»Gottesdienst gleich Gottesdienst« von Natalie   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.07.2017 gesendet.
Sonntags bin ich oft im Gottesdienst. Und ich bin echt froh, dass es da ganz Verschiedene gibt. Klar, es gibt die mit Orgel und Kirchenbänken. Da geh ich schon auch mal hin. Aber meistens gefällt mir das nicht so. Da ist es mir einfach zu langweilig, auch bei der Predigt.
Der Gottesdienst, in den ich oft geh, ist anders. Da gibt es zum Beispiel eine Band, die moderne Lieder spielt. Es kommen viele Leute. Junge und alte, eine gute Mischung halt. Eine Predigt gibt’s natürlich auch. Aber da interessieren mich die Themen. In letzter Zeit waren es zum Beispiel Geld, Sex und Macht. Das fand ich spannend.
Ich finde es gut, dass es verschiedene Gottesdienste gibt. Wir Menschen sind ja auch ganz verschieden und jeder mag was anderes. Mir ist es bei Gottesdiensten wichtig, dass ich Zeit mit Gott verbringe. Indem ich zum Beispiel mit ihm rede, also bete. Oder indem ich für ihn Lieder singe. Und durch die Predigt, lerne ich ihn besser kennen. Das ist mir auch voll wichtig.
Cool finde ich auch, dass ich im Gottesdienst ne Pause vom Alltagsstress hab. Dann kann ich richtig auftanken. Darum lohnt es sich für mich.
»Das Kreuz« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.07.2017 gesendet.
Ich finde es total spannend, was Leute so um den Hals tragen. Viele tragen Ketten. Und da gibt’s mal große Anhänger, mal kleine. Bunte, und ganz verschiedene Formen und Symbole. Viele tragen ein Kreuz als Schmuck um den Hals.
Das hat mich lange gewundert. Warum machen die das? Kreuze gibt es auf dem Friedhof, wenn jemand gestorben ist. Oder sie stehen in der Kirche. Oft hängt da noch ein toter Jesus dran. Das fand ich lange nicht so prickelnd, so ein Mordinstrument um den Hals. Denn so wie Jesus wurden damals viele am Kreuz umgebracht. Warum also ein Kreuz um den Hals tragen?
Inzwischen glaube ich, das liegt daran, wie es mit Jesus weitergegangen ist. Christen glauben nämlich, dass Jesus nicht tot geblieben ist. Er ist nach drei Tagen wieder auferstanden. Deshalb glauben sie, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Dass da nicht einfach alles aus ist. Sie glauben, dass sie dann bei Gott sind. Wie das alles funktionieren soll und wie es bei Jesus funktioniert hat, das weiß ich auch nicht. Aber ich hoffe auch darauf, dass ich mal bei Gott sein werde.
Deswegen ist das Kreuz für mich kein trauriges Zeichen mehr. Für mich ist das Kreuz jetzt ein Zeichen für das Leben. Denn das Kreuz hat Jesus nicht aufgehalten.
»Tischgebet« von Natalie   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.07.2017 gesendet.
Ich geh gern mit Freunden ins Kino. Manchmal schauen wir uns Actionfilme an. Immer wieder beten da auf einmal die härtesten Typen. Das ist mir schon ein paar Mal aufgefallen. Mal sind es Stoßgebete, wenn sonst gar nichts mehr geht. So nach dem Motto: „Gott, hilf mir mal bitte hier raus. Dann mache ich auch dieses oder jenes für dich.“
In Filmen gibt es manchmal aber auch so Tischgebete. Da betet dann jemand vor dem Essen. Sagt Gott danke dafür. Mich überrascht das immer wieder. Aber ich finds irgendwie auch sehr geil.
Ich gewöhne mir das nämlich gerade auch wieder an. Also das Tischgebet. Ich bin echt dankbar, viel und Gutes zu Essen zu haben. Das haben nicht alle. Deshalb danke ich Gott vor dem Essen dafür. Und dann fallen mir auch oft andere Sachen ein, für die ich dankbar bin. Zum Beispiel, dass ich mit Freunden ins Kino gehen kann. Oder, dass ich einen tollen Tag hatte. Es gibt viele Dinge für die ich dankbar bin. Und das sag ich Gott dann alles. Ich rede so mit ihm, als würde er mit mir am Tisch sitzen. Vielleicht macht er das auch. Nur kann ich ihn nicht sehen. Bei einem bin ich mir aber sicher. Er hört mir zu. Und er freut sich, wenn ich mit ihm rede.
Deswegen feier ich es immer, wenn in einem Film jemand betet. Für mich gehört das nämlich einfach zum Leben dazu.
»Schubladendenken« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.07.2017 gesendet.
Mich nervt es, wenn mich andere in Schubladen stecken. Die kennen mich gar nicht richtig. Trotzdem sortieren sie mich ein: Das ist doch der, der immer so laut ist. Mit dem kann man sich nicht über ernste Dinge unterhalten. Das ist einer, der lieber auf Parties geht. Wie will der gut durch die Ausbildung kommen? Der glaubt an Gott. Denkt der noch wie vor 500 Jahren?
Auch als Jesus gelebt hat wurden Leute schon in Schubladen gesteckt. Kranke zum Beispiel. „Der muss irgendwas gemacht haben, das Gott nicht gefällt. Deswegen ist er jetzt blind“, haben viele Gesunde dann gesagt. Und deswegen haben sie sich nicht um Kranke gekümmert. Jesus hat das anders gemacht. Er ist zu den Kranken hin gegangen. Hat ihnen geholfen, sie versorgt. Die Schubladen waren ihm egal! Er hat anderen geholfen und so auch tolle Leute kennengelernt.
Mir gefällt das. Und eigentlich können mir Schubladen auch egal sein. Denn laut und trotzdem ernst sein, passt bei mir zusammen. Lernen und Parties auch. Und auch als Christ kann ich gut ein modernes Weltbild haben. Manche, die mich kennenlernen, überrascht das.
Ich will mir das merken. Denn manchmal stecke ich andere auch in Schubladen. Gerade wenn ich sie nicht richtig kenne. Ich will das aber nicht mehr machen. Ich will sie kennenlernen. Mal schauen, was ich da alles entdecke.