In der Bibel gibt es eine Geschichte von den Freunden Jesu. Es wird erzählt wie sie nach seinem Tod keine Hoffnung mehr haben und nicht mehr weiter wissen. Ich mag diese Geschichte, weil sie für mich zeigt, dass Gott auch dann bei mir ist, wenn es mir richtig dreckig geht. Sie ist für mich wichtig geworden, als ich vor einigen Jahren meinen Opa verloren habe.
Die beiden Freunde aus der Geschichte wollen nach dem Tod von Jesus einfach nur weglaufen. Sie sind niedergeschlagen und machen sich gemeinsam auf den Weg davon. In ein Nachbardorf. Auf dem Weg begegnet ihnen ein Mann. Sie sprechen gemeinsam mit ihm über ihre Erlebnisse mit Jesus. Dass sie miteinander reden, wirkt bei ihnen so stark, dass es sich für sie so anfühlt, als wenn Jesus bei ihnen wäre. Sie fühlen sich getröstet.
Nach dem Tod meines Opas habe ich mich glaube ich ähnlich gefühlt wie die Freunde Jesu. Ich war auch sehr traurig und nach der Beerdigung war ich fast jeden Tag am Grab, habe eine Kerze für ihn angezündet. Ich habe damals auch viel mit meinen Freunden darüber gesprochen. Das hat mir geholfen. Einige von ihnen haben auch schon ihre Großeltern verloren und wir haben uns darüber ausgetauscht. Das hat uns getröstet. Und auch wenn mein Opa tot ist, mir hat es geholfen, dass ich mit ihm verbunden bleibe.

 

 

Quelle: http://www.kreuzquer.info/?id=3487