Im Sommer war ich in Israel. Da habe ich noch einmal ganz neu gelernt, wie wichtig Erinnerungen sind. Ich bin nämlich Menschen begegnet, die haben den Holocaust überlebt. Mittlerweile sind sie alt.
Viele von ihnen sind für mich Vorbilder geworden. Denn was sie während der Nazizeit erlebt haben, das vergessen sie nie. Aber sie erzählen davon. Was sie erzählen, finde ich unvorstellbar grauenhaft. Was die Nazis den Juden angetan haben, das ist so grausam. Mich schockt es immer wieder, wenn ich daran denke. Und das war mitten in Deutschland. Weil die Nazis beschlossen haben, Juden zu hassen.
Deswegen finde ich es gut, dass die Überlebenden davon erzählen. Niemand, weder wir Deutschen noch sonst jemand, sollte vergessen, was damals passiert ist. Ich will nicht, dass Menschen anderen Menschen so etwas noch mal antun. Das ist für mich komplett unmenschlich und mit meinem Glauben nicht vereinbar. Für mich geht es darum, den Nächsten zu lieben, nicht zu hassen. Das steht ja schon in der Bibel. Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie Dich selbst. Und das heißt jeden.
Ich erinnere mich gern an die Begegnungen in Israel. Und ich erzähle anderen weiter davon. Damit die Geschichten der Menschen im Holocaust nicht vergessen werden. Und hoffentlich kann ich dadurch helfen, dass sich so was Grauenhaftes nicht wiederholt.

 

 

Quelle: http://www.kreuzquer.info/?id=3720