lädt der Gastgeber dann die Armen, Blinden und Menschen mit Behinderungen ein. Sie freuen sich über die Einladung und kommen alle. In der Geschichte ist mit dem Gastgeber Gott gemeint. Gott will damit zeigen, dass ihm alle Menschen so wichtig sind, dass er sie einlädt. Und er hofft, dass sie auch kommen. Ohne blöde Ausrede!
Klar bin ich erstmal genervt, wenn ich zu den ganzen Hochzeiten meiner Freunde fahren muss. Ich finde aber, dass eine Hochzeit ein echt wichtiges Ereignis ist. Also gehe ich hin. Denn das Brautpaar freut sich, wenn ich komme. Und ich freue mich mit dem Paar.

 

 

Quelle: http://www.kreuzquer.info/?id=3954