»Kraftworte« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.04.2018 gesendet.
Traurig, aber wahr. Gleich zwei Mal habe ich in den letzten Wochen eine Trauerkarte geschrieben. Weil enge Familienmitglieder von meinen Freunden gestorben sind. Keine leichte Sache.
Auch nicht für mich, ich würde nämlich gern trösten, aber was soll ich sagen bzw. schreiben? Ich bin schon kurz davor gewesen es wieder aufzugeben. Denn egal was, es klingt einfach so „leer“ und macht den Verstorbenen auch nicht wieder lebendig. Es sind ja nur Worte.
Aber vielleicht ist ja auch gerade das was zählt. Worte zeigen, dass man nicht allein ist. „Mein Beileid“ oder „viel Kraft“ - das sind Worte gewesen, die meine Freunde mir gesagt haben. Als meine Großeltern gestorben sind, haben sie mir tatsächlich Kraft gegeben. Kraftworte.
Meinen Freunden will ich deshalb auch ein paar Kraftworte zurücksenden. Aber welche? Ich hab ihnen dann geschrieben:
„Mir fällt es schwer tröstende Worte zu finden, aber ich möchte dir meine herzliche Anteilnahme aussprechen und wünsche dir viel Kraft und Zuversicht. Auch wenn dein Vater nicht mehr bei uns ist, er wird immer in unseren Herzen sein.“
Die Antwort einer meiner Freunde: „Danke. Irgendwie braucht es wohl echt nicht viel, damit sich jemand getragen fühlen kann.“
»Grippe« von   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.04.2018 gesendet.
Am Montag gehe ich arbeiten und danach noch zum Sport. Am Dienstag mache ich früher Feierabend weil ich noch zum Essen eingeladen bin. Am Mittwoch arbeite ich dafür etwas länger.
Jeden Tag ist irgendwas und damit das alles klappt, plane ich das vorher. Im Büro Termine abarbeiten nach Terminplan, Sport am Feierabend nach Trainingsplan.
Jetzt war ich vor kurzem aber krank. Von heute auf morgen sind alle Pläne völlig durcheinander geraten, was mich ziemlich geärgert hat. Ich habe die Pläne ja nicht zum Spaß gemacht.
Krankheiten halten sich eben an keinen Zeitplan, die kommen und gehen wann sie wollen. Trotzdem will ich so schnell wie möglich fit werden wenn ich krank bin, vor allem wenn wichtige Termine anstehen. Ich will nicht, dass alles was ich lange geplant habe plötzlich doch nicht geht.
Als ich dieses mal krank war bin ich einen Tag zu Hause geblieben und dann wieder direkt arbeiten gegangen. So richtig fit bin ich aber noch nicht gewesen.
Das geht, gesund ist das aber nicht. Für mich als Christ ist auch wichtig nach mir zu schauen und nicht nur Leistung zu bringen.
Und verschwendet wäre die Zeit auch nicht wenn ich mich zuhause richtig erhole. Da liegt zum Beispiel seit einem halben Jahr noch ein Buch rum, dass ich endlich mal fertig lesen will.
»Kostbare Momente« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.04.2018 gesendet.
89 Jahre – so alt sind meine Großeltern geworden, bevor sie gestorben sind. Sie haben bei uns zuhause gewohnt und ich bin wirklich dankbar, dass ich ganz viel Zeit mit ihnen verbringen konnte. Besonders in den letzten Jahren haben wir die schönsten und intensivsten Momente gehabt.
Mein Onkel hat damit angefangen. Er hat sie jeden Tag besucht und Ausflüge mit ihnen gemacht. Anfangs habe ich nur gedacht: Der ist aber häufig da. Aber dann dachte ich: Was, wenn meine Großeltern mal nicht mehr sind? Dann macht mein Onkel es genau richtig und kostet die Zeit, die ihnen noch bleibt, voll aus.
Und ab da habe ich angefangen das auch zu tun. Ich hab die Zeit mit meinen Großeltern fast schon in mich aufgesogen. Habe mir ganz viel von ihnen erzählen lassen, von ihrer Kindheit, Jugend, wie sie sich kennengelernt haben. Einfach alles! Habe mit ihnen viel gelacht und vor allem habe ich mich jedes Mal von ihnen ganz herzlich verabschiedet und ihnen gesagt, dass sie zu meinen Lieblingsmenschen gehören. Jedes Mal! Bevor sie sterben, wollte ich, dass sie das wissen, was sie mir bedeuten.
»Feindesliebe« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.04.2018 gesendet.
Es gibt Leute, die kann ich einfach nicht leiden. Sie können meistens gar nichts dafür. Es ist einfach ihre Art, die mir nicht passt. Ich bin schnell genervt von ihnen. Hab keine Lust auf sie.
Mich stört das manchmal an mir selbst. Eigentlich hat doch jeder etwas Liebenswertes, oder?
Jesus hat dazu mal was richtig Krasses gesagt. Er meinte: „Liebt eure Feinde“. Das finde ich echt strange. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wie soll das bitte funktionieren? Ich versuche zwar wirklich so zu leben, wie Jesus es den Leuten gezeigt hat. Aber da komme ich an meine Grenzen.
Ich bete deswegen. Da frage ich Gott dann, warum es mir so schwer fällt. Und ich sag Gott, dass ich die Leute wirklich gern mögen würde. Vielleicht kann er mir ja dabei helfen.
Nach dem Beten geht es mir dann oft besser. Und ich versuche, nett zu sein. Auch wenn ich manche Leute nicht leiden kann. Das kostet mich zwar oft Überwindung. Aber im Nachhinein lohnt es sich. Denn wenn ich nett zu den anderen bin, sind sie oft auch nett zu mir.