In einem Buchladen habe ich ein Buch gesehen, das mich anspricht. Es heißt: „Oma, erzähl mal!“ Die Seiten sind zum großen Teil leer. Das einzige was dort abgedruckt ist, sind Fragen zur eigenen Person, zu Geschwistern, zur Schulzeit, zum Arbeitsleben und zu dem, was einen als Person ausmacht. Die Autoren haben die Idee, dass man diese Fragen mit seiner Oma bespricht und so Erinnerungen aus ihrem Leben sammelt und miteinander teilen kann. Ich habe es ausprobiert und regelmäßig mit ihr telefoniert und sie richtig ausgequetscht.
Ich finde es spannend zu erfahren, wo sie Opa kennengelernt hat oder welche Lokale in ihrer Jugend cool gewesen sind. Mich interessiert wie sie ihre Schulzeit erlebt hat, wo sie gearbeitet hat und was ihr erster Kinofilm gewesen ist.
Jetzt ist das Buch voll und bei unserem letzten Telefonat war Oma ganz traurig, dass wir jetzt fertig sind. Ich nehme mir auch in Zukunft vor, öfter Kontakt zu meiner Oma aufzunehmen. Denn ich habe viel gelernt und empfehle euch, wenn ihr noch eine fitte Oma oder einen agilen Opa habt: Ruft sie an und fragt.

 

 

Quelle: http://www.kreuzquer.info/?id=3816