»Alte Freunde« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.07.2017 gesendet.
Ein Freund von mir war jetzt ein Jahr lang im Ausland. Er war weit weg und hat in Jerusalem studiert. Wir haben hin und wieder geschrieben und Kontakt gehalten, aber eher sporadisch und nicht intensiv. Jetzt ist er wieder da. Es war eigentlich so wie immer, als wir uns getroffen haben. Er kam zu Besuch, hat erzählt, wir haben gelacht und es war ein echt toller Abend. Ich mag es Freunde zu haben, bei denen ich auch nach ner Pause einfach so anknüpfen kann als ob wir uns erst gestern gesehen hätten. Sie halten mir nicht vor seit wie vielen Monaten ich mich nicht gemeldet habe – ich mein, die könnten sich ja auch melden.
Ich hoffe, dass es mit Gott auch so ist, wie mit einem guten Freund. Auch wenn ich mich manchmal lange nicht bei ihm melde, kann ich immer wieder neu anfangen mit ihm. Klar, Gott kann ich nicht anfassen oder gegenüber sitzen wie meinem Kumpel. Ich bekomme auch keine Antworten auf meine Frage von einer Stimme oder so. Aber es hilft mir, wenn ich Gott als guten Freund sehe bei dem ich mich nicht ständig melden muss, wie bei meinen Eltern zum Beispiel. Ich denke eine gute Freundschaft kann so etwas aushalten. Und ich hoffe, Gott ist so ein Freund.
»Chillen« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.07.2017 gesendet.
Wenn die Sonne scheint gibt es für mich nichts Besseres als mich draußen auf eine Wiese zu legen. Erst recht nach einem stressigen Tag: Ich liege da und schaue nach oben. Ich sehe ein paar vorbeifliegende Vögel, den Himmel und vor allem das saftige Grün der Blätter.
Ich genieße das. Diese Zeit draußen ist mir wichtig, weil ich für eine kurze Zeit Abstand von meinem Alltagsstress und der Arbeit bekomme. Denn manchmal holt der mich auch zuhause ein. Deshalb tut es mir richtig gut, wenn ich dann raus gehe. Ich bekomme dadurch einen anderen Blick. Allein schon, wenn ich da liege verändert sich was, weil ich in der Natur bin. Für mich ist das ein Stückchen Freiheit. Und das will ich mir auch für Regentage bewahren. Ich verlege dann die Wiese einfach in meinen Kopf und chille auf dem Sofa. Ich meine ich nehme mir Zeit für mich und lasse meinen Gedanken freien Lauf, so wie sonst draußen auf der Wiese.
»Auszeit« von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.07.2017 gesendet.
Dieses Jahr mache ich Urlaub in Wales. Mit Freunden habe ich ein kleines Haus mitten in einem Nationalpark gemietet. Läden und Restaurants gibt es in der Nähe nicht. Und in unserer Unterkunft selbst gibt es keine Möglichkeit, Handys oder Laptops aufzuladen. Wahrscheinlich ist der Empfang da draußen aber sowieso auch eher schlecht.
Das heißt also, ich kann nicht morgens nach dem Aufstehen erstmal schauen, was auf Instagram los ist. Und ich kann auch später nicht gleich meine eigenen Bilder posten. E-Mails checken geht auch nicht. Und ich muss sagen, irgendwie freue ich mich da auch drauf. Es ist wie eine kleine Auszeit. Ich werde einfach nur mit meinen Freunden zusammen sein – wir trinken am Lagerfeuer Bier, gehen im See schwimmen oder wandern. Alles, ohne dass ich dabei von meinem Handy abgelenkt werde. Ich kann mich voll und ganz auf die Leute konzentrieren, mit denen ich in diesem Moment im echten Leben zusammen bin.
Klar freue ich mich danach auch wieder drauf, ins Internet zu gehen. Ganz ohne will ich definitiv nicht leben. Aber für ein paar Tage tut so eine Auszeit mal ganz gut.
»Energiekreis« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.07.2017 gesendet.
Ich bin Fussballer, wenn auch nur hobbymäßig. Einer der schönsten Momente für mich ist, wenn wir als Mannschaft vor dem Spiel zusammenkommen. Wir stellen uns in einen Kreis und legen unsere Arme auf die Schultern unserer Nachbarn. Wir sind in keiner richtigen Liga am Start. Wir haben auch keinen Trainer und deshalb schauen wir uns im Kreis vor dem Spiel gegenseitig an und immer einer macht zufällig eine Ansprache, die uns zum Spiel motiviert.
Der Moment nach der Ansprache gibt mir immer richtig Energie und ich kann es kaum erwarten, dass der Schiri anpfeift. Dieser Moment bedeutet für mich ein tolles Gefühl, viele Möglichkeiten zu haben, ein tolles Fußballspiel zu spielen und vielleicht sogar zu gewinnen.
Diese Momente wünsche ich mir manchmal auch für meinen Alltag – gerade für die Montage. Ich richte mir in Zukunft einen besonderen Weckton ein, der mich an meine Mannschaft erinnert. Dann kann ich auch am Montag gut in den Tag und die neue Woche starten, weil es mich an unser Team erinnert und motiviert aufzustehen. Ich denke, dass es wichtig ist mit Motivation und Energie an Dinge heranzugehen, weil es dann mehr Spaß macht und ich zufriedener bin.