Früher habe ich richtig auf den 6. Dezember hin gefiebert. Nikolaustag. Da habe ich meine Schuhe am Abend vorher rausgestellt. Morgens habe ich dann noch im Schlafanzug nachgeschaut. Heute ist die Aufregung nicht mehr wirklich da. Aber ich freue mich trotzdem noch am Nikolaustag.
Das hat mit Nikolaus zu tun, nach dem der Tag benannt ist. Die Geschichte kenne ich gut. Für mich ist sie nicht mehr wirklich spannend. Wahrscheinlich geht’s vielen so. Aber ich finde die Einstellung von Nikolaus gut. Für ihn hat zum Christsein nämlich gehört, dass man sich für andere einsetzt. Allen hilft. Er hat das natürlich auch gemacht. Durch ihn hatten andere ein besseres Leben. Und er hat für sein Leben auch davon profitiert. War zufriedener, glücklicher.
Manchmal geht’s mir mit der Bibel ähnlich wie mit Nikolaus. Als Kind hab ich total gern die biblischen Geschichten gehört. Heute kenne ich sie. Spannend sind sie für mich eigentlich nicht mehr. Aber ich mag sie trotzdem noch sehr. Sie bedeuten mir nämlich was. Jede auf ihre Weise. Und ich genieße es, die Geschichten in der Bibel zu lesen. Sie erinnern mich daran, wie mein Leben gut werden kann. Und das von anderen auch. Ich will immer wieder Zeit finden in die Bibel reinzuschauen. Auch heute.