Über manche Zitate muss ich nachdenken. „Sich vor Menschen zu fürchten, ist eine gefährliche Falle“. Das ist zum Beispiel so ein Satz. Der steht in der Bibel und ich finde, er stimmt. Ich frage mich oft, was andere von mir halten. Ich will natürlich, dass sie mich gut finden. Deswegen mache ich manchmal Dinge, die ich normalerweise nicht machen würde. Lügen zum Beispiel.
Eigentlich ganz schön blöd. Aber wovor ich Schiss hab, das kontrolliert mich. Sich vor Menschen zu fürchten, ist also eine Falle. Ich tapp da manchmal rein, weil ich mir falsche Dinge einrede. Zum Beispiel, dass ich nichts wert bin. Nur weil mir irgendjemand mal das Gefühl gegeben hat. Und dann befürchte ich, dass andere das auch denken. Also dass sie denken, ich wäre nichts wert.
In der Bibel, geht der Spruch noch weiter: „Sich vor Menschen zu fürchten, ist eine gefährliche Falle. Wer Gott vertraut, ist gelassen und selbstsicher.“ Gott vertrauen heißt für mich, dass ich an ihn glaube. Dass er mich geschaffen hat. Also dass er mich genau so wollte, wie ich bin. Und dass er mich wertvoll findet.
Also habe ich keinen Grund, mich minderwertig zu fühlen. Daran muss ich mich nur immer wieder erinnern. Dann werde ich wirklich gelassen.