Mein Bruder hat mich gefragt, ob ich die Taufpatin von seiner Tochter werden möchte. Ohne groß drüber nachzudenken habe ich „Ja“ gesagt und mich riesig gefreut.
Erst später habe ich überlegt, was als „Taufpatin“ eigentlich von mir erwartet wird…ich glaube, es reicht nicht aus, zu den Geburtstagen mit einem extra großen Geschenk bereit zu stehen.
Ein Taufpate soll für das Kind da sein, damit es seinen eigenen Glauben finden kann.
Schön und gut – aber was heißt das jetzt für mich konkret? Der Glaube ist doch etwas, das jeder selbst für sich alleine muss. Und ich will doch nicht meinen Glauben einem Kind aufzwingen.
Wie kann ich das also auf eine gute Art machen? Vielleicht geht es vor allem darum, viel Zeit mit meinem Patenkind zu verbringen. Ich will ihm zeigen, dass es etwas ganz Besonderes und einmaliges ist. Weil es in dieser Welt gewollt ist und ein Kind Gottes ist. Wenn ich ihm dieses Gefühl geben kann, kann es mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein und Vertrauen sein Leben leben. Und dann kann ich ihm ja erzählen, wie schön es ist, wenn ich in meinem Alltag von Gott begleitet werde.