»Prüfungen« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.09.2017 gesendet.
Im Moment habe ich viele Prüfungen. Deshalb stehe ich ziemlich unter Druck. Ich bin aber nicht nur gestresst, weil ich noch so viel lernen muss – ich hab auch ein bisschen Angst.
Ich mach mir Gedanken, was passiert, wenn ich es nicht schaffe. Wenn ich durch eine Prüfung falle oder nicht die Note erreiche, die ich mir erhoffe.
Mit diesen Gedanken mache ich mir ganz schön Druck.
Manchmal ist es, als ob von diesen Prüfungen auch abhängt, ob mein Leben gut wird. Ob ich einen Job bekomme zum Beispiel.
Ich glaube aber nicht, dass ein gelingendes Leben von Noten abhängt.
Oder dass meine Noten für Gott eine Rolle spielen. Ob ich mit einer 1 oder mit einer 4 aus meiner Prüfung komme, ist ihm wahrscheinlich ziemlich egal. An meiner Mathenote kann man nicht ablesen, ob ich ein guter Mensch bin.
Ich bin froh, dass ein gelingendes Leben nicht von schulischen Leistungen abhängt, sondern dass es um mehr geht.
Das hilft mir sogar, entspannter in meine Prüfungen zu gehen. Die sind nämlich kein Messinstrument für mein Leben, sondern wirklich einfach nur Prüfungen.
»Ertragt einander« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.09.2017 gesendet.
Wenn ich gestresst bin, bin ich manchmal echt ruppig. Dummerweise besonders zu denen, die ich mag. Ich kann im ersten Moment nichts machen, da rutscht mir dann schnell ein flapsiger Kommentar oder eine dumme Bemerkung raus.
Wenn ich später aber nochmals drüber nachdenke, merke ich, wie mies ich zu dem einen oder anderen heute war. Das tut mir leid. Ich hätte meinem Kollegen lieber keinen Spruch reingedrückt. Ich denke darüber nach, wie er sich in der Situation gefühlt haben muss. Andererseits weiß ich aber genau, dass es trotzdem schwer ist nächstes Mal anders zu handeln, wenn ich wieder nicht gut drauf bin.
Ich mein, ich bin ja nicht perfekt. Ich nehme mir aber für das nächste Mal vor, den Leuten zu sagen, dass ich nicht gut drauf bin. Und, dass sie meine Art nicht auf sich beziehen müssen, wenn ich keinen guten Tag habe. Dann können sie meine ruppige Art besser einordnen, weil sie dann einen Spruch nicht gleich persönlich nehmen. Sie können dann über eine Bemerkung hinwegsehen und vielleicht hilft das sogar mir. Wenn ich offenlege, wie es mir geht, dann habe ich auch meine Stimmung schon ein bisschen besser im Griff.
»Menschlichkeit« von Timo   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.09.2017 gesendet.
In Florida hat sich eine unglaubliche Geschichte abgespielt. Eine Familie verbringt ihren Tag am Strand. Sie gehen schwimmen und werden von der Strömung hinausgetrieben. Sie kämpfen dagegen an, schaffen es aber nicht gegen die Strömung anzukommen. Die Kinder fangen an zu weinen, weil sie merken, dass es aussichtslos ist. Ein Ehepaar am Strand sieht das und erkennt die Lage. Die Frau schwimmt mit ihrem Surfbrett zu den Leuten. Ihr Mann rennt in der Zwischenzeit am Strand entlang und holt andere Menschen dazu, die helfen. Ungefähr 80 Personen bilden eine Menschenkette, die bis zu der Familie ins Meer reicht. So retten sie die ganze Familie.
Echt verrückt. Da rennt einer am Strand herum und will eine Menschenkette ins Meer organisieren und es klappt. 80 Menschen, die sich nicht kennen, gehen zusammen ins Wasser, halten sich gegenseitig fest und retten Leute, die sie auch nicht kennen.
Die Mutter sagt später, dass dieser Tag gezeigt hat, dass es in unserer Welt echte Menschlichkeit gibt. Die Menschen am Strand seien für sie Engel gewesen. Mir zeigt die Geschichte, dass jeder so ein Engel sein kann. Ich auch.
»Plastikfrei« von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.09.2017 gesendet.
Ich hab von einer Frau gelesen, die einen Monat lang komplett auf Plastik verzichtet. Weil Plastik so viel Müll produziert und die Umwelt zerstört, will sie es mal ganz ohne probieren. Also ohne Plastiktüten und Verpackungen. Sogar Putzmittel stellt sie selbst her. Nach diesem Monat will sie zwar wieder Plastik verwenden. Aber sie hofft, dass sie merkt, wieviel unnützes Zeug sie benutzt. Und dann weniger davon braucht.
Die Idee finde ich gut. Mich stört es auch, dass alle möglichen Lebensmittel eingeschweißt sind und ich so viel Müll produziere. Das passt für mich nicht zu meiner Lebenseinstellung. Aber die Aktion ist nicht das Richtige für mich. Ich könnte nicht von einem auf den anderen Tag komplett auf Plastik verzichten. Und selbst wenn ich das einen Monat lang hinkriege, mache ich danach wahrscheinlich genauso weiter wie vorher.
Ich will aber auf jeden Fall meinen Plastikverbrauch verringern. Deshalb versuche ich, nach und nach, weniger zu verwenden. Wenn ich einkaufen gehe, nehme ich mir keine Plastiktüten mehr. Und wenn ich sie mal gar nicht vermeiden kann, benutze ich sie danach als Mülltüten. Milch kaufe ich in Glasflaschen. Und ab jetzt hab ich meinen eigenen Becher dabei, wenn ich irgendwo Kaffee kaufe. Damit verschwindet nicht sofort alles Plastik aus meinem Leben. Aber es wird Stück für Stück weniger.