Vor einiger Zeit hab ich einen Christen aus dem Irak kennengelernt. Wir sind uns bei einem Jugendtreffen in der Kirche begegnet. Er ist nur zwei Jahre älter als ich, aber er hat schon einiges erlebt: In seiner Heimat hat er seinen Glauben nicht frei leben dürfen. Wenn er dort geblieben wäre, hätte er so tun müssen, als wäre er kein Christ. Er hätte nicht sagen dürfen, dass er an Jesus glaubt, weil ihn das in Gefahr gebracht hätte.
Er hat entschieden, dass er so nicht leben kann. Sein Glaube ist ihm einfach zu wichtig. Dass er Christ ist, gehört so sehr zu seinem Leben dazu, dass er lieber aus seiner Heimat weggegangen ist. Und das ohne zu wissen, ob er jemals wieder zurückgehen kann oder ob er seine Freunde wiedersieht. Mich beeindruckt das. Weil ich nicht weiß, ob ich alles zurücklassen könnte.
Mit seiner Geschichte ist er für mich ein Vorbild. Er lässt nicht von anderen verbiegen und steht für seine Überzeugung ein. So wie ihn stell ich mir einen Heiligen vor.