Mein Freund arbeitet als Müller in einer Mühle. Er kümmert sich dort darum, dass aus Getreidekörnern Mehl wird.
Am Anfang wird das Korn gereinigt, gehegt und gepflegt. Dann durchläuft es viele verschiedene Stationen. Bei den ganzen Prozessen muss das Korn in der Mühle hoch und runter. Irgendwann ist das Korn dann fertig zu Mehl verarbeitet und verlässt die Mühle.
Ich finde, im Leben ist das ja ganz ähnlich. Als Baby werde ich geputzt, gehegt und gepflegt. Dann durchlauf ich viele Stationen. Kindergarten, Schule, Ausbildung, Arbeit und so weiter. Und auch im Leben geht’s mal hoch und mal runter. Mal läuft’s richtig gut und mal echt kacke.
In der Mühle sieht das Korn den Müller nie. Und trotzdem ist der Müller die ganze Zeit da. Er kümmert sich um die Getreidekörner und begleitet sie von Anfang an auf ihrem Weg durch die Mühle.
Ich glaube, im Leben ist das auch so – mit Gott. Ich seh Gott zwar nicht, aber trotzdem ist er immer da. Er weiß genau, was los ist. Und er möchte aus mir das Beste rausholen. Wie der Müller das beste Mehl aus seinem Korn machen möchte. Das finde ich richtig cool!