Ich stehe vor dem Spiegel und denke: 5 bis 10 Kilo weniger wären auch ganz gut…
Ich habe über den Winter mal wieder so kleine Fettreserven angesetzt. Mich ärgert das.
Ich weiß, mir sollte das egal sein. Wichtig ist, dass ich gesund bin und mich meistens in meinem Körper wohl fühle. Ich denke, ich sollte meinen Körper nicht einfach als „schön“ oder „hässlich“ klassifizieren. Ich kann versuchen, meinen Körper anders zu sehen. Mein Körper spiegelt mein Leben physisch. Ich habe zum Beispiel eine Narbe an der Schulter. Ich bin mit dem Fahrrad gestürzt und auf die Schulter gefallen. Eine Narbe ist geblieben.
Wenn ich besonders gestresst bin, wird meine Haut schlecht oder ich bekomme dunkle Augenringe. Damit kann mir mein Körper zeigen, ich sollte nen Gang zurückschalten.
All diese Beispiele zeigen mir: Mein Körper ist nicht dafür gemacht, immer gut auszusehen. Er kann sich dafür an viele verschiedene Situationen anpassen. Diese Eigenschaft muss mich nicht in eine tiefe Krise stürzen. Ich kann es auch positiv sehen: Mein Körper ist ein Geschenk, das mich gut durchs Leben trägt. Und dieses Leben hinterlässt zwangsläufig Spuren. Mal bin ich dicker, mal dünner, mal habe ich viel Ausstrahlung und manchmal sehe ich erschöpft aus. Aber mein Körper spiegelt mein Leben.